Wie lange halten externe Festplatten

Guten Tag, es geht um die Lebensdauer von externen Festplatten und zwar sowohl 3,5 als 2,5. Gibt es da Erfahrungswerte?

Hi

Guten Tag, es geht um die Lebensdauer von externen Festplatten
und zwar sowohl 3,5 als 2,5. Gibt es da Erfahrungswerte?

Dafür müsstest Du noch das Festplattenmodell verraten…
Bei sorgfältiger Verwendung - also dann wenn eine Zerstörung durch schlechte Behandlung auszuschließen ist - gilt die MTBF (Mean Time Between Failures) des Herstellers, bei Festplatten üblicherweise 500.000 Stunden (57 Jahre)…

Grüße
m4tt3n

Hallo Fragewurm,

Guten Tag, es geht um die Lebensdauer von externen Festplatten
und zwar sowohl 3,5 als 2,5. Gibt es da Erfahrungswerte?

  1. MTFB ist ein statistischer Wert. DEINE Festplatte kann auch schon nach 5 Stunden kaputt gehen.

  2. Das Umfallen aus der senkrechten Position, kann schon das Aus sein.

MfG Peter(TOO)

die 2,5" platte die ich in meinem auto an einem carpc betreibe hält nun schon fast 2 jahre durch, und das bei 150km pro tag, dauerbelastung durch ununterbrochenen zugriff (musik lesen), erschütterungen, vibrationen, fliehkräfte usw… :smile:

Guten Tag,

Die 3,5 Platte ist Trekstor 500 GB und 2,5 habe ich von WD 300 GB, und Revoltec 300 GB.

Grüße
woausz

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Guten Tag, es geht um die Lebensdauer von externen Festplatten
und zwar sowohl 3,5 als 2,5. Gibt es da Erfahrungswerte?

Falsche Frage. Du könntest ebenso gut fragen, wie lange ein Mercedes hält. Manche sterben schon nach wenigen Tagen an einem Baum, manche werden als Vertreterfahrzeug oder Taxis nur ein paar Jahre alt, laufen dabei aber weit über 200.000 km ab, und manche laufen als Oldtimer noch nach 50 Jahren. Du siehst, dass auch die Werksgarantie keinerlei Rückschlüsse auf die Lebensdauer „eines“ Mercedes zulässt.

Du kannst nun entweder auf Sicherheit spielen (was man bei Kaufinhalten oder Arbeitsdaten auf der Platte z.B. unbedingt tun sollte) und Dir 2 Stück zulegen, und von der ersten Sekunde an Backups machen, oder auf Risiko spielen. Oder Du hoffst, dass Du Glück hast, und gerade Deine Platte ein besonders langlebiges Exemplar ist.

Das hilft Dir alles nicht weiter.

Gehen wir davon aus, dass die Platte nicht dummerweise runterfällt.

Dann ist die „Badewannenkurve“ Dein Problem: eine deutlich erhöhte Anzahl von Platten stirbt in den ersten Betriebsmonaten, offenbar auf Grund unerkannter Fertigungsfehler, dann laufen ein Großteil der überlebenden Platten (aber nicht alle!) viele Jahre lang tadellos, und dann beginnen am Ende der Lebendauer immer mehr zu sterben. Auch Umwelteinflüsse (Hitze im gehäuse) soll einen Einfluss haben, aber das ist umstritten.

Bei Google wurde außerdem letzhin eine Untersuchung gemacht, die nahelegt, dass es Plattenmodelle gibt, die deutlich mehr Ausfälle haben als andere. Leider hat man die Hersteller- und Modelldaten nicht veröffentlicht. Es gab immer wieder Fälle (wie z.B. die „Klick to Death“ Problematik bei den 10- und 20-er Travelstar Platten), wo einzelne Modellreihen horrende Ausfallraten hatten. Natürlich hat der Hersteller sie 2 Jahre lang immer brav auf Garantie getauscht, aber die Daten waren jedes Mal futsch.

