Wie ruhig bleiben?

Leider sind mir z.B. Statistiken über den Zusammenhang
zwischen Geburttermin und Säuglingssterblichkeit oder weitere
Entwicklung des Menschen nicht bekannt oder zugänglich.

Man könnte dies als Indiz dafür werten, dass es derlei
signifikanten Forschungsbeitrag auch nicht gibt. Gäbe es ihn,
dann wäre er - nicht zuletzt aufgrund der großen Zahl an
Horoskop-Fans - bereits öffentlich bekannt.

Hallo Patrick,

etliche Forschungsergebnisse werden eben wegen der eventuell Betroffenen nicht besonders publiziert!
Fiktives Beispiel: Wenn man dir in jungen Jahren ein Höchstlebensalter von dreißig voraussagen könnte, dann würde dir das, sofern du keine eindeutigen Bescherden hast, dein Lebensglück beträchtlich schmälern.

Ich gebe zu: die Theorie ist verlockend, und ich kann mir
vorstellen, dass zu anderen Zeiten - wo das Nahrungsangebot zu
Zeiten der Schwangerschaft mit der Jahreszeit variiert hat -
durchaus einen Einfluss gehabt hatte. Aber heutzutage, zur
Zeiten der Kühlung, des Transportwesens und der Gewächshäuser?

Selbst wenn während der Gestation bei der Mutter z.B. eine
saisonal bedingte Depression entsteht, und dies auf die
Entwicklung Einfluss hat, dann heisst dieser Faktor
Depression. Und der könnte auch im Sommer auftreten.

Nun ja, es gibt eben auch Winter-(Lichtmangel-) Depressionen und kein Erwachsener mag den Winter wirklich, jedenfalls keiner, den ich kenne.

Ein global wirksames Rezept wird durch die Jahreszeiten sich
also weiterhin nicht finden lassen - solange
Individualfaktoren wie Erziehung, Umwelt, Traumata, Genetik,
Krankheit etc. so viel stärkere Einflüsse als die Jahreszeiten
haben.

Und überhaupt finde ich persönlich, dass es weder in Bezug auf
Charakter, noch Intelligenz, noch körperliche Entwicklung eine
so niedrige Auflösung an Eigenschaftsbündeln geben kann, dass
lediglich 4 oder 12 unterschiedliche Abstufungen einen
hinreichenden Erklärungsbeitrag zur Komplexität des Menschen
beitragen könnten.

Das würde dem Individuum, unserer ganzen Individualität
zumindest mit einem wissenschaftlichem Anspruch einfach nicht
gerecht. Auch wenn wir alle uns das vielleicht manchmal
wünschen würden.

Ich glaube nicht, dass wir uns das wünschen und ich glaube auch nicht, dass das Ganze so einfach ist!
Sicherlich spielen viele andere Faktoren mit hinein!
Und doch muss es diese groben Schubladen irgendwo geben.

In diesem Zusammenhang möchte ich noch einmal auf die merkwürdigen Übereinstimmungen zwischen Namensgebung durch die Eltern und Charakter des Kindes hinweisen.

Gruß, Nemo.

Hallo Oliver!

könnte es nicht eher sein, daß ihr zwei darüber nur nichts
wißt? Stattdessen schließt ihr darauf, daß es etwas nicht
gibt. *schmunzel*

http://www.verhaltenswissenschaft.de/Psychologie/Psy…

Naja, da steht ja, das nichts konkretes bekannt ist. Zudem würde es bedeuten, dass die Virusinfektion ein begünstigender Faktor für das Entstehen einer Schizophrenie wäre (Kausalkette).

Die im Ausgangsthread beschriebenen recht allgemeinen charakterlichen Besonderheiten mit dem Geburtstermin zu korrelieren, halte ich für verfrüht…

Und auch bei einer Schizophrenie wäre ich mit einer Diagnose aufgrund des Geburtstages erst noch vorsichtig :wink:

Einen „Einfluss“ habe ich aber mit dem Beispiel der saisonal bedingten Depressionen selber hergestellt - aber es ist nur ein klitzekleiner Faktor unter sovielen anderen…

Und bei Deinem Beispiel - Schizophrenie hat keine so große Prävalenz, als dass ich dies in Bezug auf ein globales Erklärungmodell gelten lassen würde!

Lieben Gruß
Patrick

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Tier und Mensch
Hallo Nemo!

