Schritt für Schritt zu Dir!!
Liebe Kitty!
Ich habe Deine beiden Artikel zu einem gefasst und nachfolgend liest Du
erst den Text Deines letzten Artikels:
Würde mich freuen, wenn Du mir ruhig noch ein paar Zeilen zu
meinen Gedanken schreiben würdest!!
Darfst Dich freuen, ich leistete in den vergangenen 75 Minuten sehr fleißig
viele und ich hoffe, für Dich anwendbare Zeilen.
Momentan geht mir viel dazu durch den Kopf!
Den Mittelweg finden von sich -ernst- nehmen- aber nicht zu ernst!
Einen positiv wertschätzenden Weg für Dich und Dein Umfeld finden.
Mich beschäftigt schon, daß ich merke, wie mich diese
Arbeitssituation einnimmt…auch belastet!
Die Gedankenmühle kreist.
Distanz, Abgrenzen kann man lernen.
Ich bin kein Mensch, der ausdauernd streiten kann- sowas liegt
mir überhaupt nicht-- und auf der ARbeit so taktisch
vorzugehen- sich zurückhalten, nicht reden- kostet Kraft.
Ja, manchmal ist es auch angebrachter zu sagen, was ist.
Und leider ja noch nicht mal so, daß es mir damit gut geht-
sondern nur, daß der Zustand nicht schlechter wird
Ja, dass der Zustand gut wird, kannst Du noch beeinflussen.
Mir ist schon klar, daß das alles wieder besser werden wird!
Wunderbar und in der Richtung lohnt es sich weiter zu denken.
Aber gerade sind hier wieder die Kinder krank- seit 7 Wochen
ist in der FAmilie immer einer krank- auch das ist nervig und
belastet…
Das Los, die Doppelbelastung der Mütter.
ehrlich gesagt würde ich gerne mal wieder durch
die Welt laufen-- alles läuft rund und ich muss mich nicht
„reinhängen“, damit es mir besser geht!
Ich wünsche Dir einen guten Fluss Deiner Lebensereignisse.
Danke für die Zeilen…das regt mich nun echt zum Denken
an…
Ja, in Richtung raus aus der Opferrolle,
rein in die positive Selbstpräsentation.
Diese Opferrolle- so wie es in meinem Schreiben wohl klingt,
auch wenn ich das selber gar nicht so sehr empfinde- stimmt
aber wohl…
Ich erlebte Deine Texte in diesem Thread in diese Richtung.
Mein Erleben, wie das jeden anderen Menschen auch,
ist subjektiv und geprägt von meinem Wissen und den Lebenserfahrungen.
Eines meiner Lebensthemen war und ist noch immer die Opferrolle und
sich selbst zu wenig wertzuschätzen.
Was mein Können angeht- so muss ich zugeben, dass ich das weit
unter das der Kollegen"stelle".
Allerdings ist das auch einfach Realität!
Verstehe ich nicht, was ist daran Realität?
Wie sehr trägst Du zum Erschaffen von Realität bei?
Ich arbeite tatsächlich im medizinischen Sektor
- und
alleine der medizinische Hintergrund ist für mein Gebiet
gewaltig.
Ja, ich bin eine aufmerksame Leserin Deiner qualifizierten Artikel
hier im www und an denen war für mich zu erkennen, dass Du medizinisch gebildet und kompetent bist, auf diesem Gebiet fähig bist.
Meine Kolleginnen wissen natürlich auch nicht alles- aber
unterm Strich einfach mehr ( das liegt auch an der Routine,
die die andere Halbtagskraft nach viel mehr Arbeitsjahren hat,
die Ganztagskraft, weil sie natürlich damit doppelt so viel
konfrontiert ist)
Meinst Du wirklich, dass Wissen davon abhängt, wie viel Stunden man sich am
Arbeitsplatz aufhält?
Bist Du Dir sicher, dass Deine Kolleginnen mehr wissen als Du?
Oder kannst Du für Dich sagen, ich bin sehr gut ausgebildet, kann mein medizinisches
Fachwissen sehr gut anwenden und nutze die mir am Arbeitsplatz zur Verfügung
stehende Zeit, mit meiner Fachlichkeit anderen zu helfen?!
