Wie oft tut ihr, wozu ihr Lust habt?

Hallo allerseits

Kaum einer von uns lebt genau so, wie er es sich ertraeumt.
Wir alle leben in Kompromissen.
Unser Alltag fordert, dass wir jeden Tag Dinge tun, zu denen wir
eigentlich keine Lust haben.
Mich interessiert, wie viel Zeit und Energie der Mensch
durchschnittlich mit derartigen Taetigkeiten verbringt und wie sehr
er sich bemueht, diese Taetigkeiten auf ein Minimum zu reduzieren.

Wenn jemand davon traeumt, mit einem Segelboot auf den Meeren zu
leben, er aber tatsaechlich jeden Tag 8 h im Buero hockt und in einer
normalen Wohnung wohnt, dann koennte man sagen, dass er nie tue, wozu
er Lust habe. Wenn er aber abends noch eine halbe Stunde etwas
Schoenes lesen kann, dann tut er, abgesehen vom insgesamt
nichtidealen Leben, in dieser Zeit durchaus das, wozu er Lust hat.

Wie sieht es bei euch aus:
1. Lebt ihr das Leben, das ihr euch ertraeumt?

2. Wie viel Zeit verbringt ihr mit Dingen, zu denen ihr eigentlich
keine Lust habt?

(Diese Frage ist alles andere als eindeutig, auch ueber das Problem
des Traumlebens hinaus. Man kann 8h/Tag antworten und damit die
Arbeit insgesamt meinen oder man kann 3h/Tag sagen und damit nur den
Teilbereich der ungeliebten Arbeit meinen, der besonders oede ist.
Ich meine letzteres.)

3. Worin seht ihr die Haupthindernisse fuer eine Umgestaltung
eures Lebens in Richtung mehr Lust weniger Frust: in euch selbst oder
in aeusseren Umstaenden?

4. Wenn ihr von einer Fee das Angebot bekaemt, morgen euer
Traumleben beginnen zu koennen (z.B. ploetzlich auf einer Segeljacht
zu sein und fuer alles Organisatorische ist gesorgt), unter der
Bedingung, dass es kein Zurueck in euer jetziges Leben gibt: Wuerdet
ihr das Angebot annehmen?

5. Nennt drei Adjektive, die euer Leben beschreiben.

Seid ruhig ehrlich, wir sind ja hier unter uns.
Ich mache mal den Anfang und gebe fuer mich folgende Antworten:

  1. nein
  2. 4 h
  3. 70% auessere Umstaende, 30% innere Hemmungen
  4. ja
  5. interessant, langweilig, fremdbestimmt

Die Antwort zu 5. scheint widerspruechlich, aber das waere sie nur,
wenn das Leben eine einfache Sache waere, auf die der Satz vom
Widerspruch zutraefe.

Ich hoffe auf rege Beteiligung.

Gruss, Tychi

Hi Tychi,

Wie sieht es bei euch aus:
1. Lebt ihr das Leben, das ihr euch ertraeumt?

Leider nicht aber andererseits waere mein „Traum-Leben“ auch eher unrealistisch… :wink:

2. Wie viel Zeit verbringt ihr mit Dingen, zu denen ihr
eigentlich
keine Lust habt?

Das haengt von der Laune meines Chefs ab - im Schnitt ca. 4 Stunden taeglich.

3. Worin seht ihr die Haupthindernisse fuer eine
Umgestaltung
eures Lebens in Richtung mehr Lust weniger Frust: in euch
selbst oder
in aeusseren Umstaenden?

eindeutig aeussere Umstaende

4. Wenn ihr von einer Fee das Angebot bekaemt, morgen euer
Traumleben beginnen zu koennen (z.B. ploetzlich auf einer
Segeljacht
zu sein und fuer alles Organisatorische ist gesorgt), unter
der
Bedingung, dass es kein Zurueck in euer jetziges Leben gibt:
Wuerdet
ihr das Angebot annehmen?