Es scheint mir im Gegenteil die Tendenz vor zu herrschen, den
Menschen als etwas Besonderes zu sehen und ihn nur ja nicht
irgendwie mit den „anderen“ Tieren in Verbindung zu bringen.

So vieles wüssten wir nicht, wenn wir nicht von dem Tier auf den Menschen schließen würden. Die betrifft weite - sehr weite - Teile der Psychologie und Medizin als Wissenschaft.

Viele Forschungsergebnisse gibt es nur aufgrund von Tierparadigmen, und viele Krankheiten wären ohne diese Paradigmen bis heute ungeheilt.

Aber auch wesentliche Erkenntnis in Bezug auf z.B. Gedächtnis, Lernen und Emotionen stammen aus dem tierexperimentellen Bereich. Da es sich in der Anwendung als sehr valide erweist, scheint der Vergleich zu passen.

Vielleicht blenden das viele Menschen aus.

Wenn ich den Menschen als ein sehr komplexes System beschreibe, will ich ihn nicht vom Tier differenzieren. Jedes Tier würde ich als ebensolch komplexes und nur sehr schwer zu verstehendes System verstehen wollen, und die Übereinstimmungen mit dem Menschen als wesentlich erachten.

Lieben Gruß
Patrick

Moin,

kann es sein, dass dein Ärger damit zusammenhängt, dass deine Erwartungen nicht mit der Realität übereinstimmen, du somit die Dinge nicht so wahrnimmst, wie sie sind?

Ungeduldig bin ich auch, wenn jemand auf meine Erklärungen
etwas nicht kapiert und mehrmals nachfragt.

Klar, kenn ich. Meine Erklärung ist ja schließlich perfekt, somit erwarte ich auch, dass andere verstehen, was ich meine. Wenn nicht, sind sie eben Deppen :smile: Anders herum ist es natürlich so, dass wenn ich mal was nicht verstehe, die Erklärung der anderen ungenügend ist, Deppen halt :smile:

Im Straßenverkehr regen mich Leute auf, die dicht auffahren,
die zu dicht an mir vorbei fahren, die langsam, ohne
ersichtlichen Grund, vor mir hertuckern. Dabei fahre ich auch
dicht auf, besonders wenn jemand vor mir hertuckert. Es kam
schon vor, dass mich jemand, allerdings zu Unrecht,
ausgebremst hat.

Ja klar, ich erwarte ja schließlich, dass sich jeder Verkehrsteilnehmer genau in meinem Sinne verhält. Wenn ich Zeit habe, dann soll sich jeder gefälligst an die Straßenverkehrsregeln halten und rücksichtsvoll fahren. Wenn nicht, wo haben die überhaupt ihren Lappen gemacht? Sofort von der Straße holen, diese Deppen.

Andererseits klar, ich bin etwas zu spät dran, vielleicht zu spät aufgestanden aber ich KÖNNTE es ja doch noch schaffen, rechtzeitig anzukommen, wenn nur diese Deppen nicht so rumtrödeln würden. Deretwegen komme ich jetzt doch noch zu spät. Diese Penner. Aus dem Weg!

Der hat mich vorher geschnitten und ich habe
gehupt. An der Ampel bin ich dann ausgestiegen und habe ihm
ein paar weniger freundliche Worte und das in einem weniger
leisen Ton gesagt.

Auch klar, schließlich fahr ICH ja nicht wie ein Depp. Wenn ich so fahre, wie ich fahre, dann hat das schon seinen wichtigen Grund. Die Deppen sind nur die anderen.

Wenn ich z. B. TV sehe und ich währenddessen angesprochen
werde, dann nervt mich das auch, besonders wenn etwas läuft,
was mich interessiert und ich gucken möchte.

Ja logo, und erst recht, wenn es der eigene Partner ist. Ich erwarte schließlich, dass dieser wundervollste aller Menschen (sonst wäre ich ja nicht mit ihm zusammen) meine Gedanken lesen kann, genau weiß, dass ich GERADE JETZT etwas ganz interessantes sehe. Was? Der kann meine Gedanken nicht lesen? Wieso bin ich überhaupt mit dem zusammen? Vielleicht ist der Typ doch ein Fehler…Der war doch früher nicht so. Mann hast du dich verändert!

Andersrum spreche
ich aber auch, wenn andere TV sehen und mich das nicht
interessiert.

Klar, schließlich bin ICH immer interessanter und wichtiger, als TV. Da kommt doch eh nur Blödsinn. :smile:

Wenn ich etwas geplant habe und diese Planung verworfen wird
/werden muss, ists für mich mehr als nur schwer, dies zu
akzeptieren.

