Hallo,
ich bin weiblich, 20 Jahre alt und habe seit etwa 4-5 Wochen ziemlich
starke Bauch- bzw. Magenbeschwerden.
Nach diversen (Blut)Untersuchungen hat sich nichts weiter ergeben.
Nun habe ich eine Überweisung bekommen und soll eine Magenspiegelung
machen lassen.
Ich bin notorisch ängstlich, erst Recht was Ärzte angeht.
Habe mir sagen lassen, dass so eine Untersuchung echt weh tun kann und etwa 15 Minuten dauert. Stimmt das?
Wie ist das mit der evtl. Betäubung?
Kann ich danach arbeiten gehen?
Bitte helft mir!
Dankeschön!
Ich bin notorisch ängstlich, erst Recht was Ärzte angeht.
Habe mir sagen lassen, dass so eine Untersuchung echt weh tun
kann und etwa 15 Minuten dauert. Stimmt das?
Wehtun würde ich nicht unbedingt sagen - das Unangenehme dran ist der Würgreiz - schmerzhaft war es bei mir nicht.
Dauer 15 Minuten passt ungefähr.
Wie ist das mit der evtl. Betäubung?
Ich bekam ein Spray in den Rachen, das diesen etwas gefühllos machte - wahrscheinlich hält das den Würgreiz erträglich.
Kann ich danach arbeiten gehen?
Ja. Ich denke schon. Wenn Du viel reden mußt, können in der ersten Zeit (ca 1 Stunde) die Nachwirkungen der Betäubung störend sein.
LG
Stuffi
Hallo,
du bekommst zunächst eine Betäubung mit einem Spray (es kann aber auch sein, dass du auch narkotisiert wirst. Wenn das in der Praxis gemacht wird, dann kenn ich das nur als ein betäubendes Spray in den Rachenraum, fühlt sich an, als ob du Watte im Mund hast).
Danach musst du dich seitlich auf einen Untersuchungstisch legen, wo du so einen Knöppel zum festhalten hast. Ein rundes Mundstück mit einem Loch in der Mitte wird dir in den Mund gelegt, was du zwischen den Zähnen halten musst. Durch dieses Loch wird dir ein Schlauch durch den Mund in die Speiseröhre geschoben. Du wirst aufgefordert du schlucken. Würgereiz kommt hoch und man hat ständig das Gefühl sich übergeben zu müssen. Das Ganze ist also eine ziemlich unangenehme Untersuchung.
Durch den Schlauch in der Speiseröhre kann man dann nicht mehr sprechen und hat das Gefühl kaum Luft zu kriegen und atmet automatisch durch die Nase.
An diesem Schlauch ist ein kaltes Licht und eine Kamera installiert. Der Arzt kann dann auf einem Monitor deinen Magen inspizieren. Um besser sehen zu können, wird mittels Luft der Magen ausgedehnt. Mit einer kleinen Zange kann der Arzt auch eine Probe deiner Magenschleimhaut entnehmen. Nach einer Weile ist das dann auch vorbei.
Danach stößt man die Luft wieder aus, was auch unangenehm ist. Ich würde dir vorschlagen dir für den Rest des Tages freizunehmen. Es ist keine angenehme Untersuchung und geht auch auf den Kreislauf. Ich weiß nicht welche Verfassung du bist. Manche Menschen stecken das einfach so weg und gehen arbeiten, andere brauchen einen Tag zum ausruhen.
Man hat später noch eine zeitlang das Gefühl einen Fremdkörper im Hals zu haben, aber das verschwindet im Laufe des Tages.
Du solltest nüchtern hingehen, aber das wird dir dein Hausarzt bestimmt schon gesagt haben 
Alles Gute,
levi
Hallo,
Habe mir sagen lassen, dass so eine Untersuchung echt weh tun
kann und etwa 15 Minuten dauert. Stimmt das?
Wehtun würde ich nicht sagen, eher unangenehm. Leviathan hat es sehr detailliert beschrieben, aber ausgelassen, dass man auch Wunsch ein Beruhigungsmittel bekommt. Davon ist einem dann alles ziemlich egal und man ist entspannter. Ich würde auf jeden Fall dazu raten, dieses Mittel in Anspruch zu nehmen. Selbst wenn man relativ ruhig bleibt, verkrampft man oft und dann ist es schwerer, den Schlauch zu schlucken.