Meine diplomatische Antwort: it depends… :smile:

5. Nennt drei Adjektive, die euer Leben beschreiben.

Das ist echt schwierig weil doch das Leben so vielfaeltig ist - mal langweilig mal spannend, mal gut mal schlecht etc. Ich bin ein hoffnungsloser Optimist also versuche ich irgendwie jeder Situation etwas Gutes abzugewinnen.

liebe Gruesse,

Kaum einer von uns lebt genau so, wie er es sich ertraeumt

„Es ist ein einförmiges Ding um das Menschengeschlecht. Die meisten verarbeiten den größten Teil der Zeit, um zu leben und das bißchen, das ihnen von Freiheit übrigbleibt, ängstigt sie so, daß sie alle Mittel aufsuchen um es loszuwerden.“

Goethe/Werther

mfg
Klaus

Hallo Tychi,

zu 1.)

ich versuche meine Träume soweit wie möglich zu leben, d.h. was in den Grenzen der Fremdbestimmung machbar ist. Unter Fremdbestimmung verstehe ich mehrere Aspekte, z. B. Arbeit, Partner, etc. Dies sind alles Punkte die man positiv und negativ betrachten kann. Zwar hindert einen der Job überwiegend daran, all seine Träume auszuleben, andererseits bietet einem der Verdienst durch den Job wieder die Möglichkeit sich Träume zu erfüllen oder seinem Traumleben vielleicht ein Stück näher zu kommen. Auch mit dem Partner ist das manchmal so eine Sache. Er gehört sicher bei den meisten zu einem Traumleben dazu, zumindest insofern das die Beziehung stimmt. Natürlich ist es so das einen der Partner in gewissen Dingen hindert, weil eben die Interessen nicht immer 100-%ig übereinstimmen. Was nicht sehr hinderlich ist, wenn einem der Partner für eigene Träume genug Freiraum läßt. Andererseits kann man auch mit dem Partner gemeinsam Träume ausleben und erfüllen. Somit ist das alles ein für und ein wieder. Im generellen kann ich somit für mich sagen ja und nein. Ja in der Hinsicht in der ich meine Träume/Wünsche erfüllen kann, was einen ein gewisses Gefühl der Zufriedenheit beschert, auf der anderen Seite stehen dann aber immer noch die unerfüllten Träume.

zu 2.)

Das ist sehr unterschiedlich. Jenachdem was äußere Umstände zulassen. Wenn man davon ausgeht, das der Tag 24 h Stunden hat, ich davon 7 h verschlafe, bleiben noch 17 h. Hiervon gehen noch 9 h für den Job drauf, somit bleiben 8 h zur freien Verfügung. Diese „Freizeit“ kann ich dann nochmal unterteilen in Beziehungsleben und mein eigenes Leben. Hier komme ich dann ebenfalls zu 4 h im Mittel die ich nur für mich aufwende.

zu 3.)

Hier kann ich mich deinem Verhältnis von 70% zu 30% anschliessen. 70% notwendige Dinge die unerlässlich sind und 30% naja nicht unbedingt innere Hemmungen, eher mangelnde Umsetzungsvoraussetzungen.

zu 4.)

Ja dies würde ich tun, da ich hier mein Leben selbst gestallten könnte. Nun es ist die Frage ob ein Wunschleben unbedingt die Herausforderung bieten würde wie es die Realität macht. Nur diese Herausforderungen kann man sich ja eventuell dann selbst schaffen…:smile: auch wenn das wahrscheinlich etwas unreal ablaufen würde.

zu 5.)

organisiert, interessant, ausbaufähig

Gruss

Sebastian

Hi,

  1. Lebt ihr das Leben, das ihr euch ertraeumt?

zunehmend ja!
Dazu muss ich aber auch sagen, dass sich „Träume“ bzw. Vorstellungen mit der Zeit ändern. Man lernt schließlich nie aus, und dazu gehört, dass man Lebensweisen kennen und lieben lernt, die man sich früher mal gar nicht für sich vorstellen konnte. Im Gegensatz dazu entpuppen sich manche Wünsche als gar nicht so toll.