Klar, schließlich hab ich ja den besten aller Pläne gemacht, ich erwarte daher, dass die anderen das auch so sehen, falls nicht, was für Deppen! :smile:

Hat jemand eine andere Meinung als ich, muss ich dieser Person
natürlich meine aufzwingen (nicht bei jedem!). Nur ich habe
Recht! Meine Meinung ist Ihre Meinung! So ungefähr.

Natürlich! Ich Gegensatz zu den anderen Deppen, die meinen, sie hätten Recht, habe ICH ja meine Meinung gründlich durchdacht. Also erwarte ich auch, dass man mir zustimmt :smile:

Auch wenn das vielleicht nicht primär was mit diesem Problem
zu tun hat, aber ich lasse mich leicht ablenken. Besonders
wenn ich im Internet bin und nach etwas Suche, dann öffne ich
mehrere links und will am besten alles auf einmal lesen. Sitze
ich und schreibe, wie jetzt, einen Beitrag und mir fällt ein,
das und das will und muss ich auch noch nachlesen, dann such
ich zwischendurch nach ner Seite und öffne die und kehre z. B.
hierher zurück.

Wenn du deine Gedanken, und daraus resultierenden Emotionen ansonsten nicht „im Griff“ hast, dann ist es wahrscheinlich, dass du deine Gedanken in anderen Situationen (als z.B. den von dir oben beschriebenen) auch nicht im Griff hast. Ich denke somit schon, dass diese Probleme zusammenhängen.

Wie kann man mir, wie kann ich mir am besten helfen?

Bitte um eure Meinungen, Tipps und Tricks.

Wenn du das nächste Mal merkst, wie Ärger in dir hochkommt, dann versuch mal in dem Moment darauf zu achten, welche Erwartungen du an diese bestimmte Situation hast, und ob deine Erwartungen und deine Sicht der Situation überhaupt mit der Realität übereinstimmen. In vielen Fälle beruht dein Ärger vielleicht einfach aus deiner falschen Wahrnehmung (und daraus resultierenden Beurteilung) der Realität. Die anderen können also gar nichts dafür :smile:

Gruß
Marion

Hi

Ich bin verdammt zu normal!
Ich will Sterne für Normalität, auch ohne eine Frage zu
stellen!
Ich lege keinen Wert darauf, aber ich will sie haben!

Vielleicht solltest Du über diese Probleme mal im Psychologiebrett reden *g*

erheitert Sternchen vergebend
Edith

Hallo aiwendil!

Und Vergleichende Verhaltensforschung gibt es hier ja leider
nicht!

Diese Aussage verstehe ich nicht. Das Thema betrifft das
Fachgebiet der Medizin und der Psychologie. Beides gibt es in
Deutschland.

BTW: Gibt es in Deutschland keine vergleichende
Verhaltensforschung mehr? Wieso?

Meine Aussage bezieht sich eher auf w-w-w!

Diese Aufsplittung, die du ansprichst, zieht sich durch alle Gebiete die den Menschen betreffen und macht es oftmals schwer, Fragen zu stellen, die für das Gesamtgebiet zutreffen.

Das heißt, man trifft auf bestimmte Fragen leider immer nur auf Fachleute, die sich auf bestimmte Teilaspekte spezialisiert haben. Und denen der gesamte Zusammenhang irgendwie fremd ist.

Das geht ja, von Philosophie über Psychologie, Religion, Gender, Medizin bis hin zur Zoologie.

Was aber den zweiten Teil deiner Frage betrifft:

Zumindest populärwissenschaftlich scheint sich in Deutschland in dieser Hinsicht nicht viel zu tun.

Konrad Lorenz war Österreicher, genau wie Eibl-Eibesfeldt!

Mein derzeitiger Favorit, Desmond Morris, ist Brite.

Alles weitere kommt anscheinend aus den USA.

Die Deutschen tun sich, wie auch auf anderen wissenschaftlichen Ebenen, anscheinend wieder mal entsetzlich schwer mit dem Thema.

Motto: Der Mensch stammt vom Affen ab, der Deutsche von Adam und Eva!
Deutsche haben eine moralische Verpflichtung, die anscheinend nur Deutsche begreifen können.

Gruß, Nemo!

Moin, Rolf,

da hat das Wutbröckchen Mutsternchen bekommen - von Leuten, die unter dem Motto leiden „Was ich schon immer mal fagen wollte, mich aber nie getraut habe“. Auch Du bist doch bestimmt viel mutiger als gedacht, also trau Dich und gestehe irgendwas!

