Mal so grundsätzlich (m.E.)…*off topic*
Hallo alle zusammen,
ein wenig amüsiert mich die ganze Diskussion ja schon.
Also ich denke wir sollten hier mal unterscheiden zwischen „Schulden“ und Investitionsgütern.
Schulden in diesem Sinne sind, wenn ich mir 10.000 Euro von der Bank o.ä. leihe und damit ne riesen Sause auf Mallorca mache.
Einstand zur Selbständigkeit.
Nun, bewusst ins lächerlich gezogen erkennt hier jeder Laie, daß dieses Schwachsinn ist und über kurz oder lang zum Ende der Selbständigkeit führt.
Andere angesprochene Sachen sind hier aber Investitionsgüter.
Hier steht erst einmal IMMER ein entsprechender Gegenwert der Sache, d.h. wenn ich eine verünftige Druckerei eröffnen möchte brauche ich leider zwingend auch eine vernünftige Druckmaschine.
Diese können auch schon einmal leicht um die 700.000,00Euro kosten.
Selbstverständlich ist das ein ganzer Haufen Geld, wenn ich ihn denn bar in der Tasche hätte, aber a) muss ich investieren um überhaupt erst einmal drucken zu können, b) steht dann auch ein entsprechender Gegenwert da (eine Druckmaschine kann ich nicht verprassen), c) wer 700.000 Euro in bar auf der Tasche hat ist entweder von Beruf Sohn, hat im Lotto gewonnen oder ist über 60 Jahre um die Summe angespart haben zu können.
Selbstverständlich ist die ganze Sache auch noch buchhalterisch und gewinnermittlungstechnisch interessant.
Wenn ich keinerlei Investitionen tätige steigt zwangsläufig mein Unternehmensgewinn und damit auch die zu zahlende Steuer.
Weiterhin kann ich die Maschine nantürlivh nicht sofort nach Kauf für den gleichen Preis wiederverkaufen, Wertverlust, aber ein wneig Gegenwert steht da schon.
Also, Unternehmen ohne „Schulden“ gibt es nicht. Ausgenommen natürlich lang eingesessene Kleinbetriebe mit eigener Immobilie in der dritten Generation.
Um Geld verdienen zu können muss ich auch investieren, denn von nichts kommt nichts. Weiterhin schon mal von dem Begriff „Unternehmerrisiko“ gehört?
Selbstverständlich, um es allgemein zu halten, sollten ALLE anstehenden Investitionen genauestens durchkalkuliert und überlegt werden. Ein gewisses Restrisiko bleibt aber immer.
Es muss ja nicht gleich zu Anfang die neue E-Klasse sein.
Nach einigen Jahren kann der Unternehmer dann auch genauer abschätzen welche Investitionen das Unternehmen verkraften kann (sollte er, ist aber auch nich immer die Regel, siehe Kirch oder Auto Becker).
Weiterhin bedeutet der Begriff Unternehmer ja auch unternehmen, also MACHEN und nicht schwätzen.
Und MACHEN kostet erst einmal, ob Geld, Energie oder Schweiss- es kostet.
Um auf der absolut sicheren Seite zu bleiben kann ich auch gleich ins Beamtenleben wechseln. Da ist kein Restrisiko.
-Alles nur ein paar Gedankengänge.
Gruß
der Alex