Wie nennt man die Person die zu einem psych

… Berater geht
ich gehe zu einem pschol. Berater, bin ich klient patient, oder was ??

Moin

ich gehe zu einem pschol. Berater, bin ich klient patient,
oder was ??

Wir unterscheiden zwischen Beratung und Therapie. Es gibt Leute, die nur psychologisch beraten dürfen (das sind meist Heilpraktiker), die haben Klienten.
Die Therapeuten hinggen haben Patienten (bis auf wenige Ausnahmen, die aber nur Zeiterscheinungen der 60er, 70er Jahre waren wie die Gesprächstherapeuten nach Rogers).
Gruß,
B.

Ganz so einfach dürfte das inzwischen nicht mehr sein. Wobei ich übrigens eh nicht die Grenze bei der Gesprächstherapie, sondern eher unter dem Dach der humanistischen Psychologie sehen würde, unter dem der Begriff des Klienten eher (ggf. nur) verbreitet ist.

Die Verwendung der Begriffe Klient / Patient ist noch im Wandel. (Hier wäre Denker mal gefragt :wink:) Zwar benutzen die großen Therapeutenkammern und -fachgesellschaften meistens den Begriff des Patienten im Zusammenhang mit der Therapie, oft findet man in Texten (besonders an Informationen, die an „die Kunden“ (um noch einen Begriff zu nehmen, der halt auch nicht neutral ist) direkt gehen, aber auch schon den Klienten bzw. noch häufiger „Patient / Klient“.

Der Ausdruck Patient beinhaltet letztlich das Problem des Patienten als Krankheit zu definieren, was wiederum impliziert eine Hilfebedürftigkeit. Die Hilfe beinhaltet ein gewisses Gefälle zwischen Therapeut und Patient.
Der Klient bekommt eher Unterstützung als Hilfe, diese Unterstützung eher auf Augenhöhe.

Mal sehen, wie sich das in den nächsten Jahren entwickelt. Es gab ja auch den starken Trend, den Patienten als Kunden zu sehen, wovon man wieder ein Stück wegkommt, weil aufgrund der besonderen Beziehung zwischen Arzt und Patient eben nur sehr eingeschränkt vom Kunden gesprochen werden kann.

Aber mal ein Paar Googleergebnisse von Begriffskombinationen:

Patient - Psychotherapie: 1,5 Mio
Klient - Psychotherapie: 0,5 Mio

Patient - Psychologe: 3 Mio
Klient - Psychologe: 1,5 Mio

aber (da hatte ich mit gerechnet):
Psychotherapeut - Patient: 1,5 Mio
Psychotherapeut - Klient: 2,2 Mio

(Für mich überraschend:smile:
Klient - Psychosomatik: 1,1 Mio
Patient - Psychosomatik: 0,5 Mio

Beratung vs. Therapie
Hallo vanBranden,

Wir unterscheiden zwischen Beratung und Therapie. Es gibt
Leute, die nur psychologisch beraten dürfen (das sind meist
Heilpraktiker), die haben Klienten.

was findet bei so einer Beratung, im Gegensatz zu einer Therapie, statt?
Kann ich mir darunter vorstellen, dass eine Beratung dem ähnelt, als würde man sich einfach so privat mit einer Person, die „gut mit Menschen kann“ (aber die kein Psychologe ist), über seine Probleme unterhalten?

Viele Grüße,
Nina

Nachtrag in Sachen Google
Überraschung?

Psychoanalyse - Klient: 1,1 Mio
Psychoanalyse - Patient: 0,3 Mio

Person
Hi,

Das hängt davon ab, ob man der klinischen und medizinischen Psychologie zuneigt.
Meiner Wahrnehmung nach kam der „Patient“ seit 1999, dem Psychgesetz stärker zum Vorschein.
In dem humanistischen Lager war man abgeneigt. Rogers wählte erst den Begriff Klient und wehrte sich gegen die Medizinisierung. Um noch einen draufzusetzen änderte er später die Bezeichnung in Person - zentrierte Therapie. Die ethischen Überlegungen beinhalteten, das „Patient“ ein Objekt ist (Der Patient kommt ja mit seinem Bein = Objekt zum Arzt). Klient war anfangs zumindest erstmal ein Neutrum und gemeint sein sollte eben die Person. Er kommt ja als Subjekt.
Jemanden als Patient, also nun als (zu behandelndes) Objekt zu bezeichnen, wo er doch als Person kommt, wäre demnach eine Verrohung.
In den Philosophischen Praxen wird auch der Begriffe Gast verwendet. Manche sagen auch Kunden.
Zwischen Beratung und Therapie wird nicht sonderlich unterschieden.
Methodisch ist das ziemlich gleich.
Wenn sich jemand als „krank“ definiert und zum klinischen Psychologen oder Arzt geht, wird eher den Begriff Therapie wählen und sich als Patient wiederfinden.
Herr Doktor, ich komme mal heute mit meiner Schizophrenie und den Zwang habe ich auch mitgebracht…

szmmctag

Guten Tag!

was findet bei so einer Beratung, im Gegensatz zu einer
Therapie, statt?

