Wie muss ich als Diabetiker Xylit berechnen?

Hallo,

immer mehr verbreiten sich Xylite wie Xucker o.ä. Produkte. Er soll nicht nur gesund, sondern auch weniger Kohlenhydrate haben, als normaler Zucker. Meine Frage und meine Befürchtung ist: wie viel Gramm Kohlehydrate sind in 100 Gramm Xylit? - meine Befürchtung: wie viel Xylit ist denn schon in unseren alltäglichen Nahrungsmitteln? Möglicherweise verliert man den Überblick und schätzt die Dinge falsch ein, was u.U. zu schweren Unterzuckerungen führen kann.
Wie seht Ihr die Sache? Würde mich auf Eure Meinung freuen.

Hallo Fallbypass,

ich habe damit nicht wirklich viel Erfahrung…
auf den Produkten selbst ist angegeben, dass 100 g des Produktes zu 99.9g aus Kohlenhydraten besteht.
Desweiteren habe ich das gefunden:
"Xylit hat nur halb soviel Kalorien wie Zucker, da es vom Organismus nur zu etwa 50% energetisch genutzt wird. Sie Süßkraft kommt der von Haushaltszucker sehr nahe.

Die Bakterien im Mund können Xylit nicht als Nahrung verwenden, deshalb kommt es nicht zur Produktion zahnschädigender Säuren.

Xylit ist für Diabetiker geeignet, weil die körpereigenen Enzyme Xylit nur in geringerem Maße und wesentlich langsamer spalten können, als herkömmlichen Zucker. Deshalb steigen Glucose- und Insulinspiegel im Blut nach dem Verzehr xylithaltiger Produkte viel langsamer und schwächer an. Es sollte aber trotzdem in die Brennwertberechnung mit aufgenommen werden.
Xylit wird vor allem in Kaugummis und als Feuchthaltemittel in Zahnpasten eingesetzt.

Übermäßiger Genuss von Xylit kann abführend wirken und Blähungen und Durchfälle verursachen."

Viele Grüße

Uschi

Hallo,
bin da überfragt. Ich habe keine Ahnung. Hatte einen Hund und mit Diabetes, der eh keine Süßigkeiten bekam.
Sorry
H.Mager

Hallo Fallbypass

in 100g Xylit sind 99,0g Kohlenhydrate. 100 Gramm Xylit hat 8,2 BE, bei 12g Kohlehydrate entspricht 1 BE.
Siehst du hier. http://gesuender-abnehmen.com/abnehmen/naehrwerte-ka…
Es ist richtig. Mann kann sich sehr schnell verschätzen.

Viele Grüße Jörg

Xylit ist ein so genannter Zuckeraustauschstoff. Kein Süßstoff! D.h. auch für Xylit braucht der Körper Insulin. Allerdings weniger als für „normale“ Glucose. Soweit mir bekannt geht man davon aus, dass für Xylit ca. die Hälfte an Insulin benötigt wird. Oder anders gesagt; das Doppelte Gewicht an Xylit muss so berecnet werden wie nomaler Zucker. Heisst: Wenn 12 Gramm Zucker = 12 Kohlenhydrate eine Broteinheit (BE) sind, dann sind das bei Xylit ca. 24 Gramm.

Xylit ist als Zuckeraustauschstoff wird aber auch als weniger süß wie nomaler Zucker empfunden. Insofern würde man auch mehr davon zum süssen nehmen. Auch ist Xylit ist für Diabetiker zwar grundsätzlich für Diabetiker geeignet, weil die körpereigenen Enzyme Xylit nur in geringerem Maße und auch wesentlich langsamer spalten können, als herkömmlichen Zucker. Deshalb steigen zwar Glucose- und Insulinspiegel (sofern wie typischer Weise bei Typ II Diabetikern noch körpereigenes Insulin produziert wird) im Blut nach dem Verzehr xylithaltiger Produkte langsamer und schwächer an. Es sollte aber trotzdem in die Brennwertberechnung mit aufgenommen werden.

