Wie lernt man sein Leben zu akzeptieren

Hallo,

aus vielen Gründen bin ich mit meinem Leben auf „Kriegsfuß“.

Ich versuche seit einem halben Jahr mich neu im Leben zu orientieren, mein altes Leben existiert nicht mehr.

Ich habe mich - sehr freundschaftlich - von meinem Mann getrennt, wir haben halt beide festgestellt, dass die Liebe irgendwann auf der Strecke liegen geblieben ist. Kinder haben wir keine. Wir wohnen noch zusammen, aber als Freunde. Und ja, das funktioniert wirklich.

Diese Veränderung hat in mir Anfangs eine enorme Euphorie ausgelöst. Ich suchte neue Wege, hab vieles versucht zu initiieren. Alte Kontakt wieder zu beleben, neue Kontakte aufzubauen. Aber das wirkliche nicht „krampfhaft“.

Und stelle jetzt fest, das nichts passiert. Witzigerweise denke ich, dass die meisten Menschen um mich herum sagen würden, dass sie mich gern haben. Aber wirklich passe ich wohl in keine Lebenssituation von anderen hinein. Alle meine Kommunikationskanäle bleiben tot. Private E-Mails oder gar Telefonate oder SMS gibt es nicht. Wenn ich die Initiative ergreife, stirbt eine solche Kommunikation leider auch recht schnell. Keine Zeit, Kopf voll anderer Sachen, Stress, bin gerade schwer beschäftigt: Alles Dinge die ich immer wieder höre.

Ja, ich bin mir bewusst, dass es an mir liegen kann. Vielleicht gehe ich den Menschen auf die Nerven. Keine Ahnung. Selbst das sagt mir ja keiner.

Ich merke dass ich „lebensmüde“ werde. Nein, ich werde mir nicht das Leben nehmen. Aber wohl bald wieder eingeschlossen in mir selbst vor mich hin vegetieren. Und das macht mir Angst.

Wie kann ich begreifen, mein Leben so zu akzeptieren wie es ist, ohne die Lust am Leben zu verlieren?

Danke fürs lesen
ohneziel

Hallo,

  • ein halbes Jahr „neues Leben“ ist nicht wirklich viel (geduldig sein. Auch du musst dich auf die geänderte Situation einstellen)
  • löse dich von der Erwartung, dass andere auf dein „neues Leben“ gewartet haben. Geh ruhig davon aus, dass sie ihr „ausgefülltes“ Leben haben. Du musst ihr Interesse wecken.
  • suche eine gemeinsame Basis (welche Interessen hast du?) mit anderen und engagiere dich/bringe dich ein, in entsprechende Organisation (z.B. Verein, soziales Projekt)

Wie kann ich begreifen, mein Leben so zu akzeptieren wie es
ist, ohne die Lust am Leben zu verlieren?

Das ist m.E. die falsche Frage.

Was und wieviel bist bereit zu investieren? In Neues (Interessensgebiete, Beziehungen)? In/für andere Menschen? Und insbesondere auf welchen Gebieten?

Irgendeine Idee?

Bislang hast du scheinbar nur eine Änderung der Beziehung vorgenommen, die dich/dein Dasein ausgefüllt hat. Neue Wege suchen ist jetzt angesagt.

Franz

hallo franz,

ich weiß was du meinst. Und ja, ich bin ungeduldig. Und ja, ich suche neue Wege. Und ja, ich habe schon viel investiert. Zeit, Energie, Willen. Und leider bis jetzt ziemlich erfolglos. Es ist eine so große Leere in mir, die nicht gefüllt werden kann. Ich wünsche mir so vieles, aber nichts großes. Einfach mal ein spontaner Anruf von jemanden „Hey, komm doch mal auf’n Kaffee vorbei“.

Alles was ich anfange stirbt mir unter den Händen weg. Es ist wohl nicht meine Zeit. Ich bin nur Beobachter des Lebens der anderen. Und ich habe viel zu viel Zeit mit mir Alleine. Das Gedanken-Kino macht mich fertig. Ich dreh mich im Kreis, versuche wegzurennen. Aber alle Türen fallen zu. Ich werde mutlos und kraftlos.

