Wie schreibst man "downgeloadest"?

Ist das die selbe Form wie in meinem Satz, ist das „s“ bei mir also einfach überflüssig?

Ja. Die Form, um die es dir geht, ist das Partizip Perfekt. Bei regelmäßigen deutschen Verben, die auf der ersten Silbe betont werden, wird diese Form gebildet, indem man an den Stamm des Verbs – also meistens das Verb im Infinitiv minus ›-(e)n‹ – vorne ›ge‹ dranhängt und hinten ›t‹, also: fragen → frag → gefrag → gefragt. Es handelt sich bei diesem Partizip Perfekt um eine sogenannte infinite Form, also eine Form, bei der nicht gekennzeichnet wird, zu welcher grammatikalischen Person diese gehört (anders als bei finiten Formen wie ich gehe, du gehst, er geht usw.). Die jeweilige Person wird stattdessen am Hilfsverb gekennzeichnet, in deinem Beispiel: ›du hast‹ (also zweite Person Singular).

Diese regelmäßige Partizipbildung funktioniert auch bei ›downloaden‹, wobei es sich hier um ein zusammengesetztes Wort mit einer Vorsilbe (down+loaden) handelt, das auf dieser Vorsilbe betont wird. In derartigen Fällen (andere Beispiele: hinsetzen, abfragen, ablecken) wird das oben beschriebene Muster der Partizipbildung insofern erweitert, als die Vorsilbe vorne an das Endprodukt drangehängt wird, also Vorsilbe + ge + Verbstamm + t (zum Beispiel: hin-ge-setz-t, ab-ge-frag-t, ab-ge-leck-t). Demnach lautet das Partizip ganz regelmäßig down-ge-loade-t. Kein ›s‹ nötig.

In einer anderen Hinsicht ist ›downloaden‹ allerdings ein bisschen merkwürdig: Es ist nämlich in der großen Mehrzahl der Fälle so, dass solche betonten Vorsilben in Hauptsätzen vom Verbstamm abgetrennt werden: Ich setze mich hin; ich frage dich ab; ich lecke das ab (und nicht: ich hinsetze mich; ich abfrage dich; ich ablecke das). Das ist bei ›downloaden‹ nicht der Fall. Man sagt ›Ich downloade etwas‹ und nicht ›Ich loade etwas down‹. Bei solchen Verben, bei denen die Vorsilbe nicht abtrennbar ist, ersetzt allerdings normalerweise die Vorsilbe das ›ge‹ bei der Partizipbildung. Statt Vorsilbe + ge + Verbstamm + t ist es dann nur noch Vorsilbe + Verbstamm + t. Ein Beispiel dafür wäre ›ersetzen‹, da man ›Ich ersetze dies‹ und ich nicht ›Ich setze dies er‹ sagt. Dementsprechend lautet auch das Partizip Perfekt ›er+setz-t‹ (statt ›er-ge-setz-t‹). Auch bei ›downloaden‹ würde man, da es sich im Hauptsatz wie ›ersetzen‹ verhält, erwarten, dass das Partizip dann ›down+loade+t‹ lautet. Dem ist aber nicht so. ›Downloaden‹ ist nicht das einzige Verb, das so funktioniert, also das Partizip bildet wie ein Verb mit abtrennbarer Vorsilbe, obwohl die Vorsilbe im Hauptsatz nicht abtrennbar ist. ›Bergsteigen‹ (er bergsteigt, aber: ich bin berg-ge-stiegen) und ›notwassern‹ (ich notwassere, aber: ich habe not-ge-wassert) sind vergleichbare Fälle.

Das ändert aber nichts daran, dass die Partizipbildung bei ›downloaden‹ genau so verläuft, wie man es bei einem Verb mit betonter Vorsilbe erwarten würde.

Gruß
Christopher

Moin,
die Frage steht schon in der Überschrift, wie schreibt man in einem deutschen Text das Wort „downgeloadest“ in dem Satz: „Ich weiß nicht, wohin du das downgeloadest hast“
Gibts das Wort überhaupt bzw. ist es gesellschaftlich anerkannt :wink: dieses neu zu bilden?

http://www.duden.de/rechtschreibung/downloaden
Nennt als Beispiel:
hast du das neue Update schon downgeloadet?
Ist das die selbe Form wie in meinem Satz, ist das „s“ bei mir also einfach überflüssig? Bin gerade etwas verwirrt.