Gruß Ralf

Moin,

ich erlaube mir, mich auf einen Punkt zu beschränken:

Ungeduldig bin ich auch, wenn jemand auf meine Erklärungen
etwas nicht kapiert und mehrmals nachfragt.

Das lässt nicht auf die Dummheit des Belehrten schleißen, sondern auf mangelnde didaktische Fähigkeiten des „Wissenden“.

Jeder Mensch lernt anders. Wenn ich merke, dass mein Gegenüber nur Bahnhof versteht, versuche ich, die Sache unter einem anderen Blickwinkel zu erklären. Meistens klappt das, wenn nicht, ist eine dritte Sicht gefragt.

Was mir den Kamm schwellen lässt: Leute, die auf Nachfrage genau den gleichen unverständlichen Sermon daherblubbern wie beim ersten Mal.

Es gibt 3 Stufen des Verständnisses:

  1. Ich habe den Sachverhalt verstanden.
  2. Ich kann das Wissen anwenden.
  3. Ich kann den Sachverhalt weitergeben.

Gruß Ralf

Köstlich! Danke! owT aber mit *

Hi Nemo,
(irgendwie hab ich’s heute mit Dir… *g)

Fiktives Beispiel: Wenn man dir in jungen Jahren ein
Höchstlebensalter von dreißig voraussagen könnte, dann würde
dir das, sofern du keine eindeutigen Bescherden hast, dein
Lebensglück beträchtlich schmälern.

Es könnte aber auch dazu verhelfen, diese kurze Lebensspanne wesentlich intensiver zu erleben, als es andere im ganzen - langen - Leben tun.

Habe bei zwei krebskranken Freundinnen, die inzwischen verstorben sind, erlebt, dass sie das Leben noch nie als so kostbar empfunden haben, wie in der Zeit des Bewusstseins über die konkret bevorstehende Endlichkeit.

Gruß,

Anja

Hallo,

ich kann sehr schnell „explodieren“.

Wenn etwas nicht auf Anhieb klappt, funktioniert, … könnt
ich die Krise kriegen und verschaffe mir dann auch mal verbal
Luft. Allerdings auch nicht immer! Aber hin und wieder fährt
mir doch mal ein „Sch…“ oder etwas Ähnliches über die
Lippen.

Hallo Klösschen,

Warte mal bis Du ein richtiger Kloss wirst, d.h. ein bisschen „reifer“ wirst. Besonnenheit stellt sich erst nach der Pubertät ein !
Gruss: harta

Hallo,

Naja, da steht ja, das nichts konkretes bekannt ist.

nein, das steht da so nicht, sondern daß es einen korrelativen Zusammenhang zwischen Wintergeburten und Schizophrenie gibt.

Zudem
würde es bedeuten, dass die Virusinfektion ein begünstigender
Faktor für das Entstehen einer Schizophrenie wäre
(Kausalkette).

Das wird tatsächlich als ein möglicher Grund diskutiert, warum Schizophrenien bei Wintergeborenen häufiger sind als bei Personen, die in anderen Monaten geboren sind.

Wenn Du Dich ein wenig mit der Literatur auseinandersetzen würdest, dann siehst Du vielleicht ein, daß Du Dich mit Deiner Behauptung, es gebe keine Forschungsbefunde zu Zusammenhängen zwischen Geburtstermin und psychischen Eigenschaften, nur weil Du keine kennst, zu weit aus dem Fenster gelehnt hast.

Grüße

Hi Nemo,
(irgendwie hab ich’s heute mit Dir… *g)

Hallo Anja,
so lange es auf die nette Art geschieht, hab ich nichts dagegen! *zurück grins

Fiktives Beispiel: Wenn man dir in jungen Jahren ein
Höchstlebensalter von dreißig voraussagen könnte, dann würde
dir das, sofern du keine eindeutigen Beschwerden hast, dein
Lebensglück beträchtlich schmälern.

Es könnte aber auch dazu verhelfen, diese kurze Lebensspanne
wesentlich intensiver zu erleben, als es andere im ganzen -
langen - Leben tun.

Es könnte, ja! Bei den meisten würde es das aber nicht tun. Sie würden mit ihrem Schicksal hadern und sich somit auch noch diese kurze Lebensspanne verderben.