Scheinbar ist es mir nicht gegeben, etwas wirklich zu verändern. Vielleicht irgendwann.
Was ich jetzt brauche ist ein Weg, all das zu akzeptieren. Damit zu leben und trotzdem glücklich zu sein.

gruß
ohneziel

Hi ziellos,

Ich habe mich - sehr freundschaftlich - von meinem Mann
getrennt, wir haben halt beide festgestellt, dass die Liebe
irgendwann auf der Strecke liegen geblieben ist. Kinder haben
wir keine. Wir wohnen noch zusammen, aber als Freunde. Und ja,
das funktioniert wirklich.

Aus meiner Lebenspraxis kann ich Dir nur sagen: Du bist noch nicht wirklich getrennt. Auch er nicht. Und Du nimmst Dir damit die Chance, wirklich neu anzufangen. Zieh’ aus, such Dir ne hübsche Wohnung und richte Dir Dein eigenes Nest ein - am besten in einem Stadtteil oder Ort, wo ihr Euch nicht dauern über den Weg lauft.

Gruß,
Anja

Hallo,

auch ich denke, dass ein halbes Jahr viel zu kurz ist, eine neue Lebenssituation Alltag werden zu lassen und sich darin „einzurichten“.

Und ich denke, es ist falsch, dass du mit dem jetzigen IST einfach glücklich sein möchtest, dass es dir darum geht, das einfach zu akzeptieren. Wieso? Das Leben besteht doch eigentlich aus stetigem Wandel.

Es ist natürlich deprimierend, wenn man nach einer Trennung alte Kontakte auffrischen möchte, die aber keine Zeit haben, weil sich halt ihr Leben nicht geändert hat.
Da hilft nur: Geduld. Auch sie können sich einmal für eine Tasse Kaffee Zeit nehmen, wenn sie denn Interesse haben. Ich würde sie einfach mal einladen. Und wenn jemand einfach nicht aus dem Quark kommt, dann würde ich ihn vorerst von meiner KOntaktliste streichen.
Und: neue Kontakte eingehen. Das dauert natürlich auch seine Zeit und ist nicht von heute auf morgen getan. Vielleicht versuchst du mal, deine Interessen heraus zu finden? Danach kannst du ja einfach mal (auch alleine) etwas unternehmen: Kurse, Ausflüge etc.

Mein Schwager verstarb vor einigen Jahren plötzlich. Meine Schwester wohnte mit ihm in einem Ort, in dem sie kaum Menschen kannte; die Kinder waren ausgezogen und wohnten auch 100e Kilometer entfernt.
Sie hat schnell damit begonnen, aus dem Haus zu gehen: auf Ausstellungen, in Museen, auf Märkte, Sonntags brunchen und sie hat Städtereisen unternommen. Einfach mal so.
Da hat sie natürlich keine dauerhaften Kontakte gefunden (auf den Städtereisen), aber es hat ihr das Gefühl gegeben, dass sie ihre Situation nicht akzeptieren muss, sondern ihr Leben neu gestalten kann, denn sie hat dort immer jemanden gefunden, mit dem sie sich spontan unterhalten konnte. Und sie hat (nach einer ziemlich „angebundenen“ Ehe) gemerkt, dass das alles auch alleine geht und Spaß machen kann. Ihr hat es den Anstoß gegeben, dass sie sich nach und nach wieder neue Freunde/ Bekannte zulegen konnte und sich ihr Leben jetzt ganz nach ihrem Gusto eingerichtet hat.

Ich wünsche dir, dass du das auch bald schaffst. Meiner Meinung nach ist dafür aber nichts schädlicher, als zu meinen, dass man diese Situation einfach akzeptieren muss.

LG
Shannon

Hi!

Vielleicht wäre der erste und wichtigste Schritt zunächst einmal die Einstellung zu ändern, dass andere Leute dafür verantwortlich sind, dass sich dein neues Leben gestaltet.

Ein bisschen klingt dein Posting wie eine Flucht vor dir selbst. Wenn du sagst, dass du Angst davor hast, „eingeschlossen in dir selbst vor dich hinzuvegetieren“, frage ich mich, ob du vielleicht Probleme damit hast, mit dir selbst alleine zu sein und dich auf dich selbst zu besinnen.