Sich die Sachen „mal eben so“ aneignen ist einfach unmöglich—
Schon wieder so ein resignierender Opfergedanke.
viele Sachen beruhen auf Erfahrungswerten- dann gibt es zu
diesen Bereichen auch nicht DAS Buch, was alles
erklärt…ich hab schon oft geblättert- aber der Mensch
ist nun mal hochkompliziert aufgebaut und je kranker ein
Mensch ist, desto komplizierter wird dann die Vorgehensweise.
O.k. und Du bist gut ausgebildet für diesen Arbeitsplatz, kannst anderen Menschen
mit Deinem Wissen helfen, was Du hier im www schon oft bewiesen hast.
Alles, was Dir noch fehlt für die Arbeitsaufgabe erarbeitest Du Dir mit jedem Tag
Schritt für Schritt immer mehr.
Was eine Abhängigkeit zu dieser Arbeitskollegin angeht, so ist
die schon gegeben!
Abhängigkeit? Du meinst, dass Du auf deren Meinung sehr fixiert und auf
das gute Zusammenspiel mit allen angewiesen bist?
Ich habe mich zwar aus ganz vielen Sachen schon
„rausgearbeitet“ und mir zig Zettel gemacht, bei denen ich nun
nicht mehr nachfragen muss-
Prima, na siehst Du, geht doch!!
Du weißt Dir zu helfen.
aber manchmal muss man dann eben
doch auf diesen Menschen zurückgreifen und fragen, weil sie es
eben schon zig Mal gemacht hat und bevor ich da auf gut Glück
was „schustere“ – dafür gehts auch oft um zuviel!!
Und fällt Dir das Fragen schwer?
Wie reagiert die „Schwierige“, wenn Du sie fragst?
Positive Wertschätzung bedeutet z.B. auch, dass Du vor dem Fragen hervorheben
kannst, womit Du gut zurecht gekommen bist, dass muss nichts mit dem Frageinhalt
zu tun haben, sondern einfach nur um Deine Kompetenz zu demonstrieren und
Dir gegenüber der „Schwierigen“ mehr Standsicherheit zu geben.
Positive Wertschätzung heißt auch, diese dem anderen angedeihen zu lassen,
jedoch in homöopathischer Dosis, denn der Grad zwischen positiver Wertschätzung
und Lobhudelei ist schmal und rutschig.
Da übe ich auch noch.
Aber- da weiter dran arbeiten- das tue ich…nach Deinen
Zeilen nun einmal mehr 
Das wünsche ich Dir im Interesse Deines Wohlbefindens.
Was meinen Halbtagsjob angeht- so muss ich wohl dieses
„Opfergefühl“ auch zugeben!
Ja, und es ist wichtig, sich seinen Beitrag bewusst zu machen, erst dann kannst
Du aktiv was ändern.
Ich gehe wirklich sehr gerne arbeiten und gerade der hohe
Anspruch ist etwas, was mich fordert und mir damit auch
gefällt-- bringt ein gutes Gefühl!
Wunderbar!!!
Das ist doch ganz toll, dass Du sehr gerne arbeiten gehst.
Gegenüber einem großen Teil der arbeitenden Bevölkerung bist Du mit
Deinen erlebten guten Gefühlen in einer privilegierten Stellung.
Ich fühl mich damit dann schon für mich nicht besonders gut-
denn es ist auch unbefriedigend, wenn man Arbeit nicht ganz
zuende bringen kann und man damit eben so manches Wissen nicht
vervollkommnen.
Hast Du einen Anspruch auf Perfektion?
Vielleicht ginge es ja so zu denken:
Du hast es geschafft, Dir mit Erfolg neben Deinen Verpflichtungen als Mutter eine Berufstätigkeit zu organisieren, die Dir hilft, dabei zu sein und Kinder, Familie
und Arbeitsplatz gut zu meistern.
Auf der Arbeit wurde das dann auch schon von den anderen
kritisert- man würde den Job nicht ernst nehmen!
Die, die den Vorwurf bringen, sind immer die, die keine Kinder
haben!
Da hilft eigene positive Wertschätzung.
Hervorheben, was Du alles gutes im Leben und am Arbeitsplatz leistest.
Und akzeptieren, dass nun mal so dummes Zeug geredet wird.
Dich dem gegenüber abgrenzen (weghören), das relativieren und unpersönlich lassen.