VG und Danke!
J~

Neugierhalber*: Gibt es semantisch einen Unterschied zu „heruntergeladen“?

Ja, einen konnotativen, würde ich sagen.

Man kann das anhand dreier Wörter erläutern, von denen eines ›hochladen‹ ist, also das Gegenteil von ›herunterladen‹. Ebenso wie dieses ist ›hochladen‹ der gängigste, standardsprachliche Begriff für den entsprechenden Vorgang. Das ist der Begriff, der mit hoher Wahrscheinlichkeit in der Zeitung verwendet würde (und – da stimme ich J~ nicht zu – für mich auch keinen deutschtümelnden Beiklang hat). Dieser Begriff geht (fast) immer.

Wenn man sich an ein etwas kundigeres, spezialisierteres Publikum wendet – sagen wir mal: Leser einer Onlinepublikation statt einer Papierzeitung –, kann man alternativ das Wort ›uploaden‹ verwenden. Das ist immer noch für eine breite Personengruppe begreiflich, aber doch ein bisschen weniger gängig. Außerdem klingt ›uploaden‹ mehr danach, als ob man sich mit der Materie auskennt (und etwa auch die englischsprachige Fachliteratur gelesen hat). Mit ›uploaden‹ würde man einige Leute abschrecken, unter anderem diejenigen, die finden, dass man englische Begriffe nur dann verwenden sollte, wenn es kein deutsches Äquivalent gibt.

Wenn man die Häufigkeit von ›hochladen‹ und ›uploaden‹ im Deutschen Referenzkorpus (DeReKo), dem derzeit größten deutschen Textkorpus mit über 25 Milliarden Wörtern, vergleicht, ergibt sich ein Verhältnis von ungefähr 7:1 zugunsten von ›hochladen‹ (und das, obwohl ich aus praktischen Gründen alle getrennten Formen von ›hochladen‹, etwa ›lädt … hoch‹, nicht mal berücksichtigt habe). Im Google Ngram Viewer ist das Verhältnis ähnlich (obwohl die neuesten Texte inzwischen auch sieben Jahre alt sind). Das bestätigt, dass ›hochladen‹ der am weitesten verbreitete, standardsprachliche Begriff für die Datenübertragung auf einen entfernten Rechner ist.

Und dann noch das dritte Wort: ›uppen‹** (Englisch ausgesprochen). Auch das bedeutet im Grunde nichts anderes als ›hochladen‹, aber hat eine starke Insider- oder Slang-Konnotation. Durch seine Verwendung dokumentiert man: Ich weiß, wovon ich rede, ich wende mich an andere Fachleute und ich interessiere mich nicht dafür, ob der Rest der Welt mich versteht. Mit seiner verkürzten, weniger transparenten Form ist ›uppen‹ selbst für Leute, die Englisch sprechen, schwieriger zu analysieren (und ohnehin weniger bekannt). In der allgemeinen Presse (und im DeReKo) kommt das Wort praktisch nicht vor. Für Fachpresse wäre es vermutlich zu umgangssprachlich. Nach meiner Beobachtung ist Hochzeit dieses Wortes ohnehin vorbei; am häufigsten las man es vor fünf bis sieben Jahren, als noch mehr illegal up- und downgeloadet wurde. Ab und an begegnet es einem aber auch noch in diesen Tagen. Mit diesem Wort würde man ohne Zweifel alle auf die Barrikaden bringen, die ohnehin schon Kammerflimmern von Anglizismen und Sprachwandel kriegen.

Denotativ – also im Hinblick darauf, was der Bedeutungskern des Wortes ist – sind die drei Begriffe identisch, aber konnotativ wecken sie unterschiedliche Vorstellungen bei unterschiedlichen Lesern in unterschiedlichen Kontexten. Es spricht insofern vieles dafür, dass sie allesamt, wie auch viele andere denotative Synonyme, ihre Existenzberechtigung haben.