Beratung vs. Therapie ist in erster Linie greifbar als eine rechtliche Unterscheidung, nicht als inhaltliche.

Fiktives Beispiel: Psychotherapeut XY arbeitet in seiner Heimat Hinterturkistan seit Jahrzehnten als anerkannter Therapeut. Er zieht nach Deutschland um und erhält keine Anerkennung für seine psychotherapeutische Ausbildung. Er bietet nun „psychologische Beratung“ an (denn dafür braucht er von Rechts wegen diese Anerkennung nicht) und tut dabei inhaltlich exakt dasselbe was er in seiner Heimat als „Therapie“ immer schon angeboten hat.

Kann ich mir darunter vorstellen, dass eine Beratung dem
ähnelt, als würde man sich einfach so privat mit einer Person,
die „gut mit Menschen kann“ (aber die kein Psychologe ist),
über seine Probleme unterhalten?

Psychologische Beratung bietet ja jeder Hinz&Kunz an, vor allem bieten das manche Menschen an, die keine Ahnung haben, aber glauben, sie seien so besondere Menschen mit denen man „gut kann“.
Insofern passt deine Vorstellung schon.
Es kann aber auch ganz anders sein, wie mein fiktives Beispiel das verdeutlichen soll.

E.T.

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Hallo

Psychologische Beratung bietet ja jeder Hinz&Kunz an, vor
allem bieten das manche Menschen an, die keine Ahnung haben,
aber glauben, sie seien so besondere Menschen mit denen man
„gut kann“.

Das trifft sicher hin- und wieder zu. Gilt aber auch für approbierte Therapeuten.
Einwenden möchte ich, das „Beratungspsychologie“ auch ein eigener Studiengang ist, vom Bachelor bis zur Promotion. Da läßt sich schlecht von Hinz&Kunz reden.

Ebenso haben Sozialarbeiter Stichwort: klinische Sozialarbeiter, sowie Theologen, Philosophen, auch manche Soziologen und Pädagogen ähnliche, meist umfangreichere, Therapieausbildungen als klinische Psychologen und Mediziner. (Psychoanalyse spielt bei Beratung allerdings keine Rolle).
Der Beratungsmarkt ist nach wie vor unübersichtlich. Nur für die „Krankheit“ bzw. Kassenzulassung ist der Begriff „Psychotherapeut“ geschützt. Das sagt aber nichts über die Qualität und Qualifikation aus.

Guten Tag!

Psychologische Beratung bietet ja jeder Hinz&Kunz an, vor
allem bieten das manche Menschen an, die keine Ahnung haben,
aber glauben, sie seien so besondere Menschen mit denen man
„gut kann“.

Das trifft sicher hin- und wieder zu. Gilt aber auch für
approbierte Therapeuten.

Natürlich gilt das NICHT gleichermaßen für die approbierten Therapeuten. Das ist doch absurd.

Einwenden möchte ich, das „Beratungspsychologie“ auch ein
eigener Studiengang ist, vom Bachelor bis zur Promotion. Da
läßt sich schlecht von Hinz&Kunz reden.

Bei einem THERAPEUTEN kann man mit Sicherheit voraussetzen, dass er ein entsprechendes Quellstudium sowie die fachspezifische Ausbildung erfolgreich absolviert hat.
Bei einem „psychologischen Berater“ lässt sich exakt GAR NICHTS voraussetzen.

Ebenso haben Sozialarbeiter Stichwort: klinische
Sozialarbeiter, sowie Theologen, Philosophen, auch manche
Soziologen und Pädagogen ähnliche, meist umfangreichere,
Therapieausbildungen
als klinische Psychologen und Mediziner.

Hmm?
Was willst du mir damit sagen?

Der Beratungsmarkt ist nach wie vor unübersichtlich. Nur für
die „Krankheit“ bzw. Kassenzulassung ist der Begriff
„Psychotherapeut“ geschützt. Das sagt aber nichts über die
Qualität und Qualifikation aus.

Natürlich sagt der Begriff „Psychotherapeut“ über die ART der Qualifikation etwas auch, nämlich dass von einem „Psychotherapeuten“ eine a) weitgehend standardisierte Ausbildung bei einem b) zugelassenen Ausbildungsinstitut c) erfolgreich absolviert wurde.
Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

E.T.

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