Wie sag ich's, daß es keinen Weihnachtsmann gibt?

Hallo Wissende,

vor einiger Zeit (2-3 Jahre?) hatte ich hier mal einen interessanten Thread über das Thema gelesen - leider aber nicht kopiert. Es gab dort einen sehr guten Beitrag, der mir jetzt weiterhelfen würde. Hat jemand von Euch vielleicht einen Vorschlag, wie ich es meiner Tochter (6,5 J.) am schonendsten sage? Sie möchte, daß ich ein Foto von ihm mache, wenn „er“ und ich, wie jedes Jahr, zusammen die Geschenke unter Baum legen - aber auch ohne diese Zwangssituation ist es jetzt einfach soweit, bevor sie in der Schule ausgelacht wird…

Damals in dem Thread war ein Vorschlag gewesen, das Ganze ein wenig offen zu lassen, so etwa: vielleicht gibt es ja wirklich irgendwo so jemanden, der soviel Gutes tut oder tun möchte wie der W., man hat ihn nur noch nicht tatsächlich gesehen.
Also zugeben, daß der Mann mit dem Rauschebart und roten Mantel so nicht „echt“ ist, aber die Idee dahinter am Leben lassen.
(Ich hoffe, ich habe mich nicht zu wischi-waschi ausgedrückt)

Wäre klasse, wenn Ihr Tips für mich hättet!
Viele Grüße,
Gabi

Hallo

Auf jeden Fall würde ich dir empfehlen, ihr das Buch: „Morgen, Findus, wird’s was geben“ vorzulesen. Es gibt da auch einen Film von, aber das Buch ist bestimmt hundertmal besser.

Das passt ganz toll, dieses Buch. Wir haben dieses Buch übrigens jahrelang vor Weihnachten in der Adventszeit immer gelesen, weil es so schön ist. Da kann man jeden Abend ein Kapitel lesen, das kommt fast hin.

Viele Grüße
Simsy

Hi Gabi
Du könntest deinem KInd sagen, der Weihnachtsmann habe nicht gewollt, dass du ein Foto von ihm machst.
Der Weihnachtsmann ist ja eine Art Modulation des lieben Gottes, wenn man so will. Und der liebe Gott möchte doch (angeblich) auch nicht, dass man (sich) ein Bild von ihm macht.
Gruß,
Branden

Hallo,

nicht mein Gebiet, aber:

Du könntest deinem KInd sagen, der Weihnachtsmann habe nicht
gewollt, dass du ein Foto von ihm machst.

Sie möchte wissen wie sie ihrem Kind sagen kann das es keinen gibt.
Bei Gott ist das einfacher. Da scheiden sich die Geister, aber den Weihnachtsmann gibt es nicht. Und sie möchte wissen wie sie es ihrem Kind sagen kann.

Der Weihnachtsmann ist ja eine Art Modulation des lieben
Gottes, wenn man so will. Und der liebe Gott möchte doch
(angeblich) auch nicht, dass man (sich) ein Bild von ihm
macht.

Da muss man ja völlig widersprechen. Ist ganz falsch.
Der Weihnachtsmann geht auf den Heiligen Nikolaus zurück der im Byzantinischen Reich Geschenke verteilt hat. Man könnte den Weihnachtsmann eine Verniedlichung nennen.

@Gabi:
Ich hab’ keine Idee, aber wie wäre es wenn du deine Mutter fragst?
Und Freundinnen die schon Größere Kinder haben wie die es gemacht haben?

Und aus allem kannst du dann das Passendste zusammenflechten.
Schließlich kommt des beim Erklären immer darauf an wieviel das Kind weiß und verkraftet. Das eine Kind freut sich über die Wahrheit („Hab’ Papa schon letztes Jahr erkannt“), das andere bricht bei der Fotoverweigerung zsuammen. So als Beispiele.

