Wie lernt man am besten Lateinvokabeln?

Hallo,

mein Sohne (6. KLasse) hat als 2. Fremdsprache zu Latein entschieden (zu meinem Entsetzen - weil keiner aus unserer Familie ihm da helfen kann). Nun stellt ich fest, dass von Seiter der Lehrerin aus weder mit einem Vokalbheft, noch mit Karteikarten gearbeitet wird (was ich eben aus Englisch/Franz. kenne). Die Sprache macht ihm Spass und er ist gerne bereit auch in seiner „Freizeit“ was dafür zu tun und so war die Überlegung selbst einen Karteikasten anzufangen - aber mit den ganzen Endungen usw. ist es ja eigentlich fast unmöglich alle Wörter auf eine Karte zu schreiben?

Gibt es eine andere, gute Methode? Oder doch lieber Vokabelheft?

Vielen Dank schon mal für die Antworten.
Gruss
Angelika

Hallo, Angelika,
den Lernstoff in ein Vokabelheft einzutragen ist sicher eing gute und preiswerte Methode.
Hilfreich sind auch Vokabelkarteien, wie sie verschiedene Verlage anbieten (z.B. Klett http://www.hyperschool.de/home/schulzeit/docschool/l… )
Lernen muss man jedoch bei beiden Methoden immer noch selber.
Nach meiner Erfahrung ist selbst schreiben, regelmäßig lernen und üben (nicht zu lange aber schon mindestens eine halbe bis 3/4 Stunde pro Tag) der beste Weg zum Erfolg. Und dann natürlich sobald wie möglich Lektüre, da hat man meist die größten Erfolgserlebnisse.

Grüße
Eckard

Hallo

Ich bin auch Freund des guten alten Vokabelheftes. Wichtig ist aber,
dass man dort nicht nur Woerter eintraegt, sondern auch Merkregeln
fuer die Grammatik oder kurze Saetze. Und man muss systematisch
wiederholen. Eine Seite im Vokiheft sollte so 10-12 Eintraege
(Woerter, Wortgruppen, Regeln) enthalten und im Abstand von 12
Stunden, 1 Tag, 2 Tagen, 4 Tagen, 8 Tagen, 14 Tagen und 30 Tagen,
also insgesamt 7 mal wiederholt werden. Diese Abstaende sind nicht
verbindlich, sie sollen nur eine Vorstellung geben. Das muss jeder
seinem Gusto anpassen.
Von kaeuflichen Karteikarten halte ich nicht viel. Man sollte das
unbekannte Wort zum ersten Mal in seiner natuerlichen Umgebung, d.h.
in einem Text sehen.
Was die Konjugation angeht, finde ich die neuen Verb-Fixe von
Langenscheidt Klasse:
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3468340559/qid…

Gruss, Tychi

Hallo Angelika!

Für eine sehr gute Methode halte ich die Vokabelkartei.

Vorteil:
Man hat auf der Vorderseite die Bedeutung in der einen und auf der Rückseite die in der anderen Sprache, kann seine Kenntnisse also dauernd überprüfen (auch in Zusammenarbeit mit den Eltern oder in Stillarbeit in Vertretungsstunden bei Ausfall einer Lehrkraft).
Vergessene Vokabeln kann man heraussortieren und sich besonders vornehmen. [Einer meiner Pädagogensprüche: Man kann eine Vokabel erst, wenn man sie neunmal vergessen hatte.].
Durch zusätzliche Eintragungen kann man spätere Informationenen dazu (Perfektbildung bei Verben, Steigerung und Adverbbildung bei Adjektiven usw.) hinzufügen.
Die selbst angefertigte Vokabelkartei entspricht immer genau dem Soll-Kenntnisstand.
Man kann später (nach Abschluss des Grammatikdurchgangs in - sagen wir: - drei Jahren die Karteikärtchen umsortieren: für Cäsar die militärischen Wörter zusammenstellen, für Pliniusbriefe die kulturgeschichtlichen usw.
Nachteile:
Wenn für das verwendete Unterrichtswerk keine spezielle Kartei angeboten ist, muss man sie selbst anfertigen (denn der Bestand an Vokabeln ist nicht in allen Unterrichtswerken der selbe).
Diese gleichbleibende Mühe fällt aber den meisten Schülern im Lauf der Zeit zu schwer.

Machts gut!
Gruß
H.

Hallo Angelika,

wenn Ihr einen PC habt, wäre das vielleicht noch ein zusätzliches Tool. Es gibt diverse Freeware Vokabeltrainer im Netz, mit denen man (Sohn) toll arbeiten kann.

