Hallo ich habe eine rechtsschutzversicherung ,aber nur die normale. Meine Frau hat sich um diese Sachen gekümmert und die Versicherungen gemanagt. Aber anscheinend hat sie gedacht es reicht da wir noch nie mit unseren Mietern Probleme hatten. Wir waren immer wie eine kleine Familie, wir haben zusammen gehalten die haben mitgeholfen im Garten und sie waren sehr angetan dass sie hier billig wohnen konnten. Nur hat sich das jetzt leider seitdem Tod meiner Frau geändert. Ich habe zwar 50 Jahre hat gearbeitet, aber durch das s ich nach meiner kaufmännischen Lehre, wo man nicht so viel verdiente, den LKW-Führerschein gemacht habe und viele Jahre im Fernverrkehr tätig war. Da hat man zwar wenig grundgehalt gehabt, aber mit Spesen und so weiter hat man weit mehr verdient, habe,wie als kaufmann .Aber in jungen Jahren hat man halt nicht an die Rente gedacht . Und somit muss ich nun sehen wie ich über die Runden komme . Ich hätte nicht geglaubt dass wenn ich die Miete um 100 € erhöhe dass es so viel Schwierigkeiten gibt, da die ortsübliche Miete ja viel höher ist.
Nochmals allen vielen Dank die hier geschrieben haben und mir Tipps gegeben haben.
Ich finde die Geschichte ehrlich gesagt ziemlich traurig.
Sechs Jahre lang hat der Mann offensichtlich deutlich unter der ortsüblichen Miete vermietet, weil er jungen Leuten entgegenkommen wollte. Viele Vermieter hätten die Miete in dieser Zeit vermutlich regelmäßig angepasst. Jetzt gerät er selbst finanziell unter Druck und plötzlich wird ihm erklärt, was alles nicht geht.
Natürlich gibt es gesetzliche Regeln und die müssen eingehalten werden. Aber menschlich kann ich seinen Frust nachvollziehen. Wenn man jahrelang freiwillig auf Einnahmen verzichtet und dann selbst höhere Kosten hat, fühlt sich das wahrscheinlich ungerecht an.
Andererseits kann man dem Mieter auch keinen Vorwurf machen. Wenn das Amt die höhere Miete nicht übernimmt, steht der Mieter womöglich vor einem Problem, das er selbst gar nicht lösen kann.
Deshalb wirkt die Situation auf mich wie ein klassischer Fall, bei dem eigentlich niemand der Böse ist. Der Vermieter braucht mehr Geld, um seine eigenen Kosten tragen zu können, und der Mieter ist auf die Vorgaben des Amts angewiesen.
Mich würde interessieren, wie groß die Wohnung ist und in welcher Region sie liegt. Von 275 € auf 420 € klingt im ersten Moment nach einer deutlichen Erhöhung, andererseits ist 275 € heutzutage für viele Gegenden extrem wenig. Da kann ich schon verstehen, warum man nach sechs Jahren irgendwann eine Anpassung vornehmen möchte.
das könnte eine grobe Orientierung bieten, in welchem Rahmen sich die Leistung des “Amtes” bewegen könnte, da sich die “angemessenen” KdU durchaus an dem ortsüblichen Mietniveau orientieren.
er wollte die Miete von 275 auf 420 € (zuzüglich Nebenkosten) erhöhen. Das sind über 50 %.
Kappungsgrenze liegt bei 20 % innerhalb von DREI Jahren. Bei allem Verständnis für seine Situation, dafür, dass er jahrelang die Miete nicht erhöht hat, und dass er jetzt das Geld braucht, aber er kann sich nicht über Gesetze hinwegsetzen.
Es wundert mich schon ein bisschen, wenn er schreibt
denn das hätte der Mieter nicht machen müssen.
Um es für @Josef_M_ller zusammenzufassen und seine Fragen zu beantworten:
Das stimmt so nicht. Du darfst sie jedes Jahr erhöhen, also immer nach 12 Monaten.
An sich 12 Monate, also 1 Jahr. Aber was dabei zu beachten ist: du darfst maximal um 20 % in diesen drei Jahren erhöhen. Theoretisch könntest du diese 20 % auch auf die 3 Jahre verteilen, und ich wünsche dir noch ein langes Leben, aber angesichts deines etwas fortgeschrittenen Alters und weil du jetzt eigentlich das Geld brauchst, kannst du natürlich jetzt gleich um 20 % erhöhen, und in 3 Jahren weitere 20 %, bis du die ortsübliche Miete erreicht hast.
Du hättest nicht „einfach so“ kündigen können bzw. dürfen. Es gibt zwar eine erleichterte Kündigung (Kündigungsfrist 3 Monate länger), wenn der Vermieter im selben Haus wohnt, aber das gilt nur für Zweifamilienhäuser. Du schriebst aber von zwei Mietparteien außer dir. Also bleibt nur der reguläre Weg der Kündigung wegen Eigenbedarf, was dir zusteht, wenn du sagst, deine aktuelle Wohnung ist dir zu groß und du möchtest in die kleinere ziehen, aber dagegen könnten die Mieter natürlich vorgehen.
Insofern sehe ich die Erhöhung alle 3 Jahre als die einfachere Möglichkeit.