Wie macht man einen ordentlichen Außenwand-Erdreich Abschluss?

Ich habe ein kleines Beet im Winkel zwischen Außenwand vom Haus und Garagenwand. Da hat man einfach einen Streifen Styropor 15mm zwischen Wand und Erde gelegt, der nun zerbröselt. Ich hätte gerne einen ordentlichen Abschluss zu beiden Wänden und in der Ecke. Als Zugabe wäre im Beet eine Ableitung des Regenwassers weg vom der unterirdischen Kellerwand /Fundament ganz schön.

Wie macht man das am besten? Welche Materialien, welche Arbeiten an der Hauswand? Muss die Abschlussleiste unter Putz, d.h. muss ich den Putz abklopfen unter der Leiste, damit sie „tiefer liegt“? Jeder Tipp ist wilkommen!

Hallo!
Wie tief gehen diese Wände denn ins Erdreich runter ? Ist ein Keller drunter ?

Mit Keller sollte man annehmen, es ist fachgerecht abgedichtet (schwarze Wanne) und hat auch unter Fundamenthöhe eine Dränage für das Sickerwasser vor der Wand.

Gibt es keinen Keller ?
Dann kommt unter der Erde ja bald das Fundament. Eine Dränage müsste dann dort liegen und zu einem Sickerschacht führen.
Auch hier sollten die erdberührten Teile mit einem Schwarzanstrich versehen sein.
Styropor hat im Erdreich nichts verloren, es ist nicht langzeitstabil und ist mechanisch zu weich.
Es gibt dafür geeignete Materialien aus hartem, kleinporigem Polystyrol (Styrodur oder andere Handelsnamen).

Man kann aber auch eine Noppenplatte als Schutz und Trennung Erde/Wand einbauen.

Eine Abschlussleiste an der Wand, die Regen der von Wand runterläuft abfängt ? Wozu ? Das gibt’s doch rund ums Haus nirgends. Überall gehen die Wände direkt in die Erde. Man legt z.B. einen Kiesstreifen an, der Spritzwasser verhindern soll, was vom Boden wieder an Wand spritzt.

So etwas macht man bei Bauteilen, wo der Regen hinterlaufen könnte, also am Übergang Flachdach zu aufgehenden Wänden.
Da verwendet man sog. Kappleisten, die die Dichtung (Folie, Blei, Zink) an der Wand befestigt und zum Mauerwerk/Putz hin andrückt. Oben auf der Leiste kommt dann eine Versiegelung aus dauerelastischem Material dran.
So kann nichts hinter dieser Abdichtung die Wand runterlaufen.

MfG
duck313

Vielen Dank für die Hilfe!

Ja, einen Keller gibt es. Bis zur Dränage bin ich nicht in die Tiefe gegangen. Nur so 20-30 cm. Es gibt hinter dem Styropor nur den Sockelputz, einen Schwarzanstrich sehe ich keinen.

Wie trennt man die Kießschicht vom Erdreich? Und wie tief sollte die Kießschicht sein?

Eigentlich trennt man sie gar nicht. Wenn da im Laufe der Zeit etwas Boden eingeschwemmt wird macht das ja nichts.
Aber man kann in den ausgehobenen Graben ( 15 bis 20 cm tief) zuerst ein sogenanntes Geotextil (Verlegevlies) einlegen. Das ist wasserdurchlässig, sperrt aber Bodenteilchen und Wurzeln aus.
Die Breite des Kiesstreifens richtet sich nach Dachüberstand und Wetterseite, i.d.R. 30 bis 50 cm Breite.

Das Kellermauerwerk hat keinen Schwarzanstrich oder etwas vergleichbares ? Selbst gegen die normale Bodenfeuchte muss man Kellermauerwerk schützen. Es wird sonst innen feucht und kommt zu Bauwerksschäden.
Warst Du tief genug runter ? Eigentlich muss das direkt ab Erdbodenkante beginnen.
Sonst gibt es nur die „weiße Wanne“ ,komplett aus einem Spezialbeton, der ist aus seiner Dicke und Zusammensetzung wasserdicht. Da sind keine zusätzlichen Abdichtungen aus Bitumenmassen,-bahnen o.ä. erforderlich .Es kommt keine Feuchte(Wasser erst recht nicht) hindurch.
Das wäre teuer und wird nur gemacht wenn es von der Lage und Grundwasserstand absolut nötig ist.

MfG
duck313