Hallo allen medizinisch Wissenden,
ich bepflege eine Patientin, die vom SpD betreut wird.
Sie ist nur in Behandlung und unter Aufsicht wegen ihrer psychischen Probleme (n.a. Phobien) und ist ansonsten körperlich gesund.
Diese Patientin trinkt sehr gerne morgens und oft auch nachmittags eine riesige Tasse (500ml) schwarzen Tee, in den sie ca. 1,5 Eßlöffel weißen Kristallzucker gibt. Bei ihr muss der Tee süß sein, sonst könnte sie den nicht trinken. Das Trinken dieses süßen Tees ist für sie ein lieb gewordenes und wichtiges Ritual ihres Tagesablaufs.
Außerdem ißt sie am liebsten Gummitiere (Phantasieland), manchmal auch als Ersatz für Mahlzeiten.
Seit so ca. 4 Wochen bemerkt sie Schmerzen an den Spitzen der Zehen.
Sie sagt, die Schmerzen fühlen sich so an, als ob sie längere Zeit in zu kurzen Schuhen gelaufen ist. Die Schmerzen vergehen wieder, sind also nicht immer da.
Doch angesichts ihrer diagnostizierten Angststörung macht sie sich nun Sorgen, ob sie vllt. zuckerkrank sein könnte.
Dem ist nicht so.
Ihr Nüchternzucker ist seit Wochen zwischen 80 - 100 dokumentiert.
Es ist eine schwierige Situation.
Einerseits liebt sie ihren Tee und ihre Gummitiere und ich möchte ihr diesen bescheidenen Lebensgenuss auch nicht schlecht reden und andererseits ist dieser Genuss mit dem hohen Zuckerkonsum verbunden.
Meine Fragen an Euch:
1.) Was bewirkt weißer Kristallzucker biochemisch im Stoffwechselprozess des Körpers?
Von Salz ist bekannt, dass sich dieses in Gelenken, den Nieren, Gefäßen etc. ablagern und Schaden bringen kann.
Wie ist das mit Zucker?
2.) Welchen Weg gehen die meist unzerkauten Gummitiere im Verdauungstrakt? Nach unten ist klar. Ich meine, werden diese Gelatinestücke unzerkleinert wieder ausgeschieden, oder verkleben sie die Darmzoten, oder, oder …?
Stimmt es, dass Gummitiere schädliche Beimengungen haben, die sich negativ auf die Gefäße und das Gehirn auswirken?
Gibt es für die Verwertbarkeit von Zucker und Gummitieren Studien?
3.) Wie kann ich die Patientin für sie leicht verständlich am einfachsten beraten, ohne den Zucker- und Gummitierkonsum zu dramatisieren und damit ihre Angststörung um ein weiteres Element zu erweitern?
4.)Wie kann ich darauf hinwirken, dass sie ihren Zucker- und Gummitierkonsum verringert, ohne ihr den bescheidenen „Lebensgenuss“ zu verleiden?
Vielen Dank für Eure Anteilnahme und wertvollen Hinweise.
Sehr freundlich grüßt Sophia
P.S.: Antworten kann ich erst wieder in 14 Tagen und doch werde ich aufmerksam Eure Beiträge lesen.
