'Wie lange dauert es eine Fremdsprache zu lernen?'

Ich hatte mal irgendwo eine Studie darüber gelesen, wie lange es dauert bis ein durschnittlicher /überdurchschnittlich begabter Sprachschüler in einer bestimmte Sprache (für alle Sprachen) ein bestimmtes Niveau erreicht. Leider weiß ich weder wo ich das gelesen hab, noch was diese verschiedenen „levels of fluency“ genau zu bedeuten hatten.

Hat jemand vielleicht irgendwelche Fakten oder Links zu sowas in der Art?

Grüße Fragezeichen

Hi Fragezeichen!

Ich hatte mal irgendwo eine Studie darüber gelesen, wie lange
es dauert bis ein durschnittlicher /überdurchschnittlich
begabter Sprachschüler in einer bestimmte Sprache (für alle
Sprachen) ein bestimmtes Niveau erreicht.

Bitte entschuldige mich, wenn ich behaupte, daß so eine Studie so ziemlich Quatsch finde. Ich bin, selbstverständlich, K eine Expertin, doch eine Meinung habe ich und die dazu gehörige Begründung ebenfalls.

Meine Meinung nach, so eine Studie mußte sooooo viele Nebenfragen berücksichtigen, daß es kaum eine „Durchschnittszeit“ davor hervorkommen kann. zB:

  • Es spielt eine seeeeehr wichtige Rolle, wann mit dem Studium angefangen wurde (zB Als Kleinkind oder als Erwachsener)
  • Auch sehr sehr wichtig ist das persönliche Interesse an die zu lernenden Sprache (zB Ein Schulkind in der Shule, der zwar Lateinisch „hasst“ aber lernen muß, oder ein Mann dessen Verlobte eine andere Muttersprache hat)
  • Wieviel Zeit/Mühe für die Sprache hat (1 Std/wö. oder tgl. 5 Std?)
  • Wie gedenkt er, diese Sprache zu üben/aufrechterhalten?.
  • Beschäftigt er sich in der Freizeit auch mit der Fremdsprache? (zB liest er Zeitungen/Literatur oder fährt ermehrmals im Jahr zu dem Land, wo die sprache gesprochen wird oder beschränkt er sich ausschließlich mit dem Unterricht?).
  • Ist eine Sprache die zB im eigenen Land auch offiziell ist? (zB Spanisch in Bilbao, Deutsch in Genf oder gar Französisch in Antwerpen?)
  • Ist die zu lernenden Sprache mit meiner eigenen Muttersprache/eine andere von mir bereits gelernte Sprache verwandt? (zB Im Allgemein, tut sich ein Latino leichter Portugiesisch zu lernen, als ein Däne, denn die sog. „lateinischen Sprachen“ haben vieles gemeinsam -und die skandinawischen, die germanischen, die Slawischen, usw, usf- unter sich).

Wohl gemerkt: Diese Liste ist sehr unvollständig. Es war nur ein paar Anregungspunkte…

noch was diese verschiedenen
„levels of fluency“ genau zu bedeuten hatten.

Ich glaube, diese Levels sind sehr individuell festsetzbar. Ich könnte zB fließend Japanisch reden, wenn es um Krankheiten/Krankenpflege geht, aber sehr stotternd, wenn es sich um Architektur handelt. Was nun??? Die sprache ist ja eh ein und dieselbe…

Hat jemand vielleicht irgendwelche Fakten oder Links zu sowas
in der Art?

Ein paar Anregungen und Gedankenanstöße, sonst nix…

Ich hoffe ich habe Dir ein bißchen weiter geholfen!

Grüße Fragezeichen

Grüße zurück aus Nürnberg!
Helena

Hallo Helena!

  • Ist die zu lernenden Sprache mit meiner eigenen
    Muttersprache/eine andere von mir bereits gelernte Sprache
    verwandt? (zB Im Allgemein, tut sich ein Latino leichter
    Portugiesisch zu lernen, als ein Däne, denn die sog.
    „lateinischen Sprachen“ haben vieles gemeinsam -und die
    skandinawischen, die germanischen, die Slawischen, usw, usf-
    unter sich).

Was genau verstehst du unter skandinavisch? Bis auf Finnisch (falls man Finnland zu Skandinavien zählt) sind die nämlich germanisch.

Wohl gemerkt: Diese Liste ist sehr unvollständig. Es
war nur ein paar Anregungspunkte…

noch was diese verschiedenen
„levels of fluency“ genau zu bedeuten hatten.

Ich glaube, diese Levels sind sehr individuell festsetzbar.
Ich könnte zB fließend Japanisch reden, wenn es um
Krankheiten/Krankenpflege geht, aber sehr stotternd, wenn es
sich um Architektur handelt. Was nun??? Die sprache ist ja eh
ein und dieselbe…

Ich denke, dabei geht es hauptsächlich um allgemeines, weniger um Fachvokabular.

