Wie kühle ich geringe Mengen Wasser?

Guten Tag,
ich züchte Pfeilgiftfrösche, und manche Arten benötigen Temperaturabfälle durch kühlen Regen.
Daher benötige ich eine Möglichkeit, das Wasser im Behältnis meiner Beregnungsanlage (ca. 5 Liter) vor dem Versprühen auf ungefähr 10 °C abzukühlen.

Folgende Gedanken hatte ich selbst schon:

  1. Kühlung mit einem Durchlaufkühler
    Fertig erhältliche Durchlaufkühler sind mir viel zu teuer, außerdem weiß ich nicht, ob sie den von mir angestrebten Zweck überhaupt erfüllen. Ich will nicht mehrere hundert Liter von zB einem Aquarium konstant herunterkühlen, sondern brauche lediglich 5 Liter Wasser, welches entweder kurz vor der Beregnung (ca. 5 mal täglich 1 Minute lang über selbstansaugende Druckpumpe mit geringem Wasserdurchsatz) oder dauerhaft auf ca. 10 °C temperiert wird.
    Wenn der Durchlaufkühler dann zB stundenlang laufen müsste, um diese geringe Wassermenge von beispielsweise einer Ausgangstemperatur von 25 °C auf 10 °C herabzukühlen, und zudem ein Mindestdurchsatz von vielen Litern pro Stunde erforderlich wäre, wäre das nicht geeignet.

  2. Kühlen mit (eher ineffizienten) Peltier-Elementen
    Da weiß ich nicht, wie man diese verbaut und auch nicht, wie schnell sie das Wasser herunterkühlen. Sollte es möglich sein, die geringe Wassermenge direkt nach dem Austritt aus der Druckpumpe entsprechend herabzukühlen, so dass die Peltierelemente nicht dauerhaft unter hoher Energieaufnahme laufen müssten, wäre ich über einen Reaalisierungsvorschlag natürlich dankbar.

  3. Anschaffen eines Mini-Kühlschranks oder einer Kühlbox, worin der Wasserbehälter konstant gekühlt würde
    Hier ist mein Problem, dass ich folgende 2 Sachen nicht weiß:
    a) Kann man in einen Minikühlschrank oder eine Kühlbox ein Loch zur Durchführung des Ansaugschlauches bohren ohne irgeendwelche wesentlichen Elemente zu zerstören? (Dass das Gerät dann nicht mehr so gut isoliert ist wie ohne Locch ist mir klar)
    b) Kann man in eine handelsübliche elektrische Kühlbox direkt Wasser einfüllen? Denn wenn nicht, hätte ich zumindest ein Problem, überhaupt einen sinnvoll dimensionierten Behälter unterzubringen, würde mir aber zur Not einen aus Glas zurechtschneiden.

Natürlich würde ich mich freuen, wenn jemand noch ganz andere Vorschläge hat, mein Vorhaben zu realisieren. Was aber definitiv wegfällt ist:
Eiswürfel oder Kühlakkus… schon probiert, zu aufwendig und zu ineffizient, zumal ich nur ein kleines Eisfach habe und auch automatisch beregnet wird.
Verdunstungskälte… geht nicht, weil die Luft zu feucht ist und sowieso nur marginale Temperaturdifferenzen entstehen.

lG,
cfa3

PS: Dies ist meine allererste Frage, also nicht böse sein, falls ich sie an der falschen Stelle gestellt haben sollte, hab keine Unterkategorie wie Kältetechnik gefunden.

Guten Tag,
ich züchte Pfeilgiftfrösche, und manche Arten benötigen
Temperaturabfälle durch kühlen Regen.
Daher benötige ich eine Möglichkeit, das Wasser im Behältnis
meiner Beregnungsanlage (ca. 5 Liter) vor dem Versprühen auf
ungefähr 10 °C abzukühlen.

Die einfachste Lösung wäre, das Wasser erstmal ne Zeit lang laufen zu lassen. Dann sollte es schon ziemlich kalt aus dem Hahn kommen.