Wir haben z.B. einen zuhause (ich kann gerne nachsehen, wie der heisst, wenn Du Interesse hast), bei dem kann man die Vokabeln / Redewendungen selber eingeben (je nach Buch ist das ja unterschiedlich). Das machen dann natürlich die „Großen“. Und dann kann man auf verschiedene Arten abfragen. Entweder nur Wort für Wort (in beide Richtungen natürlich)- oder als Memory Spiel. Unseren Kindern macht das mehr Spaß, als vor dem Heft sitzen und der große Vorteil ist, dass die Kinder die Antwort eintippen müssen - und wenn da was nicht stimmt, gibt’s halt kein o.k.

Die falsch beantworteten Vokabeln kommen in eine Fehlerkiste, die man dann extra noch mal abarbeiten kann - man muss also wie bei der Karteikiste nur die nicht gekonnten Vokabeln öfter üben. Es gibt auch Protokolle, wo Muttern dann nachsehen kann, was das liebe Kind denn wirklich gemacht hat (inklusive Noten). Schummeln ist also schwierig :wink:

Viel Erfolg für den Sohnemann

Gabi

Hallo Angelika,

alt und bewährt ist die Zettelkastenmethode

http://schulpsychologie.lsr-noe.gv.at/downloads/lern…

damit kann man jeden Stoff memorieren.

Gandalf

Hallo Gabi,

vielen Dank schon mal für Deinen Tipp!

Wir haben z.B. einen zuhause (ich kann gerne nachsehen, wie
der heisst, wenn Du Interesse hast),

Das wäre ganz toll! PC macht scheinbar allen viel Spass - mein Sohn ist da keine Ausnahme!!! :wink:))

Gruss Angelika

Das wäre ganz toll! PC macht scheinbar allen viel Spass - mein
Sohn ist da keine Ausnahme!!! :wink:))

Hallo, Angelika,
als zusätzliche Sache ist der der Computer sicher nicht verkehrt, vor allem seiner motivierenden Wirkung wegen. Dennoch bin ich der Meinung, dass er nicht das ausschließliche Lern"werkzeug" sein sollte. Bei vielen Menschen fixiert die handschriftliche Übung den Lernstoff besser. Der motorische Ablauf verstärkt den mnemonischen Effekt.

Gruß
Eckard

Hallo Angelika,

hier ist der Link: http://www.diginvent.de/vokabeltrainer/index.html

es gibt übrigens auch Multiple Choice - und für das Einmaleins in Mathe haben wir es auch verwendet…

ich hab grade meine Nichte noch mal gefragt - macht vieeel mehr Spaß, als nur mit dem Block oder Heft (und netter Nebeneffekt ist, dass sie das Tippen lernen… :wink:)

Viel Spaß

Gabi

Hallo Eckard,

da hast Du sehr recht - aber der Vorteil hierbei ist, dass nicht nur geklickt wird, sondern geschrieben wird. Man muss also auch überlegen und dann die „Motorik in Gang setzen“.

Bei vielen Menschen fixiert die
handschriftliche Übung den Lernstoff besser. Der motorische
Ablauf verstärkt den mnemonischen Effekt.

Bei uns hat das großen Erfolg gebracht - vor allem deshalb, weil die Kontrolle ja direkt geschieht - und nicht von den „ollen“ Großen, sondern die Kids können selber machen und sehen dann auch, dass es „schlechte Noten“ gibt, wenn man sich nicht konzentriert oder hudelt…

Ist halt viel Arbeit für die Eltern, weil das Eintippen schon aufwändig ist. Aber andererseits lernt man dabei auch so das eine oder andere… :wink:

Viele Grüße

Gabi

Hallo Gabi!

hier ist der Link:
http://www.diginvent.de/vokabeltrainer/index.html

es gibt übrigens auch Multiple Choice - und für das Einmaleins
in Mathe haben wir es auch verwendet…

Ich benutze das Programm seit einiger Zeit für verschiedene Sprachen und es ist wirklich gut, Multiple Choice or das Memoryspiel könnten vielleicht besser gelöst sein (ich finde sie langweilig, dabei ist die Idee spitze), aber ansonsten gibt es nichts zu kritisieren (zumindest nichts was für eine Sprache wie Latein von Bedeutung wäre…).

MfG
Car

Vielen Dank an alle…
für die guten Ratschläge und die Zeit (auch in Namen meines Sohnes)!

Ihr habt ihm (und mir damit auch) sehr weitergeholfen und er ist bereits dran sie in die Tat umzusetzen!

Gruss
Angelika