Wie mit ARbeitskollegin umgehen?

Hallo!

Ich habe eine Arbeitskollegin, die mit mir gewaltige Probleme hat!

Reden wir über privateres Zeug, verstehen wir uns gut- lachen zusammen, haben ähnliche Einstellungen und alles ist entspannt- sobald es aber um die Arbeit geht scheint sie jeden Blick für „das Normale“ zu verlieren!

Es führt nun zu weit alles zu erzählen- aber mir ist einfach unklar, wie ich mit diesem Menschen umgehen soll!

Über Fehler, die ich mache, regt sie sich in einer Art auf, die wirklich überdimensioniert ist-- übrigens machen wir alle Fehler-- nur meine scheinen besonders „dumm“ zu sein!

Als ERklärung zu ihr mal:
Sie ist Einzelkind, daß bis vor wenigen Monaten noch mit 36 bei den Eltern gelebt hat- hat nun genau das gleiche Gegenstück als Freund gefunden (lebt mittlerweile bei ihm- mit seinen Eltern unterm Dach).

Sie erscheint uns allen als immens kontrolliert- kommt eigentlich nur locker durch den Tag, wenn nichts ausser der Reihe ist…und ist schnell überfordert!

Ausserdem wirkt es immer so, daß sobald jemand ganz anders ist als sie- diesen Menschen gleich komplett ablehnt…was dann bei mir gut greift- alleine schon, weil ich rauche- aber auch, weil ich viele Sachen lockerer nehme, nicht so ernst-- mich zB auch bei der Arbeit abgrenzen kann, wenn mir was zuviel wird.

Der Punkt ist, daß ich mich trotz so einiger zT sehr harten persönlichen Angriffen von ihr nie wirklich getroffen fühle-- mir kommts irgendwie immer so vor, als ob sie MICH selber gar nicht meint!

Das Problem ist nur, daß man sich natürlich dennoch ärgert, wenn man bei nem Fehler als blöd hingestellt wird-- obwohl ihr da genausoviel passiert!!

Mit ihr reden bringt überhaupt nichts- denn das da wohl was viel tiefer läuft würde sie nie verstehen- sowas wäre ja auch kein Thema auf der ARbeit.

Nur-- wie geht man mit so einem Menschen um??

Ich muss zugeben, daß ich ihr aus dem WEg gehe…möglichst nicht mit ihr zusammenarbeite…auch, weil ich natürlich dann doch auf Dauer was unsicher werde „mach bloss keinen Fehler“- was dann erst recht passieren kann!!

Aus dem Weg gehen ist sehr relativ bei uns-- wir sind nur zu dritt und arbeiten eigentlich in 1 Raum…und wenn auch mal wenig zu tun ist, wird zwangsläufig auch viel erzählt (Frauen eben :wink: )…nur macht das alles noch schwerer…

Hat da mal jemand ne Idee???

Danke schon mal
Kitty

Hallo,

das Verhalten so wie du es schilderst kommt mir in Bezug hierzu

Als ERklärung zu ihr mal:
Sie ist Einzelkind, daß bis vor wenigen Monaten noch mit 36
bei den Eltern gelebt hat- hat nun genau das gleiche
Gegenstück als Freund gefunden (lebt mittlerweile bei ihm- mit
seinen Eltern unterm Dach).

Bedeutsam (verwandt…mir fiel grad kein passenderes Wort ein) zu sein.

Es ist oft so, dass Kinder Verhaltensweisen Ihrer Eltern annehmen, ob sie wollen oder nicht. Extrembsp: Menschen die in ihrer Kindheit geschlagen wurden, neigen dazu irgendwann auch mal die eigenen Kinder zu schlagen, weil die Argumente ausgehen oder die Nerven durchgehen oder kein anderes Erziehungsmittel mehr gesehen wird, selbst wenn sie sich ganz fest vorhgenommen haben es niemals zu tun.

Manche Muttersöhnchen/töchterchen kommen nicht aus dem Haus, weil ihre Eltern/Mütter es nicht wollen, um das kind weiter unter Kontrolle zu halten und nicht(wie oft vermutete wird) weil sie sich selbst ein einfaches Leben machen wollen (Mutti macht ja)

Sie erscheint uns allen als immens kontrolliert- kommt
eigentlich nur locker durch den Tag, wenn nichts ausser der
Reihe ist…und ist schnell überfordert!

Könnte ihre Mutter evtl auch so eine Kontrollsüchtige Glucke sein, wo alles seinen gewohnten Gang laufen muss und wehe irgendwas oder irgendwer läuft aus dem Ruder. Hat sich die Kollegin jemals die Hörner abstoßen können oder auch nur erwägt das gewohnte Familiensystem (Papa,Mama,Kind) durch einen Auszug in eine eigene Wohnung zu durchbrechen?

Ausserdem wirkt es immer so, daß sobald jemand ganz anders ist
als sie- diesen Menschen gleich komplett ablehnt…

Auch für sowas kann die Familie als Vorbild gedient haben, was dazu führte,dass sie trotz fortgeschrittenen Alters bisher noch keinen passenden Mann/Ausziehgrund gefunden hatte, es ist einfach niemand gut genug gewesen und das hätte niemand sein können, denn irgendwas störte Mutti immer.

Der Punkt ist, daß ich mich trotz so einiger zT sehr harten
persönlichen Angriffen von ihr nie wirklich getroffen fühle–
mir kommts irgendwie immer so vor, als ob sie MICH selber gar
nicht meint!

Bloss niemand persönlich verletzen, auch eine Lektion die sie von Mutti haben kann, denn wenn Mutti sie mal irgendwie verletzt hätte (oder sie sich hätte mit Mutti pubertär reiben können) wär sie ja bestimmt irgendwann ausgezogen.

Das Problem ist nur, daß man sich natürlich dennoch ärgert,
wenn man bei nem Fehler als blöd hingestellt wird-- obwohl ihr
da genausoviel passiert!!

MAch dich mal über Transaktionsanalyse schlau, das Eltern-ich vs das Kind-ich, auf der Arbeit übernimmt sie evtl unbewusst die Muttirolle, die alles unter Kontrolle haben muss und das unwissende/Tollpatschige Kind anleiten muss.

Nur-- wie geht man mit so einem Menschen um??

Am besten gar nicht:wink:
Vielleicht kann dir auch da die Transaktionsanalyse helfen, die Rollen/Gesprächsebenen neu zu verteilen, in dem du bei Gesprächen adäquater (auf eltern/Erwachsenenebene) reagieren kannst, sofern meine Vermutungen auch nur annähernd passen (hab ich ja nur mal so ins Blaue fabuliert, da es aus der Ferne und über dritte natürlich schwierig ist, das verhalten zu beurteilen)
Gruß Susanne

Hi Kitty,

eine Paradelösung habe ich nicht, aber ein sehr ähnliches Problem. Meine Kollegin, auch zuhause das Prinzesschen gewesen inkl. aller Allüren die man sich so zulegen kann in einem Leben, nie „wirklich“ ausgezogen, sehr unflexibel, eine exakt arbeitende „im nachhinein alles besserwissen“, überhaupt nicht fähig zu Aussprachen oder konstruktivem Streit oder echtem Teamwork, dafür kritisiert sie sehr gerne andere (obwohl sie selbst überhaupt nicht kreativ ist und nur in überholten Mustern arbeitet), bauscht meine Fehler laut und überzogen auf (Lieblingsfrage: Hat es einen besonderen Grund dass…?) und wenn du ihr zuhörst ist die gesamte Welt besetzt von Vollidioten, nur sie hat den Durchblick.

Ich habe versucht mit meiner Kollegin zu sprechen, was nie viel half und nie lange anhielt weil die Dame von sich total überzeugt ist. Streiten kann sie nicht denn sie kann überhaupt nicht argumentieren und kippt dann in die *stampfauf* *beleidigteFlunschzieh* „ich habs nicht nötig soooo mit mir reden zu lassen“ *abrausch*. Verhalten. Solcherart abgebrochene Gespräche nimmt sie nie wieder auf und ignoriert Alles einfach weg. Wenn ich sie auf Fehler anspreche (was ich sehr sensibel mache, eher als Bitte um Info formuliert) tut sie so als ob ich sie nerven würde mit überzogenen Detailfragen oder nimmts plakativ-obergelassen, als hätte sie das Arbeiten mit solch lächerlichen Details nicht nötig, bzw. als würde ich sie mit der Frage schon zum 2000Mal nerven. Sobald ich etwas einfach angehe reagiert sie hochnervös, ist sofort beleidigt und zickig (total Unsicherheit meiner Meinung nach) und benimmt sich wie eine beleidigte 10jährige der man das Lieblingspüppchen wegnehmen will.

