Hallo Prinz-Diaz-Benzo,
ich hätte dir generell empfohlen mit einer Polytoxikomanie (Mehrfachabhängigkeit von Medikamenten oder Drogen) nicht allein eine Entgiftung vor zu nehmen.
Generell ist deine Frage nicht in einem Satz zu beantworten, da es hier mehrere Stufen gibt.
Die erste ist die Entgiftung, also allein der Moment, in dem sich keine wirksamen Substanzen mehr in deinem Körper befinden (damit meine ich nicht, dass sie nicht mehr Nachweissbar sind, viele Drogen lassen sich über sehr langen Zeitraum noch im Körper nachweisen). Dein Körper hat sich ja im Laufe der Zeit an Medikamente und Drogen gewöhnt, wenn du ihm dann während einer Entgiftung einen Mangel verursachst, kann es zu vielen, zum Teil auch sehr schwerwiegenden Komplikationen kommen. Eine davon ist die von dir beschriebene Schlaflosigkeit, aber auch zittern, schwitzen, frieren, Kreislaufprobleme, Durchfall, Krämpfe, und viele viele (noch schlimmere) mehr können vorkommen.
Hier ist im Normalfall immer ärztliche Betreuung angeraten, eben gerade weil du dann:
a: nicht allein mit diesen Problemen bist
und b: Es gute, gar nicht oder nur in geringem Masse abhängig machende Medikamente zur linderung gibt.
Angenommen du hast also diese Entgiftung überstanden, das kann jeh nach Droge entprechende Zeit dauern, hier würde ich ebenso ärtzlichen Rat einholen, allerdings bist du nach 2 Wochen sicherlich schon gut davor (übrigens an dieser Stelle einerseits Hochachtung, weil du so einen schweren Prozess durchgestanden hast (und durchstehst) und auf der anderen Seite auch ein wenig schelte, dass du dich durch eine Entgiftung ohne ärztliche Begleitung in Gefahr gebracht hast).
Die verschiedenen Medikamente die du genommen hast, haben auch unterschiedliche suchtverursachende Merkmale. Es gibt Medikamente die vor allem psychisch sehr stark abhängig machen, welche die körperlich abhängig machen und natürlich welche mit beiden Merkmalen.
Hinter einer Sucht steckt immer eine Geschichte und meist ist diese und die Gründe dafür einem selbst noch nicht ganz klar. Gerade die psychische Abhängigkeit, die man unbedingt in den Griff kriegen muss (sie steht der körperlichen in keiner weise nach!)- verursacht halt auch viele Rückfälle. Dazu gehören auch die von dir beschriebenen Symptome wie Emotionslosigkeit, neben noch einigen anderen Möglichen.
Jeh nach Person dauert diese Zeit mal länger oder eben nicht, meist jedoch einige Monate. Ich empfehle dir hier auch dringend, dich in begleitung eines Therapeuten zu begeben (das zahlt alles die Krankenkasse und Beratungen sind in vielen Beratungszentren sogar vorerst anonym!).
Allein schon deshalb, weil die Gefahr Rückfällig zu werden durch die Hilfe einer weiteren Person DEUTLICH verringert wird und du einen Entzug sicherlich nicht nochmal von vorne durchmachen magst.
Soweit in relativer Kürze ein paar Gedanken von mir zu deiner Frage. Effektiv kann sie dir aber nur jemand beantworten, der dich vor sich hat und mit dir genau Gründe und Umfang deiner Sucht klärt.
Es gibt auch OnlineAngebote von Ambulanten-Therapie einrichtungen, die einen Onlinechat zur Beratung anbieten.
Unter http://www.suchtonline.de/ findest du so etwas, ich empfehle dir es zu nutzen und dort noch besser Auskunft als hier zu erhalten.
Alles gute weiterhin!