  1. Kühlen mit (eher ineffizienten) Peltier-Elementen

Einfach zu realisieren, aber mit das ineffizienteste.
Ob Du einen Vorrat herunterkühlst und dann auf Temperatur hältst oder im Durchfluss kühlst sollte bei vernünftiger Isolierung des Vorratsbehälters fast auf das Gleiche kommen.

  1. Anschaffen eines Mini-Kühlschranks oder einer Kühlbox,

Die haben fast alle Peltiers oder Absorber-Technik. Hochgradig ineffizient!

Hast Du keinen normalen Kühlschrank in der Nähe?
Aus dem Obstfach könnte man doch einen Wasservorrat machen, seitlich unten zwei kleine Löcher rein und gut ist. In diesem Bereich sollten eigentlich keinerlei Leitungen liegen, evtl. mal erst das Deckblech anflexen und im Schaum nach Leitungen forschen. Und dicht musst Du es natürlich bekommen!

Hallo,

meiner Beregnungsanlage (ca. 5 Liter) vor dem Versprühen auf
ungefähr 10 °C abzukühlen.

So wenig finde ich 5*5l am Tag gar nicht. Ich habe keine Ahnung welche Kühlleistung ein normaler Kühlschrank bringt, glaube aber, daß der damit schon gut beschäftigt sein dürfte.
Wenn man einige Flaschen Bier aus dem Keller (ca. 15°C) in den Kühlschrank stellt, dauert das ja noch einige Zeit, bis sie kalt (ca. 5°C) sind und 5l wären 7-9 Flaschen (incl. Glas, daher keine 10).
Die Durchführung würde ich bei der Dichtung machen, wenn man schon irgendwo ran muß.

Cu Rene

Hallo

Bei deiner geringen Wassermenge und der hohen Temperatur (10°C) würde ich selbst einen Kühler basteln. Kupferrohre/Bleche etc. Als Kühlmittel einfach Leitungswasser mit ca. 7 °C. Bei richtiger Auslegung und voller Energienutzung des Leitungswassers würdest du höchstens 30 l dafür brauchen. Orientiere dich mal an Milchkühlanlagen, besonders Plattentauschern. Ziel bei einem Selbstbau sollte eine möglichst grosse Tauscherfläche sein, also warm gegen Kalt im Verhältnis zum Durchfluss.

http://www.delaval.de/Products/Milk-Cooling/PlateHea…

Gruss vonsales

Warum denn dan nicht gleich pures Leitungswasser?

Viele Grüße

Hallo

  1. Anschaffen eines Mini-Kühlschranks oder einer Kühlbox,
    worin der Wasserbehälter konstant gekühlt würde
    Hier ist mein Problem, dass ich folgende 2 Sachen nicht weiß:
    a) Kann man in einen Minikühlschrank oder eine Kühlbox ein
    Loch zur Durchführung des Ansaugschlauches bohren ohne
    irgeendwelche wesentlichen Elemente zu zerstören? (Dass das
    Gerät dann nicht mehr so gut isoliert ist wie ohne Locch ist
    mir klar)

kann man meistens, die Aussenwand ist nur mit Styropor isoliert.

b) Kann man in eine handelsübliche elektrische Kühlbox direkt
Wasser einfüllen? Denn wenn nicht, hätte ich zumindest ein
Problem, überhaupt einen sinnvoll dimensionierten Behälter
unterzubringen, würde mir aber zur Not einen aus Glas
zurechtschneiden.

auch das sollte gehen. Allerdings haben diese Kühlboxen keinen Kühler, sondern nur einen Ventilator.

Natürlich würde ich mich freuen, wenn jemand noch ganz andere
Vorschläge hat, mein Vorhaben zu realisieren. Was aber
definitiv wegfällt ist:

wie waers denn damit: http://www.afterbuy.de/afterbuy/shop/storefront/star… (Wasserspender)

Ciao! Bjoern

  1. Anschaffen eines Mini-Kühlschranks oder einer Kühlbox,
    worin der Wasserbehälter konstant gekühlt würde

b) Kann man in eine handelsübliche elektrische Kühlbox direkt
Wasser einfüllen? Denn wenn nicht, hätte ich zumindest ein
Problem, überhaupt einen sinnvoll dimensionierten Behälter
unterzubringen, würde mir aber zur Not einen aus Glas
zurechtschneiden.

