Hey,
das Rechtliche wurde ja nun geklärt, da möchte ich nochmal eine „Belehrung“ nachlegen.
Hoffe, man verzeiht mir.
Ich bin regelmäßig mit dem Auto in der Stadt unterwegs.
Allein in den letzten drei Monaten musste ich drei Vollbremsungen hinlegen…
Zweimal hätte es um Zentimeter Blechschäden gegeben, weil andere Verkehrteilnehmer unvermittelt aus Einfahrten auf die Straße rauschten, einmal habe ich den Kopf eines Jungen im frühen Oberschulalter um nicht ganz einen halben Meter verfehlt zu überfahren, der als Radler unterwegs war, plötzlich neben die Pedale trat und vom Rad auf die Fahrbahn direkt vor mein Auto fiel.
Ich habe im letzten Fall etwa ne halbe Stunde am Straßenrand geparkt, bis der Schock abgeflaut war und meine Hände nicht mehr wie Espenlaub gezittert hatten; der Junge war zwar erschrocken, ist dann aber unverletzt weitergeradelt und war sicherlich schon mitten im Unterricht vom Schulstoff absorbiert, eh ich mich im Stande fühlte, wieder weiter zu fahren.
Und ich denke, ich bin nicht besonders dünn besaitet, nein, wenn Du mich kennen würdest, würdest Du das nicht denken…
Was ich damit sagen will, wenn ich in diesen Situationen 15 km/h schneller gewesen wäre, hätte man mir das wahrscheinlich nicht nachweisen können, aber in zwei Fällen hätte es ne Menge Ärger nach sich gezogen, in einem Fall hätte ich damit leben müssen, ein Kind totgefahren zu haben, was durch mein Verhalten vermeidbar gewesen wäre.
Ich weiß, dass gerade junge Fahrer sich das Risiko nicht bewußt machen und denken, alles unter Kontrolle zu haben. Das ging mir auch so. Mit den Jahren merkt und akzeptiert man meist, das dem nicht so ist - vieles ist dann einfach glücklich gelaufen oder auch nicht.
Ich wünsche Dir, dass Du nie in solche Situationen kommst, egal ob als Fußgänger, Rad- oder eben Autofahrer, aber frage Dich selbst, wie es aussehen würde, wenn doch etwas passiert und Du Dich - Dein Leben lang- fragen musst, ob Du genug getan hast, um das zu vermeiden…
So, genug, ich weiß, is uncool. Viel Glück.
Grüße,
Grünblatt