  1. Wie viel Zeit verbringt ihr mit Dingen, zu denen ihr
    eigentlich
    keine Lust habt?

Kaum. Die Arbeit macht Spaß, ich freue mich morgens auf den Tag. Selbst das momentan leidliche Kartonschleppen und -ausräumen ist zwar einerseits megaätzend, andererseits gehört es zu einer Wahnsinnsverbesserung meines Lebens und führt dazu, dass ich mich noch wohler fühlen kann - also macht auch das irgendwie Spaß!

  1. Worin seht ihr die Haupthindernisse fuer eine
    Umgestaltung
    eures Lebens in Richtung mehr Lust weniger Frust: in euch
    selbst oder
    in aeusseren Umstaenden?

Mh, momentan keine Hindernisse.

  1. Wenn ihr von einer Fee das Angebot bekaemt, morgen euer
    Traumleben beginnen zu koennen (z.B. ploetzlich auf einer
    Segeljacht zu sein und fuer alles Organisatorische ist gesorgt),
    unter der Bedingung, dass es kein Zurueck in euer jetziges Leben
    gibt Wuerdet ihr das Angebot annehmen?

NEIN!
Ich kann mir nicht vorstellen, mein „Traumleben“ genießen zu können, wenn ich nicht auf den Weg bis zur Verwirklichung zurückblicken kann. Das Leben ist ein Prozess, und auch schlechte Zeiten haben im Endeffekt einen Sinn (und sei es nur, die guten genießen zu können :smile:

Außerdem ist es bei mir so, dass es mir Spaß macht, auf etwas hinzuarbeiten - ist es dann erstmal da, kann ich es zwar natürlich genießen, aber dann hab ich gleich ein anderes Ziel vor Augen, was ich erreichen möchte. Alles zu haben, was man sich erträumt, wäre für mich eine gruselige Vorstellung, weil es dann nichts mehr gäbe, worauf ich mich noch freuen kann (nicht, dass ich gerne in schlechten Zeiten lebe um sagen zu können: Irgendwann wird alles besser, bitte nicht falsch verstehen! Ich möchte nur noch ein paar Träume offen haben.).

  1. Nennt drei Adjektive, die euer Leben beschreiben.

Kann ich nicht. Das ist derzeit so facettenreich, drei reichen nicht.

Gruß
Cess

hallo tychi!

Wie sieht es bei euch aus:
1. Lebt ihr das Leben, das ihr euch ertraeumt?

ich habe keinen lebenstraum als solches, also die segelyacht im mittelmeer existiert in meiner vorstellung vom idealen leben nicht, oder zumindest nicht konkret. dementsprechend kann ich nur sagen, inwiefern ich mit dem leben was ich HABE, glücklich bin, und da würde ich sagen, zu 90% ist alles zu meiner zufriedenheit.

2. Wie viel Zeit verbringt ihr mit Dingen, zu denen ihr
eigentlich
keine Lust habt?

auch da müsste ich jetz wieder untergliedern in dinge, zu denen ich weder große lust noch unlust verspüre (schule *G* ok, ist jetz vorbei). ich würde sagen 3h täglich.

3. Worin seht ihr die Haupthindernisse fuer eine
Umgestaltung
eures Lebens in Richtung mehr Lust weniger Frust: in euch
selbst oder
in aeusseren Umstaenden?

mehr in äußeren umständen, finanzen etc. wobei ich an meinem leben nicht viel umgestalten würde zur zeit.

4. Wenn ihr von einer Fee das Angebot bekaemt, morgen euer
Traumleben beginnen zu koennen (z.B. ploetzlich auf einer
Segeljacht
zu sein und fuer alles Organisatorische ist gesorgt), unter
der
Bedingung, dass es kein Zurueck in euer jetziges Leben gibt:
Wuerdet
ihr das Angebot annehmen?

nein. weil das traumleben meiner meinung nach nur solang ein traumleben ist, solang keine routine einzieht. und die ereilt dich auch auf der segelyacht…ergo hast du nichts gekonnt…der mensch sehnt sich eben meistens nach dem, was er gerade nicht hat.

