Wie schreibe ich ein (Sach-)Buch?

Hallo Freunde,

seit etwa einem Jahr denke ich daran, ein Buch zu einer Programmiersprache zu schreiben. Doch nun habe ich mich entschlossen die Idee in die Tat umzusetzen. Aber die große Frage ist, wie ich da anfangen soll. Meine erste Idee war ganz stumpf „Wie schreibe ich ein Buch“ bei google einzugeben, denn ich glaub nicht, dass ich der einzige bin, der diese Idee hat und online ist.

Resultat war, dass man erstmal ein paar Seiten / Kapitel schreibt, dann ein Expose erstellt und das entweder an einen Verlag oder an einen Agenten schickt. Aber wie überzeuge ich den Agenten oder Agenten davon, dass ich die Kompetenz habe, das Buch schreiben zu können? Reichen da 10 Jahre als selbstständiger Entwickler aus, denn einen Hochschulabschluss kann ich noch nicht vorweisen (ist aber bereits in Arbeit).

Eine andere Idee, die andere bereits geäußert haben, war dass der Agent oder der Verlag die Idee klauen könnte. Okay bei einem Roman ist keiner wirklich auf die „Idee“ angewiesen, weil es eh nur ein Paar Grundideen gibt, aber bei einem Sachbuch… Vor allem, wenn ich Ideen und Code-Teile mitschicke.

Jetzt noch eine abschließende Frage: Wie findet man einen Agenten für ein solches Sachbuch?

hallo, auch wenn ich nicht dein freund bin (das würde ich nämlich wissen),

Resultat war, dass man erstmal ein paar Seiten / Kapitel
schreibt, dann ein Expose erstellt und das entweder an einen
Verlag oder an einen Agenten schickt.

genau.

Aber wie überzeuge ich
den Agenten oder Agenten davon, dass ich die Kompetenz habe,
das Buch schreiben zu können? Reichen da 10 Jahre als
selbstständiger Entwickler aus, denn einen Hochschulabschluss
kann ich noch nicht vorweisen (ist aber bereits in Arbeit).

neben exposé und leseprobe wirst du ja auch eine seite „über den autor“ schreiben.
denk es dir wie einen lebenslauf, nur bewirbst du dich nicht bei einem arbeitgeber, sondern informierst den verleger/lektor/agenten in augenhöhe von dir, deiner motivation, dieses buch zu schreiben, was dich dazu befähigt und warum du der ansicht bist, daß es unabdingbar ist, den 80.000 neuerscheinungen auf dem buchmarkt deine hinzuzufügen.

Eine andere Idee, die andere bereits geäußert haben, war dass
der Agent oder der Verlag die Idee klauen könnte.

warum sollte das ein verleger oder agent tun? die branche lebt doch von den autoren.
es gibt aber wirklich sehr ängstliche autoren, die schicken sich ihr fertiges manuskript selbst per einschreiben zu und bewahren es im geschlossenen umschlag zusammen mit dem einschreibebeleg auf oder hinterlegen das manuskript bei einem notar.
inzwischen wird das hinterlegen von manuskripten sogar schon als dienstleistung angeboten. aber ich kenne keinen einzigen fall, in dem ein agent oder verlag ideen geklaut hat. ein steuerberater geht ja auch nicht mit deinen gehaltsabrechnungen hausieren.

und wenn ich dich richtig verstehe, hast du ja noch gar kein manuskript, sondern allenfalls ein exposé, oder?

Okay bei
einem Roman ist keiner wirklich auf die „Idee“ angewiesen,

gerade da, würde ich sagen. wenn ich an das gerangel um „die“ themen denke …

weil es eh nur ein Paar Grundideen gibt,

das ist wiederum richtig :smile:

aber bei einem
Sachbuch… Vor allem, wenn ich Ideen und Code-Teile
mitschicke.

hm, code-teile würde ich noch nicht ins exposé oder die leseprobe packen. von der idee wirst du natürlich schon etwas preisgeben müssen, denn du mußt ja plausibel machen, warum die welt auf dein buch wartet.

