Hallo,
wenn ihr ein kleines Kind habt, würde ich euch auch den Besuch eines Kindergartens oder einer Schule in der Wohngegend empfehlen.
Ich wollte unsere Mini damals - mit unter 3 Jahren - in einer Kita unterbringen. Die Situation in Deutschland für die Kinderbetreuung unter 3 Jahren ist bekanntermaßen nicht die beste, daher habe ich sie vorsorglich erst einmal in allen 9 in meinem Wohnort befindlichen Kitas angemeldet und mir bei dieser Gelegenheit auch vor Ort einen Überblick über die Zustände dort verschafft. Es gab tatsächlich eine Kita, in der es ausschließlich deutsche Kinder gab. Diesen Umstand beklagten selbst die Erzieherinnen, denn das Bild, das die Kinder dort von multikulti erhalten, ist verzerrt - wir hätten den Platz zwar genommen, aber ein Nationalitätenmix wäre mir schon lieber gewesen. Dann gab es eine Kita, in der war das krasse Gegenteil der Fall; sie lag in einer Gegend wie von dir beschrieben. Die Erzieherinnen bestätigten mir dann auch, dass diese Belegungsstruktur ein massives Problem sei: Integrationsschwierigkeiten en masse, sprachliche Probleme, fehlende Unterstützung der Eltern (kein Interesse, nicht der deutschen Sprache mächtig, anderes Verständnis), der Kindergarten war total heruntergekommen, alles war ziemlich kaputt etc. pp. Keine Ahnung, worauf das letztlich zurückzuführen war. Ich habe dann unsere Anmeldung zurückgezogen - in diese Kita hätte ich unsere Tochter niemals gegeben.
Ich finde deinen Hinweis auf die Entwicklung deines Kindes extrem wichtig. Und ich denke, man sollte so gut es eben geht sicherstellen, dass die Gegebenheiten, die zu ihrer Entwicklung nun mal beitragen, so gut wie möglich sind. Selbst wenn ihr als Erwachsene euch noch mit den Umständen arrangieren könntet, muss es auch für euer Kind passen. Die Lütten haben es heutzutage schon schwer genug, dafür sorgen schon unsere Ego-Gesellschaft und das nachlassende oder falsch verstandene Verantwortungsgefühl der Eltern. Da ist es schon wichtig, dass wenigstens das soziale Umfeld einigermaßen stimmt, auch wenn man ab einem gewissen Alter zunehmend den Einfluss auf die Kids verliert.
Ich denke wirklich, ein Besuch in der anliegenden Schule oder entsprechend dem Kindergarten könnte euer Puzzle vervollständigen.
Oder schau dir mal die Spielplätze an, die sich im Stadtteil befinden. Sind sie gepflegt oder stapeln sich dort Bierpullen und Spritzen? =:frowning:
In Düsseldorf gibt es übrigens auf der städtischen Homepage die Möglichkeit, sich eine Kurzinfo zu den Stadtteilen anzuschauen. Vielleicht gibt es das für Dortmund ja auch?
Oder du schaust mal, ob es einen Immobilienführer gibt - auch dort wird meist gut beschrieben, welcher Stadtteil wie besiedelt ist. Der Mietspiegel ist auch ein wichtiger Indikator.
Eine weitere Möglichkeit besteht in einem Anruf bei der lokalen Zeitung. Lass dich einfach mal mit einem Journalisten verbinden, der viel in der City unterwegs ist… die können sicherlich auch so einiges berichten.
Oder - unser Freund und Helfer - die Polizei. Die sind wahrscheinlich noch am nähsten dran. Auskunft geben die sicherlich gern; und eine solche Frage stellt sicherlich mal eine angenehme Abwechselung im Arbeitsalltag dar. 
Mehr fällt mir im Moment nicht ein. Viel Glück jedenfalls bei eurer Entscheidung und eine gute Portion Einfühlungsvermögen! ;-D
Viele Grüße
Kirsten