Wie motiviere ich mich

rechtzeitig ungeliebte, aber erforderliche Tätigkeiten zu verrichten?

Hallo,

ich genieße den Luxus, über viel freie Zeit verfügen zu können. Nur mit der Zeiteinteilung habe ich Probleme, so dass mir für so verhaßte Tätigkeiten wie z.B. Hausarbeit trotzdem sehr wenig Zeit bleibt.
Ich versuche, mich so lange wie möglich, davor zu drücken und lasse mich gerne davon ablenken.
Andererseits möchte ich auch nicht im Chaos untergehen bzw. dieses meinem Partner und Besuchern zumuten, so dass ich letztendlich doch unter Streß gerate, obwohl ich eigentlich genug Zeit hätte.
Gibt es einen Trick, meine Psyche zu überlisten, so dass ich zukünftig gut gelaunt und rechtzeitig ungeliebte Aufgaben erledige?

Gruß
Pontius

Moin,

seltsame Antwort, aber hilft oft genug:

Belohnung

Das heißt, wenn du dir von Anfang an sagts:

„Wenn ich diese Sache erledigt habe, gönn ich mir ein Stück Schokolade“ (oder les eine Seite in einem Buch weiter oder was dich sonst belohnen würde)

fällt einem das Anfangen leichter

War so ein Tipp, den ich in der Schule gelernt habe. Man sollte auch nicht unbedingt durcharbeiten, sondern Pausen einlegen. Mir hilft es, mich aufzuraffen.

Träumerle

umgekehrt
Hi!

Ich hab irgendwann erkannt, dass ich gewisse Dinge nur unter (Zeit-)Druck erledigen kann.

Guck doch mal, ob du akzeptieren kannst, dass du auch so ein Typ bist. Dann kannst du nämlich die Zeit bis dahin auch ganz anders genießen, und genauso ist das bei mir seitdem auch.

Manchmal lade ich mir extra Besuch ein, damit ich dann auch einen Grund zum Putzen habe. Und ich mache es dann kurz vor knapp. Ich fühle mich dabei aber nicht mehr gestresst, weil ich inzwischen weiß, dass ich es immer rechtzeitig schaffe.

Die Anekdote, wie ich das herausfand, im Anhang.

Liebe Grüße

noigierich

P.S.: Im Studium gab es ein paar Kommilitoninnen, die immer schon alles eine Woche vor dem Abgabetermin fertig hatten. Die haben mich unglaublich beeindruckt mit ihrem Fleiß und ich hatte immer ein schlechtes Gewissen, weil ich so faul war und Party gemacht hab und alles immer auf den letzten Drücker, mit Nachtschichten und so, erledigte.

Nun, diese beiden Damen traf ich später im Referendariat wieder und es ergab sich ein Gespräch über das erste Staatsexamen. Sie hatten es mit der Note 2,1 abgeschlossen - und ich mit der Note 2,2.

„Hä? Der ganze Stress wegen einer Stelle hinter dem Komma?“ dachte ich. „Ich hab alles richtig gemacht!“ war mein zweiter Gedanke.

Seitdem genieße ich meine Freizeit und weiß, dass ich genausoviel leisten kann wie andere, nur eben unter Druck und dass ich ansonsten aber mein Leben genieße. Das war eine äußerst wertvolle Erkenntnis für mich. Danke, Katrin und Sabine!!! :wink:

seltsame Antwort, aber hilft oft genug:

Belohnung

Deine Antwort finde ich nicht seltsam, sondern naheliegend.

Das heißt, wenn du dir von Anfang an sagts:

„Wenn ich diese Sache erledigt habe, gönn ich mir ein Stück
Schokolade“ (oder les eine Seite in einem Buch weiter oder was
dich sonst belohnen würde)

fällt einem das Anfangen leichter

Funktioniert bei mir leider nicht. Das wäre nur so bei mir, wenn am Ende dieser Tätigkeit eine „Belohnung“ stünde, die ich sonst nicht hätte, z.B. bei einer lukrativen Terminarbeit.

War so ein Tipp, den ich in der Schule gelernt habe. Man
sollte auch nicht unbedingt durcharbeiten, sondern Pausen
einlegen. Mir hilft es, mich aufzuraffen.

Das ist es ja, was mich zusätzlich stört. Wenn ich ausnahmsweise mal rechtzeitig anfange, so dass ich die Arbeit spielend schaffen könnte, trödele ich dermaßen, dass es dann doch wieder eng wird.

