Wie oft sollte man sein Depot checken/ändern?

Hallo,

mein Freund schaut mindestens alle 2 Stunden in seine Depots, obwohl es da nicht wahnsinnig viel zu sehen gibt. Vielleicht alle 6 Wochen ändert er mal was in der Struktur, manchmal auch monatelang nicht.

Ist das häufige Hineinsehen wirklich notwendig? Wie oft schaut ihr hinein und wie oft kauft oder verkauft ihr was?

Ich habe ihm zu einem oder mehreren Sparplänen geraten, damit er seine Zeit sinnvoller nutzt, aber die Idee findet er langweilig. Seht Ihr das auch so?

Viele Grüße,
Blanche

Hallo Blanche,

ich schaue alle paar Monate, ob mein Depot noch da ist, und alle paar Jahre, ob die Richtung noch stimmt.

Ich kaufe monatlich mit mehreren Sparplänen Index-Aktienfonds, und verkaufe, wenn eine größere Anschaffung ansteht und es gleichzeitig Sinn macht, dafür Fondsanteile zu verkaufen.

Am Anfang habe ich auch mehrmals die Woche die Entwicklung verfolgt.
Irgendwann hat mich dann Ralf der Physiker hier im Brett, auf das passive Investment (nach Gerd Kommer) aufmerksam gemacht.
Seitdem herrscht Ruhe.

Ich wünsche Dir viel Erfolg!

Freundliche Grüße
Fritz

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Hallo,

Hallo ebenso.

mein Freund schaut mindestens alle 2 Stunden in seine Depots,
obwohl es da nicht wahnsinnig viel zu sehen gibt. Vielleicht
alle 6 Wochen ändert er mal was in der Struktur, manchmal auch
monatelang nicht.

Ist das häufige Hineinsehen wirklich notwendig? Wie oft schaut
ihr hinein und wie oft kauft oder verkauft ihr was?

Ich schaue mir mein Depot eigentlich nur an, wenn meine Bank mir eine Email schickt (neue Kontoauszüge) - also monatlich. Das hängt natürlich von der Depotstrukur ab. Bei mir finden sich momentan nur konservative Fonds und Zinspapiere im Depot. Wenn Optionsscheine drin währen, würde ich auch öfter nachsehen.
Käufe und Verkäufe kommen nur unregelmäßig vor - wenn ein Zinspapier ausläuft und die Summe wieder angelegt werden muss z.B.

Ich habe ihm zu einem oder mehreren Sparplänen geraten, damit
er seine Zeit sinnvoller nutzt, aber die Idee findet er
langweilig. Seht Ihr das auch so?

Naja - jedem Tierchen sein Pläsierchen. Wenn er so einen Spass daran hat, seine Papiere zu verfolgen. Zu Zeiten des Neuen Marktes ging es mir zugegeben auch so. Da konnte man stündlich sein Vermögen wachsen (schrumpfen) sehen. Aufregende Zeiten.

Grüße
Joshua

ich schaue ständig in mein depot–wissen würde ich jetzt gerne ,wieviel zuwachs ihr in euren passiven depots so die letzten 4 jahre im schnitt pro jahr hattet.

ich schaue ständig in mein depot–wissen würde ich jetzt gerne
,wieviel zuwachs ihr in euren passiven depots so die letzten 4
jahre im schnitt pro jahr hattet.

Hallo Hans,

genaue Zahlen kann ich Dir nur vom UNICO i-tracker - MSCI World nennen.
Der hat vom 28. Juli 2004 bis 27. Juli 2007 um rund 37,7% oder gut 11,2% pro Jahr zugelegt.
Alle anderen Fonds waren keine Index-Fonds, oder wurden unregelmäßig bespart.

Gruß Fritz

Hallo Fritz, sofort realisieren - in weiteren 4 Jahren kann die Gewinnkohle wieder weg sein, vielleicht sogar bälder!

Gruß C.

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Hallo Fritz, sofort realisieren - in weiteren 4 Jahren kann
die Gewinnkohle wieder weg sein, vielleicht sogar bälder!

