Hallo,
Es geht um meine Freundin. Als ich sie vor 7 Monaten kennenlernte,
war sie gerade dabei, ihre Diplomarbeit fertigzustellen. Leider
bekam sie es nicht rechtzeitig hin und es war auch schon ihre
zweite Nachfrist. Sie sprach damals von einer Schreibblockade und
es stellte sich heraus, dass sie Antidepressiva nahm. Als klar
war, dass es mit dieser Diplomarbeit nicht klappt, besserte sich
zunächst ihr Zustand. Sie suchte sich einen Aushilfsjob und setzte
die Medikamente ab (erst nahm sie die halbe Dosis und schließlich
gar nicht mehr).
Jetzt wird es Zeit, dass sie sich um ein neues Thema kümmern sollte
und auch ihre Eltern sprechen sie öfter drauf an, aber es tut sich
nichts. Sie meint, sie wäre nicht fähig so eine Arbeit anzufertigen
und bei ihrer letzten wäre auch das meiste mehr oder weniger
zusammenkopiert aus verschiedenen Texten. Ein Freund von mir, der
auch studiumsbedingt in eine Depression geraten war und Medikamente
nimmt, meint ich solle ihr raten, wieder zum Psychiater zu gehen,
aber wie fange ich es am besten an? Vor ein paar Tagen meinte sie
noch, sie hätte ja den perfekten Zeitpunkt gewählt, um die Tabletten
abzusetzen…
Ich hab für sie jetzt erstmal ein Buch bestellt:
„Keine Angst vor dem leeren Blatt“ und hoffe, sie dazu bewegen zu
können, die Studienberatung aufzusuchen.
Würd mich freuen, wenn mir jemand hilfreiche Tipps geben könnte,
wie ich am besten mir ihr umgehen soll.
Gruß, Tobias