Hallo zusammen!
Ich spiele mit dem Gedanken, in einer Familienangelegenheit, die möglicherweise um die 100 Jahre zurückliegt, Nachforschungen im Stadtarchiv anzustellen. Leider habe ich überhaupt keine Ahnung, wie man dabei vorgeht. Hat hier jemand Erfahrung damit? War das Einwohnermeldewesen damals schon so zuverlässig wie heute? Sind Akten über Zu- und Wegzüge einsehbar? Kann man solche Recherchen überhaupt selber durchführen oder müsste man damit den Stadtarchivar beauftragen? Mit welchen Kosten ist zu rechnen? Weiß jemand gute Links zu dem Thema?
Viele Fragen auf einmal! Falls ihr mir helfen könnt, bedanke ich mich schon einmal.
Viele Grüße!
Christoph
hallo christoph,
Viele Fragen auf einmal! Falls ihr mir helfen könnt, bedanke
ich mich schon einmal.
da das von stadt zu stadt verschieden ist, solltest du die vielen fragen am besten direkt im rathaus, bürgeramt, meldestelle (oder wie immer das bei euch heißt) stellen.
ruf doch erstmal einfach im rathaus an (die zentrale hat meist die durchwahl „0“) und frage, wer zuständig für dein problem ist. in der regel bekommt man dann die durchwahl oder wird gleich verbunden. ist gar nicht schwer.
gruß
ann
Hallo Ann!
Danke für den Hinweis! Hast Du denn irgendwelche Erfahrungen damit? Kann jemand etwas über die Methodik bei der eigentlichen Recherche sagen? Wie findet man am besten und schnellsten die Infos, die man sucht?
Viele Grüße!
Christoph
da das von stadt zu stadt verschieden ist, solltest du die
vielen fragen am besten direkt im rathaus, bürgeramt,
meldestelle (oder wie immer das bei euch heißt) stellen.
ruf doch erstmal einfach im rathaus an (die zentrale hat meist
die durchwahl „0“) und frage, wer zuständig für dein problem
ist. in der regel bekommt man dann die durchwahl oder wird
gleich verbunden. ist gar nicht schwer.
gruß
ann
hallo christoph,
da ich nicht weiß, um was es geht bei deinen recherchen und in jedem städtchen/ jeder institution andere „spielregeln“ gelten, ist es müßig, hier von methodik zu sprechen.
nur eins: fragen, fragen, fragen. um so präziser deine fragen sind, desto genauer können die antworten sein. die meisten menschen helfen einem gern weiter, wenn sie können. (natürlich sollte man freundlich sein. aber das versteht sich von selbst.)
die passende „methodik“ wirst du dann selbst entwickeln.
gruß
ann
Hallo,
ich zum Beispiel bin 1 bis 2 mal pro Monat im Bndesarchiv in berlin zugange. Dort gibt es die Findbücher, sprich B+cher über den bestand der Unterlagen. Möglicherweise ist dies in den Stadtarchiven ähnlich. Bei Archiven ist Personensuche allerdings immer so ne Sache. Wenn die Möglichkeit!!! besteht, das die gesuchten Personen noch leben brauch man schon gewisse Nachweise das sie einverstanden sind, bzw deren Angehörige bzw. das Todesdatum. Es ist gerade in Archiven unerlässlich zu fragen, gelegentlich kann das Procedere äusserst kompliziert werden.
Wenn ich mein Thema ins Bundesarchiv eingebe kommt nach gewisser Zeit die Nachricht das die unterlagen bereit liegen. Da ich meistens über Personen recherchiere goibt es dort bereits Personalunterlagen die mir die weiteren Wege aufzeigen die ich dann selber in den Findbüchern oder am PC bearbeite. Aber wie gesagt ob es im Stadtarchov ähnlich ist kann ich so nicht sagen. Das Arbeiten wird aber Ähnlichkeiten haben. Kosten entstehen an den Kopien…
Grüsse Robby
Hallo,
manche Archive erheben auch Benutzergebühren. Bei uns in Magdeburg kann man das umgehen, indem man die Recherchen als „Heimatforschung“ deklariert, dann ist man befreit.
Vielleicht kannst du etwas genauer werden, dann kann man dir vielleicht auch gezielter helfen.