Wie ist das mit der evtl. Betäubung?
s.o.
Kann ich danach arbeiten gehen?
Wenn Du das Beruhigungsmittel nimmst, kannst Du danach nicht arbeiten und auch nicht Autofahren oder öffentliche Verkehrsmittel benutzen. Nimm Dir also den Tag frei und sorge für Transport.
Keine Angst, so eine Magenspiegelung ist Routine und Arzt und Personal bemühen sich, dass es so schnell und reibungslos wie möglich abgeht.
Gruß,
Myriam
Hallo,
leider wird die Magenspiegelung noch häufig so gemacht, wie es die anderen beschrieben haben. Die modernere und weitaus angenehmere Methode ist die Spiegelung durch die Nase mit einer an einem dünnen Schlauch befestigten Kamera.
Gruß, Niels
Hallo,
ich hatte auch schon eine Magenspiegelung, und bin nicht ängstlich. Aber ich wollte nach der Magenspiegelung nicht arbeiten gehen müssen, weil es doch ein beeindruckendes Erlebnis ist.
Man kann sich nicht übergeben, weil nix im Magen ist. Also musst du keine Angst haben, dass es von der Seite Komplikationen geben könnte. Es tat bei mir überhaupt nicht weh, der Arzt und die Arzthelferin waren sehr nett und haben mir jeden Schritt erklärt.
Das Betäubungsspray schmeckt fies, und man hat - bevor es los geht - evtl. einen Räusperdrang. Das Runterschlucken des Schlauches hatte ich mir wesentlich unangenehmer vorgestellt. Aber es ist zum Aushalten. Wenn du dir ein Beruhigungsmittel geben lässt, kriegst du gar nicht mit, dass die 15 Min. gucken, und sowie der Schlauch drin ist, geht es besser.
Das Rausziehen ist schnell erledigt, und ist noch was unangenehm, aber auf gar keinen Fall schmerzhaft.
Wenn du ein ängstlicher Typ bist, solltest du mal Autosuggestion/Selbsthypnose probieren, dir einen eigenen tollen „Raum“ erschaffen, in den du dich in unangenehmen Situation hin begiebst. Zähle bis 10, 50, 100 und fange dann an, in deiner Fantasie eine Treppe runter zu steigen. Unten angekommen betrittst du dein Reich: Eine grüne Wiese, eine Hängematte unter Palmen, was du willst, was dir gut tut. Und da bleibst du, solange du es für nötig hältst. Dann zählst du rückwärts und gehst die Treppen wieder hoch.
Übe das schon vorab täglich als Entspannungsübung, und probiere es während der Untersuchung aus. Du wirst - wenigstens zeitweise - deine Gedanken weg lenken können von Angst und Untersuchung.
Gutes Gelingen 
Tollkirsche
Hallo !
Das, was die anderen Forenbesucher geschrieben haben, trifft nur
auf die Magenspiegelung zu, bei der keine Betäubung gegeben wird.
Dann ist sie in der Tat unangenehm, wie ich selbst im Jahr 2001
erleben musste…
Letztens hatte ich dann aber nochmals eine Spiegelung. Hatte vorher
auch ein wenig Bammel und war sehr nervös. Dann wurde mir aber
ein Betäubungsmittel (Propofol) gespritzt und ich habe wirklich
ÜBERHAUPT NICHTS mitbekommen, war nach der Untersuchung in den
ersten 20 Minuten nur etwas benommen, sonst nichts !
Frage also den Arzt einfach nach einer Beruhigungsspritze.
Dann ist die Untersuchung auch nicht schmerzhaft und auch nicht
unangenehm, da man sie buchstäblich verschläft und sich auch
nicht mal mehr an den Würgreiz beim Schlauchschlucken erinnert.
Also: Keine Angst vor der Untersuchung ! Ist wirklich nicht schlimm !
Alles Gute für Dich.
Kai