Don’t worry, halte mich für den Rest aus diesem Thread raus. :wink:

Gruß

Merrick

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Hallo Gabi
die meiner Erfahrung nach schmerzloseste Methode ist, langsam hineinzuwachsen, in diese triste Erwachsenenwelt ohne Weihnachtsmann, Osterhasen und Feen.
Wenn du Geschichten erzählst mit den Worten: " die Leute glauben, dass der Weihnachtsmann…" „…man erzählt sich, dass er dort und dort…“ „… es hat zwar niemals jemand gesehen, aber alle Kinder (alle Gläubigen, alle die reinen Herzens sind) glauben, dass“
— dann kommen bald die ersten Fragen:
ist das wirklich so? gibt es ihn überhaupt?
und du kannst es wunderbar offen lassen:
solange auch nur ein Kind daran glaubt. - wir erzählen es uns so…
Natürlich modifiziert auf euren Sprachgebrauch
Dann kann deine Tochter selbst entscheiden, ob, wie lange und wie stark sie glauben will, doch es wird nicht so schmerzhaft sein, mit den „Ungläubigen“ konfrontiert zu werden.
Wenn ihr dann noch 3 verschiedene Kaufhausweihnachtsmänner besichtigt, ordnet sich dass nach und nach wie von allein.

Soweit meine Erfahrung
liebe Grüße
von
Susanne
deren Sohn (5) eines Tages vor ihr stand mit den Worten: „Gibt es ihn nun, oder nicht, ich muß das jetzt wissen, damit ich meinen Kindern dann später das richtige erzähle!“

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Flann O´Brien (OT)
Hallo Gabi,

obiger grandioser Kolumnist der „Irish Times“ beschrieb schon in den ausgehenden 50ern sehr treffend, wie er dieses Problem bei seinen eigenen Kindern zu lösen in der Lage war.

Nämlich vollkommen zutreffend davon ausgehend, dass die kleinen Racker schon vom Start weg geborene Berufsphilosohen wären, die niemals zwei Überväter gleichzeitig akzeptieren würden, brachte er ihnen bei, dass es sehr wohl einen Weihnachtsmann gäbe, sie aber andererseits wiederum keinen Daddy hätten.

Okee, bin ja schon wech…

Leicht sarkastische Grüße (geht ja sonst immer so tierisch ernst zu hier)

Awful Annie

Dein Kind verarscht Dich…
Juten Tach

Hat jemand von Euch vielleicht einen

Vorschlag, wie ich es meiner Tochter (6,5 J.) am schonendsten
sage? Sie möchte, daß ich ein Foto von ihm mache, wenn „er“
und ich, wie jedes Jahr, zusammen die Geschenke unter Baum
legen

Also ich kann mir nicht vorstellen, dass es noch sehr viele Kinder gibt, die mit 7 Jahren noch ernsthaft an den Weihnachtsmann glauben.Ich denke, dass die kleine das Bild nur sehen will, weil sie schon längst nicht mehr daran glaubt, und nun sehen will wie Du aus der Sache raus kommst. Mit verarschen meinte ich in diesem Fall eine „positive“ Verarschung.

Genauso wenig kann ich es verstehen, dass es Eltern gibt, die die Meinung vertreten dass ihre Kinder mit 7 Jahren noch an den Weihnachtsmann glauben. Aber vielleicht lebe ich ja in einer anderen Welt. dein Kind sicherlich nicht. Es schaut TV, tauscht sich mit anderen Kindern aus, welche sicherlich schon lange nicht mehr daran glauben.Lange Rede, kurzer Sinn: deine Bedenken und Ängste sind unbegründet, sie weiß schon lange wie der Hase läuft!

Stefan

Hi,

das ist nicht richtig. Den Glauben der Kinder kann man als Eltern sehr wohl erhalten und es spricht auch nichts dagegen – schadet es doch niemanden.

Mit 7 gebe ich dir recht, wird es aber wohl das letzte Jahr sein bevor der Glaube daran durch Klassenkameraden, Freunde und Fernsehen sanft dahin bröselt.

Unsere beiden sind 7,5 und fast 5 Jahre alt und zu einem hohen Prozentsatz glauben sie noch an den Weihnachtsmann und auch wenn dem Großen vielleicht hier und da schon Zweifel kommen so möchte er die Frage nicht abschließend beantwortet wissen.

Faszinierend finde ich in dem Zusammenhang auch die Art von meinen Neffen und meiner Nichte die schon ein paar Jahre ältern sind. Aber ohne das man sie darauf hinweisen muss, macht es beiden Spaß den Glauben an den Weihnachtsmann unserer beiden zu „schützen“ und sie spielen unbewusst mit wenn es darum geht kleine Zweifel zu sähen wenn doch einer sagt, den gibt es nicht.

