Wie krieg ich meine vorderungen beim chef durch?

Guten Tag,
morgen habe ich ein gespräch mit meinem chef. es geht darum, daß er mir einen job in lübeck angeboten hat. werde dann als führungskraft ausgebildet. ich bin im einzelhandel tätig. ich habe zwei schwerpunkte. erstens, ich muss dann täglich von hamburg nach lübeck pendeln. ich hätte dadurch natürlich einen mehrkostenaufwand von ca 230 euro für die bahnfahrkarte im monat. zweitens, ich will auf jedenfall die möglichkeit haben,wieder nach HH zurück zukommen, wenn hier eine stelle frei ist. wie sage ich meinem chef am besten, daß ich soviel geld haben möchte, daß ich die fahrkosten raushabe. denn in der regel bekommt man nur ca 100 euro mehr gehalt. und wie sage ich, daß ich es schriftlich möchte, daß ich wieder nach HH zurück kann? (will ja nicht jahre lang pendeln)

hoffe ihr könnt mir ein paar tipps geben…LG

ps:mein chef konnte mir nichts für hh anbieten, da alle stellen „besetzt“ sind

Hi,

morgen habe ich ein gespräch mit meinem chef.

…wo all die Dinge, die Du hier schreibst, wohl besprochen werden. Also wo ist das Problem? Du sagst ihm genau das, was Du hier schreibst - nur bitte nicht „fordernd“ sondern als Verhandlungspartner auf Augenhöhe.

es geht darum,
werde dann als führungskraft ausgebildet.

D.h. Du erhältst „Leistungen“, die für Dich irgendwann mal einen geldwerten Vorteil erbringen. D.h. ein bisschen Entgegenkommen von Dir würde die Verhandlung erleichtern.

ich hätte dadurch natürlich einen
mehrkostenaufwand von ca 230 euro für die bahnfahrkarte im
monat.

Eine Investition in die Zukunft…

zweitens, ich will auf jedenfall die möglichkeit
haben,wieder nach HH zurück zukommen, wenn hier eine stelle
frei ist.

Ich kenne die Branche nicht, aber „garantieren“ wird Dir das heutzutage wohl kaum ein Arbeitgeber. Allerdings hast Du doch nach der Ausbildung eine viel größere Chance, u.U. in anderen Unternehmen unterzukommen.

wie sage ich meinem chef am besten, daß ich soviel
geld haben möchte, daß ich die fahrkosten raushabe.

Indem Du ihm vorschlägst, die Fahrtkosten zu übernehmen - aber nicht als Gehalt.

und wie
sage ich, daß ich es schriftlich möchte, daß ich wieder nach
HH zurück kann? (will ja nicht jahre lang pendeln)

s.o.

Gruß,

Anja

Chefsicht…
Hallo erstmal…
ich vertrete jetzt mit Absicht mal die Miesepeterchef Perspektive, damit Du Gelegenheit hast, stichhaltige Gegenargumente parat zu legen.
Idealerweise bringst Du diese -positiv formuliert- hervor, noch lange bevor Dein Chef auf die Idee kommt, Dir so zu antworten wie ich es tue.

morgen habe ich ein gespräch mit meinem chef. es geht darum, daß er mir einen job in lübeck angeboten hat.

Warum? Damit er Dich endlich nicht mehr sehen muss, oder weil Du so kompetent bist?

werde dann als führungskraft ausgebildet.

Das heisst, das Unternehmen investiert in Deine Qualifikation. Und was bekommt es im Gegenzug?

ich bin im einzelhandel tätig.

Wo meistens das Geld nicht auf Bäumen wächst sondern irgendwomit verdient wird… sei es durch ein gutes Marketing, durch guten Vertrieb oder durch eine gut durchdachte Strategie oder durch alles davon. An welchem dieser Punkte hast Du denn mitgewirkt?

ich habe zwei schwerpunkte. erstens, ich muss dann täglich von

hamburg nach lübeck pendeln. ich hätte dadurch natürlich einen mehrkostenaufwand von ca 230 euro für die bahnfahrkarte im monat.
Und was kostet das Unternehmen Deine Fortbildung?

zweitens, ich will auf jedenfall die möglichkeit haben,wieder nach HH zurück zukommen, wenn hier eine stelle frei ist.

Und was kannst Du bieten um dieser Forderung gerecht zu werden?

wie sage ich meinem chef am besten, daß ich soviel geld haben möchte, daß ich die fahrkosten raushabe.

Also ich weiß eine ganz einfache Lösung darauf: Wenn Dir die paar Euronen in Deine Zukunft zu viel investiert sind, lass es bleiben und mach weiter einen auf Fachverkäufer!

denn in der regel bekommt man nur ca 100 euro mehr gehalt.

Dann lass es halt. Wenn’s nur um’s Geld geht, ist Führungskraft eh nicht das Richtige für Dich!

und wie sage ich, daß ich es schriftlich möchte, daß ich wieder nach HH zurück kann?

Schriftlich kriegst Du gar nichts außer einer Änderungskündigung.

(will ja nicht jahre lang pendeln)

Dafür gibt’s doch ne einfache Lösung: Umziehen!

ps:mein chef konnte mir nichts für hh anbieten, da alle stellen „besetzt“ sind

Dann kann es durchaus sein, dass Du nach Deiner Rückkehr weiterhin (überqualifizierter) Fachverkäufer bist oder mangels Bedarf nicht mehr verlängert wirst …

Es ist für ein Unternehmen weder profitabel, Dich auf eine Stelle zu setzen, die Deinen Qualifikationen (welche man ja extra bezahlt!) nicht gerecht wird, noch Dich auf eine unbenötigte Position zu setzen, nur weil Du dafür qualifiziert bist.
Also gibt es 2 praktikable Alternativen:
Entweder Du läßt das mit der Fortbildung dann doch bleiben - oder Du ziehst um!

Gruß,
Michael