Ich denke es liegt an dem wie du es am Besten für dich aushalten kannst. Wenn dich ihre Art eh nicht so sehr stört, dann bleibe weiterhin wie du bist mit deinem trocken Humor, aber pass auf dass dir kein Strick aus lächerlichen Fehlerchen gedreht werden kann (was meine Kollegin gerne tut). Oder nimm sie einfach hoch und verdrehe mal ihre Fragen - wenn du dafür auch den Nerv und den Humor hast. Darauf kann meine Kollegin überhaupt nicht und ich habe das als meine nächste Maßnahme ins Auge gefasst - ihr die dummen Sprüche einfach mal zurückzugeben. Mal schaun ob sie was merkt.

Offen über diese Probleme sprechen schaffe ich bei meiner Kollegin leider nicht denn, sie ist perfekt. Diese Welt ist nur bevölkert mit Idioten und sie sollten sich lieber mal ändern.

Gruß
Helena

Da finde ich meine Kollegin schon ziemlich wieder :wink:

Allerdings wurde sie daheim wohl nie als „die Prinzessin“ geführt!
Ihre Mutter war ein Leben lang Vollzeit arbeiten, genauso der Vater- sie wuchs wohl überwiegend bei der Oma auf!

Sie ist total rational- was manchmal wirklich toll ist-- für sonen emotionalen Menschen wie mich, denn sie kann Sachen auch gut reduzieren!

Mit Problemen, die keine Lösung haben, hat sie immense Probleme!
Wie sie mal sagte „daheim gabs ein Problem, dann hat man das geklärt- und damit wars gut“-- was als Grundlebensmuster natürlich nicht immer umzusetzen ist-- sie aber das nicht umsetzen kann oder verstehen will!

Mein Problem die TAge war, daß ich eine Arbeit falsch gemacht habe und sie die dann wiederholen musste, weil ich nur halbtags da bin!

Sicher grundsätzlich blöd-- versteh ich auch- aber 1. macht auch sie Fehler, 2. war am Nachmittag kaum was zu tun, also die Arbeit locker zu erledigen, 3. macht sie -meiner Meinung nach- die Arbeit ja nicht für mich sondern für den Chef!-- nur sieht sie darin wieder nen persönlichen Angriff!!

Ich selber kann mit meinen Fehlern, wie die der anderen locker umgehen!
Weder ich- noch ein anderer- macht die aus Fleiss und ich nehme meine Arbeit auch sehr ernst- aber wer nichts macht, macht nichts verkehrt :wink:

Insofern fände ich ein Aufrechnen oder Vorhalten von ihren Fehlern dann grundsätzlich blöd- ausserdem dürfte es das Klima nicht gerade verbessern :wink:

Das Problem was ich sehe ist, daß neben dem immer wieder schwierigen Arbeitsklima, sie eine feste STelle hat- ich nur nen Zeitvertrag.
Sie hat zwar primär mal keinen Einfluss darauf, ob meiner verlängert wird- aber klar ist auch, sie könnte mich schon beim Vorgesetzten als „unfähiger“ hinstellen…bzw dürfte dem- egal, wie sehr dem prinzipiell unser KLima ist- auch irgendwann auffallen, daß da alles was schräg läuft…und DANN könnte es shcon für mich ernst werden!

Für mich natürlich abstrus das Ganze- denn ich arbeite dort so sehr gerne, habe ideale Arbeitszeiten (besser finde ich das nirgendwo) und wir könnten es dort supergut haben…-- nur muss ich mich immer wieder mit ihr konfrontieren, da sie mti mir nicht klar kommt!!

Reden haben wir mal- aber da kommt sie eher mit etwas hergeholten Beispielen…- und ich bin mir seitdem nur noch mehr sicher, daß es weniger ich bin, die sie meint, als ein Muster, welches sie in mir findet und sich dagegen auflehnt!
Was übrigens auch nicht einfach ist, ist der Umgang mit ihr zu der anderen Halbtagskraft, der sie ihre Fehler nie vorhält oder nacharbeitet ohne Diskussion ( wobei diese auch durchaus laut werden könnte-- etwas, wo ich dann immer denke " kann nicht gut sein"wobei ich wirklich nicht die stille, brave bin :wink:)

Nun- ganz ehrlich- ich denk einfach, die ist ein wenig „gestört“-- nur bleibt damit die Frage, wie ich damit umgehen soll!??
Wir arbeiten übrigens zu 6st auf diesem Flur-- und das ist nicht nur meine Meinung sondern jeder hat sich mit ihr schon behangen.
Nur bin ich die Hauptzielperson bei dem Ganzen!!

Wie kann man alles verbessern?
Ich möchte „Ruhe im Bau“- bin auch überhaupt nicht nachtragend…aber die Konfrontationen kommen immer wieder-- mit dem, was sie dann die Tage vorher privat erzählt hat-- und der Aussage vom Chef, daß sie nun vielleicht die Woche mal länger arbeiten muss- dem Ärger darüber ( den sie natürlich NIEMALS vor dem Chef äussern würde [zu Obrigkeitshörig])-- kam ich dann mti meinem „bisschen“ gerade recht :frowning:(

Sowas kann immer wieder passieren-- da liegt das Problem!

Also- vielleicht hat ja doch jemand ne Idee…

Lieben Gruss
Kitty

Hallo Kitty,

du hast nicht viel darüber geschrieben, wie du reagierst, wenn sie dich verbal angreift. Deinen Worten entnehme ich aber, dass du ihr lieber ausweichst. Dadurch bietest du ihr eine Angriffsfläche, die sie wohl auch gern in Anspruch nimmt.

Da sie mit der anderen „Halbtagskraft“ anders umgeht, beobachte doch mal, wie diese reagiert, wenn sie auf Fehler angesprochen wird.

Frage sie ganz konkret - bei der nächsten Gelegenheit -, ob sie ein Problem mit dir hat. Provoziere sie doch ein bischen, vielleicht platzt sie ja dann damit raus. Vielleicht reagierst du ja zu sanft und sie glaubt deshalb, ihren Frust an dir auslassen zu können. Zeig ihr deine „Hörner“, spreche sie forsch an und schaue ihr genau in die Augen. Das zeigt ihr, dass du dir das nicht mehr gefallen lassen wirst. Private Plaudereien würde ich fürs erste ganz streichen, damit sie sieht, dass es dir „ernst“ ist.

Sicher sind Fehler immer möglich, aber versuche mal, durch mehr Konzentration auf die Arbeit, weniger Fehler zu fabrizieren. Vielleicht lenkt sie dich ja durch privates Geplapper bewusst ab, weil sie weiß, dass dann eher Fehler passieren? - Ist aber nur ne Vermutung von mir.

Viel Mut und Kraft wünscht dir
Ina

Hallo Kitty,

Sie ist total rational- was manchmal wirklich toll ist-- für
sonen emotionalen Menschen wie mich, denn sie kann Sachen auch
gut reduzieren!

Spricht für deine Kollegin.

Mein Problem die Tage war, daß ich eine Arbeit falsch gemacht
habe und sie die dann wiederholen musste, weil ich nur
halbtags da bin!

Da wäre ich auch sauer.

Sicher grundsätzlich blöd-- versteh ich auch- aber 1. macht
auch sie Fehler,

und du bügelst sie aus ?

  1. war am Nachmittag kaum was zu tun, also
    die Arbeit locker zu erledigen,

Klasse, wie du die Arbeit deiner Kollegin einteilst.

  1. macht sie -meiner Meinung
    nach- die Arbeit ja nicht für mich sondern für den Chef!-- nur
    sieht sie darin wieder nen persönlichen Angriff!!

wer bezahlt eigentlich wen ?

Ich selber kann mit meinen Fehlern, wie die der anderen locker
umgehen!

ist schön für dich, aber in der Arbeitswelt vielleicht nicht so passend.

Weder ich- noch ein anderer- macht die aus Fleiss und ich
nehme meine Arbeit auch sehr ernst- aber wer nichts macht,
macht nichts verkehrt :wink:

puuh, irgendwie fehlt dir die Einstellung zur Arbeit. So richtig ernst nimmst du sie nicht.

Insofern fände ich ein Aufrechnen oder Vorhalten von ihren
Fehlern dann grundsätzlich blöd- ausserdem dürfte es das Klima
nicht gerade verbessern :wink:

du trägst zu einem netten Arbeitsklima nicht gerade viel bei.