Ich hab irgendwann erkannt, dass ich gewisse Dinge nur unter
(Zeit-)Druck erledigen kann.
Guck doch mal, ob du akzeptieren kannst, dass du auch so ein
Typ bist.

Deine Antwort gefällt mir grundsätzlich, weil ich dann nämlich mein Verhalten nicht ändern bräuchte.
Anderseits frage ich mich, warum ich so etwas einfaches nicht geregelt bekomme und anstatt entspannt an die Arbeit zu gehen, den Turbo einschalten muss.
Kommt noch hinzu, dass ich dann weiter mit dem Vorurteil leben müsste, ich sei faul. Dabei gibt es durchaus auch Aufgaben, die ich engagiert und gerne erledige und dabei Schlaf und Nahrungsaufnahme vergesse.

rechtzeitig ungeliebte, aber erforderliche Tätigkeiten zu
verrichten?

Hallole,

mir hilft ein Notizbuch. Da steht, was ich noch zu habe und die erledigten Sachen werden ausgestrichen.
Ich wunder nich manchmal selbst, wieviel ich so geschafft bekomme. Führe ich das Notizbuch nicht, dann geht deutlich weniger.

Gruß
PW

Zeitmanagement
Hallo,

vielen Menschen ergeht es so, die von zuhause aus arbeiten.
Ich persönlich habe einen so strukturierten Tagesablauf, der mir hilft den Schlendrian zu vertreiben. Dazu gehört, dass ich mich bereits früh morgens, nachdem ich aufgestanden bin, so anziehe, als wenn ich schon im Kundenkontakt wäre. Würde ich noch leger im Jogginganzug rumsitzen, hätte ich bei Telefonaten mit Kunden das Gefühl, als wenn er es merken würde. Telefoniere ich in meiner Arbeitskluft, fühle ich mich bedeutend wohler.

Du kannst dir dann noch eine Methode des Zeitmanagements aussuchen, die dir am besten hilft. Ob es die einfache Salami Taktik ist oder die Alpen Methode. Such dir eine aus, die dir den Tagesablauf vereinfacht.
http://www.google.de/search?q=zeitmanagement+methode…

Wichtig finde ich, wie oben erwähnt, den Tag startklar zu beginnen und sich so zu kleiden, dass man stets bereit ist für Besuche etc.

Gruß
Roland

Moin,
hilft dir nicht so viel, aber doch gut zu wissen - viele Leute haben das selbe Problem.
Ein Grund kann sein, dass jeder Mensch mehrere ‚Level‘ hat. Die meisten davon sind uns gar nicht bewusst. Automatisch und ohne es zu bemerken bewerten und ordnen wir alles andauernd, vergleichen es mit Erfahrungen und bilden uns Meinungen. Tätigkeiten werden ebenfalls so bewertet und geordnet. Wird von einem (oder mehreren) Level eine Tätigkeit als unangenehm eingestuft versucht uns dieser Teil von uns davor ‚zu beschützen‘. Dabei ist es oft der Anfang der am schwersten fällt.

Hat man diese Schwelle gemeistert ist es oft gar nicht so schlimm. Oder man steht unter einem solch immensen Zeitdruck, dass man auf keinen Fall mehr aufhören kann, weil man sonst sicher nicht fertig wird. Hier spielt dann ein andere Punkt auf - wer perfektionistisch veranlagt ist wird dann auch mal über kleine Fehler hinweg sehen müssen. Kann sich aber hinterher immer sagen - ich hätte es besser gekonnt, wenn ich noch mehr Zeit gehabt hätte. (Der Konjunktiv II ist in dem Fall sehr beliebt).

Es gibt einen Trick der bei vielen Menschen ganz gut wirkt. Listen wurden ja schon angesprochen. Leider werden sie oft geschrieben und dann nie wieder angeschaut- oder sie werden immer länger.
Ein anderer Umgang mit Listen ist folgender:
Aufschreiben was man z.B. an diesem Tag erledigen will. Wichtig: NICHT ordnen. Am Anfang sollte die Liste nicht mehr als fünf Punkte haben. Dann fängt man mit dem ersten Punkt an und arbeitet 10 Minuten daran (Küchenwecker). Nach 10 Minuten wechselten man zum zweiten Punkt und arbeitet auch daran 10 Minuten. usw bis man die fünf Punkte jeweils 10min. bearbeitet hat. Dann macht man 10 Minuten Pause. Danach fängt man eine zweite Runde an mit wieder jeweils 10 Minuten pro Punkt. Ist ein Punkt abgeschlossen durchstreichen.