5. Nennt drei Adjektive, die euer Leben beschreiben.

ruhig, behütet, geplant (= aufgeräumt)

Gruss, Tychi

gruß
yvi

Zweierlei Paar Schuh’…
Hi Tychi,

nette Frage.

Ich glaube, man muß unterscheiden:

  1. Wie oft tue ich momentan, also akut, das, wozu ich Lust habe? (Also, habe ich wirklich Lust aufzustehen, Zähne zu putzen, Frühstück zu machen etc…)?

und

  1. Tue ich grundsätzlich eher das, wozu ich Lust habe (also bin ich Lehrerin, weil ich es sein will, oder würde ich grundsätzlich lieber was anderes sein?

Im ersten Punkt ist meine Statistik nicht ganz so gut. Gerade beim Leben mit kleinen Kindern tut man doch oft Dinge, zu denen man momentan keine Lust hat (zwei Stunden früher aufstehen, als man eigentlich möchte, vollgekackte Windeln wechseln etc.).

Ich finde den zweiten Punkt aber wesentlich wichtiger. Und da gleicht sich meine persönliche Luststatistik aus: Ich lebe das Leben, das ich leben will. Ich habe lange Zeit einen absoluten „Traumberuf“ (beim Fernsehen) gehabt, und solange ich ihn hatte, machte er mir Spaß. Als er aufhörte, mit Spaß zu machen, habe ich was anderes gemacht. Da war ich schon immer konsequent. Momentan verdiene ich weniger Geld als früher als Journalistin - aber das, was ich tue, tue ich sehr gern.

Das „spontane“ Lustprinzip habe ich lange genug gehabt. Mittlerweile finde ich es wichtiger, daß mein Leben das ist, das ich mir gewünscht habe.

Alles Liebe,
Nike

Hallo Tychi,

damit gehst du aber nun sehr an die Substanz. Selbst wenn ich genau das leben leben würde, das ich mir nur im Entferntesten als DAS Leben ausmale, würde ich, wenn ich es lebte von anderen Dingen träumen. Das ist ein Teufelskreis…

Aber mal schaun…

Wie sieht es bei euch aus:
1. Lebt ihr das Leben, das ihr euch ertraeumt?

Nein, aber ich würde sagen, dass es ganz okay ist und es mir unter’m Strich ganz gut geht.

2. Wie viel Zeit verbringt ihr mit Dingen, zu denen ihr
eigentlich keine Lust habt?

Wenn ich keine gute Laune habe, dann macht mir Nichts Spass. Andererseits entdecke ich auch mal ätzend geglaubte Dinge als ganz amüsant. Ihne Aufgabe wäre mir ziemlich langweilig… Kann ich so nicht sagen.

3. Worin seht ihr die Haupthindernisse fuer eine
Umgestaltung eures Lebens in Richtung mehr Lust weniger Frust in :euch selbst oder in aeusseren Umstaenden?

Manchmal setzte ich mir die Messlatte zu hoch und bin etwas zu selbstkritisch hinsichtlich der Moral.

4. Wenn ihr von einer Fee das Angebot bekaemt, morgen euer
Traumleben beginnen zu koennen (z.B. ploetzlich auf einer
Segeljacht
zu sein und fuer alles Organisatorische ist gesorgt), unter
der
Bedingung, dass es kein Zurueck in euer jetziges Leben gibt:
Wuerdet
ihr das Angebot annehmen?

Hm… Ja, würde ich. Wie dieses Leben aussehen sollte müsste ich mir aber genau überlegen. Eine kleine Amnesie über das leben davpr würde ich mir aber dazuwünschen, damit ich den Schritt nicht bereuen kann. *hihi*

5. Nennt drei Adjektive, die euer Leben beschreiben.

Rational, hart aber herzlich.