Viele Grüße
MeToo

Ist doch ganz normal,wenn ein normal-sozialer Mensch denkt der/die gegenüber würde die Wahrheit wehtun/wäre ein unschönes Erlebnis sagt man es nicht offen.
Abgesehn davon sind auch Kinder so clever lieber zu sagen dasses den noch gibt ,als vielleicht keine Geschenke mehr zu kriegen,was ja die logische Konsequenz wäre :wink: (aus Kindersicht)

@Foto:zeig ihr doch ein altes…aber lustig dasde dich damit unter Druck hast setzen lassen…

Hallo,

…wie sag ich’s, daß es keinen Weihnachtsmann gibt…

Aber, wie kommst Du denn darauf?
Natürlich gibt es den Weihnachtsmann. Ich habe ihn selbst gesehen!
Als Kind hegte ich, eines Tages, den herben Verdacht, dass es den Weihnachtsmann vielleicht gar nicht geben könne. Ich vermutete, dass mein Onkel sich nur verkleiden würde und mir den Weihnachtsmann vorspielen würde. Ich äusserte meinen schrecklichen Verdacht meinen Eltern gegenüber.
Der Heilige Abend nahte. Die Familie sass vollständig, also einschliesslich des Onkels, im Wohnzimmer.
Es klopfte fürchterlich an der Wohnungstür (obwohl wir eine Klingel hatten, was mir sofort auffiel). Ich wurde ermuntert, doch mal zur Tür zu gehen und zu sehen, wer das sei und ihn weg zu schicken.
Selbstsicher öffnete ich die Tür.
Da stand tatsächlich der Weihnachtsmann und zwar höchstpersönlich.
Mich traf der Schlag. Mein Onkel sass im Wohnzimmer.
Dann sprach er mich auch noch an und er wusste meinen Namen und er wusste noch viel mehr. Kein Wunder - der Weihnachtsmann weiss nämlich alles.
Es war der Weihnachtsmann persönlich und er wusste auch, dass ich Zweifel an seiner Existenz hegte. Er erklärte es mir. Es gibt so viele Kinder auf der Welt aber nur einen Weihnachtsmann. Damit hat er ein Problem. Ich verstand. So hat sich der Weihnachtsmann etwas einfallen lassen: Um all die hoffnungsfrohen Kinder nicht zu enttäuschen, beschäftigt er zur Weihnachtszeit eine Unzahl von Helfern. Das können alte Männer sein aber auch Studenten oder auch schon mal der Onkel. Er, also der Weihnachtsmann, könne ja auch nicht all die Geschenke tragen. Wie soll das denn gehen. Schon allein deshalb braucht er all die Helferlein. Ich verstand. Und die Geschichte mit dem Schlitten und den Rentieren. Schnee von gestern. Heute (das war in den 50-er Jahren) gibt es doch Autos und leider gibt es ja auch nicht immer und zuverlässig Schnee - was er ja unbedingt für den Schlitten bräuchte - ich solle mir also diesbezüglich keine Sorgen und weitere Gedanken machen. Ich verstand. Diese meine Gedanken wusste er und das konnte nur der Weihnachtsmann selbst wissen. Alles ganz schlüssig und logisch. Ja und durch den Kamin käme er auch schon lange nicht mehr - es gäbe ja inzwischen in all den Wohnungen Zentralheizungen und Kamine seinen selten geworden und schmutzig würde er sich auch immer machen. Völlig klar, verstand ich alles. Und dass es viele gäbe, welche nicht an ihn glauben würden… Na ja, die würden schon sehen. Völlig einleuchtend.

Also zusammen fassend: Es gibt den Weihnachtsmann und ich habe ihn gesehen und sogar gesprochen.

in vorweihnachtlicher Stimmung
und Lebkuchen schmatzend
grüsst der fromme
Ray

Hallo,
natürlich gibt es einen Weihnachtsmann, er wohnt in Lappland in der Nähe von Rovaniemi…
Da er es aber nicht schafft, selbst alle Kinder der Erde zu besuchen, helfen ihm die Eltern dabei :wink:

Schöne Lektüre übrigens auch:
http://www.amazon.de/Wo-Weihnachtsmann-wohnt-Mauri-K…

Beatrix

und wo war der Nachbar *weglauf*

aber lustig was Eltern alles machen um ihren Kindern die Welt zu erhalten…

Hallo auch,

Also hier gibt es den Nikolaus und den Krampus und dann das Christkind :stuck_out_tongue:

Das Christkind kann man sowieso nicht sehen, und wenn der Krampus mit den Ketten rasselt sollte man sich besser unterm Sofa verstecken *ggg* bleibt der Nikolaus, und der kommt mit Mitra und Stab und goldenem Buch am 6. Dezember … und der Bart ist echt (selbst geprüft)

Niami

zum Glück nie an Weihnachtsmann geglaubt hat, und lieber beim Christkind bleibt :wink:

Hi Merrick

Sie möchte wissen wie sie ihrem Kind sagen kann das es keinen
gibt.

