Hallo, nach dem Atomunfall von Tschernobyl wollte ich meine Strahlensensibilität mit Hilfe eines Mitarbeiters an einer Universität feststellen bzw. nachweisen (lassen). Der Laborant lies mich einen Raum betreten, der nur schwach beleuchtet war. Ich konnte jedoch eine küchenähnliche Theke erkennen in der offensichtlich einige runde Behälter eingelassen waren, mit Deckeln abgedeckt. Ich wollte in dem Raum länger verbleiben, da er mir erklärte, dass dieser Raum völlig strahlenfrei sei. So hätte ich in dieser für mich Hochbelastungszeit mit entsprechenden biologischen Problemen eine Entlastung haben können. Der Laborant lies aber ein längeres Verweilen nicht zu und schloss die Tür sehr schnell wieder. Ich stand nun vor der Tür und es setzte eine starke Reaktion ein. Ich dachte diese wäre auf die Entlastungphase zurückzuführen die zeitverzögert eintritt. Doch der Laborant öffnete die Tür nochmal kurz um mir mit Hilfe eines Strahlenmeßgerät zu beweisen wie stark dieser Raum radioaktiv belastet ist. Was ich also als Entlastungssymptome definiert hatte waren die zeitverzögerten Belastungssymptome.
Nun die Frage wie gut ist eigentlich radioaktives Material abgeschirmt dass in Labors von Universitäten lagert und wie hoch ist die Strahlung bzw wie lange kann sich ein normaler Mensch in solchen Räumen aufhalten ohne an sich Akutwirkungen festzustellen ganz abgesehen von möglichen Langzeitschäden? Ich bitte meine Frage ernst zu nehmen den Zweifler gab es damals schon genug.
Vielen Dank für eure ehrlichen und sachlichen Antworten.
Hallo,
such mal mit den Stichworten „radioaktiv Umgang Uni“. Deine Treffer werden Regeln und Arbeitsplatzanweisungen der jeweiligen Universitäten sein.
Viel Spaß beim Lesen
Barbara
Hallo Stephan
Ich habe ein Weilchen gezögert, mich als Nichtmediziner zu äußern, aber folgende Statements solltest du kennen:
Elektromagnetische Strahlung (auch radioaktive) kann von niemandem auch in hohen Dosen sofort gefühlt werden.
Um sofort körperliche Beschwerden zu haben, muß die Dosis in einem Bereich liegen, der der Wirkung einer A-Bombenexplosion entspricht.
Wenn körperliche Beschwerden wegen hoher Strahlung auftreten, werden diese nicht mehr nach Abklingen der Strahlung verschwinden.
Die Lagerungsbedingungen für Isotope sind dermaßen rigide, dass ihre strahlende Wirkung täglich locker von der Natur überholt wird.
Beispiel: Erdstrahlung, Höhenstrahlung(Flugverkehr).
Und noch ein Tip:
Ich lese heraus, dass deine Beschwerden eigentlich nur nach Ansage auftreten, vielleicht solltest du mal einen anderen Ansatz für dein Problem suchen.
Gruß
Rochus
Moin,
Ich denke, da hat dich jemand auf die Schippe genommen. Rochus hat ja schon geschrieben - radioaktive Strahlung kann man nicht ‚fühlen‘ - leider.
Da ich ab und an mit radioaktiven Isotopen umgehe, musste ich mal einen Kurs machen, was den Umgang mit radioaktivem Material anbetrifft.
Die Bestimmungen sind sehr strikt und werden auch regelmäßig kontrolliert. Radioaktiv verstrahlte Zimmer gibt es mit Sicherheit nicht. Das Material wird in Bleibehältern gelagert, hantiert wird damit nur unter speziellen Abzugshauben. Bei Kontrollen werden alle Flächen und alle verwendeten Werkzeuge auf die Strahlenbelastung kontrolliert. ‚Schwach beleuchtet‘ ist da nichts. Man muss ja gerade sehen was man macht.
Es gibt keine ‚Entlastunsphase‘. Wenn man radioaktiver Strahlung ausgesetzt war, war man der ausgesetzt. Es gibt nur eine ‚Erholungsphase‘, die Zeit, die der Körper braucht um sich von den Schäden zu regenerieren. ‚Zeitverzögerte Belastungssymptome‘ wären z.B. Haarausfall, Übelkeit, Erbrechen,… und vielleicht nach einer Zeit Krebs. Aber Konzentrationen die diese Auswirkungen haben finden sich sicher nicht an Unis, bzw. nicht in der von dir beschriebenen Form.
Und wie tragisch Tschernobyl auch war/ist - die Belastungen in Deutschland halten und hielten sich in Grenzen. Die natürliche Strahlung ist ca. 2 Millisievert/Jahr. 1 Millisievert liefert die medizinische Radiologie/Jahr. Von Tschernobyl kam im ersten Jahr nur 0,1 Millisievert dazu. Das ist inzwischen noch weite gesunken. Nur bei Pilzen und Wild aus Bayern sollte man noch immer aufpassen.
Was dir mit dem ‚Strahlenmeßgerät‘ (ein Geigerzähler?) ‚bewiesen‘ wurde, war wahrscheinlich die normale Hintergrundbelastung - die völlig normal ist.
… wie lange kann sich ein normaler Mensch in solchen Räumen
in den Räumen kann man sich Tagelang aufhalten und wird davon als Langzeitschaden wahrscheinlich nur totale Langeweile davontragen …
Aber ich befürchte, du wirst das unter ‚Zweifler‘ abtun. Wer glauben will, der glaube.