MfG
Car

Hallo Car!

Was genau verstehst du unter skandinavisch? Bis auf Finnisch
(falls man Finnland zu Skandinavien zählt) sind die nämlich
germanisch.

Mir ging es um Sprachgruppen. Ich dachte es war aus meiner Zählung ersichtlich. Wenn nicht, so sei es hier erwähnt.

Ich denke, dabei geht es hauptsächlich um allgemeines, weniger
um Fachvokabular.

Ich dagegen denke, daß meistens wenn man fragt ob man eine Sprache fließend spricht, ist das oft im Rahmen eines Vorstellungsgesprächs. Wenn dann gestottert wird -egal ob im Fachvocabular oder in anderen grammatikalischen Bereiche- tut man sich im schlechten Licht wenn man „ja“ dazu sagt.

Schöne Grüße aus Nürnberg!
Helena

Hallo Helena!

Was genau verstehst du unter skandinavisch? Bis auf Finnisch
(falls man Finnland zu Skandinavien zählt) sind die nämlich
germanisch.

Mir ging es um Sprachgruppen. Ich dachte es war aus meiner
Zählung ersichtlich. Wenn nicht, so sei es hier erwähnt.

Das war mir schon klar, es ging mir um deine Definition von Skandinavien. Da es allerdings, wie gesagt, sowieso keine skandinavische Sprachgruppe gibt, ist es letzendlich allerdings irrelevant.

Ich denke, dabei geht es hauptsächlich um allgemeines, weniger
um Fachvokabular.

Ich dagegen denke, daß meistens wenn man fragt ob man eine
Sprache fließend spricht, ist das oft im Rahmen eines
Vorstellungsgesprächs. Wenn dann gestottert wird -egal ob im
Fachvocabular oder in anderen grammatikalischen Bereiche- tut
man sich im schlechten Licht wenn man „ja“ dazu sagt.

In solchen Situationen hast du Recht, ansonsten ist das so nicht möglich, da man sich nicht in allen Fachgebieten auskennt.

MfG
Car

Hi Fragezeichen!

Ich hatte mal irgendwo eine Studie darüber gelesen, wie lange
es dauert bis ein durschnittlicher /überdurchschnittlich
begabter Sprachschüler in einer bestimmte Sprache (für alle
Sprachen) ein bestimmtes Niveau erreicht.

Bitte entschuldige mich, wenn ich behaupte, daß so eine Studie
so ziemlich Quatsch finde. Ich bin, selbstverständlich,
K eine Expertin, doch eine Meinung habe ich und die dazu
gehörige Begründung ebenfalls.

Meine Meinung nach, so eine Studie mußte sooooo viele
Nebenfragen berücksichtigen, daß es kaum eine
„Durchschnittszeit“ davor hervorkommen kann. zB:

  • Es spielt eine seeeeehr wichtige Rolle, wann mit dem Studium
    angefangen wurde (zB Als Kleinkind oder als Erwachsener)

stimmt, aber ich würde jetz einfach mal annehmen, dass es sich dabei um junge Erwachsene handelt (die werden schon eine bestimmte Altersgruppe für die Studie benutzt haben), aber ich hab nur einen kleinen Teil über diese Studie gelesen.

  • Auch sehr sehr wichtig ist das persönliche Interesse an die
    zu lernenden Sprache (zB Ein Schulkind in der Shule, der zwar
    Lateinisch „hasst“ aber lernen muß, oder ein Mann dessen
    Verlobte eine andere Muttersprache hat)

Sorry, dass ichs nicht so genau erklärt habe, aber es handelte sich um Leute, die dies freiwillig taten

  • Wieviel Zeit/Mühe für die Sprache hat (1 Std/wö. oder tgl. 5
    Std?)

Mir fällt grade aus, dass ich das ganze ziemlich schwammig formuliert habe…sorry! In der Studie ging es darum, wieviele Stunden Fremdsprachenunterricht (an einer Sprachschule glaube ich) genommen wurden und nicht darum wie gut derjenige die Sprache nach x Jahren oder so konnte.

  • Wie gedenkt er, diese Sprache zu üben/aufrechterhalten?.

Da es da um regelmäßiges Lernen bis zum erreichen eines bestimmten Niveaus ging, dachte ich mal, dass das keine Rolle spielt.

  • Beschäftigt er sich in der Freizeit auch mit der
    Fremdsprache? (zB liest er Zeitungen/Literatur oder fährt
    ermehrmals im Jahr zu dem Land, wo die sprache gesprochen wird
    oder beschränkt er sich ausschließlich mit dem Unterricht?).