Wie wäre es denn, wenn du in deinem neuen Leben erst einmal was für dich (und nur für dich alleine!) tust? Dazu kann gehören, endlich mal wieder Bücher zu lesen oder Musik zu hören, was in der Beziehung vielleicht nicht möglich war. Dazu kann gehören, endlich mal die neue Sprache zu lernen, die man schon Jahre vor sich hergeschoben hat. Oder Besucherkurse an der Uni zu belegen (kommt auf deinen Wohnort an). Oder einfach mal in einem Café schön frühstücken zu gehen. Oder schön essen. Oder Tanzen. Auf ein Konzert. In einen Malkurs…

Ich könnte jetzt ewig so weitermachen. Und natürlich wirst du dort auch ggf. neue Menschen kennenlernen. Vielleicht trefft ihr euch dann bald gemeinsam im Café oder Restaurant. Aber das sollte vielleicht nicht dein primäres Ziel sein.

Gruß
Dine

Hallo.

Leider schreibst du nicht, wie alt du bist.
Geschiedene Frauen haben es schwer, besonders, wenn sie in einem Alter sind, in dem die meisten Menschen gebunden und vollauf mit Karriere oder Kinderaufzucht oder eben beidem zu tun haben.

Diese „freien Jägerinnen“ wirken sich zu leicht störend auf eine bestehende Beziehung aus, auch wenn sie es garnicht beabsichtigen.

Kommt dazu, dass Frauen ihre Beziehungen oft über ihren Mann ableiten und das nach der Trennung natürlich weg bricht.

Darüber hinaus denke ich aber, ähnlich wie Dine, dass du dein Lebensglück viel zu sehr über die Beziehung zu anderen Menschen definierst. Es gibt eine Menge Dinge, die man allein machen kann und die einem das Leben bereichern.

Allein zu sein, frei zu ein, weitgehend Herr über seine Zeit und seine Entschlüsse, alleine und vollkommen unabhängig über sein Tun und Lassen zu entscheiden, hat auch viele Vorteile. Für viele Menschen soviel, dass sie sich, einmal einer Bindung entronnen, nie mehr auf eine neue einlassen.

Ich kann die abgedroschene Weisheit vom „positiven Denken“ zwar eigentlich nicht mehr hören, aber manchmal trifft sie halt auch zu.

Es gibt Menschen, die klammern sich derart an das, was ihnen scheinbar fehlt, dass sie das, was sie haben, garnicht mehr zu schätzen wissen. Das ist falsch!

mfg

Hallo auch,

du musst ausziehen. Sonst ist es kein neues Leben.

Grüße Bellawa.

Hallo ohneziel,

Das klingt, als würdest du auf einen Impuls von Außen warten, der dich in die Gesellschaft von anderen zurückholt.
Das Problem ist, dass, selbst wenn die Menschen dich mögen und schätzen, diese Kontaktaufnahme eher selten so abläuft. In meinem Bekanntenkreis ist es sehr ähnlich. Ich kenne sehr viele Menschen, die ich gern habe und mit denen ich auch gerne etwas unternehme, aber die Initiative muss immer von einer Seite ausgehen.
Meistens verläuft sich so etwas im Alltag, weil man ja die ganze Zeit kleinere Dinge zu tun hat…
Eine sehr gute Lösung in dieser Hinsicht, bei der sich keiner so fühlen muss, als würde er jemandem hinterher laufen, sind regelmäßige Veranstaltungen, an denen man teilnimmt und über die sich weitere Kontakte knüpfen lassen. Das können Kurse, Themenstammtische, Treffen, Chöre, Spielerunden, Lesezirkel, ehrenamtliche Arbeit etc sein.
Wenn du dich für ein bestimmtes Thema interessierst, schau dich in deiner Gegend um, was sich da machen lässt.