Hier meine Erfahrungswerte:

wenn eine regelmäßig benützte Platte die ersten 3 Monate ohne Ausfall oder SMART Auffälligkeiten übersteht, hat sie den Grund der Badewanne erreicht. Sie läuft dann normalerweise viele Jahre lang unauffällig. Nach etwa 4-5 Jahren ist das Ende der Lebendauer nahe, und es gehen verstärkt Platten kaputt. Ich würde mal aus dem Bauch heraus schätzen, dass mindestens 1/3 meiner Platten bis zum 5. Jahr kaputt sind.

Außerdem meine ich behaupten zu können, dass die 2,5" Platten 1 Jahr weniger lang leben als die 3,5" Modelle.

Mit dem MTBF hat das absolut nichts zu tun. Details findest Du in der Wikipedia, nur so viel: der MTBF sagt aus, wie viele Platten *vor* der vom Hersteller prognostizierten Lebensdauer ausfallen. Legt er bei einer Platte eine prognostizierte Lebensdauer von 10 Minuten zu Grunde, bekommt er einen MTBF von fast unendlich, weil kaum eine Platte in den ersten 10 Minuten stirbt. Wer aus dem MTBF seine Lebensdauer von 40 oder mehr Jahren herauslesen möchte, ist dieser werbewirksamen Zahl auf den Leim gegangen.

Angaben zur voraussichtlichen Lebensdauer findet man dagegen nur selten, und wenn sind sie nichts wert, weil nicht garantiert. Ich meine dass allenfalls die Hersteller-Garantie, für die ein Hersteller geradestehen muss, halbwegs aussagekräftig ist. Seagate gibt soweit ich weiß als einziger Hersteller 5 Jahre Garantie. Das wäre ein Wort - allerdings sind die Seagate Platten immer ein wenig teurer. Das legt den Verdacht nahe, dass man hier möglicherweise einfach die Platten etwas teurer anbietet, und damit die erhöhten Aufwände für Garantieleistungen abdeckt, dass also die Platten ebenso oft oder wenig ausfallen wie bei allen anderen Herstellern. Das wird m.E. auch dadurch untermauert, dass es Seagate Platten auch billiger, aber dann auch mit weniger Garantie, über OEM Kanäle zu kaufen gibt.

Fazit: wenn Dir Deine Daten lieb sind, hältst Du *immer* ein Backup vor. Selbst wenn Du ein Plattenmodell finden würdest, das statistisch *fast* nie ausfällt und *fast* ewig hält … 100,0% Zuverlässigkeit ist bei Platten technisch unmöglich, und wer sagt, dass es nicht gerade Deine ist, die es erwischt.

AL.

Mit der Antwort kann man was anfangen! Selbst wenn das Resultat ist: „Nichts Genaues weiß man nicht!“ Da die externen Festplatten inzwischen ja nicht mehr die Welt kosten, ist also wirklich anzuraten: „Kauf zwei und halte auf jeder den gleichen Inhalt vorrätig?“ Das ist zwar dann doppelt so teuer und beim ersten Ausfall muss man ja wieder eine neue kaufen, aber man ist auf der sicheren Seite?

Noch eine Frage: „Hast Du Erfahrungen mit den (relativ neuen) 500 GB 2,5 Platten, bzw, den 1.000 GB 3,5 Platten? Stimmt Performance und hat man schnellen Zugriff auf die Daten? Ist es grundsätzlich besser große Platen zu partionieren? Ist bei 3,5 eine mit Gebläsekühlung besser oder spielt das keine Rolle?

Vielen Dank

Mit der Antwort kann man was anfangen! Selbst wenn das
Resultat ist: „Nichts Genaues weiß man nicht!“ Da die externen
Festplatten inzwischen ja nicht mehr die Welt kosten, ist also
wirklich anzuraten: „Kauf zwei und halte auf jeder den
gleichen Inhalt vorrätig?“ Das ist zwar dann doppelt so teuer
und beim ersten Ausfall muss man ja wieder eine neue kaufen,
aber man ist auf der sicheren Seite?

