Hallo allerseits
Kaum einer von uns lebt genau so, wie er es sich ertraeumt.
Wir alle leben in Kompromissen.
Unser Alltag fordert, dass wir jeden Tag Dinge tun, zu denen wir
eigentlich keine Lust haben.
Mich interessiert, wie viel Zeit und Energie der Mensch
durchschnittlich mit derartigen Taetigkeiten verbringt und wie sehr
er sich bemueht, diese Taetigkeiten auf ein Minimum zu reduzieren.
Wenn jemand davon traeumt, mit einem Segelboot auf den Meeren zu
leben, er aber tatsaechlich jeden Tag 8 h im Buero hockt und in einer
normalen Wohnung wohnt, dann koennte man sagen, dass er nie tue, wozu
er Lust habe. Wenn er aber abends noch eine halbe Stunde etwas
Schoenes lesen kann, dann tut er, abgesehen vom insgesamt
nichtidealen Leben, in dieser Zeit durchaus das, wozu er Lust hat.
Wie sieht es bei euch aus:
1. Lebt ihr das Leben, das ihr euch ertraeumt?
2. Wie viel Zeit verbringt ihr mit Dingen, zu denen ihr eigentlich
keine Lust habt?
(Diese Frage ist alles andere als eindeutig, auch ueber das Problem
des Traumlebens hinaus. Man kann 8h/Tag antworten und damit die
Arbeit insgesamt meinen oder man kann 3h/Tag sagen und damit nur den
Teilbereich der ungeliebten Arbeit meinen, der besonders oede ist.
Ich meine letzteres.)
3. Worin seht ihr die Haupthindernisse fuer eine Umgestaltung
eures Lebens in Richtung mehr Lust weniger Frust: in euch selbst oder
in aeusseren Umstaenden?
4. Wenn ihr von einer Fee das Angebot bekaemt, morgen euer
Traumleben beginnen zu koennen (z.B. ploetzlich auf einer Segeljacht
zu sein und fuer alles Organisatorische ist gesorgt), unter der
Bedingung, dass es kein Zurueck in euer jetziges Leben gibt: Wuerdet
ihr das Angebot annehmen?
5. Nennt drei Adjektive, die euer Leben beschreiben.
Seid ruhig ehrlich, wir sind ja hier unter uns.
Ich mache mal den Anfang und gebe fuer mich folgende Antworten:
- nein
- 4 h
- 70% auessere Umstaende, 30% innere Hemmungen
- ja
- interessant, langweilig, fremdbestimmt
Die Antwort zu 5. scheint widerspruechlich, aber das waere sie nur,
wenn das Leben eine einfache Sache waere, auf die der Satz vom
Widerspruch zutraefe.
Ich hoffe auf rege Beteiligung.
Gruss, Tychi