Hallo,

warum so unflexibel (im Wortsinn): wenn die Kühlbox nicht sowieso aus einem Stück ist und damit wasserdicht, dann hänge einen Beutel aus Kunststofffolie rein. Das wirkt auch viel besser, weil sich der an die Wand anlegt. Ein starrer Behälter stünde relativ gut isoliert im Raum.

Gruss Reinhard

@Bernhard:
Sorry, mein Fehler, hatte vergessen zu erwähnen, dass frisches Leitungswasser nicht geht, weil es sich um RO-Wasser handelt.

@Der René:
Nein, nicht 5 mal täglich 5 Liter Wasser, sondern insgesamt soll der Behälter ungefähr 5 Liter Wasser fassen, ich benötige pro Tag nur ca. 2-4 Liter.

@alle:
Danke für die bisherigen Tipps. Werde es dann wohl mal auf gut Glück mit einer thermoelektrischen Kühlbox versuchen. Auf die Idee mit der wasserdichten Tüte bin ich dämlicherweise gar nicht gekommen, danke.
Das mit dem Gemüsefach wäre auch eine echte Option, zumal die Dichtungslamellen meines Kühlschranks so fett sind, dass sich der dünne Schlauch wohlmöglich auch einfach dort durchführen ließe. Aber eig. soll das Terrarium ja im Wohnzimmer stehen, der Kühlschrank in der Küche. Mal sehen.

lG,
cfa3

Hallo,

Beregnung (ca. 5 mal täglich 1 Minute lang über
selbstansaugende Druckpumpe mit geringem Wasserdurchsatz) oder
dauerhaft auf ca. 10 °C temperiert wird.
Wenn der Durchlaufkühler dann zB stundenlang laufen müsste, um
diese geringe Wassermenge von beispielsweise einer
Ausgangstemperatur von 25 °C auf 10 °C herabzukühlen, und
zudem ein Mindestdurchsatz von vielen Litern pro Stunde
erforderlich wäre, wäre das nicht geeignet.

Warum schätzt du das nicht einfach mal ab.
KeinPhysik in der Schule gehabt?

  1. Kühlen mit (eher ineffizienten) Peltier-Elementen
    Da weiß ich nicht, wie man diese verbaut und auch nicht, wie
    schnell sie das Wasser herunterkühlen. Sollte es möglich sein,
    die geringe Wassermenge direkt nach dem Austritt aus der
    Druckpumpe entsprechend herabzukühlen, so dass die
    Peltierelemente nicht dauerhaft unter hoher Energieaufnahme
    laufen müssten, wäre ich über einen Reaalisierungsvorschlag
    natürlich dankbar.

Das ist wieder das gleiche Problem wie oben.
Man rechnet das einfach mal durch.
Bei einem Peltierelment kann man davon ausgehen, das man etwa
50% Effizienz rausholt d.h. 1W Kühlleistung braucht ca. 1W elektr.Leistung
und du mußt hinten ca. 2W Wärme abfühen.

Nehmen wir als an, 500ml in einer Minute sollen gekühlt werden.
Das sind pro Sekunde also ca. 9ml = 0,009kg.
Wasser hat die spez. Wärme von ca. 4,2kWs/(kg*K)
Die Ausgangstemp. soll ca. 23°C sein -> Temp.-diff = 13grd.
Die Kühlleistung sollte also 4,2kWs/(kg*K)*0,009kg * 13K = ca. 50W
Ein Peltierelement mit ca. 50W Leistungsaufnahme sollte das also
in Echtzeit schaffen.
Wenn das Peltierlelement etwas größer ist, hast du noch Reserve.
Den Arbeitspunkt kann man dann durch Anpassung der Spannung einstellen.
Ganz komfortabel könnte man auch einen Regler bauen.

Problem könnte die Wärmekap. der ganzen Apparatur sein, wenn der
Kühler nicht nur das Wasser, sondern auch erst noch die umgebenden
Teile mit abkühlen soll. Da müßte man entweder vorkühlen oder besser
das ganze mit höherer Kühleistung loslaufen lassen (-> Temp.-Regelung).
Gruß Uwi