Von Heizungsfachleuten wird immer behauptet, daß es sinnvoller ist eine Wohnung ständig etwas zu heizen ,als garnicht , um sie dann bei „Gebrauch“ wieder warm zu bekommen. Ist dies aus pysikalischer Sicht eigentlich korrekt, oder redet da jeder nur dem anderen nach?
Oder muß man nicht die jeweiligen Raumgrößen, Inventar, Zeiten, Isolationen, Temperaturdifferenzen einkalkulieren, was in der Praxis dann aber kaum exakt zu berechnen ist.
Hallo,
Von Heizungsfachleuten wird immer behauptet, daß es sinnvoller
ist eine Wohnung ständig etwas zu heizen ,als garnicht , um
sie dann bei „Gebrauch“ wieder warm zu bekommen. Ist dies aus
pysikalischer Sicht eigentlich korrekt, oder redet da jeder
nur dem anderen nach?
nach meiner Ansicht ist der „Wärmeverlust“ umso größer, je
größer das Wärmegefälle ist (Temperaturdifferenzen).
Wenn eine entsprechend hohe Temperatur nicht gebraucht wird, sollte
man sie auch nicht halten. Dies macht natürlich nur Sinn, wenn der
der Zeitraum für die geringere Temperatur nicht zu gering ist, denn
es ist richtig, daß man bei einem abgekühlten Raum auch wieder
das Inventar und die Wände aufheizen muß.
Gruß VIKTOR
Hallo,
Ist dies aus
pysikalischer Sicht eigentlich korrekt, oder redet da jeder
nur dem anderen nach?
Aus „physikalische Sicht“ ist das falsch.
Es gibt beim Heizen zwei Aspekte zu beachten:
- Energieverbrauch (physikalisch) und
- Behaglichkeit
Der Energieverbrauch hängt ganz klar einzig und allein vom Temperaturgefälle zwischen außen und innen ab. Je größer und je länger der Unterschied, desto mehr Energieverlust (und damit -verbrauch, um den Unterschied aufrecht zu erhalten).
Wenn man die Heizung runterdreht, kühlt der Raum natürlich aus, und ebenso die Wände und die Möbel. Dieses Auskühlen ist die Folge eines Wärmeflusses aus dem geheizten Raum heraus hin zum kälteren „Außen“. Dieser Wärmefluss findet ständig statt, solange es einen Temp.unterschied zwischen innen und außen gibt. Wenn die Heizung an ist, gleicht sie diese Verluste jedoch andauernd aus. Somit wird das Innere (Wandinnenseiten und Möbel) immer warm gehalten. Das verursacht die Heizkosten.
Ohne zu Heizen kühlt über kurz oder lang dann aber alles aus. Um das alles wieder aufzuheizen, braucht man natürlich wieder Energie - aber nicht mehr Energie, als zum Erhalt der Temperatur über die Abkühlzeit hinweg benötigt worden wäre, wenn die Temp. konstant gehalten worden wäre.
Also: Jedes Grad weniger bedeutet auch weniger Wärmeverlust und weniger Energieverbrauch. Dabei ist es unerheblich, ob das Zimmer nun 20°C, 15°C oder nur 10°C warm ist.
Das war rein physikalisch betrachtet. Ein Raum, dessen Wände und Möbel aber sehr kalt sind, ist nicht nur kühl, sondern vor allem unbehaglich. Unser Körper spürt die Wärmestrahlung, die von Objekten in der Umgebung abgestrahlt wird. Fehlt diese, empfinden wir es als unangenehm, auch wenn die Lufttemperatur im Raum vielleicht schon wieder mollige 25°C hat.
Läßt man einen Raum zu sehr auskühlen, dauert es auch lange, bis man alles wieder auf eine angenehme Temp. geheizt hat. Wenn man den Raum zB. über Nacht und die täglich Arbeitszeit (also so von 22:00 bis 16:00 Uhr) so weit möglich auskühlen läßt und Nachmittags dann die Heizung aufdreht, um es abends wieder warm zu haben, dann spart das Energie, aber man wird abends wahrscheinlich in einem Zimmer sitzen, in dem die Luft 25°C warm ist aber man fröstelt, weil Boden, Wand, Sofa und Sessel noch kalt sind.
Damit die Sachen abends warm werden können, muss man entweder früher anfangen, wieder zu heizen, oder man darf das Zimmer nicht erst ratzekalt werden lassen. Welche Strategie energetisch die bessere ist, hängt von ganz vielen Faktoren ab und kann nicht generell beantwortet werden:
Oder muß man nicht die jeweiligen Raumgrößen, Inventar,
Zeiten, Isolationen, Temperaturdifferenzen einkalkulieren,
was in der Praxis dann aber kaum exakt zu berechnen ist.
Genau.
LG
Jochen
Hi Klaus,
schau mal hier FAQ:2702
Gandalf
Danke für die Frage und für die super Antworten!!
Bei irgendeiner Sendung (kann Galileo gewesen sein) meinten die nämlich, dass man immer heizen soll, also die optimale Temperatur halten, auch wenn man nicht da ist.
Da habe ich mir auch gedacht, dass das doch Energieverschwendung ist…
Gallileo…
… ist auch nicht empfehlenswert.
Die erzählen recht oft eine Stuss.
Naja, Hauptsache es ist irgendwie unterhaltsam.
Lieber mal „Sendung mit der Maus“ gucken 
LG
Jochen
ja sehe ich auch so, aber bleibe ich machmal nach Simpsons hängen 
Aber trotzdem sollten die nicht solche Unwahrheiten erzählen.
Grüße
Simon