Hallo, ich hätte mal eine Frage: Es ist mir immer sehr leicht gefallen Sprachen zu lernen…hatte im Französisch LK eigentlich immer 13,14,15 Punkte obwohl ich erst kurz bevor ich den LK gewählt hatte angefnagen hatte mich für Fremdsprachen zu interessieren…bei Englishc schaut das ganze ähnlich aus. Ich will nun damit anfangen chinesisch zu lernen (im Rahmen meines Studiums) und würde gerne wissen ob ich davon ausgehen kann, dass wenn ich jeden Tag in etwa eine Stunde chinesisch lerne, schreibe, lese, spreche, etc. und dann später auch mal eine Sprachreise/ein Praktikum oder ein Auslandssemester in China einlege, dass ich dann nach ca. 4 Jahren Studium relativ gut chinesisch sprechen kann. Ich weiß zwar, dass man das wohl nich ganz so pauschal beurteilen kann, aber ich habe jetz schon öfters gelesen, dass man für das Erlernen einer Sprache wie chinesisch oder japanisch ungefähr eine 3 mal so hohe Stundenzahl braucht wie für das Erlernen von Englisch/Französisch/etc. …Kann ich also davon ausgehen, dass ich z.B. nach 3 Jahren intensivem chinesisch lernen das ganze in etwa so gut kann wie ich meinetwegen Spanisch nach 1 Jahre intensivem lernen kann? Also ist das ganze eher eine Zeitfrage oder ist es mehr oder weniger unmöglich? Man hört da ja auch oft so Horrorgeschichte, aber ich dachte mir halt, dass ich das mit genug Aufwand (und Sprachen lernen macht mir auch wirklich Spaß!) gebacken kriegen müsste, v.a. weil mir das Lernen von Englisch/Französisch auch spielend leicht gefallen ist.
Hat irgendjemand damit schon Erfahrungen gemacht und kann mir weiterhelfen? Würde mich sehr freuen!
Hallo.
Zunächst sind Japanisch und Chinesich grundsätzlich absolut unterschiedlich. Der Grund, warum die Japaner chinesiche Schriftzeichen haben liegt daran, weil sie mal von einem Japan (vor sehr sehr langer Zeit) aus China auf die Insel gebracht wurde. Japanisch besitzt drei Schriftarten (zwei original japanische und die chinesichen Zeichen)und die Texte sind daher daher optisch schnell und leicht von chinesichen oder anderen asiatischen zu unterscheiden.
In der Sprache sind die beiden auch sehr unterschiedlich. Nicht nur am Ausdruck und Klang, sondern auch in der Grammatik unsterschiedlich. Im chinesischem hängt die Bedeutung eines Wortes hauptsächlich von der Aussprache ab. Z.B. „Ma“ kann - jenachdem ob kurz, lang oder anders betont - heissen: Mutter, Streit und (ich glaube) Pferd.
Im japanischen hat da schon jedes Wort seine eingene Bedeutung - kommt aber schon vor, wie im deutschen auch, das ein Paar Wörter vielleich für verschiedenes stehen.
Ich persönlich finde Japanisch eine sehr logisch aufgebaute und schöne Sprache. Da ich, wie du, auch zu den Menschen gehöre, denen das Sprachen-Lernen leicht fehlt, kann ich sagen, dass Japanisch schon eine Sprache ist die angenehm zu lernen ist.
Der einzige Nachteil jedoch ist, dass man bei Japanisch umbedingt einen Gesprächspartner brauch, da es kaum möglich ist, sich die richtige Ausprache selber anzueigenen.
Ich hoffe dir soweit etwas geholfen zu haben.
Falls du fragen hast, einfach schreiben.
Grüße Kris
Ich selber lerne gerade Japanisch (2. Anlauf) mit einem täglichen Aufwand von 1-2 Stunden (durchschnittlich).
Was die Zeichen angeht - ich will erst einmal Hiragana und Katagana lernen, bevor ich mit den Vokabeln und der Grammatik anfange, da ich dann beim Lernen auch gleich noch die Zeichen üben will, bei welchen man ständig in Übung bleiben sollte - da steckt schon ein enormer Zeitaufwand dahinter. Die Zeichen werden in einer bestimmten Reihenfolge geschrieben und sehen dabei noch zum Teil ähnlich aus. Kanji (und damit die chinesischen Zeichen) sind noch schwieriger zu erlernen, da sie umfangreicher sind. Und alleine die schriftlichen Übungen der Zeichen ist sehr zeitintensiv (macht aber auch zunehmends Spaß, wenn man merkt, dass man japanische Worte damit schreiben kann).