Insofern ist Xylit meiner Meinung nach ein eher untaugliches Mittel für Diabetiker. Denn dann kann ich auch normaler Zucker, halt weniger viel, verwenden. Zum nur „süßen“ Geschmack verleihen hilft dann nur Süßstoff.

Xylit wird auch Holzucker genannt und kann aus Pflanzen gewonnen. Anfang der 70er Jahre im letzten Jahrhundert experimentierte man mit Xylit. Ich nahm selbst an einer entsprechenden Studie teil.

Ich hoffe es erklärt zu haben. Sowohl die Informationen, als auch meine Meinung.

Viele Grüße

Erbs

Morgen,
soweit ich informiert bin, ist der KH-gehalt von 100 g Xylit = 100 g; JEDOCH ist dieser Gehalt NICHT in die BE-Berechnung (KE-Berechnung) eines Diabetikers einzurechnen!!!; sollte sich somit nicht auf den BZ auswirken (nicht anzurechnen), ob dieser gesund ist und wo die Industrie den versteckt kann ich leider nicht sagen… :frowning:
Leider weiß ich auch die E - Nummer für Xylit nicht.
Gruß, Rantanplan

Hallo und sorry das ich erst jetzt antworte,

eine ganz allgemeine Antwort: wir gehen einfach nach den Angaben die auf Verpackungen stehen und rechnen dann einfach aus wieviel man bekommt - ganz egal was dann letztendlich drin ist. Ist somit die einfachste und sicherste Methode. Wir wiegen (selbst nach 10 Jahren) zu Hause meistens immer noch (wurde einfach zur Gewohnheit) und unterwegs wird natürlich geschätzt. Aber so ungefähr weiss man ja mit der Zeit wieviel KHE’s das hat was man letztendlich isst (meistens wiederholt sich ja doch immer und Vorlieben bleiben - so isst mein Junior wenn wir mal Essen gehen (ausser beim Italiener - Schnitzel mit Pommes :smile:)

Gegen schwere Unterzuckerungen gibt es übrigens Schulungen die selbst bei meinem Sohn (der wirklich vor ein paar Jahren während des Wachstums schwer damit zu kämpfen hatte) gefruchtet haben und er heute rechtzeitig entgegenwirken kann.

Ansonsten gilt bei uns die Faustregel: lieber mal etwas zu hoch als Unterzuckert! Wenn die Werte sonst stimmen wirkt sich das nicht auf den HBA1C Wert aus der doch noch mehr relevanz hat als ein einzelner Wert beim Messen.

Hoffe ich konnte helfen und stehe in dem Fall natürlich auch gerne weiter zu Verfügung - Antwort kann momentan allerdings evtl. ein paar Tage dauern da ich beruflich gerade ziemlich Stress habe - bitte daher vorab schon mal um Verständnis.

Einen schönen Abend dann noch, alles Gute und Gruss
Angelika

Ja super. Vielen Dank für Deinen Kommentar Angelika.
Ich habe gemerkt, dass mein Hba1C durch Xylit, welchen ich seit etwa einen Monat, hauptsächlich zum Süßen im Kaffee verwende, um 0,5 besser ist, als mein Jahresdurchschnitt von 7,9!
Was natürlich nicht heißt, dass ich davor normalen Zucker nahm, sondern meist Süßstoff-Tabletten (ohne kcal) oder, seltener, Honig.
Nun ist ein Wert nicht gerade sehr aussagekräftig, da mein Hba1C oft auch schon bei 7,6 war, aber ich werde das weiter dokumentieren. Vielleicht haben andere ja auch noch mehr Erfahrungen damit gemacht.
Leider lässt sich unterm Strich, zumindest bei mir, behaupten, dass, selbst nach längerer Zeit mit Xylit, der Stuhl immer noch relativ heftig und unfest ist. Was wahrscheinlich auch an meinem Kaffeedurst (vormittags ca. 1,5 Liter) liegt. So werde ich mich ab sofort umstellen und gar keine Süßungsmittel mehr für Kaffee verwenden. Was wahrscheinlich am gesündesten wäre.

Bitte gehe mit deiner Frage zu einem GUTEN Diabetologe.
Gruß paplopersil