Jetzt noch eine abschließende Frage: Wie findet man einen
Agenten für ein solches Sachbuch?

ein ansatz wäre dieses forum: http://www.autorenforum.de/content/view/28/27/. die haben außerdem einen kostenlosen newsletter, den tempest, den man abonnieren kann. da steht viel brauchbares drin.
empfehlen kann ich dir außerdem: http://www.autorenhaus-verlag.de/manfred-plinke+hand…
aber auch andere bücher des autorenhaus verlages. guck dich einfach mal da um.
und natürlich björn jagnow: http://www.bjoernjagnow.de/non-fiction.php.

außerdem ist auch http://www.uschtrin.de/vlg.html empfehlenswert.

schöne grüße
ann

Liebe® LL0rd

Jetzt noch eine abschließende Frage: Wie findet man einen
Agenten für ein solches Sachbuch?

Vielleicht hier:
So finden Sie eine Verlag für Ihr Manuskript.
Schritt für Schritt zur eigenen Veröffentlichung.
ISBN 3-593-36706-8 Buch anschauen
Viele Grüße
Voltaire

Hi,

erstmal vielen Dank für die Antwort, ich habe da allerdings noch eine etwas genaue Frage zum Vorgehen und dem Schreiben an sich:

und wenn ich dich richtig verstehe, hast du ja noch gar kein
manuskript, sondern allenfalls ein exposé, oder?

Ich habe momentan nur die Idee wie man den Schwerpunkt des Buches dem Leser schmackhaft rüberbringen kann und evtl. welche „Unterthemen“ behandelt werden sollen (2 handgeschriebene Din A4 Seiten). Bevor ich wirklich anfange zu schreiben, wollte ich mich da etwas näher informieren. Doch nun zu meiner eigentlichen Frage. Wenn ich ein Roman lese, dann ist der Schreibstil jedes einzelnen Autors eigenartig. Lese ich aber ein „Sachbuch“, dann habe ich das Gefühl, dass die Bücher eines Verlages sich wirklich sehr stark ähneln, was die Wortwahl und den Schreibstil angeht.

Muss ich dann das Buch verkaufen, bevor ich die erste Seite geschrieben habe, damit die Arbeit nicht um sonnst ist? Denn eine Leseprobe wird da ja etwas schwer sein. Oder muss ich für jeden Verlag, an den ich die Textseiten schicke, eine eigene Version anfertigen?

hallo,

es ist zwar richtig, daß im belletristischen bereich der schreibstil eines autor eher beachtet wird.
aber auch bei sachbüchern gibt es in der hinsicht unterschiede. es gibt fachbücher, die sind so trocken, daß die luft staubt. andere hingegen lesen sich wie von selbst, sind neben ihrem hohen informationswert auch noch unterhaltend. dein buch sollte also einen gewissen unterhaltungswert haben. das heißt ja nicht, daß du rumalbern sollst, aber manche fachleute verstehen es eben besser als andere, komplizierte (technische) sachverhalte zu vermitteln. man denke nur an die lehrer der eigenen schulzeit, bei denen man am meisten gelernt hat.
und natürlich gibt es auch ganze verlage, die eher locker interessante fachlektüre herausgeben und andere, die vielleicht genauso vermufft sind wie der seniorchef.

Ich habe momentan nur die Idee wie man den Schwerpunkt des
Buches dem Leser schmackhaft rüberbringen kann und evtl.
welche „Unterthemen“ behandelt werden sollen (2
handgeschriebene Din A4 Seiten).

ein buch zu schreiben ist in gewisser weise wie ein computerprogramm oder eine elektrische schaltung zu entwickeln.
setze dich mit deinen handgeschriebenen notizen hin und mache dir einen plan, was das buch alles beinhalten soll. ein exposé ist eine kreuzung zwischen absichtserklärung und vorstellung eines projekts. arbeite erst einmal für dich ein konzept aus, vielleicht ein inhaltsverzeichnis, das zu nachher füllst, und dann fasse es in ganze sätze, was dein buch beschreiben soll.

dieses konzept, dieses exposé sollte stehen, bevor du dich an einen verlag oder agenten wendest. das heißt nicht, daß man da nichts mehr dran ändern kann. im gegenteil, aber auch der verlag oder der agent brauchen eine grundlage, müssen sehen und abschätzen können, wollen etwas in den händen halten, das sie beurteilen können. ohne das geht es nicht!
ob du dieses konzept je nach verlag mal lockerflockig, mal höchst ernsthaft anbietest, hängt natürlich davon ab, wer es kriegen soll. aber dazu mußt du erstmal wissen, was du schreiben willst, und nicht nur die idee haben.