Viele Grüße,

Hilmar

gestern - heute - morgen
Hallo Tychi,

Ich hoffe auf rege Beteiligung.

zu 4. kann ich sagen: nein.
Das Leben ist eine Herausforderung und wir setzen uns jeden Tag auf verschiedene Weise damit auseinander. Wir machen unsere Erfahrungen, lernen dazu, erleben Enttäuschungen und Rückschläge, Momente der Freude und des Glücks. Wie wir uns fühlen, ob wir glücklich oder unglücklich sind, hängt davon ab, wie der Verstand die täglichen Erfahrungen filtert und deutet.

Die Dinge verändern sich und mit diesem Wandel einher geht nicht selten eine Veränderung unseres Denkens. Was heute noch erstrebenswert ist, wird morgen mit einem Schlag an die Stirn kommentiert. Worüber wir uns gestern noch Sorgen machten, erweist sich heute als glückliche Fügung.
Kann ich sicher sein, dass meine Defintion von „Traumleben“ auch morgen noch Gültigkeit hat? Kann ich sicher sein, dass meine Erinnerungen an mein jetziges Leben mir nicht einen dicken Strich durch mein von der Fee gesponsortes „Traumleben“ machen?

Das Problem entsteht erst, wenn man sich so sehr auf das Ziel, das man erreichen möchte, versteift, dass einem die Gegenwart keine Freude mehr bereitet.
aus „Flow - Das Geheimnis des Glücks“ von Mihaly Csikszentmihalyi

Dennoch sind mir all diese Gedanken nicht unbekannt und ich habe meine Schritte getan; trotz äußerer Umstände und innerer Hemmungen in ähnlicher prozentualer Verteilung wie bei dir.
Mut. Mut tut gut.

5. Nennt drei Adjektive, die euer Leben beschreiben.

Na gut. :smile:
lebendig. schwarz. weiß.

Gruß
Birgit

Lieber Tychi,
kennst Du Musils „Buchhalter des Lebens“?
Ich führe keine Statistik,
Ich lebe!

Das heißt auch,
ändern, was ich nicht aushalten mag und
aushalten, was ich nicht ändern kann.

Manchmal nämlich,
so hat es Haruki Murakami in „Mister Aufziehvogel“ beschrieben,
fließt der Fluss nicht, da kannst Du tun was Du willst,
da kannst Du nur Energie vergeuden.

Manchmal aber gelingt alles.

Aber jeden Tag und jeden Moment musst Du entscheiden.

Ich bin glücklich.
Manchmal bin ich glücklicher.

Aber eine Statistik darüber erstellen,
würde meinem Glück Zeit rauben.

Herzlichst
Ole

Der Mensch an sich
Hallo,

ich denke kaum, dass Du jemanden finden wirst der rundum mit seinem Leben zufrieden ist und überhaupt kein Interesse hat etwas zu verändern. Wenn das wirklich stimmen würde, dann würde es bedeuten, dass in diesem Leben Stillstand herrschen würde.

Wenn ich nun mal aus meinem Fenster gucke und mir überlege, was dort draußen lebt und was nicht, dann komme ich zu dem Schluß, dass Stillstand etwas ist, was ich eher dem Nicht-Leben zuordnen würde.

Der Mensch an sich ist meiner Beobachtung nach ein Wesen welches sich immer nach oben orientiert. Er definiert sich von der Spitze an und nicht vom Boden ab. Wenn man also ein Leben lebt, das man sich schon immer erwünscht und erträumt hat, dann wird es nicht lange dauern bis man sich ein anderes Leben erwünscht und erträumt. Zumindest ein wenig mehr von irgendetwas muss es dann noch sein.

Sollten diese Veränderungen dann auch noch eintreffen, dann dauert es nicht lange und die nächsten kommen. So werden Leute, denen das Glück einfach in den Schoß fallen sollten, die sich vielleicht ihre persönliche Fee bereits gepachtet haben, entweder vom Blitz getroffen und finden ihre Ruhe oder sie werden Größenwahnsinnig.