Deine Postings klingen so, als würdest du dich sehr ungeliebt und (wie dein Nickname ja schon sagt) ziellos fühlen - du hast kein Netz, dass dich nach deiner Veränderung auffängt. So geht es vielen. Dein Leben kommt nicht von außen einfach über dich geschwappt, sondern muss wieder aufgebaut werden. Deswegen kann ich mich anderen nur anschließen und sagen: Geh raus, such dir neue Kreise!
Ich schätze, dass das am Anfang nicht einfach ist, vor allem, wenn eure Ehe sehr lange gedauert hat. Aber nichts zu unternehmen und sich in einem Schneckenhaus zu verkriechen oder darauf zu warten, dass andere Menschen auf einen zu gehen, schiebt das Problem einfach hinaus und ändert nichts.

Es muss ja nicht alles von heute auf morgen sein, aber mache auf jeden Fall einen Schritt, indem du dich nach neuen Kontakten umsiehst…Wenn dir die Leute dort nicht gefallen, dann musst du ja nicht weiter hingehen. Aber ein Versuch ist es immer wert.
Viel Glück!

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Hallo,

aus vielen Gründen
bin ich mit meinem Leben auf „Kriegsfuß“.

Hier erwähnst du ja eigentlich nur einen Grund: Kontaktmangel.

Vielleicht wäre es ja sinnvoller, erstmal die anderen Gründe anzugehen. Glückliche Menschen finden einfach eher Kontakte als solche, die ständig um ihre Probleme kreiseln.

Auch als Freunde/Bekannte sind sie mir z. B. selbst ganz spontan auf einen Kaffee oder ein Glas Wein fast jederzeit willkommen, während ich bei Dauer-Problemkandidaten vor und nach deren Besuchen immer ein Weilchen ruhige Zeit brauche, um mich selbst wieder zu „erden“.

Finde erstmal deine Mitte, dann werden schon alle Bereiche des Lebens ein wenig einfacher.

Alles Gute und Gottes Segen!
LG
sine

Du klingst wirklich sehr ziellos, nur wie schon geschrieben wurde, Ziele kommen nicht angeflogen, sondern müssen anvisiert und drauf zumaschiert werden. Ob da alte Kontakte in deiner aktuellen Situation sinnvoll sind, wage ich zu bezweifeln.
Hast Du einen Job?
Wenn nicht dann fang doch damit an und such dir einen. Beschäftige dich mit Dingen die dir Erfolgserlebnisse vermitteln. Es gibt so viele Aufgaben auf ehrenamtlicher Basis und so nebenbei kannst du dort völlig neue Kontakte knüpfen.

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Kontakte lassen sich nicht gut aktivieren, wenn es keine Gelegenheit, keine Situation o.ä. gibt. Mein Rat wäre (1) unbedingt von allen Erwartungen sich selbst gegenüber und Anderen gegenüber freimachen (2) An Gruppen, Veranstaltungen, Hobbies teilnehmen, alles mitmachen, was sich bietet ohne weitere Erwartungen. So ergegeben sich Kontakte von alleine.

Es wird auch nicht klar, warum Du dich von Deinem Partner eigentlich „getrennt“ hast. Es hat offensichtlich keinen bleischweren Grund. Also: macht etwas zusammen! Als Jugendliche haben wir schon gesagt: „Festhalten und weitersuchen!“ wenn wir mit unserem Partner nicht so zufrieden waren. Jeder wußte doch schon früh, daß man eigenartigerweise mit Partner interessanter zu sein scheint als ohne. Dein Partner ist also möglicherweise doch Dein Fahrschein zum Glück!

Kopf hoch auf jeden Fall!

Grüße,
Chrizz

Hallo zusammen,

vielen Dank für Eure lieben Antworten. Es ist wirklich einiges dabei, was mir ein paar neue Wege aufzeigt.
Um ein paar Eurer Fragen zu beantworten:

Ich habe einen Job in dem ich mich sehr wohl fühle und der mich in der Woche auch voll ausfüllt.

Ich versteh mich mit meinem Mann wirklich gut, wir gehen auch teilweise zusammen weg.

Ich gehe auch alleine weg, aber das deprimiert mich oft sehr.

Ausziehen kann ich aus verschiedenen Gründen noch nicht, aber auch das wird irgendwann mal passieren.

