Ich laufe gerade die Hacken ab und habe alle im Telefonbuch abgeklappert. Der eine Teil erwische ich telefonisch nicht, der andere Teil behandelt andere Zielgruppen, wie Kinder- oder Jugendliche. Auch haben die alle verschiedene Methoden. Da gibt es himmelschreiende Unterschiede. Keine Ahnung, was ich brauche.
Mann oder Frau? Das ist schwer zu entscheiden. Frauen neigen dazu, mich als Konkurrentin zu sehen. Und Männer? Einfühlsame sind rar. Die sind meistens zu sehr Pychologen. Manche Themen sind mir gegenüber Männer unangenehm.
Ich bin mit allen Telefonnummern durch und habe immer noch keinen gefunden. Das ist so mühsam! Gibt es ein anderer Weg?
Hallo Sylvia,
magst Du grob umrissen sagen, was Du therapieren lassen willst? Vielleicht kann man Dir dann besser einen Rat geben. Deine Krankenkasse kann Dir vielleicht auch weiterhelfen. Oft haben die Adressenlisten von Therapeuten.
Ob Mann oder Frau ist meiner Ansicht nach nur von Wichtigkeit, wenn Du mit einem Geschlecht Probleme hast. Eine Therapeutin wird Dich kaum als Konkurrenz betrachten, da brauchst Du keine Befürchtungen zu haben, glaube ich.
Viele Grüße,
Annette.
Hallo Sylvia,
habe mal gehört,dass ein „Patient“ durchschnittlich acht Therapeuten aufsuchen muß,bis der oder die Richtige dabei ist.Das nur am Rande.Es gibt da ein Buch,das heißt Therapieführer-so finde ich die richtige Therapie,es erklärt nicht nur Therapien,sondern auch Ziele,so dass du für dich abchecken kannst,was das Richtige ist.Im Anhang befinden sich Adressen,die wiederrum wissen,welche Möglichkeiten du an deinem Wohnort hast.Liebe Grüße Bea
Hallo Sylvia,
ich hab mir von meinem Hausarzt eine Therapeutin empfehlen lassen.
Grüße Almut
Hallo Sylvia,
bei mir war der vierte endlich der richtige (und das in einem Zeitraum von über 7 Jahren) und der war eine Empfehlung von einem Freund - das waren alle anderen davor aber auch. Danach kannst du nicht wirklich gehen, weil nun mal jeder anders tickt.
Also mit Geduld kommst du zum Ziel. Und ob Mann oder Frau… pfff… ehrlich gesagt, mir war beides Recht. Wichtig ist die Form der Therapie (und vor allem die eingehende Beratung - schau doch mal nach Instituten für Psychotherapie in deiner Stadt. In Berlin gab’s so was zumindest und da bekam man zwei Gutachter und hatte drei Gespräche. Danach wurde von beiden Gutachtern eine Empfehlung der Therapieform gegeben und auch Therapeuten empfohlen) und das ist - wenn ich das mal laienhaft ausdrücken darf - auch eine Frage des Zeitaufwandes. Willst du z.B. eine Analyse machen, ist der Aufwand u.U. viel größer. Aber auch da gehen Therapeuten Kompromisse ein (nach meiner Erfahrung).
Wenn du etwas genauer erläuterst, worum es dir geht und vielleicht sogar in welcher STadt du suchst, kann dir vielleicht eher ein Rat gegeben werden.
Grüße und viel Erfolg
Demenzia
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wenn du bei der kassenärztlichen vereinigung anrufst, kannst du dich dort mit der abteilungverbinden lassen, denen alle zugelassenen theras aus deiner nähe vorliegen. der vorteil ist hier: wenn du deine strasse angiebst, schauen sie zum einen erstmal in deiner nähe und zum anderen haben sie einen fast aktuellen stand darüber, welcher thera derzeit patienten aufnehmen kann. - das spart so manchen vergeblichen anruf.
(kannst auch erstmal im netz nachschauen)
auch kannst du dir dort nrn von koordinationsstellen geben lassen und von dort aus einen bzw mehrere passende thera empfohlen bekommen.
LG
nina
Kurz
Hi Sylvia,
m. E. muss, kann und sollte der Weg immer über zunächst Deinen Hausarzt usw. gehen - ich habe den Eindruck, dass Du Dir eine Wunsch-Therapie suchst, die Dir u. U. aber gar nicht hilft. Vertrau´ den Fachleuten!
Hausarzt hatte ich vorher jahrelang keinen. Ich hatte so genug von den Ärzten und bin zu keinem gegangen, wenn es nicht unbedingt sein mußte. Nachdem ich vor fast 2 Jahren umgezogen bin, habe mir einen gesucht. Also, ich brauche eine Weile, bis da Vertrauen finde. Ich renne jedenfalls nicht zum ersten Termin in seine Praxis und fordere gleich alles, was ich will. ?
Der Grund liegt lange zurück. Ich merke, daß ich einen Deckel fest drauf gelegt habe, damit ich funktionieren kann. Ich will das Schweigen endlich brechen. Lernen, daß ich ein liebenswürdiger Mensch bin. Endlich erwachsen und reif werden. Dafür hätte ich gerne, der mich dabei begleitet und unterstützt.
Ich wohne nun in der Nähe von Stuttgart. Nächstes Jahr werde ich 40, da mache ich mir schon Gedanken, wie ich die nächsten 40 Jahre so leben möchte. 
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Vielleicht sollte ich hinzufügen, was mich so aufgerüttelt hat. Erstes habe ich gerade eine unschöne Partnerschaft hinter mir und bin umgezogen. Zweites habe ich gemerkt, wie belastet mein Beruf ist (viele Kollegen sind innerhalb kurzer Zeit gestorben: Unfall, Krankheit, Selbstmord) und ich im Privaten einen Ausgleich brauche. Drittens überlege ich mir, wie ich zu meinen Eltern stehe. Ich brauche meine ganze Kraft für mich und kann es mir nicht „erlauben“ von Problemen heruntergezogen zu werden.
So kann und will ich nicht weiterleben! Ich will etwas tun!
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