So sehr ich hinter meinen Entscheidungen stehe- habe ich
natürlich dennoch ein schlechtes Gewissen!
Ich versuche auch Überstunden immer zu machen, wenn sie nötig
sind-- bin auch schon am Wochenende rein oder bis Abends um 20Uhr
gearbeitet-- es ist auch nicht so, dass das nun permanent
vorkommt
Bravo, Du engagierst Dich mit den Dir gegebenen Möglichkeiten.
Woher nimmst Du jetzt noch das schlechte Gewissen.
Schreib Dir doch mal auf, was Du bisher an Mehrarbeit geleistet hast und
lies Dir das jedes Mal durch, wenn Dich das schlechte Gewissen plagt.
Wieder praktizierte postive Wertschätzung zu dem, was Du tatsächlich leistest
und zu leisten fähig bist und wenn Du das den anderen in ebenfalls homöopathischer Dosis, vielleicht jeden Tag eine kleine Portion davon kund tust, dann müssen
es vielleicht auch nicht mehr so viele Überstunden sein,
weil alle durch Dich „geimpft“ sind, dass Du ohnehin in der regulären Arbeitszeit
Dein Bestes gibst.
aber unterm Strich ist da in mir ne sehr große
Zerrissenheit zwischen den Kindern, die mir sehr wichtig sind-
und dem Vorwurf ich würde die Arbeit nicht so ernst nehmen-
was so ja überhaupt nicht stimmt!
Genau und das das nicht stimmt, wird bestimmt mit Deiner Fähigkeit der positiven
Wertschätzung, so wie ich das bisher beschrieben habe.
Unabhängig von mir- habe ich diese Problematik aber auch schon
von anderen Müttern gehört-- ich denke, dieses „Los“ haben wir
nun mal, wenn wir arbeiten gehen (müssen- das Geld brauchen
wir wirklich!)
Ach ja, Du arme, ein schweres Los für alle Mütteropferlämmer.
Zum Umgang mit dummen Gerede schrieb ich Dir weiter oben auch schon was.
Abrundend ist vermutlich dazu noch, dass hier zuhause ja auch
mit der größten Selbstverständlichkeit vom Mann erwartet
wird, das alles läuft-
Netter Mann.
Was ist konkret sein Beitrag?
er wohl schon mithilft- aber egal, was
man erzählt-- man ja doch „nur“ halb arbeitet-- als wäre damit
der Tag und die Verantwortung für mich gegen Mittag zuende…
Und wie verstehst Du es gegenüber Deinem Mann Dich positiv wertschätzend
zu präsentieren?
Dieses „zeigen, was man kann“- stimmt schon- das liegt mir
nicht! 
Bewusst machen, was an Gutem da ist und für sich positive
wertschätzende Sätze formulieren und die in die Kommunikation einbringen.
Ist doch ganz einfach.
Dann bleibt nur noch Üben, Üben, Üben …
Auch, weil ich meine Erfolge halt auch nur unter dem Blick
sehen kann, daß die anderen das auch hingebracht hätten!
Vergleichen tötet.
In der Bibel steht (las ich gerade im Religionsbrett):
„Urteilt nicht, auf das auch ihr nicht verurteilt werdet“
Schau Dich an und lobe Dich, feiere Dich!!!
Dennoch- nicht einfach unter den ganzen Umständen
)
Ja, Jammer, Jammer …
Das mit dem Opfersein kann sich auch verselbstständigen.
Fühlst Du Dich als Opfer, ist das wie eine selbsterfüllende Prophezeiung und
Deine Umwelt wird Dir immer weiter Schläge versetzen, um Dir Dein Bedürfnis
Opfer zu sein, Jammern zu können, zu erfüllen.
Nun- es waren gute Worte von Dir- und ich werde mich
dahingehend mal versuchen, was anders „zu polen“.
Genau und dafür wünsche ich Dir maximal gutes Gelingen.
„Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“
„Tu Gutes und sprich darüber“
Danke dir
Bitte sehr.
Gruß
Sophia
P.S.: Falls Du das Bedürfnis haben solltest, Dich am Arbeitsplatz
gegenüber der „Schwierigen“ schützen und abgrenzen zu wollen,
gibt es dafür eine sehr wirksame Visualisierungstechnik,
die ich Dir auf Anfrage an Deine eMail Adresse senden werde.