Vereine oder so sind leider gar nichts für mich. Ich suche auch nicht die „große“ Beschäftigung. Es sind die kleinen Dinge die mir fehlen.

Wie Ihr alle geschrieben habt, weiss ich, dass es jetzt wichtig ist mich selbst zu finden. Ich suche halt den Weg aus den Gedankenkarussels, die sich gerne am Wochenende einfinden. Ich hoffe, ich lerne bald damit zurecht zu kommen. Aber wenn ich es schaffe „nichts“ zu erwarten, fällt es mir wohl leichter.

Nochmal Danke für Eure Ratschläge!
ohneziel

Hallo,

dass du dich im Job wohlfühlst und mit/zu deinem Mann ein so gutes Verhältnis pflegst freut mich wirklich für dich und mir stellt sich die Frage, was dir letztendlich überhaupt fehlt.

Ihr habt euch „getrennt“ weil die Liebe im Alltag unterging (definiert Liebe! - nach x Jahren ist es relativ normal, dass man sich nicht wie frischverliebte Teenager in jeder verfügbaren Minute knutschend umarmt) - ich könnte mir vorstellen, dass sich die Liebe im Alltag, sobald die erforderliche Entspannung (für euch beide) eintritt, vielleicht über kurz oder lang wiederkehrt.

Das würde ich euch beiden von ganzem Herzen wünschen!

LG
sine

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Liebe Eine,

und mir
stellt sich die Frage, was dir letztendlich überhaupt fehlt.

Leben :wink: und das auch noch in bunt.

Ihr habt euch „getrennt“ weil die Liebe im Alltag unterging

Nein, die Liebe ist im Alltag nicht untergegangen. Es ist viel passiert, es haben sich Lebenspläne und Entwürfe verändert. Und so sie ist über Jahre gestorben. Ich habe lang versucht dagegen zu kämpfen. Aber ohne Erfolg.
Es ist so, wie es jetzt ist. Und es ist gut. Das ist ja das einzig positive, was sich entwickelt hat.

danke für Deine Zeilen
ohneziel

Moin,

Ich versuche seit einem halben Jahr mich neu im Leben zu
orientieren, mein altes Leben existiert nicht mehr.

das scheint Deine subjektive Wahrnehmung zu sein. Aus Deinem Text erkenne ich einen solchen Schnitt nicht: Das einzige, was sich geändert haben könnte, ist der Umstand, dass Du mit Deinem Partner (oder eben Ex-Partner) keinen Sex mehr hast und ihr jetzt statt Paar gute Freunde seid - ansonsten scheint alles beim alten.

Wenn mir in meinem Umfeld jemand eine solche Geschichte als „alles über Bord geworfen“ oder „noch mal ganz von vorne anfangen“ erzählen würde, ginge/bliebe ich auch auf Distanz . . .

M. E. gehört zu einem glaubwürdigen Neuanfang mehr!

Hallo,

Vereine oder so sind leider gar nichts für mich. Ich suche auch nicht die „große“ Beschäftigung. Es sind die kleinen Dinge die mir fehlen.:

Es muss ja gar nicht sein, dass du auf einmal Schützenkönigin wirst und dir ein Hobby, für das man täglich 7,5 Std aufbringen muss.

Ich war am Wochenende auf einem Bücherflohmarkt. Der war gar nicht groß, trotzdem war ich 3 Stunden dort: man hat sich einfach mal hier und da mit anderen unterhalten. Dabei kam eine Verabredung für die Bücherei zustande.

Falsch finde ich, wenn man von vornherein denkt: ach, das ist nichts für mich…

Und: wenn ich merke, dass meine Freundinnen/Bekannten sich zurück ziehen oder ich den Eindruck habe, sie hätten so überhaupt keine Zeit für mich, dann spreche ich sie darauf an. Teilweise können so schnell Missverständnisse aus dem Weg geräumt werden.
Vielleicht hast du ja eine Freundin, deren Freundschaft dir auch wichtig ist. Dann erklär ihr doch einfach mal deine Situation.