Das Problem was ich sehe ist, daß neben dem immer wieder
schwierigen Arbeitsklima, sie eine feste Stelle hat- ich nur
nen Zeitvertrag.

Konkret gesagt, du hast damit ein Problem.

Sie hat zwar primär mal keinen Einfluss darauf, ob meiner
verlängert wird- aber klar ist auch, sie könnte mich schon
beim Vorgesetzten als „unfähiger“ hinstellen…bzw dürfte dem-
egal, wie sehr dem prinzipiell unser KLima ist- auch
irgendwann auffallen, daß da alles was schräg läuft…und
DANN könnte es shcon für mich ernst werden!

Du merkst offensichtlich selbst schon ein wenig, daß deine Einstellung nicht so sehr arbeitsplatzsichernd ist.

Für mich natürlich abstrus das Ganze- denn ich arbeite dort so
sehr gerne, habe ideale Arbeitszeiten (besser finde ich das
nirgendwo) und wir könnten es dort supergut haben…-- nur
muss ich mich immer wieder mit ihr konfrontieren, da sie mti
mir nicht klar kommt!!

Könntest du irgendwas beitragen im Kollegenverhältnis, und eventuell klitzekleine Einschränkungen deiner Privilegien hinnehmen, bzw. einmal Verständnis für deine Kollegin aufbringen ? Und was heisst eigentlich : Wir könnten es dort supergut haben ? Da sie mit mir nicht klarkommt ? Eventuell eher umgekehrt ? Fehlt dir Teamfähigkeit ?

Was übrigens auch nicht einfach ist, ist der Umgang mit ihr zu
der anderen Halbtagskraft, der sie ihre Fehler nie vorhält
oder nacharbeitet ohne Diskussion ( wobei diese auch durchaus
laut werden könnte-- etwas, wo ich dann immer denke " kann
nicht gut sein"wobei ich wirklich nicht die stille, brave bin
:wink:)
Nun- ganz ehrlich- ich denk einfach, die ist ein wenig
„gestört“-- nur bleibt damit die Frage, wie ich damit umgehen
soll!??

Mal deine Einstellung überdenken. Weshalb sollte deine Kollegin sich für dich verbiegen, ändern, deine Fehler ausbügeln ? Dein persönliches Arbeitsklima hochhalten ?

Wir arbeiten übrigens zu 6st auf diesem Flur-- und das ist
nicht nur meine Meinung sondern jeder hat sich mit ihr schon
behangen.
Nur bin ich die Hauptzielperson bei dem Ganzen!!

Gibt es dafür vielleicht einen Grund ? Weshalb kommen deine Kollegen besser mit ihr klar ?

Wie kann man alles verbessern?

Oder: Wie kannst du alles verbessern ?

Ich möchte „Ruhe im Bau“- bin auch überhaupt nicht
nachtragend…aber die Konfrontationen kommen immer wieder–
mit dem, was sie dann die Tage vorher privat erzählt hat-- und
der Aussage vom Chef, daß sie nun vielleicht die Woche mal
länger arbeiten muss- dem Ärger darüber ( den sie natürlich
NIEMALS vor dem Chef äussern würde [zu Obrigkeitshörig])-- kam
ich dann mti meinem „bisschen“ gerade recht :frowning:(

Lies das nochmal selbst und denke darüber nach, ob du deine Kollegin nicht doch falsch beurteilst ?

Also- vielleicht hat ja doch jemand ne Idee…

Vielleicht deine Kollegin mit einer kleinen Pralinenschachtel und einem verlegenen Sorry für den Fehler überraschen.
Überdenke einfach mal deine Einstellung zu Arbeit, Kollegen, miteinander, zu deiner Bequemlichkeit. Du wirst einige Ansätze finden.
Grüße
BW

4 „Gefällt mir“

Gestörte Arbeitskollegin ?

Nun- ganz ehrlich- ich denk einfach, die ist ein wenig
„gestört“-- nur bleibt damit die Frage, wie ich damit umgehen
soll!??

Puhh, Du schreibst: „Die ist ein wenig gestört.“

Kann es sein, dass Du Dir da eine Bewertung anmaßt, die Dir zum einen nicht zu steht und mit der Du Deine Kollegin einseitig negativ abwertest?
Siehst Du Deinen Beitrag? Der beginnt schon in der Art des Denkens.

Es scheint tatsächlich ein äußerst beliebter Volkssport zu sein,
mit dem ausgestreckten Finger auf andere zu zeigen,
dabei jedoch zu vergessen, dass man mit vier Fingern
auf sich selbst zeigt.
Da werden i.d.R. die eigenen Bedingtheiten munter auf andere projeziert, in andere hinein interpretiert. (Kenne ich auch von mir)

Gefallen tut mir an Deiner Schilderung, dass Du weißt, was Du in dieser Arbeitsbeziehung möchtest: „RUHE im KARTON“.
Eine klare Vorstellung zum Ziel, dass man erreichen möchte, ist schon mal sehr wichtig und hilfreich, um das eigene Verhalten danach auszurichten und alle Entscheidungen auf dieses Ziel hin möglichst selbst zu bestimmen.
Positive Veränderungen beginnen zuerst im Denken, also bei sich selbst. Dieses Ziel „Ruhe“ beginnt mit Deinen eigenen Einstellungen im Denken und den Auswirkungen gegenüber der Umgebung.

Was stellst Du Dir vor, willst Du i.S. der Entspannung und Deskalation tun, um Dir diese Ruhe und ein erträglicheres Arbeitsklima zu schaffen?
Was diese spezielle Situation betrifft, in der Deine Kollegin nachmittags Deine Arbeit noch mal machen musste, da bin ich ähnlich wie BW im Artikel nach mir für einen Dank und eine nette Kleinigkeit, vielleicht mal Kuchen, oder was die Kolleginnen in Deinem Zimmer gerne mögen, zum Frühstück mitbringen.
Vielleicht kann das schon etwas versöhnen und die Situation beruhigen?!

Gute Gedanken wünscht Dir Sophia

2 „Gefällt mir“

Hi Kitty,

Mein Problem die TAge war, daß ich eine Arbeit falsch gemacht
habe und sie die dann wiederholen musste, weil ich nur
halbtags da bin!

ganz ehrlich, da hätte ich dich aber auch erwürgt. Sowas muss nicht sein und macht mich auch sauer. Es kommt immer mal vor dass man was nicht versteht wenns neu ist oder einfach etwas vergisst, verwechselt. Aber wenn deine Kollegin das nachgearbeitet hat, dann wars ja immerhin so wichtig dass es nicht auf dich warten konnte, oder? Die Halbtagsentschuldigung zieht da nicht. Und bei sowas wäre ich auch sauer. Allerdings kenne ich eure Zusammenarbeit nicht obs da Dokus gibt oder feste Prozesse die man nachblättern kann.

Was mich auf die Palme bringt sind Dinge die nur „gesagt“ werden und der Kollegen dann automatisch davon ausgeht jeder andere kann diese Nachricht traumwandlerisch sofort abrufen und umsetzten. Wenn durch solche mündlichen Überlieferungen Fehler passieren und sich dann aufgeregt wird - dann ist das Pech für den Marktschreier. Man sollte Arbeitsweisen, Ablagesysteme und Prozesse immer mal aufschreiben. Ist für jeden gut - im Notfall auch um sich gegen unfaire Angriffe zu wehren.

Sicher grundsätzlich blöd-- versteh ich auch- aber 1. macht
auch sie Fehler, 2. war am Nachmittag kaum was zu tun, also
die Arbeit locker zu erledigen, 3. macht sie -meiner Meinung
nach- die Arbeit ja nicht für mich sondern für den Chef!-- nur
sieht sie darin wieder nen persönlichen Angriff!!

Ich denke du wurdest eingestellt damit du die Ganztagsleute entlastest, oder? Nicht damit die Ganztagsleute ihre Arbeit (egal obs an dem Tag ruhig war oder nicht) zurückstellen um deine zu prüfen und ggf. neu zu machen.

Ich selber kann mit meinen Fehlern, wie die der anderen locker
umgehen!

Na ja, wie du sagst. Fehler passieren eben. Aber aus Fehlern muss man auch mal was lernen. Z.B. wieso sie passieren. Passieren immer die Gleichen? Dann kann man mit einem Notizzettel schonmal etwas verbessern. Sich Fehler immer nur locker sonstwo vorbeirauschen zu lassen löst ja das Problem nicht.