mach dir am besten zuerst gedanken darüber, wer dein buch kaufen bzw. lesen soll. wie bei anderen produkten auch nennt man das marktanalyse.

wenn du dann einen plan hast, was du wie schreiben willst, dann gehe in den buchhandel (oder ins internet) und schaue dir an, welche verlage ähnliche fachliteratur anbieten. das sind deine kandidaten. umso mehr du über die verlage herausfinden kannst, umso genauer wirst du dann auch wissen, was sie haben wollen. es gibt ansprechpartner überall, die man fragen kann. wenn es nicht auf der verlagswebseite steht, sagt einem das bestimmt die dame in der zentrale, wenn man nett fragt.
einige verlage haben sogar genaue vorstellungen darüber, wie sie ein manuskript bzw. exposé vorgelegt haben wollen. wenn du deine chance steigern willst, daß sie dein buch verlegen, halte dich am besten dran.

aber achte, denn du auf verlagssuche gehst daruaf, daß du nicht an einen der sogenannten druckkostenzuschußverlage gerätst! faustregel: richtige verlage geben dem autoren geld, nicht umgekehrt.
zu dem thema kannst ja mal „druckkostenzuschußverlage“ googlen oder dich mal hier einlesen: http://autorenforum.montsegur.de/cgi-bin/yabb/YaBB.p…

so, jetzt hast du erstmal reichlich zu tun, denke ich :smile:

schöne grüße
ann

Hallo LL0rd!

Ich fand gerade (etwas/wen) Interessantes zu Deinem Thema:

http://www.korrekturen.de/kontakt.html

Ansonsten wurde das Wesentliche ja bereits gesagt.

Gruß und Gutes Gelingen
wünscht DannyFox64

hi,

Ich fand gerade (etwas/wen) Interessantes zu Deinem Thema:

http://www.korrekturen.de/kontakt.html

und was ist an dem herrn interessant?
korrekturen und lektorat biete ich auch an, mache hier aber keine werbung.

aber wenn ich was übersehen haben sollte, zeig es mir bitte.

viele grüße
ann

Hi, Ann!

http://www.korrekturen.de/kontakt.html

und was ist an dem herrn interessant?
korrekturen und lektorat biete ich auch an, mache hier aber
keine werbung.

aber wenn ich was übersehen haben sollte, zeig es mir bitte.

Hab’ ich Dir etwa auf die Füße getreten? Ich glaube kaum, dass Du etwas überlesen hast.

Mein Posting war doch schließlich für unseren Freund LL0rd gedacht. Und den dürfte durchaus interessieren, dass wehrter Herr „Korrekturen.de“ über branchenspezifische Erfahrungen (Red. e. PC-Fachzeitschrift) verfügt. Ich meine, so ganz offiziell. :wink:

Aber ich muss Dir durchaus mal sagen, dass Deine Tipps fachlich und sachlich auch nicht von schlechten Eltern sind. Und schließlich ist Deine Site ebenfalls bei mir in den Lesezeichen.

Also, was soll’s?

Gruß nach B.
CU DannyFox64

hi danny,

nein, du hast nicht mir auf die füße getreten. wenn dann höchstens der gesamtheit der schätzungsweise 300.000* freien lektoren und korrektoren, die exakt die gleichen dienstleistungen anbieten. deshalb dachte ich, an dem herrn „korrekturen.de“ wäre etwas besonders.

ich hatte es wirklich nicht verstanden. nicht mehr sauer sein, ok?

schöne grüße
ann

* bzgl. der zahl möchte ich mich nicht festlegen, denn die dunkelziffer ist exorbitant hoch.

Hi Ann!

[…] deshalb dachte ich, an dem herrn
korrekturen.de“ wäre etwas besonders.

Na ja. Ich war halt auch eingenommen von dem ansprechenden Design seiner Site.

ich hatte es wirklich nicht verstanden. nicht mehr sauer sein,
ok?

Nein, nicht (mehr) sauer. - War ich das überhaupt?

LG DannyFox64