Gruß
Christopher

* Ich würde witzigerweise ›neugiershalber‹ sagen, aber will damit nicht behaupten, dass die Form ohne Fugenlaut falsch ist.
** Es gibt auch Leute, die ›downen‹ für ›downloaden‹ verwenden, aber das ist noch seltener als ›uppen‹. Daher dieses Beispiel.

5 „Gefällt mir“

Es gibt im Deutschen ebenso wenig die Vorsilbe „down“, wie es das Verb „loaden“ gibt!

Das ist falsch. Morpheme – ein Überbegriff für zum Beispiel Vorsilben oder Verbstämme – sind bedeutungs- oder funktionstragende sprachliche Elemente. Mit anderen Worten: Jeder Teil eines Wortes, von dem man sagen kann, dass er etwas bedeutet oder ›erledigt‹, ist ein eigenes Morphem. Diese Definition hat sich bewährt.

In einem Wort wie ›ver-stör-end-es‹ ist jeder Teil, den ich mit einem Bindestrich abgetrennt habe, ein Morphem. Dabei ist es nicht notwendig, dass Morpheme auch freistehend vorkommen (was für keines der Morpheme dieses Wortes gilt); man spricht dann von gebundenen Morphemen. Es ist auch nicht notwendig, dass Morpheme in mehreren Wörtern vorkommen (typisches Beispiel: ›lier‹ in ›ver-lier-en‹ kommt nur in diesem Wort vor). Das letzte Beispiel zeigt auch, dass die Bedeutung eines Morphems sich nicht immer unmittelbar erschließen muss: Man kann dann sagen, dass es synchron (also auf der heutigen Sprachstufe) nicht mehr transparent ist, aber es bleibt ein Morphem. Letzteres Problem stellt sich bei ›downloaden‹ aber gar nicht. Selbst dir ist sofort klar, dass das Wort aus drei gebundenen Morphemen (zwei lexikalisch, eins grammatikalisch) besteht: ›down‹ können wir der aus dem Englischen entlehnten Bedeutung ›herunter/hinunter‹ zuordnen, ›load‹ ist das wiederum aus dem Englischen entlehnte ›laden‹ und ›en‹ schließlich ein grammatikalisches Morphem (mit der Funktion, Infinitiv oder 1./3. Person Plural Präsens auszudrücken).

Wie gesagt: Es ist kein Problem, dass es sich hierbei teilweise um aus einer Fremdsprache entlehnte Morpheme handelt, die nicht jeder Sprecher des Deutschen einer Bedeutung zuordnen kann (›bio-‹, von altgriechisch βιός ›Leben‹, in ›Biologie‹ ist auch ein Morphem – unabhängig davon, ob man weiß, was es bedeutet). Auch ist es kein Hinderungsgrund für eine Analyse als gebundene lexikalische Morpheme, dass zum Beispiel ›load‹ nur in zwei Wörtern – uploaden und downloaden – vorkommt und nie als separates Verb ›loaden‹. Den Fall gibt es auch bei nicht-entlehnten Wörtern. Eigentlich eine ganz ordinäre Morphemkombination also, dieses exotische Wort ›downloaden‹.

Gruß
Christopher

4 „Gefällt mir“

Hallo Nemo

Verben zu übernehmen und die dann einer deutschen Konjugation zu unterwerfen, ist aber einfach nur Faulheit, Kauderwelsch, dem Wortschatz eines Kindes angemessen.

Wie recht du hast. Ich nenne nur „realisieren“, „intervenieren“, „promenieren“.

Schönen Gruss
dodeka

2 „Gefällt mir“

Es gibt neuerdings anscheinend immer mehr Deutsche, bei denen längst das Hirn irgendwo hin down geloadet wurde. Sie merken es nur nicht, weil es ihnen keiner sagt.

Da liegt es nun rum, das arme Hirn und keiner findet es, weil es so klein und verstaubt ist.

Warum plädiert ihr bei den nächsten Wahlen eigentlich nicht für Englisch als Muttersprache?

