Wie schwer ist es die Ursprache der Bibel zu lerne

Ich glaube es ist hebräisch. Ich möchte diese Sprache gerne im Zusammenhang mit biblischen Texten lernen. Wo geht das am besten und am günstigsten?

Kann man das im Urlaub machen?

Ich habe leider keine blasse Ahnung.

Karin

Doppelposting -> AW in ‚Fremdsprachen‘
Mehrfachpostings sind bei w-w-w unerwünscht.

Manchmal aber nötig…

Mehrfachpostings sind bei w-w-w unerwünscht.

Was ich bei W-W-W hasse, sind Leute, die sich als Sergeants deklarieren…- Das Doppelposting stört doch niemanden und in diesem Falle ist es doch geschickt, es hier zu posten!?

Kopschüttelnde Grüße,
Typhoon

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Mehrfachpostings sind bei w-w-w unerwünscht.

Was ich bei W-W-W hasse, sind Leute, die sich als Sergeants
deklarieren…- Das Doppelposting stört doch niemanden und in
diesem Falle ist es doch geschickt, es hier zu posten!?

Beschwer Dich beim Team, nicht bei mir, die haben die Regeln gemacht.

Gruß,

Malte

Hallo Karin,

Ich glaube es ist hebräisch.

Für die Torah - was Christen „Altes Testament“ nennen, wäre es Hebräisch, ansonsten für Evangelien etc. wäre es Griechisch.

Ich kann nur zu Hebräisch etwas sagen. Es hängt von Deiner Sprachbegabung, von Deinem Lerntempo und der Zeit, die Du erübrigen kannst, ab. Aus Deiner Visitenkarte geht leider nichts über Deine Lebenssituation hervor.

Wenn Du Studentin bist und entsprechende zeitliche Möglichkeiten hast, kannst Du an der nächstgelegenen theologischen Fakultät die Angebote an Hebraicumskursen durchschauen. Die finden täglich oder zumindest mehrmals wöchentlich statt.

Der Wortschatz des biblischen Hebräisch ist nicht so wahnsinnig umfangreich - wohl 500 Wörter, aber die Konjugations-, Deklinations- und anderen Formen sind das Aufwendige.

Manche theologischen Fakultäten bieten auch Sommerkurse für die Theologiestudenten an, die Sprachen nachholen müssen. Wie Du Semesterkurse und Sommerkurse kombinieren kannst, erfährst Du bei den Fakultäten und auch wie der Zugang für Fakultätsfremde geregelt ist.

Ich möchte diese Sprache gerne im
Zusammenhang mit biblischen Texten lernen. Wo geht das am
besten und am günstigsten?

Außerdem gibt es Kurse an Volkshochschulen - sowohl kommunale als auch in München, Frankfurt und Berlin an den jüdischen Volkshochschulen. Da steht allerdings das Ziel Sprechfertigkeit im Vordergrund.

Es gibt auch „Hebräisch per email“ (siehe Suchmaschine), was mit Audiocassetten und Telefonaten kombinierbar ist. Du zahlst eine Monatsgebühr und bekommst als Studentin einen ermäßigten Tarif. Bietet sich an, bei Leuten, die in der Pampa wohnen oder sehr spezielle Lernbedürfnisse oder Lebensumstände haben (Schichtarbeit).

Kann man das im Urlaub machen?

Es gibt Ferienkurse in Israel mit Exkursionen etc. Da kann Datafox vermutlich mehr sagen.

Ein paar Infos findest Du auch hier:
http://hebraeisch.israel-live.de/index.htm

Es gibt auch Ein- bzw. Zweiwochenkurse in der (kirchlichen) Tagungsstätte Kirchröder Turm in Hannover.

Viel Erfolg

Iris

Beschwer Dich beim Team, nicht bei mir, die haben die Regeln
gemacht.

Du hast doch geantwortet. Somit ist es doch nur recht, wenn ich mich an Dich wende und nicht an eine dritte Partei… :wink:

Ich vergleich’s mal so: Es gibt ja auch Gesetze in Deutschland (z.B. sinnloses herumfahren)- jetzt liegt es bei jedem selbst, ob man jemanden aufgrund eines solchen Vergehens anzeigt…- ich hoffe, es kommt rüber, was ich meine.

Gruß,
Typhoon

Hi Typhoon,

aber die Antworten sollen sich nicht ueber
zwei Bretter verteilen. So einfach ist das.
Nebenbei: warum bemerkt keiner, dass die
Aussage ueber die ‚urspruenglichste Sprache der
Bibel‘ ja hoechstens fuer das Alte Testament
gilt?

Gruesse
Elke

Hi Elke,

aber die Antworten sollen sich nicht ueber
zwei Bretter verteilen. So einfach ist das.

Ja, einfach und einleuchtend. Aber halt nicht immer durchsetzenwert :wink:
Mir selbst ging es schon oft so, dass ich in einem Brett gepostet habe und dann nach sehr mäßigen Antworten ein „besseres“ Brett fand. Jetzt könnte man natürlich den Beitrag umformulieren aber das ist ja der Beantwortung nicht dienlich… So why not?