Gruß C.

Oder mehr.
Wie ist denn die Begründung für diese Empfehlung?

Der Börsenmarkt ist unglaublich sensibel. Du weißt, was sich derzeit in den USA abspielt?
„Oder mehr“ ist übrigens gar nicht so abwegig!

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hallo cb,

i.a. einmal in der woche, momentan einmal am tag.
männer, welche alle paar stunden ihr depot checken sind doch viel „wichtiger“ oder?
vielleicht ist er aber noch neu in der materie, da wird man schnell nervös, vor allem bei dieser marktsituation.

strubbel
€:open_mouth:)

Hallo Fritz, sofort realisieren - in weiteren 4 Jahren kann
die Gewinnkohle wieder weg sein, vielleicht sogar bälder!

Gruß C.

was ist das für eine aussage–so ähnlich hat der bäckermeister aus schwaben auch geredet,nur das er ne aktie pushen wollte.

Ich würd´s in nächster Zeit so machen - schau mal in die USA!

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Hallo Fritz, sofort realisieren - in weiteren 4 Jahren kann
die Gewinnkohle wieder weg sein, vielleicht sogar bälder!

Gruß C.

Oder mehr.
Wie ist denn die Begründung für diese Empfehlung?

Der Börsenmarkt ist unglaublich sensibel. Du weißt, was sich
derzeit in den USA abspielt?

Dafür, daß sich das ganze eben nicht nur in den USA abspielt und allmählich zu einer Krise der internationalen Finanzmärkte wird, sind die Märkte aber noch vergleichsweise stabil.

Gruß
Christian

gegenüber den jahren 2000-2003 wird heute aber nicht heisse luft gehandelt(neuer markt),ausserdem kommts auf die titel an im depot,aufpassen muss man natürlich,aber auch damit leben können,dass es nach unten geht.

gegenüber den jahren 2000-2003 wird heute aber nicht heisse
luft gehandelt(neuer markt),

Damals investierten Anleger in Produkte und Unternehmen, die sie nicht verstanden. Heute investieren Unternehmen das Geld in Produkte, die sie selber nicht verstehen. Daß eine vermeintlich grundsolide Bank wie die IKB für einige Minuten jenseits des Abgrundes stand (und m.E. noch nicht über den Berg ist), sollte allen eine Warnung sein.

Im Zuge der sich seit Monaten andeutenden Krise auf dem US-Immoblienmarkt sind - von den deutschen Anlegern weitgehend unbemerkt - bereits zig Milliarden vernichtet worden und das Ende der Fahnenstange ist noch lange nicht abzusehen. Da die kurzfristige Rendite bei praktisch allen börsennotierten Unternehmen im Vordergrund steht, ist das Verlustpotential auch nicht auf Finanzdienstleister beschränkt.

ausserdem kommts auf die titel an
im depot

Das dumme ist, daß der Anleger gar nicht weiß, in was sein Geld investiert ist und vielfach wissen das die Unternehmen selber auch nicht.

C.

deine antwort ist auch nicht soviel anders als die von cooler.
natürlich sind am aktienmarkt hohe risiken,aber wenn ich mich bewusst mit aktien auseinander setze,dann lerne ich auch dabei und kann dann die spreu vom weizen trennen.
natürlich muss ich mich kümmern,bei mir täglich einige stunden,aber ich kann auch was dabei verdienen,allerdings gibts auch verluste,aber damit muss man leben können.
in jedem job ist das so,wer sich engagiert,der kann was erreichen–nur im ÖFFENTLICHEN DIENST ist das leider nicht so,da zählt das parteibuch.

Hallo cooler,

besten Dank für Deinen weisen Rat.
Mein Aktienfonds Schwellenländer global (25 % meines Weltportfolios), hat im gleichen 3-jahres Zeitraum um 157,2 % oder 37,0 % pro Jahr zugelegt.
Im Umkehrschluß sollte ich diesen Fonds wohl nachkaufen,- konsequent nach Deiner Methode: teuer kaufen - billig verkaufen?
Egal!