Die Piraten wären sicher dafür, oder die Grünen, denen ist eh jede Stimme recht.

Ich fasse es nicht, Nemo.

3 „Gefällt mir“

Moin,

die Frage steht schon in der Überschrift, wie schreibt man in
einem deutschen Text das Wort „downgeloadest“ in dem Satz:
„Ich weiß nicht, wohin du das downgeloadest hast“

diesen Satz würde ich so nie schreiben.

Ich verwende zwar gerne „downgeloadet“, aber in Deinem Satz stört mich die Verbindung mit dem „wohin“, weil ich meine, ein Download kommt von irgendwoher.

Würde ich einen Load wohinschicken, wär’s ein Upload.

Weiter unten hast Du ja selbst erklärt, daß es um die Frage des Speicherortes geht.
Beispiele könnten dann meiner Meinung nach nur lauten:

Woher (oder von wo) hast Du downgeloadet?
Wohin hast Du den Download gespeichert?

Das war mein Senf dazu am frühen Morgen. :wink:

Gruß

.

Moin,

Es gibt neuerdings anscheinend immer mehr Deutsche, bei denen
längst das Hirn irgendwo hin down geloadet wurde. Sie merken
es nur nicht, weil es ihnen keiner sagt.

verrätst du mir, was eine Geschichte aus vielleicht deinem Leben mit dem Thema hier zu tun hat?

Warum plädiert ihr bei den nächsten Wahlen eigentlich nicht
für Englisch als Muttersprache?

Sprache ist nicht etwas, was im Kellerfundament einbetoniert wurde sondern sie lebt und verändert sich mit und durch die Sprecher.
Wo wir gerade dabei sind: wie war noch mal das deutsche Wort für Joghurt? Nicht, dass du mir beim nächsten mal vorschlägst, Türkisch als Muttersprache wählen lassen zu wollen.

VG
J~

2 „Gefällt mir“

Wie recht du hast. Ich nenne nur „realisieren“,
„intervenieren“, „promenieren“.

Natürlich gab es zu allen Zeiten Leute, die versuchten, ihre inhaltslosen Aussagen zu verbessern, indem sie absichtlich Kauderwelsch benutzten.

Gruß, Nemo.

1 „Gefällt mir“

Servus,

ja, was das Nomen betrifft, gibt es sicherlich einen Unterschied zu einer verkünstelten deutschen Form. Das Verb daraus funktioniert aber bissle anders, genauer gesagt funktioniert es in dieser Hinsicht wie alle Verben - substantivierte Verben beschweren einen Text, so wie zu+Infinitiv ihn hakelig und knotig wirken lässt.

„Dieses Programm kann man kostenlos herunterladen.“ Und schwupps! Nusa wech.

Schöne Grüße

MM

1 „Gefällt mir“

weil
Moin,

Warum macht man sich eigentlich das Leben so schwer und sagt
nicht einfach : Hast Du das neue Update schon heruntergeladen

weil wenn man immer nur da bliebe wo man wäre, man nie weiter käme, als man ist.

VG
J~

1 „Gefällt mir“

In irgendeiner Episode von Spongebob läuft ihm das eigene Gehirn weg, weil es sich schämt.


Ich bin bestimmt kein Sprachfanatiker.

Wenn mit einem neuen Begriff ein neuer Name, ein Fremdwort übernommen wird, dann ist das völlig normal. Das war schon zur Römerzeit so.

Auch bei gewissen Eigenschaftswörtern, für die es im Deutschen manchmal wirklich keine treffende Entsprechung gibt, mag das noch hin gehen.

Verben zu übernehmen und die dann einer deutschen Konjugation zu unterwerfen, ist aber einfach nur Faulheit, Kauderwelsch, dem Wortschatz eines Kindes angemessen.

Denk ich halt.

Gruß, Nemo.

1 „Gefällt mir“

*sabber*
Manchmal lohnt sich dieses Brett noch …

Servus,

wenn man das Mischwort bilden möchte, kommt es auf jeden Fall ohne das -s- aus, so wie „ausgebadet“.

Neugierhalber: Gibt es semantisch einen Unterschied zu „heruntergeladen“?

