Hallo Eve,
der Frühling kommt und mein 4 Jahre altes Auto soll im neuen
Glanz erstrahlen - nur wie?
Das ist gar nicht so schwer.
Mein Auto hat eine graue Metallic-Lackierung, ich meine
„Stone-Grey“.
Die Farbe ist zunächst mal egal.
Ich habe auch eine Poliermaschine zur Verfügung, so eine, wo
man einen Griff mit beiden Händen anfasst und eine rotierende
Scheibe über den Lack bewegt.
Prima, das ist schon mal gut für Arme und Dein Rückgrat.
Auch Politur, aber alles altes Zeug.
Schmeiß, das alte Zeug weg. Wenn es gut werden soll, kauf neue Produkte.
Meine Frage(n):
Welche Autopolitur eignet sich?
(habe im Web gelesen das „Sonax X-Treme Polish“ gut sein soll)
etwa hier:
http://www.autobild.de/artikel/autopflege_50028.html
Wichtig ist immer, dass du ein abgestuftes System einer Marke nimmst. Die Marke ist zunächst nicht soooo wichtig, aber es sollte im „System bleiben“.
Als allererstes wird das Auto peinlich sauber gewaschen, möglichst nachdem er durch den Regen gefahren wurde, das weicht den Schmutz besser auf. Aus Umweltschutzgründen macht man das heute nicht mehr vor der Haustüre, sondern entweder auf dem Waschplatz von Hand, wenn das geht, ansonsten geht man (leider) zur Waschstraße. Und zwar nutzt man diejenige, die
a) am neusten ist,
b) die weichsten Bürsten hat und
c) das benutzte Wasser filtert.
Diese Do-it-yourself-Plätze meide ich persönlich, weil ich nie weiss, wer damit vor mit was auch immer mit der Bürste etc. gemacht hat. Sofern ich nur sprühen muss, ist mir das am liebsten. Aber normalerweise kommt dort der Schaum au der Bürste. Und die möchte ich nicht übern Lack ziehen.
Nun zum eigentlichen Vorgang.
Zuerst würde ich einen Lackeiniger nehmen. Mit dem „hauchst“ Du die alleroberste Lackschicht gaaaaaaaaaaaaaaz fein weg. Dabei verschwinden auch etwaige im Decklack eingerannte oder sonstwie festgefressenen Bitumenspritzer und ähnliches Beschädigungen. außerdem bereitet er den Lack zur Aufnahme der späteren Politur vor, in dem er die „Poren öffnet“. Dabei ohne Druck!!! auf dem Auto arbeiten, die Maschine muss „von selber“ gleiten, an Kanten und Ecken gaaaaaaaaaaaaz vorsichtig arbeiten. Du sollst den Lack nur „anhauchen“ nicht „runterrubbeln“. Kauf dir bitte hierfür im Fachhandel Polierwatte, die für Deine Maschine geeingent ist.
Mit der Hand zum Schluss den Lackreiniger vom Lack wischen. Das Zeug soll ganz runter. Auf keinen fall den Reiniger „einpolieren“, sondern schön vorsichtig abwischen.
Nun kannst Du mit dem Polieren anfangen. Dafür nimmst du entweder farbige Politur, oder auch transparente. Kommt auf den Lackzustand an und ob es so was in der Farbe für Deinen Lack gibt. Machen schwören drauf, weil er Microkratzer wieder mit Farbe anfüllt, andere halten das für einen Blödsinn, weil die Farbdeckung nicht 100% ist. Die einen so, die anderen so.
Auch hier gilt, dass Du möglichst ohne Kraft die Maschine von selber gleiten lässt. Schön die Politur über das ganze Auto verteilen. Dass Du für das Polieren neue Polierwatte nimmst, versteht sich ja von selbst.
So zum Schluß kann man sein Auto noch mit Wax „versiegeln“. Auch hier vorsichig mit der Maschine übers Auto und wie von den anderen Mittel auch nicht zuviel auftragen und immer neue Polierwatte nehmen
Also, eine Handwäsche möchte ich meinem Wagen nun nicht
ständig angedeihen lassen.
Wie oben beschreiben, such Dir eine gute Waschstraße. Du must eben mit Microkratzern von den Bürsten leben, oder Du wäscht das Auto jeden Woche vor der Haustüre von Hand und verseuchst das Grund- und Abwasser mit Öl- und Benzinrückständen, die Du mit dem Wasser in kleisten Mengen in die Umwelt bringst - was aus gutem Grund in den meisten Städten verboten ist…
Der Autoprofi bringt das für Dich mit etwa 200,- bis 300,- Euro auch innen so in Schuß, das man sich das einmal im Jahr überlegen sollte. Meine Autos sehen nach der Bahndlung immer so aus, dass ich denke, der hat das Auto neu lackiert.
222kpl