Weder ich- noch ein anderer- macht die aus Fleiss und ich
nehme meine Arbeit auch sehr ernst- aber wer nichts macht,
macht nichts verkehrt :wink:

Ist ne blöde Weisheit und es kommt durchaus vor dass man auch fehlerfrei arbeiten kann. Ich arbeite daran und schaff das auch oft. Und ich bin kein Superhirn.

Insofern fände ich ein Aufrechnen oder Vorhalten von ihren
Fehlern dann grundsätzlich blöd- ausserdem dürfte es das Klima
nicht gerade verbessern :wink:

Sagen wir mal sie redet über Fehler und meint vielleicht was anderes??? Deine Einstellung zur Arbeit oder dein sehr großes laissez-faire?

Das Problem was ich sehe ist, daß neben dem immer wieder
schwierigen Arbeitsklima, sie eine feste STelle hat- ich nur
nen Zeitvertrag.
Sie hat zwar primär mal keinen Einfluss darauf, ob meiner
verlängert wird- aber klar ist auch, sie könnte mich schon
beim Vorgesetzten als „unfähiger“ hinstellen…bzw dürfte dem-
egal, wie sehr dem prinzipiell unser KLima ist- auch
irgendwann auffallen, daß da alles was schräg läuft…und
DANN könnte es shcon für mich ernst werden!

Es ist immer ernst! Und es wird noch ernster wenn man Fehler macht die vermeidbar sind. Vielleicht wäre das ein Ansatz für dich? Versuche doch mal zu überlegen wie die Fehler, denn dies ist ja wohl euer einzige Stretpunkt, vermeidbar wären und was ihr zwei dazu beitragen könnt.

Für mich natürlich abstrus das Ganze- denn ich arbeite dort so
sehr gerne, habe ideale Arbeitszeiten (besser finde ich das
nirgendwo) und wir könnten es dort supergut haben…-- nur
muss ich mich immer wieder mit ihr konfrontieren, da sie mti
mir nicht klar kommt!!

Dann setzt dich mal hin und schau das zu lösen was du vor der Nase hast und nur du beeinflussen - die Fehler. Das geht schnell und fix und du nimmst deiner Kollegin die Argumente irgendwas gegen dich zu sagen. Und falls sie dann doch weiterhin „zickt“, dann isses vielleicht doch was ganz anderes. Aber versuche doch mal diesen Grund auszuschließen indem du an diesen Fehlern arbeitest.

Gruß
Helena

mal zu mir!!
Danke schon mal für Eure Antworten!!

Hab sie nun alle mal gelesen und will dazu nochmal was schreiben!

Ich nehme meine Arbeit durchaus ernst und arbeite in einem Bereich, bei dem es zT um Menschenleben geht-- mir ist also die Verantwortung in dem Job durchaus bewusst- und ich nehme diese auch gerne an!!

Wenn ich hier offen von Fehlern rede- dann spiegelt sich ein wenig das Bild, was in der Gesellschaft doch gerne „kreist“-- man macht keine Fehler- und hat diese erst recht nicht zuzugeben!!

Fakt ist aber- jeder macht Fehler!!
Ich mache diese wirklich nicht aus „Fleiss“- genauso, wie jeder andere nicht!!

Wenn ich damit „lockerer“ umgehe, dann heisst das nicht, daß ich sie gut heisse!!!- ich gehe nur offen damit um!
Ist auch sicher nicht so, daß mein Tag von Fehlern " gesät" ist :wink:)

Was unsere Arbeit unter den Kollegen angeht- so werden einfach von ALLEN immer wieder Fehler gemacht!
Diese sind, auch weil man ja eng zusammenarbeitet- sichtbar- aber wir gehen alle sehr offen damit um!

Und dieses „ausbügeln“ - ja - jeder hat schon Fehler des anderen ausgebügelt-- für mich hat es wenig mit Teamgeist zu tun, wenn ich nen anderen hängen lasse aus der Haltung" hättest du besser machen können!"-- schon deshalb, weil wir alle im selben Boot sitzen und es doch prinzipiell darum geht, daß die Arbeit gemacht wird!!

Ich muss dazu vielleicht erklären, daß bei uns ganz oft verändert wird- immer neue Sachen probiert, gemacht werden- oft genug total Neues plötzlich im Raum steht und damit so eine „schöne Routine“, wie es in anderen Jobs ist, nicht hat.

Was das halbtags arbeiten angeht- so stehe ich natürlich auf „meiner Seite“- wobei ich die der anderen auch sehe und kenne-- es gab ja mal ne Zeit OHNE Kinder, in der ich voll gearbeitet habe!

Wir Halbtagskräfte werden ja gerne als die hingestellt, die angeblich die Rosinen rauspicken…und immer den Hammer fallen lassen, wenns Zeit wird!

Tatsache ist, daß man immer im Hintertreffen mit Wissen und Erfahrung ist!
Man muss sich blöde Sprüche anhören- nach dem Motto, man hätte doch ein wirklich lockeres Leben…nur, daß ich mich am Nachmittag nicht auf die Couch setze und die Wand anstarre-- und ich mich gerade um dieses Hintertreffen im Beruf auch oft ärgere…- aber ich muss nun mal den Spagat zwischen FAmilie und Beruf hinbringen!!
Im übrigen kommen Überstunden immer wieder vor- was bei uns dann selbstverständlich ist- aber bei den Vollzeitkräften immer zu ner Diskussion führt!!!

Es ist zu verstehen, daß man sich ärgern kann, wenn man die Arbeit eines anderen nacharbeiten muss!
Aber solche Dinge geschehen zwischen uns allen immer wieder mal- ist also bei uns nicht so, daß mir da nun ständig „nachgeräumt“ werden müsste- wir KÖNNEN da schon als Team alles auffangen, was mal schräg läuft!

Diese Ganztagskraft hat also den immensen Vorteil, daß sie den totalen Überblick hat- mehr Zeit um zu probieren ( bei mir MUSS das sofort klappen, da ich nicht 8 h Zeit habe)…und letztlich will sie auch diesen „Vorrang“ haben!

Eine richtige „Übergabe“- ein Erzählen, was dann am Nachmittag war- was ansteht, was geschehen ist- findet so gut wie nie statt!
Auch meine Kollegin, die wie ich nur halb da ist- ist darüber immer wieder verärgert, denn damti steht man oft genug unwissend und unfähig da-- was einfach unnötig wäre!!

Wenn hier von „ansprechen“ die Rede ist-- dann ist das schon merh als einmal geschehen!
Sie macht aber letztlich was sie will- und uns als Halbtagskräften ist mittlerweile natürlich auch die Lust auf ständige Diskussionen vergangen!

Wir sehen das Problem darin, daß sie einerseits alles unter sich haben will- kontrollieren und bestimmen- sich aber andererseits dann überfordert, ausgenutzt sieht!
Nur- wie soll man jemals was übernehmen, wenn man nur die Hälfte erfährt und bei Nachfragen ein angenervtes Verhalten vor sich hat??

Um mal auf ihre Fehler zu kommen!
Gerade heute ist ihr ein Fehler unterlaufen-- einer, der kaum auszubügeln war, genauso unnötig und „blöd“, wie jeder Fehler ist.
Dieser betraf nun ausgerechnet MICH beim Arbeiten- ich musste den nun ausbügeln!

Wäre ich nun wie sie- hätte ich da nun ein Riesentheater drum machen müssen- auch, weil der zu nem wirklichen Problem hätte werden können!

Aber- da komm ich dann mal auf meine „lockere Einstellung“ zurück!!
Den Fehler hat sie niemals extra gemacht- und der kann jedem mal passieren!
Also bin ich hin und hab es ihr nur gesagt- erzählt…- so machen wir das normalerweise, denn damit wird man das nächste Mal mehr aufpassen.

Das wars!
Ich hab den Rest dann so gut gemacht, wie es ging-- und ich hab kein weiteres Wort darüber verloren!-- sie hat übrigens keinen Ton dazu gesagt, sich das nur angehört!

Ich sehe keinen Sinn darin, jemanden für blöd zu erklären, nur weil er mal was falsch macht-- unangenehm genug ist es, wenn man sowas feststellt!!

Daß die anderen Kollegen mit ihr besser klar kommen, liegt letztlich darin, daß 3 von uns 6 nicht so eng mit ihr zusammenarbeiten!
Sie haben anfängliche Bemühungen zusammen zu arbeiten aufgegeben, da sie angeschnauzt wurden, da es besagter Kollegin an dem einen oder anderen Tag nicht „gepasst hat“.
Sie ärgern sich genauso, wenn ihnen erzählt wird, wie sie ne Jacke aufzuhängen haben oder ein Paket abzustellen-- aber sie drehen sich um und lassen sie stehen-- was sie können, wenn es der Allgemeinheit dient-- denn dann kann es ja jeder machen :wink:)

Der Vorteil meiner anderen Halbtagskollegin liegt darin, daß sie als Erste dort gearbeitet hat!
Das bringt dann schon nen gewissen „Status“, der von der Schwierigen einfach nicht angetastet wird.

