Wie lange hält Digicam?

Habe in einer Lesermeinung gelesen, das zwei seiner Kameras nach 3 Jahren und ca. 10.000 Aufnahmen defekt waren. Reparatur lohnt ja meist nicht. Bin derzeit auf der Suche nach einer Kompaktkamera und würde ggf. auch ein teureres Modell nehmen, aber nicht wenn damit zu rechnen ist, dass die Kamera nach 3 Jahren bereits unbrauchbar ist. Wie lange hält nach euer Erfahrung eine kompakte Digitalkamera?

Das kann man so generell nicht sagen, weder nach dem Preis noch nach dem Hersteller. Das ist Glück oder Pech. Oder sorgfältiges oder nachlässiges Umgehen mit der Kamera …

Bei Spiegelreflexkameras wird die Verschluss-Haltbarkeit oft genau angegeben, z.B. 100.000 Auslösungen. Das betrifft aber dann nur den Verschluss - zugegebenermaßen das Herzstück der Spiegelreflex.

Ich selber habe bisher 3 digitale Spiegelreflexkameras und 4 kompakte Digile gekauft (Canon G3, Canon G6, Canon Ixus 500, Panasonic Lumix TZ3) - es ist noch keine kaputtgegangen. Bei meinem Bruder ist von 3 oder 4 kompakten Digitalen, die er für seine Familie gekauft hat, ein defekt geworden.

Also, so generell kann man es nicht sagen. Und Auslösungen werden meines Wissens bei Kompakten nicht angegeben.

Gruß, Artefakt

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Bei Spiegelreflexkameras wird die Verschluss-Haltbarkeit oft
genau angegeben

Die günstigen Cannon Spiegelreflexkameras sollen es auf mindestens 30000 Bilder bringen, im professionellen Bereich auf einige 100000.

Das betrifft aber
dann nur den Verschluss - zugegebenermaßen das Herzstück der
Spiegelreflex.

Gibt es Kompaktkameras ohne mechanischen Verschluss? Müsste ja eigendlich zu bauen sein.

Grüße - Stefan

Hi,

das ist meiner Ansicht nach relativ irrelevant, da die Dinger nach 3 Jahren technisch so überholt sind, daß ich mir momentan keine „teure“ Digitalkamera leisten werde.
Mit „teuer“ meine ich über 200 € (ich denke es gibt um die 100-150 € schon sehr passables)
Sehr billige lohnen (eigene Erfahrung) auch nicht, da die nach dem 3. mißlungenen Versuch anständige Bilder hinzubekommen eh’ ausgemustert werden…

Viele Grüße
HylTox

Es gibt heute sowieso (fast) keine Kamera mehr mit mechanischem Verschluss. Früher war der mechanische Verschluss Standard. Das war eine feine, kleine Feder-Zahnrad-Konstruktion, mit der alten Uhrenmechanik vergleichbar. Dafür braucht man keinen Strom. Den brauchte man nur zum Belichtungsmessen.

In den 80ern sind dann die elektronischen Verschlusse gekommen - billiger zu produzieren und genauer. D.h. ohne Strom geht seit dem nix mehr.

Eine Zeitlang hat es auch Kameras (sowohl Spiegelreflex als auch Kompakte) mit Hybridverschluss gegeben, also Verschlüsse, die einen gewissen Bereich (z.B. von 1/60 Sek. bis zur 1/1000 Sek.) ohne Batterie funktionieren, längere Zeiten nur elektronisch.

Es gibt keine Digitalkamera mehr mit mechanischem Verschluss (außer evtl. Hasselblad mit Digitalrückteil, die ja teilweise den mechanischen Verschluss in der Optik hatten). Die digitalen Kompakten haben alle einen elektronischen Verschluss, ob jetzt Schlitzverschluss oder Zentralverschluss, weiß ich nicht.

Es gibt Experimente, eine LCD-Verschluss zu bauen, also durch Schwärzung den Verschluss geschlossen zu halten und dann die Schwärzung elektronisch abzuschalten und so das Licht auf den Chip zu lassen …

Gruß, Artefakt

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Es gibt heute sowieso (fast) keine Kamera mehr mit
mechanischem Verschluss.

Die meisten haben eine Kombination aus mechanischem und elektronischem Verschluss. Wenn der mechanische für das Grobe und der elektrische für die Feinarbeit zuständig ist, sollte es wenig Probleme mit der Haltbarkeit des Verschlusses geben.