So ist es. Ich halte übrigens die 1. Kopie meiner Arbeitsdaten auf einer 2. internen Platte in meinem Arbeits-PC, und verwende eine externe USB Platte für die Backups. Grund: der USB Bus bremst jede externe Platte fürchterlich zusammen (auf etwa 1/3 der Performance als wie am innern SATA Bus). Beim Arbeiten ist das lästig. Für die Sicherung habe ich mir eine kleine Kommandodatei gebaut die die Sicherung anschmeißt und dann den Rechner runterfährt --> das darf also ruhig langsamer laufen, weil es automatisch nach Ende meiner Arbeit läuft.

Noch eine Frage: „Hast Du Erfahrungen mit den (relativ neuen)
500 GB 2,5 Platten, bzw, den 1.000 GB 3,5 Platten?

Bisher nicht. Die 250GB WD Platte ist meine größte 2,5" Platte. Läuft ohne Auffälligkeiten.

Stimmt
Performance und hat man schnellen Zugriff auf die Daten?

Bei USB Bus ist die Diskussion müßig.

Ist
es grundsätzlich besser große Platen zu partionieren?

Nein. Betriebssystemplatten mögen ein wenig von einer Partitionierung profitieren, aber Datenplatten - da sehe ich keinen Nutzen.

Ist bei
3,5 eine mit Gebläsekühlung besser oder spielt das keine
Rolle?

Da gibt es widersprüchliche Aussagen. Es gibt eine Seagate-Statistik, die bei Temperaturen über ca. 60° eine 30% Erhöhung der Ausfallrate behauptet. Die schon zitierte Untersuchung im Rechenzentrum von Google, wo einige tausend Plattenausfälle ausgewertet wurden, zeigt dagegen keine Temperaturabhängigkeit.

Ich kühle meine 3,5" Platten sorgfältig, aber die Gebläse sind nütürlich laut.

AL.

Tach,

Noch eine Frage: „Hast Du Erfahrungen mit den (relativ neuen)
500 GB 2,5 Platten, bzw, den 1.000 GB 3,5 Platten?

Mittlerweile ein Dutzend 1TB-Platten in 3,5" verbaut, ja…

Stimmt
Performance und hat man schnellen Zugriff auf die Daten?

Das ist bei USB voellig wurscht, eine Komplettspiegelung von 1TB ueber USB dauert in der Praxis lockere 15h. Wenn man ein Paar Euro mehr investieren will und die passende Schnittstelle hat, sollte man bei diesen Datenmengen eh Gehaeuse mit eSata zulegen.

Verbaut habe ich bis jetzt WD EADS (Greenline) und WD FALS (Blackline). Die FALS ist teuerer, lauter aber auch deutlich (20-30%) schneller. Eine EADS ist mir 12h nach Installation verreckt. Passiert halt. Dazukommen 2 Hitachis der billiger Art im USB-only-Betrieb, da ist die Geschwindigkeit wie gesagt egal.

Ist
es grundsätzlich besser große Platen zu partionieren?

Wenn man’s braucht. Schneller oder sicherer wird dadurch nichts.

Ist bei
3,5 eine mit Gebläsekühlung besser oder spielt das keine
Rolle?

Ich wuerd mal sagen, sofern nicht im 24/7 Dauerbetrieb: egal, vernuenftiges Gehaeuse vorausgesetzt…

Gruss
Paul

Das ist bei USB voellig wurscht, eine Komplettspiegelung von
1TB ueber USB dauert in der Praxis lockere 15h.

Schlaumi-Schlümpfe verwenden deshalb ein Tool wie Dirsync oder Robocopy, das nur veränderte Dateien kopiert.

AL.

Tach,

Schlaumi-Schlümpfe verwenden deshalb ein Tool wie Dirsync oder
Robocopy, das nur veränderte Dateien kopiert.

Ahwas, inkrementelle Sicherung schimpft sich das. Dennoch: Festplattengeschwindigkeit ist bei Anschluss ueber USB sowas von egal, das war die eigentliche Aussage.

Gruss
Paul