Habe bei zwei krebskranken Freundinnen, die inzwischen
verstorben sind, erlebt, dass sie das Leben noch nie als so
kostbar empfunden haben, wie in der Zeit des Bewusstseins über
die konkret bevorstehende Endlichkeit.

Dann sind deine verstorbenen Freundinnen durchaus zu bewundern!
Allein um dieses Schicksal anzunehmen, bedarf es eines sehr starken Charakters und wer das Leben dann noch genießen kann ist beneidenswert.

Ich habe mich grade vor kurzem mit einer mir bekannten Krankenschwester darüber unterhalten. Die meisten Krebskranken verdrängen den Gedanken an den Tod bis zuletzt. Und alle Energie, die sie noch haben, geht dabei verloren.

Bewusstsein über die konkret bevorstehende Endlichkeit sollten wir ja eigentlich alle ständig haben, aber merkwürdigerweise entwickle ich erst in letzter Zeit einen Lebenshunger, den ich früher so nicht kannte. Leider oft auch starke Zweifel am Sinn meines Tuns, insbesondere auch meiner Arbeit.
Irgendwann ist mir mein Alter bewusst geworden und damit die Kürze der Lebensspanne, die mir noch bleibt.
Aber das gehört wohl eher in „Älterwerden“!
War halt grad mal so ein gedanklicher Ausflug, sorry.

Gruß, Nemo.

Hallo,

Naja, da steht ja, das nichts konkretes bekannt ist.

nein, das steht da so nicht, sondern daß es einen korrelativen
Zusammenhang zwischen Wintergeburten und Schizophrenie gibt.

Zudem
würde es bedeuten, dass die Virusinfektion ein begünstigender
Faktor für das Entstehen einer Schizophrenie wäre
(Kausalkette).

Das wird tatsächlich als ein möglicher Grund diskutiert, warum
Schizophrenien bei Wintergeborenen häufiger sind als bei
Personen, die in anderen Monaten geboren sind.

Ja, und was ich mit dem Satz sagen wollte: der Winter ist nicht die direkte Ursache, sondern wenn, dann der Virus (Ich kriege leider nur das Abstact auf die schnelle - es werden noch Ernährung oder Temperatur als Möglichkeiten für kausale Ursachen angeführt).

Und alle diese kausalen Möglichkeiten sind Teil einer Kette - die beeinflusst werden durch weitere Ursachen wie Natürliche Faktoren (z.B. warme Winter), Gesundheitskampagnen (z.B. Ernährung, Grippeschutz), Zufallsfaktoren (z.B. die Preise für Zitrusfrüchte sinken oder Auslandsreisen steigen), Genetik.

Ich habe mir aber gleich mal das Review „Viruses, Schizophrenia, and Bipolar Disorder“ von Yolken, R.H. & Torrey, E.F. (1995) runtergeladen, danke für den Hinweis - sehr interessant!

Wenn Du Dich ein wenig mit der Literatur auseinandersetzen
würdest, dann siehst Du vielleicht ein, daß Du Dich mit Deiner
Behauptung, es gebe keine Forschungsbefunde zu Zusammenhängen
zwischen Geburtstermin und psychischen Eigenschaften, nur weil
Du keine kennst, zu weit aus dem Fenster gelehnt hast.

Ich finde das nicht, dass ich das habe, denn Winter über eine Kausalkette möglicher Ursachen mit Schizophrenie reicht für mich nicht, von einem globalen Zusammenhang zu sprechen. Lokal in Bezug auf Schizophrenie mag es hier etwas geben (Prävalenz war ca. 1%?).
Seasonal Affective Disorder“ hatte ich selber schon genannt - und das nicht, um mir zu widersprechen.

Charakterliche Prägung jedoch auf die Jahreszeit zurückzuführen - wenn auch nur in Teilen - halte ich für verfrüht. Es gibt zu viele andere, wesentlichere Faktoren, die meiner Meinung nach hier entscheidend sind.

Im Übrigen auch bei der Schizophrenie: wir sollten einen genetischen Einfluss nicht aussen vor lassen, der auch da ist. Wenn auch der Auslöser dann vielleicht ein anderer ist.

LG
Patrick

Was noch interessant wäre, wäre Alter und Geschlecht.

27 und männlich.

Entschuldige bitte meine Indiskretion, brauchst ja nicht zu
antworten.

Kein Problem. Sind ja anonym hier und ich suche ja Hilfe.