Ich nehm mal an/hoffe, dass sich die Personen ausschließlich auf den Unterricht beschränkten, kanns aber jetz auch nicht garantieren. Falls nicht (und es eine wissenschaftliche Studie sein sollte), wären die Ergebnisse allerdings sehr verzerrt.

  • Ist eine Sprache die zB im eigenen Land auch offiziell ist?
    (zB Spanisch in Bilbao, Deutsch in Genf oder gar Französisch
    in Antwerpen?)
  • Ist die zu lernenden Sprache mit meiner eigenen
    Muttersprache/eine andere von mir bereits gelernte Sprache
    verwandt? (zB Im Allgemein, tut sich ein Latino leichter
    Portugiesisch zu lernen, als ein Däne, denn die sog.
    „lateinischen Sprachen“ haben vieles gemeinsam -und die
    skandinawischen, die germanischen, die Slawischen, usw, usf-
    unter sich).

Es ging um (amerikanisch-)englische Muttersprachler

Wohl gemerkt: Diese Liste ist sehr unvollständig. Es
war nur ein paar Anregungspunkte…

noch was diese verschiedenen
„levels of fluency“ genau zu bedeuten hatten.

Ich glaube, diese Levels sind sehr individuell festsetzbar.
Ich könnte zB fließend Japanisch reden, wenn es um
Krankheiten/Krankenpflege geht, aber sehr stotternd, wenn es
sich um Architektur handelt. Was nun??? Die sprache ist ja eh
ein und dieselbe…

Naja ich denke mal, dass damit die „alltägliche“ Konversation gemeint ist. Fachvokabular wie bei Krankenpflege oder Architektur wird dabei denk ich nicht berücksichtigt bzw. ausgeschlossen.

Hat jemand vielleicht irgendwelche Fakten oder Links zu sowas
in der Art?

Ein paar Anregungen und Gedankenanstöße, sonst nix…

Ich hoffe ich habe Dir ein bißchen weiter geholfen!

Grüße Fragezeichen

Grüße zurück aus Nürnberg!

Danke für die Antwort…und hey Nürnberg ist eine Coole Stadt :smile:

Darf ich dich mal fragen, wie lange du ungefähr gebraucht hast um japanisch so gut zu lernen (mit Schriftzeichen?), dass du an durchschnittlichen Unterhaltungen recht gut teilnehmen konntest und das meiste was du gehört, gelesen hast verstehen konntest (ich hoffe mal, dass du eine ungefähre Vorstellung hast was ich meine) und in welchem Alter du damit angefangne hast? Achso und mit „wie lange“ mein ich jetzt z.B. wieviele Jahre und wieviel du ganz grob durchschnittlich gelernt hast!

und sorry nochmal für meine schwammige Formulierung!

Hier ist übrigens das Link zu dieser Studie! Habs inzwischen wieder gefunden :wink:

http://www-personal.umich.edu/~wbaxter/howhard.html

Helena

Grüße Thomas

Ich denke, das dauert je nach sprache. finnisch zB 10 Jahre, Englisch geht sicher viel schneller
Fella

Hi Thomas!

  • Es spielt eine seeeeehr wichtige Rolle, wann mit dem Studium
    angefangen wurde (zB Als Kleinkind oder als Erwachsener)

stimmt, aber ich würde jetz einfach mal annehmen, dass es sich
dabei um junge Erwachsene handelt (die werden schon eine
bestimmte Altersgruppe für die Studie benutzt haben), aber ich
hab nur einen kleinen Teil über diese Studie gelesen.

Ich denke, „junge Erwachsene“ ist ein viiiiiiiiiiel zu schwammiges Begriff, der m.E. sich jegliche wissenschaftliche Forschung entbehrt. Denn 13-jährige fühlen sich schon als Erwachsene und 70-jährige, oft, jung… Irgendeine feste Altersgrenzung mußte doch angegeben werden…

  • Auch sehr sehr wichtig ist das persönliche Interesse an die
    zu lernenden Sprache (zB Ein Schulkind in der Shule, der zwar
    Lateinisch „hasst“ aber lernen muß, oder ein Mann dessen
    Verlobte eine andere Muttersprache hat)

Sorry, dass ichs nicht so genau erklärt habe, aber es handelte
sich um Leute, die dies freiwillig taten

Auch sorry, daß es für mich auch zu ungenau ist. Es ist für mich ein riesen Unterschied ob sie es beruflich brauchen, oder ob sie das „freiwillig“ machen müssen um eine bestimmte Note an der Uni zu erreichen;…

  • Wieviel Zeit/Mühe für die Sprache hat (1 Std/wö. oder tgl. 5
    Std?)