Hast Du mir vielleicht noch eine Antwort auf meine Frage, ein paar Zeilen weiter oben?

Gruß Fritz

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deine antwort ist auch nicht soviel anders als die von cooler.

Warum sollte sie auch viel anders ausfallen, wenn sie richtig ist!

natürlich sind am aktienmarkt hohe risiken,aber wenn ich mich
bewusst mit aktien auseinander setze,dann lerne ich auch dabei
und kann dann die spreu vom weizen trennen.

aber übertrag das mal auf die „Normalos“. Die sind doch diesem „Fegefeuer“ völlig hilflos ausgeliefert!

Allerdings… „mit Aktien auseinandersetzen“: Der Affe hat seinerzeit gegen die Analysten glasklar gewonnen!

natürlich muss ich mich kümmern,bei mir täglich einige
stunden,aber ich kann auch was dabei verdienen,allerdings
gibts auch verluste,aber damit muss man leben können.

Ja gut, Du bist wahrscheinlich vielfacher Millionär. Deine Tätigkeit besteht ausschließlich darin, sich um dein Vermögen zu kümmern - dann kann´s eher gehen! Hoffentlich halten sich dann die von dir erwähnten Verluste in Grenzen.
Bleibe wachsam, der Ballon scheint Luft zu verlieren, von Platzen will ich mal nicht reden!

in jedem job ist das so,wer sich engagiert,der kann was
erreichen–nur im ÖFFENTLICHEN DIENST ist das leider nicht
so,da zählt das parteibuch.

Am schlimmsten ist allerdings - wer sich engagiert und trotzdem in die Sch… langt!

Gruß Cooler

Hallo cooler,

besten Dank für Deinen weisen Rat.
Mein Aktienfonds Schwellenländer global (25 % meines
Weltportfolios), hat im gleichen 3-jahres Zeitraum um 157,2 %
oder 37,0 % pro Jahr zugelegt.

Dein Aktienfonds hat wohl zugelegt aber Du hast das Geld noch nicht. Du hast es erst, wenn du es realisiert hast- ansonsten hast Du nur Papier!

Im Umkehrschluß sollte ich diesen Fonds wohl nachkaufen,-
konsequent nach Deiner Methode: teuer kaufen - billig
verkaufen?

??? Ich hatte das genaue Gegenteil vorgeschlagen!

Gruß Fritz

Gruß Cooler

deine antwort ist auch nicht soviel anders als die von cooler.
natürlich sind am aktienmarkt hohe risiken,aber wenn ich mich
bewusst mit aktien auseinander setze,dann lerne ich auch dabei
und kann dann die spreu vom weizen trennen.

Interessant, und wie willst Du die Spreu vom Weizen trennen, wenn Du nicht weißt, welche Anlageform in welche Rubrik gehört? Anders formuliert: Woher willst Du wissen, wo die Risiken liegen, wenn die Unternehmen schon teilweise nicht mehr wissen, wo sie sind?

natürlich muss ich mich kümmern,bei mir täglich einige
stunden,aber ich kann auch was dabei verdienen,allerdings
gibts auch verluste,aber damit muss man leben können.

Das sehe ich ein bißchen anders. Wenn ich die Risiken kenne, kann ich sie bewerten, bewußt eingehen oder vermeiden. Daraus ergibt sich dann ein Verlustpotential, das ich genauso bewußt eingehen oder vermeiden kann. Dies wird heute aber erheblich erschwert, weil die Unternehmen Risiken ein- oder verkaufen können, ohne daß das mit dem eigentlichen Geschäftsmodell etwas zu tun haben muß und ohne daß man diese Risiken in den Jahresabschlüssen finden kann (wenn man nicht über die entsprechende Sachkenntnis verfügt, die allerdings die allerwenigsten Menschen besitzen).

C.

Hallo Cooler,

dann habe ich Deine erste Empfehlung falsch interpretiert.
Sorry!
Ich hatte nicht gedacht, daß Du das wirklich ernst meinst.

Gruß Fritz

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