Gruß

hi Nemo

Einmal bin ich Widder, zum anderen männlich und zum dritten
traten die oben geschilderten Symptome bei mir gehäuft in
einem bestimmten Alter auf. Mögliche Übereinstimmungen wären
von daher interessant.

o.k. wenn du jetzt das Sternzeichen dabei weglässt, liegst du vollkommen richtig ;o)

die meisten (NICHT alle) ungeduldigen egozentrischen Rechthaber im Strassenverkehr und sonstigem Leben findest du m.E. signifikant gehäuft bei 18 - ca. 30 jährigen männlichen Wesen (sprich in der Pubertät in der sie noch meinen sich produzieren zu müssen und unverwundbar zu sein - nicht um sonst wurde deswegen der Führerschein auf Probe eingeführt etc. ) …

Nach 30 verliert es sich wieder ein bisschen, wenn dann irgendwie Frauen in ihr Leben treten, die sie ein wenig ausbremsen und ihnen ab und an einen Spiegel vorhalten ;o)

Gruß hexerl

… auch Widder aber mit ausgesprochener Langmut gesegnet ;o) bis ich mal wirklich explodiere muss schon sehr sehr sehr viel vorher vorgefallen sein

Hallo Klöschen

Für mich hört sich das nach sehr viel angestauter Energie an, von der du nicht weißt wohin damit, also „schleuderst“ du sie geradezu um dich.

Du schilderst viele Situationen in denen du ausrastest. Das sind alltägliche Momente, Situationen die Sensiblität, Flexiblität oder Souveränität erfordern oder Empfindungen wie du dich selber im Bezug auf andere wahrnimmst.
Es betrifft also alle Bereiche deines Lebens, aber sie haben alle etwas gemeinsam, DIE ANDEREN machen immer etwas falsch!

An sowas merkt man immer schnell, daß die eigen Wahrnehmung nicht mehr im Lot ist, denn es ist klar, daß nicht alle Welt etwas falsch machen kann, nur man selber nicht.

Sowas tritt bevorzugt bei Menschen auf, denen etwas bestimmtes an sich selber stört, die mit ihrer Lebenssituation (Beruf, privat, bestimmte Ziele) nicht zufrieden sind und/oder sich auch irgendwie festgefahren fühlen.
Aber anstatt das eigentliche Problem mit vollem Einsatz anzugehen, wird gern die vorhande Energie in alle Richtungen verteilt, nur nicht in die wo sie hingehört.

Du hast also mehrere Möglichkeiten:

  • Dir jemanden suchen, mit dem du ergründen kannst, WAS GENAU dich eigentlich stört.
    Dabei geht es nicht um Autofahrer, Lernende etc. das sind nur Platzhalter für das eigentliche was dich stört.
    Meinst du der Tag sieht für dich besser aus wenn jeder sofort alles versteht? Wenn die Autofahrer genau so fahren wie du willst?
    Meinst du wenn das alles so reibungslos funktioniert, daß du das nächstemal nicht fluchen wirst wenn der PC mal nicht geht, etwas herunterfällt oder etwas anderes nicht so klappt wie du willst? Ich denke und du sicher auch, daß das nicht der Fall ist. Es gibt immer etwas was nicht klappt oder worüber man sich aufregen kann und wenn man das Bedürfnis hat mal seinem Ärger abzulassen sowieso :smile:

  • Du solltest dir etwas suchen, daß dich (wieder) mehr ausfüllt und deine Energie fordert und bündelt, am Besten etwas wo dein Ehrgeiz geweckt bzw. befriedigt wird (Wettkampf, Turnier, Sport, Tanzen gehen, Spiele o.ä.)
    Das ist eine legale und ganz einfache Methode seine überschüssige Energie abzuarbeiten und dabei „Unschuldige“ zu schonen :smile:

  • Zusammenhängend mit dem 1. Punkt. Ergründe deine Erwartungen an dich und an andere, aber vorallem an dich.
    Bin ich zufrieden so wie es jetzt ist? Was wollte ich mal alles erreichen und was habe ich davon erreicht? Was sind meine Vorstellungen von der näheren Zukunft, was habe ich als nächstes vor? Habe ich überhaupt etwas vor oder dümpel ich einfach so vor mich hin und das Leben zieht an mir vorbei und warum? Habe ich an jemanden Erwartungen die ich nicht aussprechen mag? Habe ich schon lange etwas vr, aber wage es nicht den nächsten Schritt zu tun? (große Veränderungen) usw.
    Das wird dir bei Punkt 1 auch weiterhelfen.

Das war mein Roman dazu :smile: Vielleicht konnte ich dir etwas helfen.

LG
Novalee