Ich bin als Letzte gekommen- damit dann auch in der Rangfolge „ganz unten“

Ein Problem, weil sie ne feste STelle hat und ich nicht-- liegt nicht darin begründet, daß ich vielleicht neidisch bin- wie ich es hier rausgelesen habe!

Mag unwirklich klingen, aber mir sind Zeitverträge nicht unlieb- einfach, weil ich selber gar nicht in so einem „muss“ drinstecken will-- man kann in solch festen Verträgen auch wahllos vom Betrieb woanders hingesteckt werden, was ich auch überhaupt nicht wollte.

Mein Augenmerk geht ja nur dahin, daß ein Mensch, der es nicht unbedingt gut mit einem meinen kann, einem da STeine in den Weg legen könnte, die mich den Job kosten könnten…zumindest theoritisch!

Daß ich MICH frage, was ich besser machen kann- tue ich natürlich-- wieso sollte ich sonst hier fragen??? :wink:

Aber miteinander REDEN bringt nichts- und wie die Tage als es Zoff gab wegen meinem Fehler- gabs für die Arbeitskollegin einfach privaten Ärger an dem Wochenende vorher, dann die Aussicht, die Woche Überstunden zu machen und diesen Ärger nicht dem Chef auch nur mal annähernd zu vermitteln ( die ich dann heute gemacht habe- sie ist damit pünktlich rausgekommen) – und dann kam noch ich mit meiner Sache!!

Fakt ist- daß der Ärger zu der Situation absolut überzogen war- denn solche Situationen gabs zwischen uns allen schon immer wieder-- sie war einfach überfordert mit dem ganzen Ärger in sich-- nur, daß ICH da eben immer wieder der Prellbock bin!!

Und DA war eben die Frage, wie man mit sowas am besten umgeht!??

Denn langfristig wird das immer wieder so sein- wenn sie wieder ein Ventil braucht, wird sich „was finden“…

Kitty

Noch mal zu Dir!!

Danke schon mal für Eure Antworten!!

Danke Dir für Deinen Dank.
Und danke auch, dass Du Dich noch mal ausführlich erklärt hast.

Wäre ich nun wie sie- hätte ich da nun ein Riesentheater drum
machen müssen- auch, weil der zu nem wirklichen Problem hätte
werden können!
Also bin ich hin und hab es ihr nur gesagt- erzählt…- so
machen wir das normalerweise, denn damit wird man das nächste
Mal mehr aufpassen.

Prima, hast Du auch helfen können und einen Fehler, den Sie machte korrigieren können.
Hast Du Deine Leistung auch gut präsentiert?
Damit meine ich nicht, ob Du sie kritisiert hast, sondern ob Du es gut verstanden hast, Deine gute Leistung, Deinen Beitrag in der Arbeit auch positiv hervorzuheben?
So i.S. klappern gehört zum Geschäft.
Das Du ihr gesagt hast, was genau Du geleistet hast, um ihren Fehler zu korrigieren.
Ich meine, ganz besonders wir Frauen und in Deinem Text lese ich, dass Du dazu gehörst, uns fällt es schwer ordentlich zu klappern.
Wir leisten sehr viel, meist ohne das an die große Glocke zu hängen.
Mein Vorgesetzter bei einem großen Pharmaunternehmen sagte:
„Tu Gutes und sprich darüber“.
Männer können das meist wunderbar, so dass dieses Selbstdarstellungsgebaren manchmal schon wieder auf den Keks gehen kann. Doch davon dürfen wir Frauen uns ruhig mindestens eine dicke Scheibe abschneiden und dem nacheifern.
Das ist genau das Ding, um Dich positiv gegenüber Deiner Kollegin zu positionieren, brauch es keiner Aussprachen, Schuldvorwürfe oder Kritiken, sondern dass Du gut für Dich sorgst und dazu gehört, Deine Leistungen sicht- und hörbar zu „verkaufen“.
Du schulterst Berufstätigkeit, Familie und Kinderaufzucht.
Wie positiv hast Du diese Leistung schon hervorgehoben?

Der Vorteil meiner anderen Halbtagskollegin liegt darin, dass
sie als Erste dort gearbeitet hat!
Das bringt dann schon nen gewissen „Status“, der von der
Schwierigen einfach nicht angetastet wird.

Das kann so sein und kann ich mir gut vorstellen.
In manchen Berufen und ganz besonders in den medizinischen herrscht meist eine sehr rigides hierarchisches Denken. Ist so, doch gerade weil das so ist, kann es auch helfen, die ganze Problematik mit der „Schwierigen“ mehr zu relativieren und innerlich und auch im Kontakt mehr auf Distanz zu gehen.

Ich bin als Letzte gekommen- damit dann auch in der Rangfolge
„ganz unten“

Ganz unten, Du Arme.
Ich will Dich jetzt nicht veralbern. Das ist jedoch schon die Überleitung zu Deinem Opferdenken, dass ich in Deinen Texten lese.
Selbst wenn Du zuletzt gekommen bist, musst Du deshalb nicht ganz unten sein.
Das macht einen riesigen Unterschied im Denken aus, ob ich sage, o.k. ich bin die Mitarbeiterin, die zuletzt hier mit der Arbeit angefangen hat , oder ob ich denke, ich bin „ganz unten“.
Merkst Du, was ich meine?

Mein Augenmerk geht ja nur dahin, daß ein Mensch, der es nicht
unbedingt gut mit einem meinen kann, Liebe Kitty, das ist „Opferdenke“!!!

So wie Du das beschreibst, bist Du das Opfer und den Machenschaften der „Schwierigen“, die es nicht gut mit Dir meint, ausgeliefert.
Klar, gibt es entsetzliche Menschen und ganz besonders unter Frauen Neid, Mißgunst und Eifersucht und nur allein vom Aussehen, kann man schon bei einer anderen schief liegen und abgewiesen werden.
Das ist so - leider!

Und trotzdem gibt es viele Einfluss- und Entscheidungsmöglichkeiten für Dich, um zu verhindern, dass

einem da Steine in den Weg legen könnte,
die mich den Job kosten könnten

Fakt ist, um die Arbeitssituation zum positiven für Dich zu verändern, gibt es eine Menge kommunikative Möglichkeiten, mit dieser Situation umzugehen.
Einiges nannte ich Dir schon, doch es ist unmöglich, überfordert diesen Austausch im www, Dir alles beibringen zu können.
Zum einen können Lebenserfahrungen helfen im Umgang mit solch schwierigen Situationen und Menschen und zum anderen gibt es kommunikative, psychologische Mittel für die Gesprächsführung und Interaktionen, die man hier nicht mal eben schnell vermitteln kann. Dazu gibt es gute Bücher und vielleicht kann Dir jemand, der meinen Beitrag liest, solche Bücher oder Internetseiten empfehlen.
In Deiner speziellen Situation meine ich, sind die Themen:
Abgrenzen, die eigenen Leistungen positiv bewerten, sichtbar machen und von der Opfer- und die Täterrolle wechseln wichtig.

Fakt ist- dass der Ärger zu der Situation absolut überzogen
war- denn solche Situationen gab’s zwischen uns allen schon
immer wieder-- sie war einfach überfordert mit dem ganzen
Ärger in sich-- nur, dass ICH da eben immer wieder der
Prellbock bin!!

Du lässt Dich zum Prellbock schlagen, dass ist Dein Beitrag.
Du bist nicht nur das Opfer Deiner Umwelt!
Deine Einstellung diesbezüglich zu ändern,
bedeutet Lern- und Übungsarbeit,
Geduld mit Dir und Wertschätzung für Dich.

Denn langfristig wird das immer wieder so sein- wenn sie
wieder ein Ventil braucht, wird sich „was finden“…

Wieder die Opfersicht.

Ich wünsche Dir das Beste.
Sophia

Das Leben ist eine leidvolle Übung in der Kunst des Sterbens.

Liebe Sophia!

Danke für die Zeilen…das regt mich nun echt zum Denken an…

Diese Opferrolle- so wie es in meinem Schreiben wohl klingt, auch wenn ich das selber gar nicht so sehr empfinde- stimmt aber wohl…

Was mein Können angeht- so muss ich zugeben,daß ich das weit unter das der Kollegen"stelle".
Allerdings ist das auch einfach Realtität!