Ich bin momentan leider verdammt bodenständig. :smile:

Gruß
Thorsten

traumhaft

1. Lebt ihr das Leben, das ihr euch ertraeumt?

Nein. Denn dann wäre es um genau diese Träume ärmer.
„hinauf - hinan, bis du auch deine Sterne noch unter dir hast“
[Nietzsche, Zarathustra]

2. Wie viel Zeit verbringt ihr mit Dingen, zu denen ihr eigentlich keine Lust habt?

Im Schnitt 0 Std. - incl. Beruf
Im Ernst - denn auch die unlustigen Dinge haben ja ein Ziel:
lebensnotwendiges Lustloses zu bewältigen, Ordnungen wiederherzustellen, Freiräume freizuschaufeln …

Ich sehe es so, wie Camus den „Sisyphe“ deutet.

3. Worin seht ihr die Haupthindernisse fuer eine Umgestaltung eures Lebens in Richtung mehr Lust weniger Frust: in euch selbst oder in aeusseren Umstaenden?

Das ist trivial: beides natürlich. In einem selbst, weil man nicht immer über seinen Schatten springen kann - in äußeren Umständen, weil man nicht ändern kann, was sich nicht ändern läßt.

4. Wenn ihr von einer Fee das Angebot bekaemt, morgen euer Traumleben beginnen zu koennen …

(z.B. ploetzlich auf einer Segeljacht zu sein und fuer alles Organisatorische ist gesorgt)

Dieses Quatschbeispiel meinst du nicht ernst, oder?
Mein Traumleben wäre etwas auf- und erregender :wink:

… unter der Bedingung, dass es kein Zurueck in euer jetziges Leben gibt:
Wuerdet ihr das Angebot annehmen?

Nein. Siehe unter 1. …
und außerdem kann ich es nicht vortrefflicher sagen als Birgit:

„ich habe meine Schritte getan“.

Ich möchte mich um die Realisierung meines Traums selbst bemühen, und dem Teil, den der Trauminhalt selbst dazu leistet, möchte ich dankbare Hochachtung erhalten.

Insbesondere auch mit dem Zitat:
Das Problem entsteht erst, wenn man sich so sehr auf das Ziel, das man erreichen möchte, versteift, dass einem die Gegenwart keine Freude mehr bereitet.

Denn das zu vermeiden ist tagtägliche innere Arbeit, wenn die nachlassen würde, bestünde Gefahr, abzustürzen.

5. Nennt drei Adjektive, die euer Leben beschreiben.

grenzenlos gespannt auf bisher Unbekanntes
dem entsprechend risikobereit
bemüht um dem entsprechende Frustrationstoleranz

Gruß

Metapher

Hallo auch!

Wie sieht es bei euch aus:
1. Lebt ihr das Leben, das ihr euch ertraeumt?

Kann ich ehrlichgesagt nicht so genau sagen, da ich oft nicht
konkret weiß, wie mein „Traumleben“ so wäre. Außerdem weiß man zuvor nicht, ob so manche Vorstellungen zum Ideal werden, wenn man sie ereicht hat.
Wie schon viele gesagt haben, diese Träume können sich nämlich auch täglich ändern. Unzufriedenheit spielt auch eine große Rolle. Meist ist es doch so, dass man mit dem was man hat dann nicht zufrieden ist und nach anderem strebt…

z.T. gibt es bei mir schon den einen oder anderen Traum, der jetzt keiner mehr ist :wink:)

2. Wie viel Zeit verbringt ihr mit Dingen, zu denen ihr
eigentlich
keine Lust habt?

Leider mit viel zu vielen… dann wären wir wieder beim Thema Traum: dies beginnen zu ändern :wink:

3. Worin seht ihr die Haupthindernisse fuer eine
Umgestaltung
eures Lebens in Richtung mehr Lust weniger Frust: in euch
selbst oder
in aeusseren Umstaenden?

Ganz eindeutig: in mir selbst, ein wenig natürlich auch in äusseren Umständen.

4. Wenn ihr von einer Fee das Angebot bekaemt, morgen euer
Traumleben beginnen zu koennen (z.B. ploetzlich auf einer
Segeljacht
zu sein und fuer alles Organisatorische ist gesorgt), unter
der
Bedingung, dass es kein Zurueck in euer jetziges Leben gibt:
Wuerdet
ihr das Angebot annehmen?

