Hallo,
du lieferst immer nur Totschlagargumente.
Es ist aber die Realität - für das Kind.
Jedoch sehe auch die Seite des entsprechenden Elternteils. So
ein Unterhalt kann für denjenigen durchaus existenzbedrohend
sein.
Wenn das Kind den Unterhalt nicht bekommt, ist es für das Kind existentiell sehr bedrohend.
Nicht immer greift die schwierige Einkommenssituation,
auch wenn einiges an Geld vorhanden ist, wird dieses
eingesetzt. Man hat ursprünglich seine Familie, sein Kind. Die
Eltern trennen sich, zu einem Elternteil kommt das Kind.
Dieser Elterteil will nun auf Biegen und Brechen Geld vom
anderen Teil und es interessiert nicht die Bohne, ob der- oder
diejenige das verkraftet.
Dreieinhalbhundert Euro. Damit muss das Kind zur Hälfte leben.
Und hat keine Chancen, da irgendwas dran zu ändern.
Ein Erwachsener hat Möglichkeiten (und wenn er wirklich keine hat, dann wird nur soviel genommen, dass der Selbsterhalt nicht unterschritten wird).
Die rein nüchtern betrachtete finanzielle Situation ist klar
gesetzlich geregelt.
Ja.
Nur das so eine Trennung auf
psychologischer Ebene eine einschneidende Maßnahme ist,
zumindest in den allermeisten Fällen, das läßt du außen vor.
Nein. Aber der Elternteil, bei dem das Kind wohnen bleibt, hat auf seine/ihre Art genauso an der Trennung zu knabbern. Und - entschuldige, wenn ich schon wieder auf das Kind zu sprechen komme - das Kind hat keinerlei Einfluss auf die Entscheidung der Eltern. Darum geht es ja gerade in einer guten Trennung: dem Kind zu vermitteln, dass es nichts, aber auch überhaupt nichts für die Trennung kann, folglich auch nichts daran ändern kann.
An einer sehr elementaren Stelle lernt das Kind, dass es keinen Einfluss auf sein Leben hat. Dass es sich noch so sehr wünschen kann, dass es bei beiden Elternteilen bleiben könnte, es wird diesen Wunsch nicht erfüllt bekommen. Seine Welt ist erstmal durcheinandergewirbelt. Sehr oft hat eine Trennung für ein Scheidungskind zur Folge, dass es sein Umfeld verliert, man zieht weg, weiter oder näher. All dies lehrt das Kind: ich zähle nicht. Es ist sehr schwer für sich trennende Eltern, dem Kind wirklich etwas anderes zu vermitteln, auch mit bestem Willen. Erachsene haben zwei Vorteile: zum einen können sie besser rationalisieren, abwägen, dass obwohl eine Entwicklung vielleicht nicht gut ist, es die beste der möglichen Entwicklungen ist. Zweitens können sie Einfluss nehmen auf das, was geschieht. Vielleicht weniger als gewünscht, aber mehr als das Kind in dieser Geschichte.
Ich kann trotzdem deine Sicht verstehen, jedoch zählt das für
mich zur untersten Kategorie eines Verstehens oder einer
Versuches in dieser Richtung nach einer Trennung. Ein wie auch
gearteter Racheversuch am „abgelegten“ Partner und die
Benutzung des gesetzlich bewußt vorgestellten Kindes dazu ist
für mich ein Verbrechen! Nicht nur am Kind.
Ja, und? Ich widerspreche dir nicht.
Aber was hat das mit dem vorliegenden Fall zu tun?
Wir wissen nicht, wie alt das Kind ist (dass das Studium ins Spiel gebracht wird, lässt auf ein älteres Kind schließen), wir wissen nicht, wie lange die Trennung zurückliegt.
Auch einer intakten Familie mag die Finanzierung eines Studiums, einer Ausbildung finanziell nicht leicht fallen. Dennoch verlangt der Staat, dass das getan wird (in Grenzen), bevor er stützend eingreift. Warum soll sich ein getrennt lebender Elternteil vor dieser Pflicht drücken, die Eltern, die sich nicht getrennt haben, auch erfüllen müssen. Es gehört zum Kinderkriegen und Kinderhaben dazu.
Bitte entschuldige meine deutlichen Worte, aber jetzt mußte
das mal raus.
Vielleicht bin ich nicht die richtige Ansprechstelle für die Worte?
Du redest vom Verhältnis zwischen zwei Expartnern.
Ich sprach von der Verantwortung ,die man übernahm, als man das Kind zeugte. Egal, ob man nun als zwei Eltern zusammen dieses Kind erzieht bis es erwachsen ist, oder ob man sich nach einiger Zeit trennt, oder ob man sich von Anfang an nur finanziell beteiligt: das Kind ist nur Objekt hier. Und seinen Frust oder auch finanzielle Impotenz an ihm auszulassen, ist nicht zulässig.
Gruß
Elke