Ich arbeite tatsächlich im medizinischen Sektor :wink:- und alleine der medizinische Hintergrund ist für mein Gebiet gewaltig.
Meine Kolleginnen wissen natürlich auch nicht alles- aber unterm STrich einfach mehr ( das liegt auch an der Routine, die die andere Halbtagskraft nach viel mehr Arbeitsjahren hat, die Ganztagskraft, weil sie natürlich damit doppelt so viel konfrontiert ist)

Sich die Sachen „mal eben so“ aneignen ist einfach unmöglich-- viele Sachen beruhen auf Erfahrungswerten- dann gibt es zu diesen Bereichen auch nicht DAS Buch, was alles erklärt…ich hab schon oft geblättert- aber der Mensch ist nun mal hochkompliziert aufgebaut und je kranker ein Mensch ist, desto komplizierter wird dann die Vorgehensweise.

Was eine Abhängigkeit zu dieser Arbeitskollegin angeht, so ist die schon gegeben!
Ich habe mich zwar aus ganz vielen Sachen schon „rausgearbeitet“ und mir zig ZEttel gemacht, bei denen ich nun nicht mehr nachfragen muss- aber manchmal muss man dann eben doch auf diesen Menschen zurückgreifen und fragen, weil sie es eben schon zig Mal gemacht hat und bevor ich da auf gut Glück was „schustere“ – dafür gehts auch oft um zuviel!!

Aber- da weiter dran arbeiten- das tue ich…nach Deinen Zeilen nun einmal mehr :wink:

Was meinen Halbtagsjob angeht- so muss ich wohl dieses „Opfergefühl“ auch zugeben!
Ich gehe wirklich sehr gerne arbeiten und gerade der hohe Anspruch ist etwas, was mich fordert und mir damit auch gefällt-- bringt ein gutes Gefühl!

Nichtsdestotrotz hat sich nach den Kindern die Priorität in meinem Leben verschoben!
Die Arbeit ist nicht mehr ALLES!
Das bedeutet, daß ich eben mit Überstunden sehr balanciere.
Nicht, weil das so viel Spass macht, sondern weil meine Kinder mit 6+8 einfach noch Begleitung brauchen- Hausaufgaben etc.

Ich fühl mich damit dann schon für mich nicht besonders gut- denn es ist auch unbefriedigend, wenn man Arbeit nicht ganz zuende bringen kann und man damit eben so manches Wissen nicht vervollkommnen.

Auf der Arbeit wurde das dann auch schon von den anderen kritisert- man würde den Job nicht ernst nehmen!
Die, die den Vorwurf bringen, sind immer die, die keine Kinder haben!

So sehr ich hinter meinen ENtscheidungen stehe- habe ich natürlich dennoch ein schlechtes GEwissen!
Ich versuche auch Überstunden immer zu machen, wenn sie nötig sind-- bin auch schon am Wochenende rein oder bis Abends um 20 Uhr gearbeitet-- es ist auch nicht so, daß das nun permanent vorkommt-- aber unterm STrich ist da in mir ne sehr grosse Zerrissenheit zwischen den Kindern, die mir sehr wichtig sind- und dem Vorwurf ich würde die Arbeit nicht so ernst nehmen- was so ja überhaupt nicht stimmt!

Unabhängig von mir- habe ich diese Problematik aber auch schon von anderen Müttern gehört-- ich denke, dieses „Los“ haben wir nun mal, wenn wir arbeiten gehen (müssen- das Geld brauchen wir wirklich!)

Abrundend ist vermutlich dazu noch, daß hier zuhause ja auch mit der grössten Selbstverständlichkeit vom Mann erwartet wird, das alles läuft- er wohl schon mithilft- aber egal, was man erzählt-- man ja doch „nur“ halb arbeitet-- als wäre damit der Tag und die Verantwortung für mich gegen MIttag zuende…

Dieses „zeigen,was man kann“- stimmt schon- das liegt mir nicht! :wink:
Auch, weil ich meine Erfolge halt auch nur unter dem Blick sehen kann, daß die anderen das auch hingebracht hätten!

Nun- es waren gute Worte von Dir- und ich werde mich dahingehend mal versuchen, was anders „zu polen“.

Dennoch- nicht einfach unter den ganzen Umständen :wink:)

DAnke dir
Kitty

@ Kitty Frage …
Liebe Kitty,

:wink:)

Was bedeutet diese Zeichen?
Steht das für Freude oder Lächeln, oder Lachen oder für was?
Danke für Deine Antwort.
Gruß von Sophia

P.S.: Danke für Dein bestätigendes und freundliches Feedback.
Auf Deinen Text gehe ich bei mir Zeitumfang am WE noch mal ein.
Bis dahin wünsche ich Dir eine gute Zeit.

Hallo Sophia!

:wink:)…ist ein doppelt kniependes Smiley!

Würde mich freuen, wenn Du mir ruhig noch ein paar Zeilen zu meinen Gedanken schreiben würdest!!

Momentan geht mir viel dazu durch den Kopf!
Den Mittelweg finden von sich -ernst- nehmen- aber nicht zu ernst!

Mich beschäftigt schon, daß ich merke, wie mich diese Arbeitssituation einnimmt…auch belastet!
Ich bin kein Mensch, der ausdauernd streiten kann- sowas liegt mir überhaupt nicht-- und auf der ARbeit so taktisch vorzugehen- sich zurückhalten, nicht reden- kostet Kraft.

Und leider ja noch nicht mal so, daß es mir damit gut geht- sondern nur, daß der Zustand nicht schlechter wird-- was betrachtend ja schon dämlich ist!!

Mir ist schon klar, daß das alles wieder besser werden wird!
Aber gerade sind hier wieder die Kinder krank- seit 7 Wochen ist in der FAmilie immer einer krank- auch das ist nervig und belastet…-- ehrlich gesagt würde ich gerne mal wieder durch die Welt laufen-- alles läuft rund und ich muss mich nicht „reinhängen“, damit es mir besser geht!

Liebe Grüsse
Kitty

OT: noch eine @ Kitty Frage …
Hallo Kitty!

versprochen, ist versprochen, ich schreibe Dir noch mal ausführlich.
So auf die Schnelle:
Wir haben Wochenende und ich wünsche Dir mit Deiner Familie freundliche aufbauende Erlebnisse , mit denen Du auftanken kannst.

Ich werde jetzt in das schöne Frühlingswetter raus gehen, Sonne genießen, Luft tief einatmen, mich bewegen, mir Gutes tun. Das stärkt die Konstitution, entmüllt das Gedankenkreisen im Kopf und dann bin ich für meinen harten Pflegejob auch wieder besser gerüstet. Und was wirst Du Dir am Wochenende Gutes tun wollen, um dann am Montag gestärkt in die „Höhle der Schwierigen“ zu tappen?

:wink:)…ist ein doppelt kniependes Smiley!

Danke Dir für Deine Erklärung.
Auf alle Fälle ein Smiley, dass ist schon mal positiv.
Ich hab in einem anderen Brett eine owt Beitrag und dieses :wink:)))
Symbol gesetzt, ohne zu wissen, ob es schlecht oder gut bedeutet.
Doch was ist bitte „kniepend“?

Welche Symbole gibt es für:
Beifall:
Ganz dolle Freude:
Ganz dolles Lachen:

Danke Dir auch für Deine nochmalige Antwort.

Lieben Gruß von Sophia

Schritt für Schritt zu Dir!!
Liebe Kitty!

Ich habe Deine beiden Artikel zu einem gefasst und nachfolgend liest Du
erst den Text Deines letzten Artikels:

Würde mich freuen, wenn Du mir ruhig noch ein paar Zeilen zu
meinen Gedanken schreiben würdest!!

Darfst Dich freuen, ich leistete in den vergangenen 75 Minuten sehr fleißig
viele und ich hoffe, für Dich anwendbare Zeilen.

Momentan geht mir viel dazu durch den Kopf!
Den Mittelweg finden von sich -ernst- nehmen- aber nicht zu ernst!

Einen positiv wertschätzenden Weg für Dich und Dein Umfeld finden.

Mich beschäftigt schon, daß ich merke, wie mich diese
Arbeitssituation einnimmt…auch belastet!

Die Gedankenmühle kreist.
Distanz, Abgrenzen kann man lernen.

Ich bin kein Mensch, der ausdauernd streiten kann- sowas liegt
mir überhaupt nicht-- und auf der ARbeit so taktisch
vorzugehen- sich zurückhalten, nicht reden- kostet Kraft.

