… depressionen krankschreiben?
Hallo, habe eine Frage. Bin seit 29.7.2011 von meinem Internist krankgeschrieben wegen mittler bis schwerer Depressionen. Am 30.07 war ich bei Psychiater der die selbe Diagnose stellte. Nehme zur Zeit Antidepressiva und wartr auf einen Platz bei einem Psychtherapeuten ( verhaltenstherapie). Krankmeldung erfolgt immer über Internist. Jetzt kam heute ein Anruf von Krankenkasse ob ich nicht wieder arbeitsfähig bin. Kam mir so vor, als wollte KK kein Krankengeld zahlen. Wäre Krankmeldung von Facharzt, dem Psychiater, besser? Danke für schnelle Antworten
Moin,
Krankschreiben (also Arbeitsunfähig) kann dich jeder Arzt solange er will.
Die Kasse zahlt aber längstens 78 Wochen Krankengeld. Findest du im SGB V, § 48. Egal ob mit oder ohne Unterbrechungen. Zusammengerechnet max. 78 Wochen.
Länger kanns nur dann sein, wenn im für dich zutreffenden Tarifvertrag mehr ausgehandelt wurde.
Der Anruf der Kasse könnte ganz andere Gründe haben. Deine Kasse könnte sich echt um dich sorgen, die Kasse vermutet, dass du entlassen wirst dewegen (das geht), und möchte dich dazu bringen mindestens einen Tag nach Beendigung des Arbeitsvehältnisses nicht Arbeitsunfähig zu sein. Das bedeutet das aus fürs Krankengeld. Wenn also z. B. das Arbeitsverhältnis am 31.08. beendet wird, deine AUB bis 02.09. (Freitag) läuft und du erst am Montag den 05.09. wieder einen neue AUB bringst, muss die Kasse nur bis 02.09. zahlen. Wenn die neue AUB am 02.09. ausgestellt wird und ab 03.09. gilt, muss die Kasse weiterzahlen.
Der Kasse steht es natürlich frei, deine Arbeitsfähigkeit von einem anderen Arzt (Amtsarzt) untersuchen zu lassen.
Ob der die geiche Diagnose stellt …
widecrypt
Hallo,Danke für deine schnelle Antwort. Bei mir ist die Kündigung am letzten Tag der Probezeit während der Krankmeldung schon geschehen. Ich weiß das man ohne Grund in der Probezeit kündigen. Orginalton der Sachbearbeiterin der Krankenkasse war: Ob die Erkrankung wirklich so schlimm ist, das ich mich nicht arbeitssuchend melden kann. War aber schon beim Arbeitsamt direkt nach Erhalt der Kündigung und letzten Freitag, wo mir meine Sachbearbeiterin vom Arbeitsamt sagte, das ich durch die Erkrankung nicht arbeitsfähig bin und somit zur zeit auch nicht vermittelbar. Deswegen würde mir erstmal Krankengeld zu stehen und sobald ich wieder arbeitsfähig bin sollte ich nochmal beim Arbeitsamt vorstellig werden. Warum jetzt der Anruf der krankenkasse? Zieht mich richtig runter, weil ich jetzt Angst habe kein Krankengeld zu bekommen! Also doch nochmal zum Facharzt? Vielen Dank für die Antworten.
Hi,
Der Anruf der Kasse könnte ganz andere Gründe haben. Deine
Kasse könnte sich echt um dich sorgen,
Das meinst Du hoffentlich nicht ernst. Die Krankenkassen haben selbst ganz andere Sorgen, als sich um ihre depressiven Mitglieder zu sorgen.
Gruß,
Anja
Hallo,
Zieht mich richtig runter, weil ich jetzt Angst habe kein Krankengeld zu bekommen!:
Ich bin kein Experte, habe nur mal ähnliche Erfahrungen gemacht. Soweit ich weiß, wird die KK nicht einfach das Geld streichen, sondern würde dich in so einem Fall erst mal zum Medizinischen Dienst schicken, der die Arbeitsunfähigkeit überprüft.
Bei mir hatte bei längerem Krankengeld-Bezug auch mal die KK angerufen und ich hatte mir auch Sorgen gemacht. Da war es aber so, dass sie mir vorschlagen wollten, ob ich nicht mit einem Arzt mal über eine Reha sprechen wollte, damit ich schneller wieder auf die Beine komme. (ich hatte bis dato noch nie eine gemacht). Es steckte also nichts schlimmes dahinter.
Gruß und gute Besserung!