Mir schon klar. Ich eine aber, da eine gewisse Ambivalenz bei ihr herausgelesen zu haben.
Daher mein Vorschag, zunchst nicht gleich ganz de Vrstellung des Weihnahtsmannes zu vernichten. Die Kinder (ich hab 4) kommen ja von selber rauf und finden es manchmal gar nicht schön, wenn man ihnen plötzlich den Weihnachtsmann wieder wegnimmt, wo man ihn erst eingeführt hat.

Bei Gott ist das einfacher. Da scheiden sich die Geister, aber
den Weihnachtsmann gibt es nicht.

Auch hier findest du Gegenstimmen. Es gibt sogar einen Film, der zeigen möchte, dass es ihn am Ende doch gibt.
:smiley:a muss man ja völlig widersprechen. Ist ganz falsch.

Der Weihnachtsmann geht auf den Heiligen Nikolaus zurück der
im Byzantinischen Reich Geschenke verteilt hat. Man könnte den
Weihnachtsmann eine Verniedlichung nennen.

Du machst hier den Fehler, dass du nur historisch an die Sache herangehst. Mein Vergleich war aber eher symbolisch und vom inneren Erleben her gemeint.

Don’t worry, halte mich für den Rest aus diesem Thread raus.

Zu spät. :wink:
Gruß,
Branden

Wie jetzt?

Den gibt´s wirklich nicht?

M

Hallo

Abgesehn davon sind auch Kinder so clever lieber zu sagen dasses den noch gibt ,als vielleicht keine Geschenke mehr zu kriegen,was ja die logische Konsequenz wäre :wink: (aus Kindersicht)

Ach was, die Kinder wollen an den Weihnachtsmann glauben. Durch den Weihnachtsmann wird Weihnachten geheimnisvoll und aufregend, und ist nicht nur eine Geschenkorgie. Die Kinder wollen meistens nicht darüber aufgeklärt werden, dass es keinen gibt.

Viele Grüße

Kurzbeschreibung
Hallo

das Buch: „Morgen, Findus, wird’s was geben“

In dem Buch glaubt der Erwachsene (Petterson) ganz klar nicht an den Weihnachtsmann, lässt aber seinen Kater im Glauben, es gäbe einen. Zum Schluss ist es nicht ganz klar, ob es jetzt einen gibt oder nicht.

Damit kann man dem Kind ja rüberbringen, dass Erwachsene und große Kinder nicht an den Weihnachtsmann glauben, und ob es jetzt einen gibt oder nicht, kann man noch ein ganz klein bisschen offen lassen.

Viele Grüße

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Also meine eltern haben es mich einfach slebst heraufidnen alssen
und das gleiche bei meiner schwester jetzt
sie fragt gibts deeeeen???
und wir sagen: ^^ wer weiß?

Hi Joe

Also meine eltern haben es mich einfach selbst heraufinden lassen

Ja, nur manchmal geht das nicht.

Meine Tochter ist von der Lehrerin darüber aufgeklärt worden, dass es keinen Osterhasen gebe. Sie war da ganz verzweifelt drüber, und dass jetzt Ostern nicht mehr spannend sei … sie fand es gemein, dass die Lehrerin das gesagt hatte.

Ich finde es also sehr berechtigt, dass sich jemand Gedanken darum macht, bevor sein Kind zur Schule kommt.

und das gleiche bei meiner schwester jetzt
sie fragt gibts deeeeen???
und wir sagen: ^^ wer weiß?

:smile:

Viele Grüße

Hallo Stefan,

na da bin ich aber froh, daß Du mir gesagt hast, wie der Hase läuft,
z.B. daß meine Bedenken unbegründet sind und daß mein Kind „TV“ sieht, obwohl wir keines haben.

Ich wünsche Dir jedenfalls deutlich weniger „TV“ in Deinem Leben, damit Du nicht so mißtrauisch und beurteilend durch’s Leben gehst…

Gabi

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]