Der 10 Minutenintervall zwingt einem die einzelnen Aufgaben in kleinere Schritte zu unterteilen. Die Hemmschwelle diesen Zwischenschritt zu erledigen sinkt. Ausserdem hat man ja nur 10 Minuten. Nach der dritten Runde kann man die einzelnen Perioden auch ein wenig ausdehnen - aber nie länger als 50Minuten. Dann immer eine Pause einplanen.
Erfolg…lux

Ein anderer Umgang mit Listen ist folgender:
Aufschreiben was man z.B. an diesem Tag erledigen will.
Wichtig: NICHT ordnen. Am Anfang sollte die Liste nicht mehr
als fünf Punkte haben. Dann fängt man mit dem ersten Punkt an
und arbeitet 10 Minuten daran (Küchenwecker). Nach 10 Minuten
wechselten man zum zweiten Punkt und arbeitet auch daran 10
Minuten. usw bis man die fünf Punkte jeweils 10min. bearbeitet
hat. Dann macht man 10 Minuten Pause. Danach fängt man eine
zweite Runde an mit wieder jeweils 10 Minuten pro Punkt. Ist
ein Punkt abgeschlossen durchstreichen.

Hört sich wegen der häufigen Abwechslung gut an, aber erscheint mir nicht sehr ökonomisch und schwierig zu praktizieren, z.B.:

  1. 10´Steuerklärung, 2. 10´Umziehen + Gartenarbeit + Umziehen
  2. 10´Einkaufen 4. 10´Kochen 5. 10´Hausarbeit.

mir hilft ein Notizbuch. Da steht, was ich noch zu habe und
die erledigten Sachen werden ausgestrichen.
Ich wunder nich manchmal selbst, wieviel ich so geschafft
bekomme. Führe ich das Notizbuch nicht, dann geht deutlich
weniger.

Das ist bestimmt hilfreich, um nichts zu vergessen. Mein Problem ist aber, dass ich sehr wohl weiß, was ich noch zu tun hätte, aber einfach nicht „in die Gänge komme“.

Deine Antwort gefällt mir grundsätzlich, weil ich dann nämlich
mein Verhalten nicht ändern bräuchte.
Anderseits frage ich mich, warum ich so etwas einfaches nicht
geregelt bekomme und anstatt entspannt an die Arbeit zu gehen,
den Turbo einschalten muss.

Na, weil man sich „mit niederen Arbeiten auch nicht lange aufhalten soll“ (O-Ton meine Schwester).

Kommt noch hinzu, dass ich dann weiter mit dem Vorurteil leben
müsste, ich sei faul.

Wenn dir die Meinung anderer Leute so wichtig ist, dann musst du dich eben quälen. Aber ich sag dir was: Seit ich versuche, nur noch das zu tun, was ich für richtig halte und nichts mehr darauf geben, was die anderen denken, erlebe ich eigentlich erst die richtige Freiheit! Es ist dein Leben und nur du musst damit glücklich werden. Wer kann denn schon beurteilen, wie viel du schaffst, und warum musst du überhaupt eine bestimmte Menge schaffen?

Dabei gibt es durchaus auch Aufgaben,
die ich engagiert und gerne erledige und dabei Schlaf und
Nahrungsaufnahme vergesse.

Na also!

Tu das, was du für richtig hältst und pfeif auf die anderen. Mach dich unabhängig! Das fühlt sich toll an!

Und nochmal: Es ist dein Leben!

Klar gibt es Aufgaben die weniger gut zu ‚teilen‘ sind.
Bei deiner Liste würde ich so vor gehen:

  1. 10´ welche Unterlagen brauche ich für die Steuerklärung?
  2. 10´Umziehen für die Gartenarbeit
  3. 10´Kochen Vorbereitungen, z.B. Kartoffeln schälen
  4. 10´Hausarbeit Abwasch vorbereiten
  5. 10´Einkaufen Einkaufsliste schreiben
    Pause
    1a. Anfangen Belege zu ordnen
    2a. Werkzeug für entsprechende Arbeit richten (Handschuhe, Harke, Spaten, Mäher… je nach Arbeit
    3a. Weitere Vorbereitungen Kochen, evt. abwiegen, Gemüse putzen…
    4a. Gläser abwaschen, evt. abtrockenen
    5a. Einkaufstasche, Kiste, Zettel, evt. Flaschen schon zum Auto tragen, …
    Pause
    1b. Weiter Belege ordnen, evt. die Kopfdaten in Formular eintragen
    2b. Bereich festlegen den ich bearbeiten will, mit Vorbereitungen anfangen,
    3b. Nachtisch zubereiten, bzw. vorbereiten
    4b. Besteck abwaschen (oder in Spülmaschine einräumen)
    5b. Klamotten die ich zum Einkaufen anziehen will bereit legen (muss mich ja dann umziehen), Geld/Schlüssel/Jacke…
    Pause
    1c. Weiter Belege ordnen, 2 weitere Punkte von Formular ausfüllen,
    2c. Gartenarbeit jetzt auf 40 Minuten ausdehnen
    Pause
    3c. Vorspeise vorbereiten evt. schon zubereiten 30 Minuten
    4c. Abstauben 20 Minuten
    Pause

Und klar eigenen sich nicht alle Arbeiten 100% immer für diese Methode. Z.B. kann es sinnvoll sein gleich morgens einzukaufen. Aber auch dann kann man z.B. eine Runde ‚vorschalten‘ in der man sich ‚sortiert‘ und z.B. einen Einkaufszettel schreibt und überlegt was man vielleicht noch außer Haus machen will.
Im Prinzip geht es darum einzuüben, die Aufgaben in so kleine Schritte aufzuteilen, dass die Hemmschwelle kleiner wird überhaupt damit zu beginnen.
Z.B. ein unangenehmer Telefonanruf: Telefonnummer raus suchen, schriftlich überlegen was man sagen will, Argumente sammeln, sich überlegen wie man es sagen will, Argumente der Gegenseite bedenken, wer so vorbereitet irgendwo anruft wird besser vorbereitet sein und sich sicherer fühlen.

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Das ist bestimmt hilfreich, um nichts zu vergessen. Mein
Problem ist aber, dass ich sehr wohl weiß, was ich noch zu tun
hätte, aber einfach nicht „in die Gänge komme“.

Nein, das Ausstreichen der Punkte und zu sehen, dass es weiter geht. Ähnlch wie beim Fußballspieler: Der kriegt so viel Kohle, dass ihm alles egal sein könnte - trotzdem freut er sich wie ein kleines Kind über jedes Tor … und jeder ausgestrichene Punkt auf der Liste ist ein Tor.

Und auch das Aufschlagen der Liste: Ohne nachzudenken sieht man den obersten Punkt, greift zum Hörer und erledigt endlich die unangenehme Sache …

Und … der Versuch macht kluch: Die eingegangenen Antworten zu sichten, zu kommentieren und sich was vorzustellen, wie und ob es gehen könnten führen nicht weiter!

Mach doch einfach!

PW

Und … der Versuch macht kluch: Die eingegangenen Antworten
zu sichten, zu kommentieren und sich was vorzustellen, wie und
ob es gehen könnten führen nicht weiter!
Mach doch einfach!

Natürlich kann ich das einfach machen. Aber ich möchte auch verstehen, warum ich das so machen soll und diesbezüglich hast du mich ja jetzt aufgeklärt.
Wenn ich in diesem Forum Fragen beantworte, freue ich mich immer über Resonanz, weil es mir zeigt, ob die Fragenden das auch gelesen und verstanden haben, was ich schrieb.

Wenn ich in diesem Forum Fragen beantworte, freue ich mich
immer über Resonanz, weil es mir zeigt, ob die Fragenden das
auch gelesen und verstanden haben, was ich schrieb.

Hallo Pontius,

irgendwie reden wir aneinander vorbei: Ich meinte, dass die Art und Weise, wie du mit den Beiträgen umgehst zeigt, dass du die Punkte heraussuchst, die dagegen sprechen.

Ich habe in meinem ersten Beitag geschrieben, dass es mir soundso hilft …

Klar: das muss für dich nicht zutreffen. Könnte aber!

Jetzt hast du nur einen trivialen Nebenaspekt meiner Antwort herausgepickt und meinen Gedanken dann insgesamt verworfen.

Ganz allgemein könnte dein Problem sein, dass du zuviel drüber nachdenkst, anstatt es einfach zu tun.

