Wie läuft ein CD-Rom-Laufwerk?

Hallo,

mich interessiert eine ganz komische Frage zu einer Hardware-Komponente; auf den Nenner gebracht heißt sie: Wie funktioniert ein CD-Rom-Laufwerk?

Es interessiert mich folgendes: Welche Techniken gibt es in solchen Laufwerken, um eine CD zu fixieren und zu bewegen? Wird sie immer am Loch festgehalten - und wenn, dann wie genau, gibt es auch andere Greifmöglichkeiten (etwa von aussen) oder noch andere Möglichkeiten, an die kein Schwein denken würde?

Oder hat jemand von Euch dazu einen Link parat, etwa zu einer Technik-Erklär-Seite?

Danke,

Stefan

Hallo,

mich interessiert eine ganz komische Frage zu einer
Hardware-Komponente; auf den Nenner gebracht heißt sie: Wie
funktioniert ein CD-Rom-Laufwerk?

eigentlich ganz einfach:

die scheibe wird auf eine motorspindel mit daran befestigter halterung gepreßt und gedreht. andere möglichkeiten hab ich noch nicht gesehen. wird’s auch kaum geben. das wäre viel zu aufwendig.

ein lasermodul enthält die eigentliche laserdiode, eine bewegliche fokussiereinheit (das kleine glas, das man im cd-player sieht, is ein teil davon), ein linsensystem und eine photodioden-einheit.

das lasermodul ist auf einem schlitten beweglich angebracht. die cd dreht sich, der schlitten fährt vor und zurück… auf diese weise ist jeder punkt der cd erreichbar.

die cd besteht aus einem trägermaterial, in das pitches und lands gepreßt werden. darüber kommt auf der einen seite ne reflexionsschicht, dann ne schutzschicht. auf der anderen seite wird nur eine durchsichtige schutzschicht aufgebracht.

der laserstrahl läuft jetz durch das fokussiersystem und wird in drei strahlen aufgeteilt (einen „hauptsrahl“ und zwei „nebenstrahlen“, welche auf die cd treffen.
diese strahlen laufen dann wieder zurück und werden über einen spiegel auf die photodioden gelenkt.

die pits haben eine bestimmte tiefe: sie sind genau so tief, daß der laufzeitunterschied zwischen hinlaufendem und reflektiertem „hauptstrahl“ ein viertel der wellenlänge des laserlichts beträgt. deshalb wird der strahl bei der reflektion von einem pit ausgelöscht. es kommt kein licht bei den photodioden an: ein logischer zustand

wenn licht dort ankommt (der zweite logische zustand), bildet er sich auf den dioden ab. je nachdem, wie diese abbildung aussieht, können rückschlüsse auf die fokussierung des strahls gezogen werden: falls die cd sich nicht im richtigen abstand zur fokussiereinheit befindet, sieht das abbild anders aus, als wenn der abstand korrekt ist.
entsprechend des „laserbildes“ wird die fokussiereinheit nach oben oder unten bewegt, oder sie bleibt wo sie ist.

die beiden „nebenstrahlen“ dienen zur spurkorrektur. sie treffen beide auf die photodioden, wenn die spur korrekt ist. läuft der laser zu weit links oder zu weit rechts von der spur, erhält eine photodiode kein signal und die fokussiereinheit wird in die entsprechende richtung bewegt.

wenn du’s etwas genauer haben willst, schau mal auf http://www.pctechguide.com/08cdrom2.htm#Operation

es gibt außer dem dort (bzw. oben) beschriebenen system noch was moderneres. dabei wird ein kleines plättchen eingesetzt, auf dem laser, photodioden und spiegelsystem integriert sind. größe und masse des schlittens werden dadurch erheblich verringert. und der aufbau wird natürlich um einiges einfacher. „in echt“ hab ich sowas aber noch nicht gesehen und auch im netz nix gefunden. kommt aber sicher schon in notebooks zum einsatz.

gruß

michael

Hallo,

die pits haben eine bestimmte tiefe: sie sind genau so tief,
daß der laufzeitunterschied zwischen hinlaufendem und
reflektiertem „hauptstrahl“ ein viertel der wellenlänge des
laserlichts beträgt. deshalb wird der strahl bei der
reflektion von einem pit ausgelöscht. es kommt kein licht bei
den photodioden an: ein logischer zustand

Das kann so nicht sein. Ein reflektierter Strahl kann sich nicht selbst auslöschen. Dem würde auch widersprechen, dass laut dem Artikel die Tiefe der Pits bei 0,15 Mikrometer liegt, die Wellenlänge des Lasers aber bei ca. 700 Nanometern. Der Laufzeitunterschied beträgt also ca eine halbe Wellenlänge, was auch sinnvoll ist. Zur Interferrenz kommt es zwischen dem reflektierten Haupstrahl und dem ausgeleiteten Nebenstrahl. Dabei ist es uninteressant, ob ein Land oder ein Pit die hellere Interferrenz darstellt, da als High-Bit (die 1) nur der Wechsel von Hell nach Dunkel und umgekehrt zählt.

Gruss, Niels

Dabei ist es uninteressant, ob ein Land oder ein Pit die
hellere Interferrenz darstellt, da als High-Bit (die 1) nur
der Wechsel von Hell nach Dunkel und umgekehrt zählt.

stümmt. zur destruktiven interferenz kommt es am übergang zwischen land und pit. ein teil des strahls läuft weiter ins land (eine VIERTEL wellenlänge) der rest wird am pit reflektiert. der vom land reflektierte strahl ist somit eine HALBE wellenlänge verschoben.

gruß

michael