Xylit ist ein so genannter Zuckeraustauschstoff. Kein Süßstoff! D.h. auch für Xylit braucht der Körper Insulin. Allerdings weniger als für „normale“ Glucose. Soweit mir bekannt geht man davon aus, dass für Xylit ca. die Hälfte an Insulin benötigt wird. Oder anders gesagt; das Doppelte Gewicht an Xylit muss so berecnet werden wie nomaler Zucker. Heisst: Wenn 12 Gramm Zucker = 12 Kohlenhydrate eine Broteinheit (BE) sind, dann sind das bei Xylit ca. 24 Gramm.
Xylit ist als Zuckeraustauschstoff wird aber auch als weniger süß wie nomaler Zucker empfunden. Insofern würde man auch mehr davon zum süssen nehmen. Auch ist Xylit ist für Diabetiker zwar grundsätzlich für Diabetiker geeignet, weil die körpereigenen Enzyme Xylit nur in geringerem Maße und auch wesentlich langsamer spalten können, als herkömmlichen Zucker. Deshalb steigen zwar Glucose- und Insulinspiegel (sofern wie typischer Weise bei Typ II Diabetikern noch körpereigenes Insulin produziert wird) im Blut nach dem Verzehr xylithaltiger Produkte langsamer und schwächer an. Es sollte aber trotzdem in die Brennwertberechnung mit aufgenommen werden.
Insofern ist Xylit meiner Meinung nach ein eher untaugliches Mittel für Diabetiker. Denn dann kann ich auch normaler Zucker, halt weniger viel, verwenden. Zum nur „süßen“ Geschmack verleihen hilft dann nur Süßstoff.
Xylit wird auch Holzucker genannt und kann aus Pflanzen gewonnen. Anfang der 70er Jahre im letzten Jahrhundert experimentierte man mit Xylit. Ich nahm selbst an einer entsprechenden Studie teil.
Ich hoffe es erklärt zu haben. Sowohl die Informationen, als auch meine Meinung.
Viele Grüße
Erbs