Herzliche Grüße
Thomas Miller
Hallo Christoph,
so weit es die Zeit erlaubt, recherchiere ich die Geschichte meines Hauses ab Ende 18. / Anfang des 19. Jahrhunderts. Es ist erstaunlich, was sich alles in Privathand, im Dorfarchiv und im Staatsarchiv finden läßt. Aber alle alten Dokumente, Flurkarten, Beschreibungen und Verträge wurden handschriftlich erstellt, in deutscher Schreibschrift in diversen Variationen. Die Schreibweisen haben sich im Laufe der Zeit verändert. Hinzu kommen die Eigenarten der Handschrift. Daraus ergibt sich für mich das größte praktische Problem, denn Buchstaben für Buchstaben mühsam zu entziffern, wird bei der Fülle des Materials nicht zum Ziel führen. Man muß querlesen können, um überhaupt die interessierenden Dinge zu finden. Deshalb folgte ich der Buchempfehlung eines www-Users über deutsche Schreibschrift und lerne das Lesen. Dabei unterscheidet sich die Schrift von z. B. 1790 deutlich von 100 Jahre jüngeren Texten. Das Lesen zusammen mit Kenntnissen der wechselvollen Geschichte der Region bildet die Grundlage, um in den Archiven mehr als nur Zufallstreffer zu landen. Dabei gehts beliebig bunt zu, von den Zeichnungen und Büronotizen bestimmter Architekten bis zur Familiengeschichte der verschiedenen Ritterfamilien - nach heutigen Vorstellungen (ist natürlich der ungeeignete Maßstab) waren das blutrünstige Gewohnheitsverbrecher mit Leibeigenen, über die sie nach Belieben verfügten.
In den Archiven braucht man unbedingt die Hilfe kundiger Mitarbeiter und viel Zeit.
Gruß
Wolfgang
Hallo Thomas!
Also als Heimatforschung ließe sich so etwas wohl kaum deklarieren. Es geht um die Familie eines meiner Urgroßväter. Schon seine Tochter, also meine Oma, wusste, da er sehr früh verstorben ist, gerade einmal seinen Geburtsort. Kontakt zu anderen Familienangehörigen gab es, warum auch immer, nicht. Wir wissen noch nicht einmal, wer diese Angehörigen eigentlich waren. Der betreffende Familienname kommt in seinem Heimatort nicht mehr vor. Es geht für mich zunächst einmal darum herauszufinden, wohin die Familie nach seiner Geburt eigentlich gezogen ist und wann das war. Denn die bisherigen Ermittlungen deuten darauf hin, dass der nächste Aufenthaltsort jedenfalls nicht der Geburtsort meiner Oma war. Denn auch dort kommt der Name nicht mehr vor. Alle anderen Fragen ergeben sich erst danach.
Viele Grüße!
Christoph
Hallo Christoph,
sehr hilfreich sind oft auch Kirchenarchive (Geburten, Taufen, Hochzeiten, Sterbefälle) - je nach Bundesland gibt es ev. auch ein Zentralarchiv, sonst direkt bei der Kirche. Je nach Zeitraum, den du recherchieren willst, wirst du auf Sütterlin stoßen, was ziemlich mühsam zu lesen ist, weil es ein Gerücht aus schlecht unterrichteten Kreise ist, dass unsere Großväter noch schön geschrieben hätten:wink:
beste GRüße,
barbara
1 „Gefällt mir“
Hallo Barbara!
Danke für den Hinweis!
sehr hilfreich sind oft auch Kirchenarchive (Geburten, Taufen,
Hochzeiten, Sterbefälle) - je nach Bundesland gibt es ev. auch
ein Zentralarchiv, sonst direkt bei der Kirche.
Das ist natürlich prinzipiell richtig. Aber damit ich das tun kann, müsste ich erst einmal wissen, wohin es meinen Urgroßvater bzw. seine Familie nach seiner Geburt verschlagen hat. Den Geburtsort kenne ich ja, habe den Vermerk über seine Taufe sogar im Kirchenbuch gefunden. Aber über die Zeit danach schweigen sich die Kirchenbücher in seinem Heimatort aus.
Je nach Zeitraum, den du recherchieren willst, wirst du auf Sütterlin stoßen, was ziemlich mühsam zu lesen ist, weil es ein Gerücht aus schlecht unterrichteten Kreise ist, dass unsere Großväter noch schön geschrieben hätten:wink:
Das ist wirklich ein Gerücht. Ich finde die Schrift einer PC-Tastatur viel schöner. *grins*
Viele Grüße
Christoph
beste GRüße,
barbara