Ich habe vor 3 Jahren ihn einer Klinik ein Medikament (Zopiclon) bekommen, weil ich sehr unruhig und sehr verletzlich war, ich konnte auch nicht einschlafen, weil mein Kopf voller Gedanken war und in meinem Bauch war ein fester Knoten voller Gefühlen, ich konnte nicht mehr abschalten.
Nun nehme ich das Zeug schon 3 Jahre, in verschiedenen Dosierungen, habe z.B. mal 8 Tabletten am Tag genommen und dann 1/2 Jahr gebraucht, um mich auf 1 Pille ab zu dosieren.
Das war ein sehr schwerer Entzug, doch ich habe es geschafft auf 1 Pille zu kommen.
Nun habe ich vorletzte Woche angefangen 1/4 weniger zu nehmen, also 3/4 Pille, dann letzte Woche bin ich wieder 1/4 runter gegangen also so, dass ich nun ganz konsequent noch 1/2 Pille nehme, doch ich traue mich nicht weiter zu runter gehen.
Was würdet ihr tun um dem ein Ende zu machen, ich betrüge mich immer wieder und lasse einfach nicht los.
Wer weiß wie es geht?
Hallo Rika,
zunächst einmal Gratulation, dass Du schon alleine soweit runter gekommen bist. Die Frage nach dem „wie weiter“ sollte Dir aber der Arzt beantworten, der Dir nach 3 Jahren immer noch die Rezepte ausstellt.
Meiner Meinung nach bist zuletzt ein wenig forsch vorgegangen, aber das kannst im Grunde eigentlich nur Du selbst beurteilen. Kein Medizinmann der Welt kann in Dich hineinsehen. Man kann Dir nur Ratschläge empirischer Natur geben.
Ich habe schon ein paar Mal irgendwelche Medis „kalt ausgeschlichen“ und ein Vergnügen war es niemals, aber meiner unruhigen Natur geschuldet, die Fremdbestimmung über alle Maßen hasst.
Und mein Rat lautet ganz klar, rede mit dem Arzt. Und übereile nichts.
Bei manchen Dingen ist der erste Schritt der schwerste, aber in solchen Dingen ist es mehr der letzte, denn auch wenn Du schon glaubst, drüber weg zu sein, kann es Dich noch immer einholen.
Bei Zopiclon hatte ich das allerdings nicht, habs aber auch nur 3 Wochen genommen, dann war da keine Wirkung mehr und ich habs einfach abgesetzt…naja, einfach in Anführungszeichen *g*.
Ich wünsche Dir auf jeden Fall alles Gute, schon der Wille, ohne diesen Kram wieder klar zu kommen ist sehr positiv und Du hast es schon weit gebracht, den Rest packst Du auch noch *daumen drück*.
Und bitte, geh den Rest des Weges nicht ohne medizinische Begleitung, auch wenn du meinst, dass das nicht nötig wäre. Da wird noch so manches Tief kommen und es ist leichter, wenn man begreift, was vor sich geht und irgendwo einen Rückhalt hat.
Ich wünsche Dir alles Gute.
Liebe Grüsse
Petra
Hi Petra,
Die Frage nach dem „wie weiter“ sollte
Dir aber der Arzt beantworten, der Dir nach 3 Jahren immer
noch die Rezepte ausstellt.
Bist Du sicher, dass ein Arzt, der über drei Jahre bedenkenlos Medikamente verschreibt ohne darauf zu achten, in welcher Dosierung da konsumiert wird, der richtige Ansprechpartner ist?
Ich würde eher einen Arztwechsel empfehlen.
Gruß,
Anja
Erst einmal Respekt, das du das soweit geschafft hast. Leider sehe ich tagtäglich diese Art der Abhängigkeit.
Ich arbeite in der Apotheke und wir fragen und auch oft, wie Ärzte so unvernünftig sein können, aber wechsle den Arzt oder suche einen Neurologen auf und dann sprech das Thema an und lass dich dort beraten. Es bringt sicher nichts, die Palette der freiverkäuflichen Präperate durchzuwälzen, Viel Erfolg wünsche ich dir. LG
Hallo,
wenn Du es schon so weit allein geschafft hast, packst Du sicher auch noch den Rest. Ich würde es weiter reduzieren bis auf einen Krümel, dann versuchen einen Tag auszulassen und Dich gleichzeitig mit einem vollen Tagesprogramm abzulenken.
Sollten trotzdem noch Entzugserscheinungen folgen, diesen Tag evtl. mit Mittagsschlaf durchhalten.
Nur eine starke Persönlichkeit schafft das so gut wie Du.
Weiteren Erfolg wünscht Dir,
Rosa