Moin,
schreibt Ihr Euch jedes unbekannte Wort auf??? Ich habe mir jetzt kleine linierte Karteikarten gekauft und schreibe mir dort Vokabeln auf…was macht Ihr? Was macht Ihr mit Vokabeln die Ihr zum 1000x nachschlagen müßt?
Danke und Gruss,
Marco
Moin,
schreibt Ihr Euch jedes unbekannte Wort auf??? Ich habe mir jetzt kleine linierte Karteikarten gekauft und schreibe mir dort Vokabeln auf…was macht Ihr? Was macht Ihr mit Vokabeln die Ihr zum 1000x nachschlagen müßt?
Danke und Gruss,
Marco
Hi Marco,
Ich habe immer die sogennanten Eselsbrücken gebaut. An was erinnert mich das Wort? Ein Bild dazu im Kopf ausmalen, ist gut für jene, die bildliches Gedächtnis haben. Oder laut vorsagen, vorsingen, vorschreien, für jene mit akustischen Gedächtnis. Oder halt aufschreiben - motorisches Gedächnis. Oder war das Wort schon mal in einem Film-, Song-, Buchtitel, den ich kenne, vertreten? Darüber hinaus habe ich versucht, nur den Wortstamm im Kopf zu behalten. D.h. alle Vorsilben und Suffixe mal nicht beachten.
Hilfreich ist auch, zu jedem Wort einen Satz zu erfinden. Es darf auch mal etwas Hirnsinniges sein, Hauptsache, das Wort prägt sich ein. Und immernoch bleiben Vokabeln, die man nachschlagen muss.
Grüße
jarolep
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Moin Marco,
die Lernpsychologie hat herausgefunden, dass man umso besser lernt, je mehr Sinne am Vorgang beteiligt sind. Etwas, das man hört und liest behält man besser als etwas, das man nur liest. Etwas, das man hört, liest und spricht wiederum besser als das Vorgenannte usw.
Mir hilft’s auch dementsprechend immer am meisten, wenn ich möglichst viel mit dem Begriff „tue“. Eigentlich egal, auf welche Weise.
Meist hab ich’s mir auch auf eine Karteikarte geschrieben, Übersetzung auf die Rückseite (nie mehr als vier Begriffe pro Karte), gelesen, nachgedacht, Rückseite gelesen, beides laut mir selbst vorgelesen etc.
Am besten noch einen kurzen Beispielsatz dazu. Oft ist es leichter, Dinge im Zusammenhang zu behalten. Außerdem ist es eine der wenigen Methoden, die ich kenne, Adjektive (die meiner Erfahrung nach am schwersten zu behalten sind) leichter „lernverdaulich“ zu machen.
Für lange Autofahrten hatte ich mir auch eine Zeitlang selbst Kassetten aufgenommen: Vokabel, Pause, Übersetzung, Pause, Beispielsatz.
Man braucht gar nicht die ganze Zeit bewußt zuhören. Auch die nicht bewußt aufgenommene Wiederholung im akustischen Hintergrund hinterlässt ihre Erinnerungsspuren.
Gruß,
Christiane
… indem ich den neuen gegenstand benutze, betaste, rieche, betrachte, esse.
ist zwar offtopic, aber meiner meinung nach ist der typische schulsprachunterricht abnormal und läuft menschlicher entwicklung total entgegen. kein mensch lernt neue wörter durch auswendiglernen. so stopft man sie höchstens ins kurzzeitgedächntnis für die nächste klassenarbeit.
gruß
datafox - die von 8 jahren französischunterricht null behalten hat.
Hi Marco
Wenn du dir ein Wort echt nicht merken kannst, nimm die Karte und kleb sie dir mit einem Klebestreifen an einen Ort, wo du oft hinschaust. zB an die Innenseite der Klotuer oder ueber den Lichschalter oder so. So wirst automatisch ein paar mal taeglich damit konfrontiert und wirst sie dir leichter merken. Bei mir hat’s geklappt! :o)
Viel Glueck
Bethje
da ich noch in der schule bin, hab ich das leidliche übel vokabeln immer mal wieder am hals.
ich deck mir die deutsche spalte ab, schau mir dann das englische bzw. französische oder lateinische wort an, sag die übersetzung und rutsch mit dem blatt was deutsch abdeckt eins nach unten. vergleichen. wenn falsch, dann kreuz vor das fremdsprachliche wort, wenn richtig, weiter mit dem nächsten. so mach ich die ganze liste durch. dann fang ich wieder von vorn an, mach da kreuze, was ich falsch hatte, und radier ggf. dort kreuze weg, wo ich im zweiten versuch die richtige lösung wusste. wenn ichs mal geschafft hab, dass keine kreuze mehr da sin, mach ich noch einen durchgangn, und wenn der auch kreuzfrei war, dreh ich die sprachen um, deck jetz die fremde sprache ab und guck mir die deutschen an, sag laut die lösung usw.
gruß
yv
ps: trotzdem gibs dinger, die schnall ich einfach nich…z.b. partout und parfois vom frz. die muss ich dann halt nachschlagen!
Moin, Marco,
für den Grundwortschatz hat sich der Zettelkasten bestens bewährt: gewußte Vokabeln hinter den Stapel, unbekannte nach vorn. Und dann in jeder freien Minute von vorn nach hinten durchgehen.
Bei der Lektüre habe ich den Text erst mal zum allgemeinen Verständnis durchgelesen und unbekannte Wörter angestrichen. Dann diese Wörter nachgeschlagen. Danach versucht den Text noch einmal „wörtlich“ zu lesen und dabei jedes immer noch unbekannte Wort sofort nachzuschlagen. Das wird mit der Zeit so lästig, dass man sich diese Wörter schon mal aus Faulheit merkt 
Besten Gruß
Eckard
Danke euch! (ot)
ot