denk mal in einer ruhigen Stunde darüber nach, warum ich dem
Posting ausgerechnet diesen Titel gegeben habe.
Und du lies in einer ruhigen Stunde noch mal mein Posting, da geh ich nämlich darauf ein.
Und wenn du noch etwas Zeit hast lies doch mal folgendes:
http://www.physikdidaktik.uni-karlsruhe.de/skripten/…
Da steht auf Seite 16:
Von einem System, in dem Energie dissipiert wird, sagt man, es habe einen Widerstand. Das Wort Widerstand beinhaltet, ebenso wie das Wort Spannung, ein Bild. Danach wird das Fließen des Stroms durch den Widerstand behindert. Daß der Strom trotz der Behinderung fließt, liegt an der Spannung. Sie stellt einen „Antrieb´“ dar, sie ist die „Ursache“ des Stroms. Dieses Bild ist zwar sehr brauchbar, ist aber reine menschliche Erfindung. Man könnte ge nauso gut sagen, der Strom sei die Ursache der Spannung (man sagt sogar oft, der Strom rufe einen Spannungs"Abfall" hervor).
Etwas genauer ist es hier erklärt:
http://www.physikdidaktik.uni-karlsruhe.de/publicati…
Dort steht unter „2.3 Die Konzepte Strom, Antrieb, Widerstand“ sehr schön erklärt, was ich meinte:
Wir sprechen von einem “Strom”,
wenn die Größe I einen von null verschiedenen Wert hat, und wir nennen ein Gebilde, in
dem dabei Entropie erzeugt wird, einen “Widerstand”. Die Tatsache, daß der Strom, der
durch den Widerstand fließt, um so größer ist, je größer die Potentialdifferenz Dj ist,
interpretiert man so, daß man sagt, die Potentialdifferenz sei der “Antrieb” des Stroms.
Der Strom fließt, in diesem Bild, nicht von allein, denn der Widerstand des Gegenstandes,
durch den er hindurchfließt, behindert ihn.
Wie willkürlich dieses Bild ist, wollen wir am Spezialfall des ohmschen Widerstandes erläutern.
Für ihn gilt
U = R .I.
Die Gleichung besagt, daß U und I proportional zueinander sind: Je größer U, desto
größer I, oder je größer I, desto größer U. Sie sagt aber nichts darüber aus, wer die Ursache
von wem ist. Daß wir es gewöhnlich als natürlicher empfinden, die Spannung, und
nicht die Stromstärke als Ursache zu bezeichnen, liegt daran, daß man meist die Spannung
leichter vorgeben kann. In dem Fall, daß man die Stromstärke vorgibt, etwa mit Hilfe eines
stromstabilisierten Netzgeräts, spricht man tatsächlich auch lieber von einem Spannungsabfall,
der von einem Strom verursacht wird.
Gruß
Oliver