Wie kommt Bewegung zustande?

Ein Körper ruht im Punkt A zum Zeitpunkt t0. Nun bewegt sich der Körper(wird beschleuningt) zum Zeitpunkt tn und erreicht den Punkt B.

Wenn ich mir nun die Bewegung als eine Grenzwertfolge vorstelle, komme ich zu folgendem Problem: Habe der Körper an einem Punkt P(der zwischen A und B liegt) die Geschwindigkeit V, so hat der Körper an einem Punkt Q (der vor P liegt) eine geringere Geschwindigkeit. Die Geschwindigkeit wird also von rechts nach links betrachtet, immer kleiner. Die einzelnen Geschwindigkeiten, sind also wie eine Folge die gegen die 0 geht.
Wenn diese Folge aber den Grebzwert 0 hat, erreicht die Folge nie den Punkt, wo die Geschwindigkeit 0 ist. Wenn also die Folge die Geschwindigkeiten des Körpers beinhaltet, die von 0 verschieden sind, wie dann kommt es dass der Körper sich bewegt? Es müsste ja so zu sagen einen Sprung von 0 zu einer Geschwindigkeit geben, die von 0 verschieden ist!

Wie kann man sich das erklären?

Danke für eure Antworten.

Gruß Tobias

Ein Körper ruht im Punkt A zum Zeitpunkt t0. Nun
bewegt sich der Körper(wird beschleuningt) zum Zeitpunkt
tn und erreicht den Punkt B.

Meinst Du sowas:

tn = n·Δt

vn = n·Δt·a

Wenn Ja, dann kann ich folgnede Aussage nicht anchvollziehen:

Wenn diese Folge aber den Grebzwert 0 hat, erreicht die Folge
nie den Punkt, wo die Geschwindigkeit 0 ist.

Warum soll sie diesen Punkt nie erreichen? Es gilt doch nicht nur

lim v(n) = 0
n->0

sondern auch

v(n) = 0

Es müsste ja so zu sagen einen Sprung von 0 zu
einer Geschwindigkeit geben, die von 0 verschieden ist!

Warum muß da ein Sprung sein? Man kann Δt doch unendlich klein machen.

there is no gap
Hallo Tobias,

das ist ein altes philosophisches Problem, was in meinen Augen durch eine genauere Begriffsbestimmung geklärt werden kann.

Ruhe ist kein Gegensatz zu Bewegung, sondern ist nur ein Spezialfall, nämlich Bewegung mit v=0.

Man denkt z.B. gerne an den Anfangsruck, wenn ein Auto losfährt. Der wirkt so, als ob man von Ruhe zu Bewegung spränge. Dem ist nicht so, es wird hier die Haftreibung überwunden und man geht zu Gleitreibung über (und: ohne Reibung bewegt sich das Auto gar nicht).

Klarer wird das bei einer Maschine mit vielen (Zahn)Rädchen, die alle gut geölt gelagert sind (und also die Reibung beliebig klein ist). Wenn ein Rädchen Energie bekommt, erhöht es seine Geschwindigkeit von 0 auf, z.B. 1 Einheit. Bekommt das Rädchen später noch einmal Energie, so wird es vielleicht 2 Einheiten schnell (rotieren). Aber die Erhöhung der Geschwindigkeit von 0 auf 1 Einheiten erfordert den gleichen Aufwand (Arbeit) wie von 1 auf 2 Einheiten (eher noch mehr Aufwand, wegen E proportional v^2).

Aber es gibt nie einen Ruck.
(Der Maschinenbauer plant so einen Ruck allenfalls als reibungsbedingten Schlupf ein.)

Gruß
Stefan

Hi,

die philosophische Antwort dazu:
„Bewegung ist die Daseinsweise der Materie“
Ergo: sie ist das primäre. Daraus ergibt sich Zeit, nicht umgekehrt.

Gruß
Frank

Hallo Tobias.
Wie Stefan schon erwähnt, haben sich die Philosophen der Antike bereits mit diesem Thema beschäftigt. Ob man das Problem allerdings mit einer genauen Begriffsbestimmung ‚klären‘ kann, bezweifele ich. Man schafft damit nur einen Zustand ‚mit dem man leben kann‘! Das gilt in der heutigen Physik für andere Bereiche auch. Viele Gesetzmäßigkeiten sind mit hoher Genauigkeit nur in mittleren Zustandsbereichen ‚brauchbar‘. An den äußeren Grenzen (extrem große Massen und hohe Geschwindigkeiten) sowie im Mikrokosmos versagen diese für uns selbstverständlichen Gesetze zum Teil vollkommen.
Wenn, wie einige seit vielen Jahren diskutierte, seriöse Hypothesen zutreffen, was immer wahrscheinlicher wird, besteht auch die Raumzeit aus Quanten, und wir müßten uns vom Raum-Zeit Kontinuum verabschieden. Dann wäre es so wie Du vermutest. Es müßte dann auch einen ‚Geschwindigkeits-Quantensprung‘ geben.
Mit freundlichen Grüßen
Alexander Berresheim

Zur Ergänzung…
…was aus der Quantenmechanik:

Ein Körper, der von v=0 beschleunigt werden soll, muss Energie erhalten, damit er nach Ekin=m/2*v^2 überhaupt v>0 erreichen kann.
Da die Energie jedoch nur in „hquers“ portioniert werden kann, gibt es in der Tat einen „Sprung“ von 0 auf bisschen was… Mathematik und Physik sind halt im Unendlichen und bei Null spinnefeind. Die anderen Fächer mit P… sowieso *g*

jartUl

P.S.: IMHO ist ALLES gequantelt, warum also ausgerechnet die Raumzeit nicht!?