Mir fällt grade aus, dass ich das ganze ziemlich schwammig
formuliert habe…sorry!

Nicht weiter schlimm! ;o))

In der Studie ging es darum, wieviele
Stunden Fremdsprachenunterricht (an einer Sprachschule glaube
ich) genommen wurden und nicht darum wie gut derjenige die
Sprache nach x Jahren oder so konnte.

Dann stellt sich, von ganz alleine, die frage, was genau heisst „Fremdsprache zu lernen“??

  • Wie gedenkt er, diese Sprache zu üben/aufrechterhalten?.

Da es da um regelmäßiges Lernen bis zum erreichen eines
bestimmten Niveaus ging, dachte ich mal, dass das keine Rolle
spielt.

Für mcih aber schon! ;o)) s.o. Als ich damals anfing Deutsch zu lernen, dachte ich: „Ich werde erst sagen ich kann Deutsch, wenn ich in der Lage bin „Das Kapital“ von K.Marx selbständig zu lesen und alleine zu verstehen“. Da ich das noch nie probiert habe (ich weiß auch nicht warum ich ausgerechnet „Das Kapital“ genommen habe und nicht zB. „Der Blechtrommel“ ), kann ich dann noch nicht sagen, ich kann Deutsch…

  • Beschäftigt er sich in der Freizeit auch mit der
    Fremdsprache? (zB liest er Zeitungen/Literatur oder fährt
    ermehrmals im Jahr zu dem Land, wo die sprache gesprochen wird
    oder beschränkt er sich ausschließlich mit dem Unterricht?).

Ich nehm mal an/hoffe, dass sich die Personen ausschließlich
auf den Unterricht beschränkten, kanns aber jetz auch nicht
garantieren. Falls nicht (und es eine wissenschaftliche Studie
sein sollte), wären die Ergebnisse allerdings sehr verzerrt.

Ich denke, eigentlich, die ganze Studie und ihre Ergebnisse, sind sehr verzerrt und ich kann nicht daran glauben.

  • Ist eine Sprache die zB im eigenen Land auch offiziell ist?
    (zB Spanisch in Bilbao, Deutsch in Genf oder gar Französisch
    in Antwerpen?)

Das wäre für mich sehr sehr wichtig: Ob noch irgendwelche Kontakt zu der zu lernenden Sprache besteht, ausser den Unterricht.

  • Ist die zu lernenden Sprache mit meiner eigenen
    Muttersprache/eine andere von mir bereits gelernte Sprache
    verwandt? (zB Im Allgemein, tut sich ein Latino leichter
    Portugiesisch zu lernen, als ein Däne, denn die sog.
    „lateinischen Sprachen“ haben vieles gemeinsam -und die
    skandinawischen, die germanischen, die Slawischen, usw, usf-
    unter sich).

Es ging um (amerikanisch-)englische Muttersprachler

Und welche Sprache wollten sie dann lernen???

Naja ich denke mal, dass damit die „alltägliche“ Konversation
gemeint ist. Fachvokabular wie bei Krankenpflege oder
Architektur wird dabei denk ich nicht berücksichtigt bzw.
ausgeschlossen.

Es ging nicht um Fachvokabular an sich, sondern darum daß ein Fachvokabular eben zur Sprache auch gehört und wo „Alltag“ Konversation endet…

Danke für die Antwort…

Gerne! Es war abe nur meine Meinung dazu.

und hey Nürnberg ist eine Coole Stadt :smile:

Danke! Ich bin erst dabei, sie zu entdecken… Scheint aber doch sehr cool zu sein…

Darf ich dich mal fragen, wie lange du ungefähr gebraucht hast
um japanisch so gut zu lernen (mit Schriftzeichen?), dass du
an durchschnittlichen Unterhaltungen recht gut teilnehmen
konntest und das meiste was du gehört, gelesen hast verstehen
konntest (ich hoffe mal, dass du eine ungefähre Vorstellung
hast was ich meine)

LOOOOOOOOOOOOOOOOOOOL!!! :oD)))
Das ist ein Mißverständnis: Es war als Beispiel gesagt!!! hihihihi
Auf Japanisch kann ich nur eins: „Arigato“ und sonst gar nicht!!!
*ggggggggg*

und sorry nochmal für meine schwammige Formulierung!

Kein Thema!!! Nur von solchen Studien halte ich herzliche wenig. In meinen Ohren hört sich so an als ob ich dich frage: „Wie lange dauert es im Durchschnitt bis man lernt einen zunächst völlig Unbekannter zu lieben?“ Es ist viiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiel zu persönlich und vom Mensch zu Mensch unterschiedlich, als daß man draus wissenschaftliche Ergebnisse hätten erwarten können…

Ganz liebe Grüße aus Nürnberg!
Helena