Ich meine so: Ich habe damals überlegt, ob ich den Wehrdienst verweigern soll. Hab ich nicht gemacht - war mir der Aufwand nicht wert…

Jetzt, über 30 Jahre später entdecke ich immer mehr Kleinigkeiten, die doch irgendwie nützlich waren. Z.B: das Gewehr wird geputzt, wenn man zurück in der Unterkunft ist. Es wird nicht darüber nachgedacht, ob es am nächsten Tag auch noch geht. Wird gemacht und Punkt!

Diesen Geist kann man ein wenig mit der Liste realisieren: Notizbuch auf und … wie der Fallschirmspringer an der Flugzeugtür … Jetzt ist es zu spät zum diskutieren … jetzt Sprung!

Und wenn du das weniger angenehme zuerst machst, wird es immer leichter.

Zieh einfach den Stock aus dem Arsch und tu`s

und
mach`s gut!
PW

irgendwie reden wir aneinander vorbei: Ich meinte, dass die
Art und Weise, wie du mit den Beiträgen umgehst zeigt, dass du
die Punkte heraussuchst, die dagegen sprechen.

Warum auch nicht. Wenn ich mehrere Alternativen habe, die ich nicht alle gleichzeitig testen kann, muss ich doch Für und Wider abwägen , um mit der zu beginnen, die m.E. den größten Erfolg hat.

Jetzt hast du nur einen trivialen Nebenaspekt meiner Antwort
herausgepickt und meinen Gedanken dann insgesamt verworfen.

Nein, wie kommst du darauf?
Bei deinem ersten Beitrag hatte ich dich nur missverstanden.

Ganz allgemein könnte dein Problem sein, dass du zuviel drüber
nachdenkst, anstatt es einfach zu tun.

Ich meine so: Ich habe damals überlegt, ob ich den Wehrdienst
verweigern soll. Hab ich nicht gemacht - war mir der Aufwand
nicht wert…
Jetzt, über 30 Jahre später entdecke ich immer mehr
Kleinigkeiten, die doch irgendwie nützlich waren. Z.B: das
Gewehr wird geputzt, wenn man zurück in der Unterkunft ist. Es
wird nicht darüber nachgedacht, ob es am nächsten Tag auch
noch geht. Wird gemacht und Punkt!
Diesen Geist kann man ein wenig mit der Liste realisieren:
Notizbuch auf und … wie der Fallschirmspringer an der
Flugzeugtür … Jetzt ist es zu spät zum diskutieren …
jetzt Sprung!

Entschuldigung, da hast du Recht. Weil ich nicht bei der Bundeswehr war, habe ich auch nicht den kritiklosen Gehorsam gelernt. Meine Mutter hat das oft bedauert. :wink:

Zieh einfach den Stock aus dem Arsch und tu`s

Zu Befehl, Herr Polweiler! :wink:

Vielen Dank für eure Hilfe! owT

habe ich auch nicht den kritiklosen Gehorsam
gelernt. Meine Mutter hat das oft bedauert. :wink:

Von kritiklosem Gehorsam war keine Rede - nur davon, dass an der Luke vom Flugzeug nicht mehr diskutiert wird. Und … wenn du anders willst: Der Fahrer vom Betonmischer kann die Trommel von seinem Fahrzeug nicht am nächsten Tag reinigen. Dann ist der Beton hart und die Diskussion darüber hilft nicht.

Die Kunst ist also, dich selbst so zu konditionieren, dass du jetzt in einer solchen Situation steckst. Schuhe putzen! … und gut is … und ein Punkt von deiner Liste weniger.

Zieh einfach den Stock aus dem Arsch und tu`s

Zu Befehl, Herr Polweiler! :wink:

Und tschüss
PW

vergess es einfach. Jeder Gadanke an Hausarbeit vergessen. Überhaupt nicht mehr drüber nachdenken. Denn jeder Gedanke daran ich mach es nicht verstärkt das Problem erst.
Interessanterweise hat die Hirnforschung herausgefunden, dass du nichts tust. Die Entscheidungen fallen ohne dein Zutun, erst kurz davor oder beim handeln wird dir bewusst was du tust. Das sieht dann so aus als würdest du entscheiden. Ist aber nicht.
Also nicht mehr darüber nachdenken. Und plötzlich räumst du auf, weil die der Saustall nicht mehr gefällt. Punkt.