Leider sind mir z.B. Statistiken über den Zusammenhang
zwischen Geburttermin und Säuglingssterblichkeit oder weitere
Entwicklung des Menschen nicht bekannt oder zugänglich.Man könnte dies als Indiz dafür werten, dass es derlei
signifikanten Forschungsbeitrag auch nicht gibt. Gäbe es ihn,
dann wäre er - nicht zuletzt aufgrund der großen Zahl an
Horoskop-Fans - bereits öffentlich bekannt.
Hallo Patrick,
etliche Forschungsergebnisse werden eben wegen der eventuell Betroffenen nicht besonders publiziert!
Fiktives Beispiel: Wenn man dir in jungen Jahren ein Höchstlebensalter von dreißig voraussagen könnte, dann würde dir das, sofern du keine eindeutigen Bescherden hast, dein Lebensglück beträchtlich schmälern.
Ich gebe zu: die Theorie ist verlockend, und ich kann mir
vorstellen, dass zu anderen Zeiten - wo das Nahrungsangebot zu
Zeiten der Schwangerschaft mit der Jahreszeit variiert hat -
durchaus einen Einfluss gehabt hatte. Aber heutzutage, zur
Zeiten der Kühlung, des Transportwesens und der Gewächshäuser?Selbst wenn während der Gestation bei der Mutter z.B. eine
saisonal bedingte Depression entsteht, und dies auf die
Entwicklung Einfluss hat, dann heisst dieser Faktor
Depression. Und der könnte auch im Sommer auftreten.
Nun ja, es gibt eben auch Winter-(Lichtmangel-) Depressionen und kein Erwachsener mag den Winter wirklich, jedenfalls keiner, den ich kenne.
Ein global wirksames Rezept wird durch die Jahreszeiten sich
also weiterhin nicht finden lassen - solange
Individualfaktoren wie Erziehung, Umwelt, Traumata, Genetik,
Krankheit etc. so viel stärkere Einflüsse als die Jahreszeiten
haben.Und überhaupt finde ich persönlich, dass es weder in Bezug auf
Charakter, noch Intelligenz, noch körperliche Entwicklung eine
so niedrige Auflösung an Eigenschaftsbündeln geben kann, dass
lediglich 4 oder 12 unterschiedliche Abstufungen einen
hinreichenden Erklärungsbeitrag zur Komplexität des Menschen
beitragen könnten.Das würde dem Individuum, unserer ganzen Individualität
zumindest mit einem wissenschaftlichem Anspruch einfach nicht
gerecht. Auch wenn wir alle uns das vielleicht manchmal
wünschen würden.
Ich glaube nicht, dass wir uns das wünschen und ich glaube auch nicht, dass das Ganze so einfach ist!
Sicherlich spielen viele andere Faktoren mit hinein!
Und doch muss es diese groben Schubladen irgendwo geben.
In diesem Zusammenhang möchte ich noch einmal auf die merkwürdigen Übereinstimmungen zwischen Namensgebung durch die Eltern und Charakter des Kindes hinweisen.
Gruß, Nemo.

Anders herum ist es natürlich so, dass wenn ich mal was nicht verstehe, die Erklärung der anderen ungenügend ist, Deppen halt