Wie lange eingeschränkt bei Hüft-OP?

Liebe Experten!

Seit gestern weiß ich, dass ich an der Hüfte operiert werde (varisierende Winkel-Osteotomie oder so ähnlich).

Nun wüsste ich gern, wie lange ich da mit welchen Einschränkungen rechnen muss. Gestern war ich doch zu geschockt, um noch weitere Detailfragen zu stellen.

Es hieß eine Woche Krankenhaus und insgesamt wohl 10 Wochen, bis ich wieder voll einsatzfähig bin.

Was ist in diesen 10 Wochen?

  • Wielange werde ich an Krücken gehen (sorry, heißt ja Gehhilfen)
  • Wann kann ich Auto fahren (Automatik bzw. Schaltgetriebe)
  • Wielange werde ich Physiotherapie machen?
    -Wird es ne Möglichkeit geben, in der „Krückenzeit“ Stunden zu reduzieren?

Ich bin Lehrerin und müsste das schon sehr gut organisieren, dass ich im Klassenraum bleiben kann, weil ich sonst bestimmt 10 mal am Tag vom Keller (mein Klassenraum) in den 1.Stock (Lehrerzimmer & Kopierer) renne.

Vor allem aber wohne ich auf dem Dorf, wo nur 2x am Tag ein Bus fährt und ich vom Busbahnhof zur Schule 2 km Weg hätte. Kollegen können mich nicht mitnehmen, auch weil ich so blöde Anfangszeiten habe (jeden Tag anders, mal um 8 Uhr, mal um 12 Uhr 15 usw.) und weil keiner hier in der Nähe wohnt.

Viele Fragen und ich hoffe auf viele Antworten.

Vielen Dank schonmal für eure Hilfe!

Liebe Grüße

noi

Liebe noi,

eigene Erfahrung habe ich nicht, aber authentische Schilderungen betroffener Kolleginnen/Verwandten.

10 Wochen bis zur Einsatzfähigkeit bedeutet, dass Du in dieser Zeit nicht arbeitsfähig bist, also nicht unterrichten kannst.

Nach dem Klinikaufenthalt (Op) folgt eine Reha. Gesamte Dauer alles in Allem ca. 4-6 Wochen. Danach ist eine ambulante Physiotherapie (von Dir zuhause aus) angezeigt. Anfangs wirst Du nicht selbst autofahren können. Wenn Du niemand hast, der Dich holt und bringt, wird es vermutlich mit Taxi gehen (KK - fragen, welchen Anteil sie bezahlen).

Arbeiten kannst Du erst wieder, wenn Du Dich ohne Gehhilfen fortbewegen kannst. Du wirst in der Reha selbst merken, dass das Gehen auf Treppen eine fragwürdige Angelegenheit ist. Dein Arzt wird dich in dieser Zeit dienstunfähig schreiben.

Normalerweise folgt eine Wiedereingliederung in das Arbeitsleben mit zunächst verminderter täglicher Stundenzahl über 4-6 Wochen. Über Einzelheiten hierzu weiss Deine zuständige Personalabteilung Bescheid.

Ich würde Dir dazu raten, Deinen (Fach-)Arzt zu befragen. Der kennt sich mit den Folgen einer Hüft-Op aus.

Liebe Grüße
Maralena

Bei einer Ostenomie wirst Du eine längere Zeit ohne Belastung des Beines an Gehhilfen gehen müssen (Vor Jahren wurde die Patienten andenlos für 3 Wochen eingegipst). Die Knochen müssen ja erst wieder fest zusammen wachsen. Während der Zeit ist aber schon KG möglich, damit die Muskulatur sich nicht vollständig verabschiedet. Im Anschluss gibt es vermutlich eine Reha, in der Du wieder richtig „laufen“ lernst. Wie lange das alles dauert, hängt auch sehr von deinem Körper ab, wie er sich erholt. Allgemeingültige Aussage kann da kaum jemand machen. Es wird aber kein PRoblem sein, dass du so lange krankgeschrieben bist, bis Du wieder deinen Job bewältigen kannst.
Ich hatte eine Becken und Hüftostenomie, allerdings noch zu Gipszeiten :smile: und war dafür 3 Monate im Krankenhaus, gut noch 2 Monate mit Gehhilfen zu Hause, dann lange KG. Auto bin ich allerdings schon wieder gefahren, als die Gehhilfen noch notwendig waren.
Der Alltag war aber trotzdem zu bewältigen

Hallo,

Seit gestern weiß ich, dass ich an der Hüfte operiert werde
(varisierende Winkel-Osteotomie oder so ähnlich).

ist immer die Frage, was genau gemacht wird, davon hängt ab, wie aufwändig die Reha wird. Ich hatte damals eine komplette Umstellung (Bein wurde praktisch neu angesetzt, um den Winkel zu korrigieren). Drei Wochen Krankenhaus, drei Wochen Reha, insgesamt zwölf Wochen Gehhilfen. Ein Jahr lang hatte ich Schrauben im Bein, die anschließend wieder entfernt wurden - nochmal zwei Wochen Krankenhaus und insgesamt nochmal knapp sechs Wochen Gehhilfen.

Während der Gehhilfen darfst du das Bein nur bedingt belasten. In dem Jahr mit Schrauben im Bein konnte ich kaum sitzen, auf der betroffenen Seite liegen oder anstrengende Sachen machen. Mir ist damals praktisch ein Jahr Studium flöten gegangen. Muss nicht jedem so gehen, vielleicht bin ich da besonders empfindlich, aber das kann halt passieren.

Am Ende hilft dir nur, das genau mit den Ärzten abzuklären.

Gruß
Cess

Danke!!
Auch wenn nicht jede Frage konkret beantwortet wurde und ich da einfach Geduld haben muss bis in 2 Woche, danke ich trotzdem für die aufschlussreichen Antworten!!!

Vielen Dank!!!

Gruß, noi