Och ja… könnte ich mir schon vorstellen… wobei man damit sicherlich nicht ausgeträumt hat.

5. Nennt drei Adjektive, die euer Leben beschreiben.

nachdenklich
optimistisch
erfahrungsreicher
Echt schwierig das zu beschreiben. Es ist heute so, morgen so… lebe ein wenig im Gefühlschaos.

grüßlis, HTW

Hallo Metapher

1. Lebt ihr das Leben, das ihr euch ertraeumt?

Nein. Denn dann wäre es um genau diese Träume ärmer.
„hinauf - hinan, bis du auch deine Sterne noch unter dir hast“
[Nietzsche, Zarathustra]

Wäre aber ein wirklichgewordener Traum nicht besser als der Traum, weil er gewissermaßen auf einer höheren ontologischen Ebene steht?
Sagst du deinen Klienten auch, dass ihre Traum, z.B. der, eine intakte Beziehung zu führen, wichtiger oder besser sei als seine Verwirklichung?

2. Wie viel Zeit verbringt ihr mit Dingen, zu denen ihr eigentlich keine Lust habt?

Im Schnitt 0 Std. - incl. Beruf
Im Ernst - denn auch die unlustigen Dinge haben ja ein Ziel:
lebensnotwendiges Lustloses zu bewältigen, Ordnungen
wiederherzustellen, Freiräume freizuschaufeln …

So kann man aber alles positiv umdeuten, also beschönigen.
Deshalb macht der tägliche Abwasch (oder Geschirrspülmaschine einräumen) aber trotzdem noch keinen Spaß. Oder fühlst du tatsächlich „He, das ist genau das, wozu ich Lust habe, denn dann sieht es in meiner Küche wieder schön sauber aus“?

Ich sehe es so, wie Camus den „Sisyphe“ deutet.

Kenne ich leider nicht.

4. Wenn ihr von einer Fee das Angebot bekaemt, morgen euer Traumleben beginnen zu koennen …

(z.B. ploetzlich auf einer Segeljacht zu sein und fuer alles Organisatorische ist gesorgt)

Dieses Quatschbeispiel meinst du nicht ernst, oder?

Doch. Es ist nicht mein Traum und auch nicht deiner. Aber jemand anders träumt vielleicht schon davon. Willst du sagen, dass seine Träume schlechter, minderwertiger oder quatschiger seien als deine?
Das ist doch reine Geschmackssache.

… unter der Bedingung, dass es kein Zurueck in euer jetziges Leben gibt:
Wuerdet ihr das Angebot annehmen?

Nein. Siehe unter 1. …
und außerdem kann ich es nicht vortrefflicher sagen als
Birgit:

„ich habe meine Schritte getan“.

Ich möchte mich um die Realisierung meines Traums selbst
bemühen, und dem Teil, den der Trauminhalt selbst dazu
leistet, möchte ich dankbare Hochachtung erhalten.

Insbesondere auch mit dem Zitat:
"Das Problem entsteht erst, wenn man sich so sehr
auf das Ziel, das man erreichen möchte, versteift, dass einem
die Gegenwart keine Freude mehr bereitet.
"

Klar, natürlich.

Denn das zu vermeiden ist tagtägliche innere Arbeit, wenn die
nachlassen würde, bestünde Gefahr, abzustürzen.

Auch richtig. Wenn man dann noch weiß, wie man diese Arbeit tun muss.

bemüht um dem entsprechende Frustrationstoleranz

Danke für deine Antwort. Ich hoffe, du hast genügend Frustrationtoleranz, meine Replik locker zu sehen :smile:

Gruss, Tychi

1 „Gefällt mir“

bemüht um dem entsprechende Frustrationstoleranz

Ich hoffe, du hast genügend
Frustrationstoleranz, meine Replik locker zu sehen :smile:

ich bemühe mich :-p

*lach*

Metapher