Ja, manchmal ist es auch angebrachter zu sagen, was ist.

Und leider ja noch nicht mal so, daß es mir damit gut geht-
sondern nur, daß der Zustand nicht schlechter wird

Ja, dass der Zustand gut wird, kannst Du noch beeinflussen.

Mir ist schon klar, daß das alles wieder besser werden wird!

Wunderbar und in der Richtung lohnt es sich weiter zu denken.

Aber gerade sind hier wieder die Kinder krank- seit 7 Wochen
ist in der FAmilie immer einer krank- auch das ist nervig und
belastet…

Das Los, die Doppelbelastung der Mütter.

ehrlich gesagt würde ich gerne mal wieder durch
die Welt laufen-- alles läuft rund und ich muss mich nicht
„reinhängen“, damit es mir besser geht!

Ich wünsche Dir einen guten Fluss Deiner Lebensereignisse.

Danke für die Zeilen…das regt mich nun echt zum Denken
an…

Ja, in Richtung raus aus der Opferrolle,
rein in die positive Selbstpräsentation.

Diese Opferrolle- so wie es in meinem Schreiben wohl klingt,
auch wenn ich das selber gar nicht so sehr empfinde- stimmt
aber wohl…

Ich erlebte Deine Texte in diesem Thread in diese Richtung.
Mein Erleben, wie das jeden anderen Menschen auch,
ist subjektiv und geprägt von meinem Wissen und den Lebenserfahrungen.
Eines meiner Lebensthemen war und ist noch immer die Opferrolle und
sich selbst zu wenig wertzuschätzen.

Was mein Können angeht- so muss ich zugeben, dass ich das weit
unter das der Kollegen"stelle".
Allerdings ist das auch einfach Realität!

Verstehe ich nicht, was ist daran Realität?
Wie sehr trägst Du zum Erschaffen von Realität bei?

Ich arbeite tatsächlich im medizinischen Sektor :wink:- und
alleine der medizinische Hintergrund ist für mein Gebiet
gewaltig.

Ja, ich bin eine aufmerksame Leserin Deiner qualifizierten Artikel
hier im www und an denen war für mich zu erkennen, dass Du medizinisch gebildet und kompetent bist, auf diesem Gebiet fähig bist.

Meine Kolleginnen wissen natürlich auch nicht alles- aber
unterm Strich einfach mehr ( das liegt auch an der Routine,
die die andere Halbtagskraft nach viel mehr Arbeitsjahren hat,
die Ganztagskraft, weil sie natürlich damit doppelt so viel
konfrontiert ist)

Meinst Du wirklich, dass Wissen davon abhängt, wie viel Stunden man sich am
Arbeitsplatz aufhält?
Bist Du Dir sicher, dass Deine Kolleginnen mehr wissen als Du?
Oder kannst Du für Dich sagen, ich bin sehr gut ausgebildet, kann mein medizinisches
Fachwissen sehr gut anwenden und nutze die mir am Arbeitsplatz zur Verfügung
stehende Zeit, mit meiner Fachlichkeit anderen zu helfen?!

Sich die Sachen „mal eben so“ aneignen ist einfach unmöglich—

Schon wieder so ein resignierender Opfergedanke.

viele Sachen beruhen auf Erfahrungswerten- dann gibt es zu
diesen Bereichen auch nicht DAS Buch, was alles
erklärt…ich hab schon oft geblättert- aber der Mensch
ist nun mal hochkompliziert aufgebaut und je kranker ein
Mensch ist, desto komplizierter wird dann die Vorgehensweise.

O.k. und Du bist gut ausgebildet für diesen Arbeitsplatz, kannst anderen Menschen
mit Deinem Wissen helfen, was Du hier im www schon oft bewiesen hast.
Alles, was Dir noch fehlt für die Arbeitsaufgabe erarbeitest Du Dir mit jedem Tag
Schritt für Schritt immer mehr.

Was eine Abhängigkeit zu dieser Arbeitskollegin angeht, so ist
die schon gegeben!

Abhängigkeit? Du meinst, dass Du auf deren Meinung sehr fixiert und auf
das gute Zusammenspiel mit allen angewiesen bist?

Ich habe mich zwar aus ganz vielen Sachen schon
„rausgearbeitet“ und mir zig Zettel gemacht, bei denen ich nun
nicht mehr nachfragen muss-

Prima, na siehst Du, geht doch!!
Du weißt Dir zu helfen.

aber manchmal muss man dann eben
doch auf diesen Menschen zurückgreifen und fragen, weil sie es
eben schon zig Mal gemacht hat und bevor ich da auf gut Glück
was „schustere“ – dafür gehts auch oft um zuviel!!

Und fällt Dir das Fragen schwer?
Wie reagiert die „Schwierige“, wenn Du sie fragst?
Positive Wertschätzung bedeutet z.B. auch, dass Du vor dem Fragen hervorheben
kannst, womit Du gut zurecht gekommen bist, dass muss nichts mit dem Frageinhalt
zu tun haben, sondern einfach nur um Deine Kompetenz zu demonstrieren und
Dir gegenüber der „Schwierigen“ mehr Standsicherheit zu geben.
Positive Wertschätzung heißt auch, diese dem anderen angedeihen zu lassen,
jedoch in homöopathischer Dosis, denn der Grad zwischen positiver Wertschätzung
und Lobhudelei ist schmal und rutschig.
Da übe ich auch noch.

Aber- da weiter dran arbeiten- das tue ich…nach Deinen
Zeilen nun einmal mehr :wink:

Das wünsche ich Dir im Interesse Deines Wohlbefindens.

Was meinen Halbtagsjob angeht- so muss ich wohl dieses
„Opfergefühl“ auch zugeben!

Ja, und es ist wichtig, sich seinen Beitrag bewusst zu machen, erst dann kannst
Du aktiv was ändern.

Ich gehe wirklich sehr gerne arbeiten und gerade der hohe
Anspruch ist etwas, was mich fordert und mir damit auch
gefällt-- bringt ein gutes Gefühl!

Wunderbar!!!
Das ist doch ganz toll, dass Du sehr gerne arbeiten gehst.
Gegenüber einem großen Teil der arbeitenden Bevölkerung bist Du mit
Deinen erlebten guten Gefühlen in einer privilegierten Stellung.

Ich fühl mich damit dann schon für mich nicht besonders gut-
denn es ist auch unbefriedigend, wenn man Arbeit nicht ganz
zuende bringen kann und man damit eben so manches Wissen nicht
vervollkommnen.

Hast Du einen Anspruch auf Perfektion?
Vielleicht ginge es ja so zu denken:
Du hast es geschafft, Dir mit Erfolg neben Deinen Verpflichtungen als Mutter eine Berufstätigkeit zu organisieren, die Dir hilft, dabei zu sein und Kinder, Familie
und Arbeitsplatz gut zu meistern.

Auf der Arbeit wurde das dann auch schon von den anderen
kritisert- man würde den Job nicht ernst nehmen!
Die, die den Vorwurf bringen, sind immer die, die keine Kinder
haben!

Da hilft eigene positive Wertschätzung.
Hervorheben, was Du alles gutes im Leben und am Arbeitsplatz leistest.
Und akzeptieren, dass nun mal so dummes Zeug geredet wird.
Dich dem gegenüber abgrenzen (weghören), das relativieren und unpersönlich lassen.

So sehr ich hinter meinen Entscheidungen stehe- habe ich
natürlich dennoch ein schlechtes Gewissen!
Ich versuche auch Überstunden immer zu machen, wenn sie nötig
sind-- bin auch schon am Wochenende rein oder bis Abends um 20Uhr
gearbeitet-- es ist auch nicht so, dass das nun permanent
vorkommt

Bravo, Du engagierst Dich mit den Dir gegebenen Möglichkeiten.
Woher nimmst Du jetzt noch das schlechte Gewissen.
Schreib Dir doch mal auf, was Du bisher an Mehrarbeit geleistet hast und
lies Dir das jedes Mal durch, wenn Dich das schlechte Gewissen plagt.
Wieder praktizierte postive Wertschätzung zu dem, was Du tatsächlich leistest
und zu leisten fähig bist und wenn Du das den anderen in ebenfalls homöopathischer Dosis, vielleicht jeden Tag eine kleine Portion davon kund tust, dann müssen
es vielleicht auch nicht mehr so viele Überstunden sein,
weil alle durch Dich „geimpft“ sind, dass Du ohnehin in der regulären Arbeitszeit
Dein Bestes gibst.

aber unterm Strich ist da in mir ne sehr große
Zerrissenheit zwischen den Kindern, die mir sehr wichtig sind-
und dem Vorwurf ich würde die Arbeit nicht so ernst nehmen-
was so ja überhaupt nicht stimmt!

