ich bin noch dabei, meine über 7 monate alte 2. tochter voll zu stillen. ihr geht es gut. immer liest man 6 monate voll stillen und dann zufüttern wegen eisenmangel. schönerweise hat mein kinderarzt von sich aus gesagt, ich könne weiter vollstillen, die naturvölker machten dies auch; wenn ich aber wolle, dass es mehr sättigt, könne ich gemüsebrei zufüttern.
er, und ich halte diesen professor für kompetent-redet also nicht von einem drohenden eisenmangel.
eine meinung kursiert auch stark:„du wirst es schon merken, ob dein baby am tisch interesse am essen zeigt“, diese aussage finde ich in der realität nicht ganz stimmig, denn ein baby, welches ja normalerweise neugierig ist, und auf seinen ständigen erkundungen alles mit dem mund prüft würde sicher auch mit 4 monaten einen für ihn weniger gesunden kinderschokoriegel lutschen… und das essen am tisch, welches verschiedene farben und formen hat und interessant duftet und z.b. von den „geschwistervorbildern“ gegessen wird ist doch sicher hochinteressant- wieso soll so ein kleines wesen nicht neugierig den anschein erwecken, es mag mitessen?
so bin ich zum schluß gekommen, dass es vielleicht mit den zähnen zusammenhängt: wenn ein baby paar zähne hat, könnte es theoretisch auch in der wildnis beginnen etwas anderes als muttermilch zu trinken…
was meint ihr?
bei meiner ersten tochter habe ich aufgrund der meinung etwa nach 6 monaten mit dem zufüttern zu beginnen beritwillig bio-karottenbrei bzw. pastinakenbrei selbst zubereitet, und sie mochte monatelang noch keinen löffel davon. dann hörte ich auch, dass z.b. karotten stark nitratbelastet sein können, was ja wieder für möglichst langes stilen spricht…
wisst ihr etwas?
was ich nicht glaube ist das fazit der kürzlich veröffentlichten studie, dass es besser wäre schon im 4.monat zuzufüttern um allergien zu vermeiden.
die sechs Monate sind eine Empfehlung und es steht sowohl bei WHO als auch bei UNICEF ein „mindestens“ davor. Soll heißen, du kannst sie gut und gerne noch ein paar Monate weiter vollstillen.
Ich habe mal eine Mutter getroffen, deren Baby hatte sehr schlimme Neurodermithis. Die hatte von Kinderarzt und Hebamme die Empfehlung 8 Monate voll zustillen. (Kann allerdings im Netz grad nichts dazu finden.)
Falls du wegen des eventuell drohenden Eisenmagels beunruhigt bist, spricht nichts dagegen beim Kinderarzt dann und wann mal einen Eisentest machen zu lassen.
Hör auf dein Bauchgefühl. Dein Baby wird dir schon zeigen, wann gut ist mit Stillen.
LG von Suse
P.S. Ich selber habe zweimal sechs Monate vollgestillt. Bei meiner großen Tochter habe ich dann mit Brei angefangen. Das hat Anfangs super geklappt und mit acht Monate gabs auf einmal die totale Essenverweigerung - da hab ich einfach wieder voll gestillt. Und sie ist prima davon satt geworden. Die Kleine mochte von Anfang an keinen Brei, sondern weich gekochte Gemüse- und Kartoffelstücke, Brot usw. selber mampfen. Die Große hatte mit 13 Monaten kein Interesse mehr an der Brsut. Die Kleine (15 Moante) stille ich noch nachts.
Wann ich mit Beikost angefangen habe, kann ich dir gar nicht mehr sagen. Aber Beikost heißt für mich, mal ein Stückchen Essen in die Hand geben. Ich weiß noch, dass ich ihm eine Kartoffel bei Essen in die Hand gedrückt habe. Und er hat halt angefangen darauf rumzukauen.
Beikost heißt ja nur zum Stillen dazu. Und du musst ja nicht gleich eine ganze Mahlzeit ersetzten.
Ich hab dann halt immer, wenn wir gegessen haben, dem Kleinen ein Stück abgegben. Natürlich klein gemacht und dann einfach 1-2 Löffel essen lassen. So hat es sich eingeschlichen, dass er bei uns mit isst.
Du kannst, wenn es dich interessiert, das Buch hier mal lesen.
Es erklärt total gut wie die Natur die Kinder prägt. Steht auch was zu deine Zahntheorie drin. http://www.amazon.de/Kinder-verstehen-Born-wild-Evol…
Im übrigen fangen viele Naturvölker sehr früh mit der Beikost an. Da kaut halt die Mama ein paar Bissen vor. So wie hier, dass das Baby eben eine komplette Mahlzeit ersetzt bekommt, ist da wohl aber nicht so.
Ich fand das Buch total spannent. Ein paar Dinge würde ich torztdem anders machen, aber es hilft alles ein wenig lockerer zu sehen.
hört sich alles super an!
weil ich das mit neurodermitis
auch schon hörte, finde ich es nur plausibel
BEI MÖGLICHKEIT möglichst lange zu stillen,
denn was für neurodermitiker gut ist kann
ja eigentlich für andere sicher auch nur gut sein
(für andere schlummernde schwächen des babies).
interessant, dass du bei der einen tochter wieder
zum vollstillen übergehen „musstest“.
meine grosse tochter hat sich erst bei ankunft meiner
2.tochter abgestillt.
obwohl der erste kinderarzt damals meinte- man solle wegen der selbstständigkeit die kinder nicht zu lange stillen, ist es bei mir das gegenteil. obwohl ich extrem lange stillte- also noch mein kindergartenkind-
war sie immer sehr unabhängig von mir und auch von anderen.
manchmal wünschte ich mir, dass vor allem die ärzte sich damit mehr beschäftigen…
Im Grunde muss das wohl jedes Mutter-Kind-Paar für sich entscheiden. Die UNICEF empfiehlt sogar bis zum Ausfallen der ersten Milchzähne zu stillen.
Ich kenne eine Frau, die sich noch daran erinnern kann, gestillt worden zu sein. Das ist das erste Mal, dass ich jemanden kennengelernt habe, der selber sehr lange gestillt wurde. Sie wurde gestillt bis kurz vor Schuleintritt und sagt, dass es KEINE angenehme Erinnerung ist. Ihre Mutter habe die Brust grundsätzlich als Beruhigungsmittel eingesetzt, so nach dem Motto - ob das Kind will oder nicht. Das geht eindeutig zu weit.
Andererseits finde ich es aber auch sehr eigenartig, wenn das Kind zur Mutter gelaufen kommt und sich ‚bedient‘. Mir persönlich würden da meine Selbstbetimmungsrechte über meine KÖrper eingeschnitten. Aber, wie gesagt, das ist meine Meinung…
manchmal wünschte ich mir, dass vor allem die ärzte sich damit
mehr beschäftigen…