Wie oder mit was behandele ich eine OP-Narbe am Bauch? Fange ich sofort damit an oder erst eine bestimmte Anzahl an Tagen oder Wochen nach der OP? Kann man da etwas falsch machen?
Hallo,
wenn die Fäden gezogen sind, dann solltest du die Narbe unbedingt weich halten. Frag in der Apotheke nach welche Cremen mit Fett und Wasser die haben, wenn Du keine Möglichkeit hast, eine selbstgemachte Ringelblumencreme zu bekommen. Du solltest mindestens 2 x, besser aber öfter, die Narbe eincremen und das über lange Zeit, dann hast Du keine Beschwerden damit und es bilden sich keine hässlichen Quaddeln.
VG Tizia
Hallo,
auch ich möchte Dir raten zu warten bis die Fäden gezogen sind… und ruhig noch ein paar Tage mehr. Die Narbe hat nach 10 - 14 d noch immer nur einen geringen Grad ihrer endgültigen Zugfestigkeit erreicht.
In der Apotheke gibt es entsprechende Cremes und Gele zur Narbenpflege.
(Übrigens Creme bedeutet Fett in Wasser emulgiert… eine Creme enthält somit immer Wasser und Fett.)
Von der Ringelblumensalbe möchte ich unbedingt abraten. Die Stoffe der Ringelblume haben sicher hohes pflegendes und beruhigendes Potential. Jedoch gerade auf gereizter Haut (und genau das ist eine Narbe) haben sie auch hohes Potenzial Allergien auszulösen… Und das kann im Ernstfall deutlich nach hinten losgehen… offene nässende Stellen, die nur schlecht verheilen… und dann nicht zwingend schöner aussehen.
Grundsätzlich würde es zunächst auch reichen, wenn du die Narbe mit einer Creme oder Salbe eincremst, die du gut verträgst. Zweimal täglich ist sicher ideal, vorsichtig einmassieren. Sollte sich die Narbe jedoch aufwölben oder verbreitern oder dir sonst irgendwie Sorgen machen, dann empfehle ich die Vorstellung beim Arzt und du kannst noch immer auf ein teureres Narbenpflegeprodukt wechseln.
Wichtig ist bei Veränderungen keine Monate ins Land ziehen zu lassen. Die meisten Veränderungen kann man sehr gut in den ersten 6 Monaten lösen.
Viele Grüße.
Hallo,
ich habe gute Erfahrungen mit Vitamin E haltigen Präparaten gemacht.
Im Archiv gibts dazu diese Threads:
http://www.wer-weiss-was.de/article/3321894
und
http://www.wer-weiss-was.de/article/4978093
Gruß
Elke
Hallo Engel,
„Von der Ringelblumensalbe möchte ich unbedingt abraten“
Ist das ein Erfahrungswert, der auf viele zutrifft? Würde mich sehr interessieren, da ich die Salbe/Creme selber mit Melkfett herstelle.
Habe selbst 3 x OP-Wunden damit behandelt und die sind super damit geworden.
VG Tizia
Hallo Tizia.
„Von der Ringelblumensalbe möchte ich unbedingt abraten“
Ist das ein Erfahrungswert, der auf viele zutrifft? Würde mich
sehr interessieren, da ich die Salbe/Creme selber mit Melkfett
herstelle.Habe selbst 3 x OP-Wunden damit behandelt und die sind super
damit geworden.
Das kann man so nicht über den Kamm scheren. Es gibt einfach Patienten, die sich schneller sensibilisieren als andere. Es gibt auch welche, die schmieren Jahre lang Ringelblumensalbe und es passiert nie was… andere reagieren sehr zügig… und wieder andere entwickeln auch erst nach Jahren Allergien.
Die Wirkstoffe der Ringelblume bieten all das, was man sich bei gereizten Stellen wünscht… jedoch geht man auch ein gewisses Risiko ein, gerade auf „gestörter“ Haut, wo der Körper sowieso schon auf „Hab-Acht-Stellung“ ist.
Zahlen über die Allergiewahrscheinlichkeit sind mir nicht bekannt, jedoch hab ich das in meiner Zeit in einer Hautarztpraxis gefühlt recht häufig gesehen. Wobei Ringelblumen insgesamt noch weniger allergisierend wirken als andere Pflanzen, weil ihnen bestimmt Allergene fehlen. Ringelblumensalbe wird gern von älteren Menschen für die Beine hergenommen… und kann aber, sobald die Allergie zum Vorschein kommt, wirklich gruselig nässende Ekzeme hervorrufen… und damit genau das Gegenteil.
Ich möcht mich nicht vollkommen gegen die Anwendung aussprechen… aber lieber auf nicht „gereizter“ Haut… und mit einer gewissen Vorsicht.
Liebe Grüße
(B)Engel