Schöne Grüße

MM

Boah, ich bin sprachlos. So strukturiert hat mir wohl noch niemals jemand Dinge einer Sprache erklärt, großen Dank dafür! :smile:
Ich werde deinen Artikel gleich einfach nochmal lesen :wink:

VG!
J~

Moin,

Neugierhalber: Gibt es semantisch einen Unterschied zu
„heruntergeladen“?

ich bin kein Freund krampfhaft erzwungener Anglizismen um jeden Preis, aber ihnen auch nicht abgeneigt solange sie sinnvoll oder eingeführt sind.
„Download“ wird von mir nur schwach als Fremdwort empfunden, „Herunterladen“ klingt für mich hingegen etwas nach Wikipedia-Neusprech und fast schon nach einem „Germanismus“.
Außerdem stieße das deutsche Wort auch an Grenzen: „Wo hast du den Download das Heruntergeladene hin kopiert?“
„Das neue Programm gibt es auch als kostenlosen Download Herunterladung!“ Hmm… Das wäre schon die Kategorie wie „Group“, was ja gefühlt inzwischen hinter jedem zehnten deutschen Firmennamen steht. :wink:

VG!
J~

Hallo.

Es gibt im Deutschen ebenso wenig die Vorsilbe „down“, wie es das Verb „loaden“ gibt!

Das wollen wir doch nicht vergessen!

Gruß, Nemo.

Moin,

„Dieses Programm kann man kostenlos herunterladen.“ Und
schwupps! Nusa wech.

sicher, oft kann man den Satz auch so umstellen, dass man den Anglizismus umschifft. Für wertvolle Texte, würde ich mir die Mühe evtl. auch machen. Aber wenn man z.B. in einem Forum gerade so schreibt wie einem Schnabel gewachsen ist, dann finde ich den Aufwand übertrieben.

VG!
J~

Hallo Christopher

Wenn man in deinem Posting „Vorsilbe“ durch „Präfix“ ersetzt, kommt man noch etwas weiter.

Es gibt also im Deutschen präfigierte Verben, deren Präfixe sich dadurch unterscheiden, ob sie

a) die Betonung auf sich ziehen (oder nicht),

b) abtrennbar sind (oder nicht)

und

c) bei der Bildung des Partizips die sonst obligatorische Vorsilbe „ge-“ ersetzen (oder nicht).

Dass diese Präfixe alleinstehend verschiedenen Wortarten angehören, ist offensichtlich, auch, dass sie mehrsilbig sein können (wie z. B. „entgegen“, „auseinander“, „zusammen“ oder „herunter“).

Damit erübrigen sich so einige Einwände (auch wenn sie niemand gepostet hat).

Lieben Gruss
dodeka

Ich verwende zwar gerne „downgeloadet“, aber in Deinem Satz
stört mich die Verbindung mit dem „wohin“, weil ich meine, ein
Download kommt von irgendwoher.

Würde ich einen Load wohinschicken, wär’s ein Upload.

Jeder Load hat zwangsläufig ein „Woher“ und ein „Wohin“. Der Download kommt aus dem Internet (das „Woher“) und landet *irgendwo* auf dem heimischen Rechner (das „Wohin“). Der Upload kommt von *irgendwo* auf dem heimischen Rechner (das „Woher“) und geht auf irgendeine Seite im Internet (das „Wohin?“)

Wenn ich jetzt nicht weiß, wo auf dem heimischen Rechner beim Download die Datei gespeichert, frage ich: „Wohin hast du das downgeloadet?“

Woher (oder von wo) hast Du downgeloadet?
Wohin hast Du den Download gespeichert?

Diese Einschränkung erschließt sich mir nicht. Wenn ich fragen kann: „Wohin hast du den Herunterlad gespeichert?“ - warum sollte ich dann nicht auch fragen können: „Wohin hast Du das heruntergeladen?“ Da tausche ich letztendlich bloß das Substantiv durch ein Verb aus.

Wenn es, so wie du anfangs schriebst, bei einem Download kein „Wohin“ gäbe, dürften beide Varianten nicht gehen.

Gruß,
Max