Genau und das das nicht stimmt, wird bestimmt mit Deiner Fähigkeit der positiven
Wertschätzung, so wie ich das bisher beschrieben habe.

Unabhängig von mir- habe ich diese Problematik aber auch schon
von anderen Müttern gehört-- ich denke, dieses „Los“ haben wir
nun mal, wenn wir arbeiten gehen (müssen- das Geld brauchen
wir wirklich!)

Ach ja, Du arme, ein schweres Los für alle Mütteropferlämmer.
Zum Umgang mit dummen Gerede schrieb ich Dir weiter oben auch schon was.

Abrundend ist vermutlich dazu noch, dass hier zuhause ja auch
mit der größten Selbstverständlichkeit vom Mann erwartet
wird, das alles läuft-

Netter Mann.
Was ist konkret sein Beitrag?

er wohl schon mithilft- aber egal, was
man erzählt-- man ja doch „nur“ halb arbeitet-- als wäre damit
der Tag und die Verantwortung für mich gegen Mittag zuende…

Und wie verstehst Du es gegenüber Deinem Mann Dich positiv wertschätzend
zu präsentieren?

Dieses „zeigen, was man kann“- stimmt schon- das liegt mir
nicht! :wink:

Bewusst machen, was an Gutem da ist und für sich positive
wertschätzende Sätze formulieren und die in die Kommunikation einbringen.
Ist doch ganz einfach.
Dann bleibt nur noch Üben, Üben, Üben …

Auch, weil ich meine Erfolge halt auch nur unter dem Blick
sehen kann, daß die anderen das auch hingebracht hätten!

Vergleichen tötet.
In der Bibel steht (las ich gerade im Religionsbrett):
„Urteilt nicht, auf das auch ihr nicht verurteilt werdet“
Schau Dich an und lobe Dich, feiere Dich!!!

Dennoch- nicht einfach unter den ganzen Umständen :wink:)

Ja, Jammer, Jammer …
Das mit dem Opfersein kann sich auch verselbstständigen.
Fühlst Du Dich als Opfer, ist das wie eine selbsterfüllende Prophezeiung und
Deine Umwelt wird Dir immer weiter Schläge versetzen, um Dir Dein Bedürfnis
Opfer zu sein, Jammern zu können, zu erfüllen.

Nun- es waren gute Worte von Dir- und ich werde mich
dahingehend mal versuchen, was anders „zu polen“.

Genau und dafür wünsche ich Dir maximal gutes Gelingen.
„Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“
„Tu Gutes und sprich darüber“

Danke dir

Bitte sehr.
Gruß
Sophia

P.S.: Falls Du das Bedürfnis haben solltest, Dich am Arbeitsplatz
gegenüber der „Schwierigen“ schützen und abgrenzen zu wollen,
gibt es dafür eine sehr wirksame Visualisierungstechnik,
die ich Dir auf Anfrage an Deine eMail Adresse senden werde.

Danke Dir für Deine Erklärung.
Auf alle Fälle ein Smiley, dass ist schon mal positiv.
Ich hab in einem anderen Brett eine owt Beitrag und dieses
:wink:)))
Symbol gesetzt, ohne zu wissen, ob es schlecht oder gut
bedeutet.
Doch was ist bitte „kniepend“?

Hallo Sophia!
Kniepend…hast Du noch nie einem Menschen zugekniept??
Ein Auge leicht schliessen-kurz- um damit Ernsthaftigkeit aus ner Situation zu nehmen oder um dich mit einem Menschen kurz „solidarisch“ und ohne Worte zu verstehen??

Welche Symbole gibt es für:
Beifall:–> weiss ich leider nicht.
Ganz dolle Freude:–> da würde ich das machen: :smile:))
Ganz dolles Lachen:–> in der Chatsprache ja gerne als *lol*=lautes Loslachen genommen.

In der Inetwelt braucht man halt gerne die Smileys-- die Möglichkeit sich verständlich zu machen, wenn es keine Mimik oder Gestik gibt!

Ich weiss nciht wo, aber es gibt einige Inet-Seiten, die die „Welt der Chat-Sprache“ sehr genau erklärt-- ist fast schon ne Wissenschaft für sich!
Ich kenne auch nur die Gängigsten !

LIebe Grüsse
Kitty

Dank @ Kitty :smile:))) owt.
*

Liebe Sophia!!

Wirklich sehr sehr nett, daß Du Dir soviel Zeit für mich nimmst!! :smile:

Diese Visualisierungstechnik kannst Du mir sehr gerne per Mail schicken!!
Würde mich interessieren-- und wenn ich damit so manches auf der Arbeit besser hingbringe-- wäre das doch ein voller Erfolg!!

Deine Gedanken verstehe ich -denke ich- richtig-- man- ich- muss seinen Wert selber anerkennen-- und dann kommt man auch anders an…und fühlt sich auch „wertvoller“!

STimmt schon- mal verfällt sehr schnell ins Jammern!

Auch da gibts einen Mittelweg, der sicher gesund ist.
Man darf sich mal belastend fühlen und das auch sagen-- aber es darf kein Dauerzustand sein!
Letztlich ist es nun mal auch so-- fühlt man sich gut, wird man keine Hilfe brauchen von aussen :wink:…das also auch nicht in einem Forum thematisieren…-- und so bleiben immer nur die negativen Eindrücke zurück!

Ich muss über das alles von Dir nun mal in Ruhe nachdenken…und mit Deiner Visualisierungstechnik werde ich mal sehen, was so geht…

Danke Dir nun mal sehr für Deine Zeit und Deine Zeilen!!
Kitty

hallo kitty,
stichpunktartig habe ich mir deinen artikel durchgelesen.
ich empfehle dir: nicht mehr private dinge auf arbeit zu erzählen- da du genau auf dieser schiene angreifbar und verletzbar bist, je mehr man über dich weiss.
geh nicht mehr so locker mit deinen fehlern um- sonst glaubt man dir nicht das du sie abschaffen willst.
mit der kollegin- mit der du so wunderbar lachen kannst, weil sie so tut, als ob sie mit dir einer meinung ist- kläre nur noch dienstliche dinge und hinterfrage nur für dich- warum ist mir dieser fehler unterlaufen und versuche diese zu minimieren.
bezüglich der fehler kann man dir unkonzentriertheit vorhalten, liederlichkeit und was es sonst noch alles gibt und das hast du nicht nötig…lg konstanze tu nicht das gleiche, was andere tun, was du an ihnen nicht magst.

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Schritt für Schritt zu Dir oder doch zu mir?
Liebe Kitty,
danke, dass Du noch mal antwortetest.

Wirklich sehr sehr nett, daß Du Dir soviel Zeit für mich
nimmst!! :smile:

Siehst Du, wie das funktioniert, wenn man gut für sich sorgt?
Ich habe mit nur wenigen Worten erwähnt, wieviel Zeit ich jetzt
an der Antwort für Dich gearbeitet habe.
Das meine ich, mit Klappern gehört zum Geschäft.
Solche kleinen Bemerkungen genügen, um Dich bei Deinen Kolleginnen
als fleißig Arbeitende zu präsentieren.
Alles klar?

Diese Visualisierungstechnik kannst Du mir sehr gerne per Mail
schicken!!

Versprochen ist versprochen.
Im Moment habe ich es nur sehr schwer, ausreichend Zeit für das
Aufschreiben zu ermöglichen.
Bei mir in der Arbeit ist so viel los, dass ich zu kaum was
komme. Bist Du so gut und erinnerst mich so Mitte April noch mal
per eMail an mein Versprechen?
Ich bin mir sicher, ich kann mit Deinem Verständnis zu meiner
Zeitknappheit rechnen … ?

Deine Gedanken verstehe ich -denke ich- richtig-- man- ich-
muss seinen Wert selber anerkennen-- und dann kommt man auch
anders an…und fühlt sich auch „wertvoller“!

Genau richtig und Dein obiger Wechsel von ‚man‘ zu ‚ich‘
gefällt mir sehr gut und läßt mich positiv hoffen.

Ich muss über das alles von Dir nun mal in Ruhe
nachdenken…und mit Deiner Visualisierungstechnik werde ich
mal sehen, was so geht…

Genau, es brauch manchmal Zeit, um etwas zu lernen und zu integrieren.

Alles Gute und viel Erfolg wünscht Dir
Sophia