Die Sprache ist an sich relativ einfach, was die Grammatik angeht (zumindest am Anfang). Aber bei den Vokabeln schaut es da schon anders aus. Z.B. gibt es für Vater mehrere Vokabeln - der eigene Vater und der Vater eines anderen werden mit verschieden Vokabeln ünterschieden (ob es noch mehr Vokabeln für Vater gibt, weiß ich leider noch nicht).
Wenn man aber Japanisch studieren will, sollte man täglich mindestens 3-4 Stunden zum Üben einkalkulieren. Zumindest sagte das eine Internetbekannte, die Japanisch als Nebenfach studierte.
zum einen ist Japanisch und Chinesisch kaum miteinander zu vergleichen!
Genauso könntest Du z.B. Deutsch mit Ungarisch vergleichen.
Beim erlernen von Chinesisch mußt Du genau zuhören und das im wahrsten Sinne des Wortes, weil die Betonung eine essentiell wichtige Sache ist. Die gleich Silbe falsch ausgesprochen, bedeutet etwas völlig(!) anderes.
Die Grammatik sowohl in Chinesischen als auch im Japanischen würde ich als nicht besonders schwer bezeichnen.
Problem könnte die Schrift werden, weil es überhaupt keine Möglichkeit der Analogie gibt; da gilt übenübenüben.
Wenn Du einigermaßen Talent für Sprachen hast, könnte Dein Plan gelingen.
Kleiner Rat:
Viele Volkshochschulen bieten Kurse Japanisch und Chinesisch an.
Einfach mal die Kurse belegen und schauen, ob es da klappt.
Ich habe meiner Einschätzung nach eine nur mäßige Sprachbegabung, spreche aber trotzdem fließend Englisch. Was ich damit sagen möchte ist, dass es nicht nur auf die Begabung ankommt, sondern die Motivation eine Sprache zu erlernen die wesentlichere Rolle spielt.
Ich lerne nun schon seit rund drei Jahren Chinesisch, kann aber nicht beurteilen, wie es bei dir laufen wird, sondern nur meine Erfahrungen schildern. Was die Grammatik angeht, ist Chinesisch eine recht einfach strukturierte Sprache mit klaren Regeln. Das hat es mir schon mal wesentlich einfacher gemacht:smile: Mit den Schriftzeichen habe ich auch keine Probleme. Denjenige, der sich aber schlecht Symbole und Zeichen merken und aus dem Gedächtnis wiederholen kann, hat hier eine Menge an zeitintensiver Arbeit vor sich. Soll heißen, eine gewisse graphische Begabung ist sicher nicht von Nachteil. Was mich aber Zeit und vor allem Nerven kostet, sind die 5 Töne, die dieser Sprache zu eigen sind, d.h. die Aussprache bereitet mir etwas größere Probleme. Weiterhin existieren zu jeder Silbe (auch bei gleicher Betonung) eine Unzahl an Zeichen mit anderer Bedeutung, was u.U. zu abstrusen Verwechslungen führen kann.
Credo: Chinesisch lernen ist keineswegs unmöglich, sondern eine Frage von Motivation, Begabung und Durchhaltevermögen. Wenn du es wirklich lernen möchtest, mach es, wenn es nur halbherzig ist, dann lass es lieber, sonst frustriert es dich.
Könnte es dann nicht letzendlich sein, dass es mir praktisch gar nichts bringt, dass es mir leicht fällt europäische Sprachen zu lernen, wenn ich chinesisch lernen will, da die Grammatik v.a. beim Chinesischen sehr leicht sein soll und der Hauptteil des Lernens die Schriftzeichen und die Betonung sind?
Ich hatte mir vorher noch nie so Gedanken darüber gemacht, aber wenn es einem allgemein leicht fällt Sprachen zu lernen, bzw. wenn bei einem bei einem Einstufungstest o.ä. eine hohe Sprachbegabung erkannt wird, heißt das im Prinzip nur, dass einem das Grammatikalische leicht fällt oder steckt da insgesamt mehr dahinter?
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Die Grammatik sowohl in Chinesischen als auch im Japanischen
würde ich als nicht besonders schwer bezeichnen.
nicht besonders schwer? dann habe ich bis jetzt wohl irgendwas falsch gemacht. Meiner Meinung nach ist die japanische Grammatik sehr schwer und wohl auch um einiges schwerer als die chinesische…
Fast die gleiche Frage hatte ich vor ein paar Monaten, bin nur nicht studiert…
Nun war ich schon 7 mal in meinem VHS Kurs (chinesisch) und muss sagen, es macht riesig spass, gibt viel zu lachen und man kommt voran.
Man empfahl mir damals die autodidaktische Software „Rosetta Stone“ ! Ist mir jedoch nicht möglich, wegen der ca. 300€ Kosten.
Ich sag nur Mut zur Lücke !! )
Alex