Hallo.
Zuerst einmal, ich habe nicht all zu viel Ahnung vom Netzwerk.
„Ich habe keine Ahnung vom Bau, aber ich möchte trotzdem ein Hochhaus bauen“. Was würdest Du auf eine solche Aussage hin für eine ANtwort geben?
Ich habe eine Netzwerkfestplatte von Netgear „NAS duo“ und
möchte auch von anderen, nicht in diesem Netzwerk befindlichen
PC darauf zugreifen können.
Wie kann ich das Bewerkstelligen? Die meisten Einstellungen
sagen mir nicht wirklich etwas.
Dafür ist auch die NAS nicht zuständig, Du musst das auf dem Router regeln. Stichwort: Portfreigabe. Je nachdem, mit welchem Protokoll Die NAS angesteuert werden möhcte, ist das ein bestimmter Port. Für erste Gehversuche empfehle ich das recht einfach zu beherrschende FTP Protokoll zu verwenden (Port 20,21).
Wenn Du das geschafft hast, kannst Du über die äußere IP Adresse Deines Routers (abzufragen in den Systemstatus-Menüs des Routers) an die NAS. Du hast dabei allerdings etwas getan, was der Router bisher tunlichst verhindert hat: Zugriff auf Ressourcen hinter dem Router durch einen Unbekannten aus dem Internet zugelassen. Du hast, anders herum ausgedrückt, ein Loch in Deinen Firewall-Schutz gestanzt. Was Du machen kannst, kann jeder andere Internetnutzer theoretisch auch. Ohne zusätzliche Maßnahmen, für dann allerdings wieder die NAS zuständig wäre, darfst Du Dich nicht wundern, wenn sich Deine NAS bald als beliebter Ablageort für allerlei Datenmüll aus dem Internet etabliert, oder Deine Daten sich im iInternet wiederfinden - je nachdem um was für Material es sich da handelt.
Zweites Problem: IP Adressen bekommt man traditionell auf etwa 24 Stunden, dann ändert der Provider sie. Damit Du nun von außen an die Portfreigabe kannst, musst Du die gerade aktuelle IP Adresse kennen. Hier hilft der DynDNS Dienst im Internet weiter, Du musst Dir da einen Account besorgen (gratis für Privatnutzer), und einen Router haben der DynDNS unterstützt, der meldet dann bei jedem IP Wechsel die neue Adresse an DynDNS, und da kann man sie dann weltweit abholen. Für Router ohne DynDNS Unterstützung gibt es - als zweitklassige Notlösung - auch den „DynDNS Client“, das ist eine Hilfssoftware, die man auf einem permanent laufenden PC hinter dem Router installiert, und der dann die aktuelle IP Adresse des Routers in bestimmten Zeitabständen bei DynDNS verpetzt.
Letzte (und aufwändigste, unmkomfortable, aber immerhin halbwegs sichere) Lösung: VPN. Der Preis dafür ist allerdings hoch, und, entschuldige, aber spätestens hier ist Ende der Fahnenstange für Netzwerk-Ungeübte. VPN Protokolle sind ein wildes Sammelsurium aus kryptografischen Versatzstücken aus 2 Jahrzehnten, zusammengerührt zu einer wilden Protkollpampe und nahezu unbrauchbar zerplappert in den Normengremien durch wirtschaftliche Interessen verschiedener Anbieter. In Kurz: wenn Dein Router PPTP unterstützt, und Du ausschließlich Windows Clients hast, und Du dem hysterischen Geplärr, dass PPTP theoretisch knackbar wäre, keine Beachtung schenkst (Nervensache)), klappt es ganz vorzüglich, weil jeder Windows PC eine passende Clientsoftware mit dabei hat (DFÜ Netzwerk). Für die modernere Variante (L2TP) hat er nur noch eine rudimentäre „Unterstützung“, also genau genommen überhaupt keine vernünftige Unterstützung. Man benötigt daher normalerweise eine passende Clientsoftare vom Router-Hersteller, die sich dann aber nicht selten mit dem eingebauten Windows Zeugs in die Haare gerät. In der Regel kostet sie auch noch zusätzlich, stellt erst mal einen Haufen technische Fragen, die man ohne langwierige Recherche nicht auf Anhieb beantworten kann, und ist nur für die etwas besser ausgestatteten Router der „Business“ Klasse überhaupt verfügbar. Fazit: wenn der Router PPTP kann, ist das Ganze für einen Privatnutzer machbar, wenn nicht, dann nicht. Handbuch.
AL.