LG
Shannon

Hallo Fremde, (ich möchte Dich ungern mit Deinem Pseudonym anreden)

ich bin in eben der selben Situation wie Du, wir leben noch in einer Zeit in der die Menschen sehr stark durch mischt sind. Auch ich hatte große Selbstzweifel, bis ich verstanden und akzeptiert habe, daß man sich nicht mit jedem Menschen verstehen kann (auf Dauer), dafür sind wir zu verschieden. Viele müssen noch durch saure Zeiten bis das Schicksal uns zu den Menschen führt in dered Kreis/Stand wir gehören. Solang freue Dich darüber und sei dankbar, daß Du noch Deinen Ex-Mann an Deiner Seite hast.

Ich bin seit mittlerweile 15 Jahren völlig allein, abgesehen von gelegentlischen Kontakten zu meiner Familie bis Anfang 2007.

Versuche Deine Hoffnung und die Erfüllung Deiner Träume und Sehnsüchte, in die Zukunft zu projezieren. Nochmals will ich von meiner Person sprechen um Dir Mut zu machen, bis sich meime seit der Kindheit gehegten Wünsche und Sehnsüchte Erfüllung finden stelle ich mich darauf ein 70 zu werden (vorsichtshalber), mit vielen Ängsten und Selbstzweifeln gespiekt.

Trust in God!!!

Sieglionde

Akzeptanz
(von lat. „accipere“ für gutheißen, annehmen, billigen) ist eine Substantivierung des Verbes akzeptieren, welches verstanden wird als annehmen, anerkennen, einwilligen, hinnehmen, billigen, mit jemandem oder etwas einverstanden sein.

Von meiner Warte aus klingt das nicht sehr positiv. Du solltest dir mehr für dein Leben wünschen, als es nur zu akzeptieren.
Erinnere dich an deine Träume, die du vor deiner Ehe hattest oder and Dinge bei denen du dir gewünscht hast, sie getan zu haben…

Auch ich war schon mehrmals in so einer Situation, nach dem Ende verschiedener Beziehungen. Ich hatte große Schwierigkeiten auf andere zuzugehen und hab immer auf Impulse von Außen gewartet.
Bis ich vor ein paar Jahren mit ca. 30 festgestellt habe, dass das keine Zukunft für mich hat und ich eine Menge Träume habe, von denen sich wenigstens ein Paar erfüllen sollen.

Ich persönlich habe mich deswegen (und wegen einiger anderer Probleme) einer Verhaltenstherapie unterzogen (was nicht heißen soll, du brauchst das auch unbedingt), habe eine Menge an psychologieschen Artikeln und Büchern gelesen, hab riesen Freude an Yoga gefunden, liebe die Natur, bin ein Bücherwurm etc., bis ich nach einigen Jahren, jetzt ein für mich angenehmes Leben führen kann. Ich bin noch von vielen Dingen weit entfernt, aber ich ging zurück zu Schule, stehe kurz vor dem Abi, hoffe danach studieren zu können und später (wenn mein Sohn erwachsen ist) einige Jahre im Ausland Erfahrungen sammeln zu können, und vor allem viele Länder zu bereisen. Die Wahl meiner Freunde und Freundinnen hat sich sehr verändert, ich bin offen und gehe auf andere zu und lebe weniger ängstlich in Bezug auf das, was andere von mir denken, denn das ist nicht wichtig…nur was man selbst von sich hält ist wichtig!

Und vergiss nicht, so wie du dich fühlst spiegelst du dich nach außen. Du überträgst sozusagen deine Gefühle, Zwänge und Ängste auf deinen Gegenüber. Daher wirken glücklich vergebene auch so viel attraktiver auf das andere Geschlecht, weil sie vom Glück fasziniert sind. Bist du jedoch ängstlich oder verzweifelt, halten anderer lieber Abstand, nicht weil sie dich nicht mögen, sonder weil sie der Schwere dieser Thematik lieber aus dem Weg gehen.

Ich bin mir nicht sicher, ob ich hier einen Link posten darf, aber ich empfehle dir, mal hier rein zu schauen. Ich lese immer wieder gerne darin, weil es mich daran erinnert, was mir wichtig ist: mein Glück!

Ich wünsche dir alles Gute!