Nebenbei: warum bemerkt keiner, dass die
Aussage ueber die ‚urspruenglichste Sprache der
Bibel‘ ja hoechstens fuer das Alte Testament
gilt?

Ich hab die Frage gar nicht gelesen, sondern mich nur aufgeregt… :wink: - ein Fehler meinerseits, geb ich zu… :smile:

Grueße,
Typhoon

Hi Karin,

also: Altes Testament ist hebräisch. Neues vor allem griechisch und aramäisch.

Lernen kannst Du die Sprachen bequem im Internet (am leichtesten und günstigsten wäre es, wenn Du des Englischen mächtig wärst). Einfach mal nach „Distance Education“ oder nach „Language Courses“ suchen oder eben irgendwo Geld bezahlen. Es ist sicherlich immer lohnenswert, andere Sprachen zu erlernen (ich bin das beste Beispiel :wink: ). Fördert und fordert da Gehirn ungemein und gerade hinsichtlich der Theologie vertraut man, wenn man den Urtext nicht kennt (was ja im Grunde niemand tut aber gerade hinsichtlich einer deutschen Übersetzung) doch einer Interpretation. „Neues Leben“ z.B. ist meines Erachtens eher charismatisch orientiert, „Einheitsübersetzung“ eher „großkirchlich“ und so weiter…

Daumen hoch für soviel Lernbegeisterung :smile:

Beste Grüße,
Typhoon

Hi Typhoon,

also: Altes Testament ist hebräisch. Neues vor allem griechisch und aramäisch.

Das Neue Testament ist ursprünglich komplett griechisch geschrieben (es gab aber aramäische Übersetzungen). Aramäisch bräuchte man nur für einige Teile des Tanach (Altes T.). Hebräisch natürlich für die Torah.

Gruß

Metapher

Hi Metapher,

du bringst mich grad auf einen neuen Gedanken…

Danke dafür :smile:

Gruß,
Typhoon

Altes Testament: hauptsächlich Hebräisch und etwas Aramäisch
Neues Testament: Griechisch

Das Alt-Hebräisch hat allerdings mit dem heutigen Hebräisch nur ziemlich wenig zu tun. Ebenson ist es mit dem Alt-Griechisch und dem aktuellen Griechisch.

Sprachliche Details, an denen sich verschiedene Übersetzer uneinig sind, gehen oftmals so in die Tiefen der alten Sprachen, dass einem die Kenntnisse der aktuellen Sprachen für solchen Entscheidungen nicht viel nützen. Ein Sprachurlaub ist also wenig hilfreich. Allerdings kann es recht interesant sein, historische Stätten zu erkunden.

An Universitäten werden die alten Sprachen in den theologischen und archäologischen Fakultäten gelehrt. Manche Studenten, die weder eine katholische noch eine protestantische Interpretation wünschen, bevorzugen die archäologischen Institute den theologischen.

Gruß
Jochen

Hallo Jochen,

Das Alt-Hebräisch hat allerdings mit dem heutigen Hebräisch
nur ziemlich wenig zu tun.

über diese Aussage, die ich vorwiegend aus Kreisen christlicher Theologen höre, bin ich immer wieder erstaunt.
Natürlich gibt es im biblischen Hebräisch keine Ausdrücke für Alltagsgegenstände unserer Zeit ob nun Küchenmaschine oder Fernseher.

Aber von der Sprachstruktur, Grammatik und Verständlichkeit gibt es keine Probeleme. Der Unterschied ist eben gerade nicht so wie zwischen Althochdeutsch und heutigem Deutsch.

Wenn in jüdischen Kreisen Hebräisch unterrichtet wird, ob nun in der jüdischen Volkshochschule oder im Intensivsprachkurs, wird dieser Unterschied nicht gemacht.

In einem qualitativ guten zweiwöchigen Intensivkurs ist es möglich einerseits so weit zu kommen, daß man Alltagssituationen (Busfahren, Einkaufen etc.) bewältigen kann und andererseits aber auch in der Lage ist, einfache biblische Texte zu lesen und verstehen wie etwa die Josefsgeschichte (ausgenommen zwei Stellen).

Sprachliche Details, an denen sich verschiedene Übersetzer
uneinig sind, gehen oftmals so in die Tiefen der alten
Sprachen, dass einem die Kenntnisse der aktuellen Sprachen für
solchen Entscheidungen nicht viel nützen.

Unabhängig vom Erlernen der Strukturen für das Übersetzen, ist es dann auch notwendig, sich mit den inhaltlichen Konzepten von Worten zu beschäftigen wie z.B. Barmherzigkeit etc.

Ein Sprachurlaub ist
also wenig hilfreich. Allerdings kann es recht interesant
sein, historische Stätten zu erkunden.

Das sehe ich anders - siehe oben. Ich denke auch, daß ein Intensivkurs so viel Kontakt mit der Sprache bringen kann, dass es dann unter Umständen möglich ist autodidaktisch weiterzumachen.

An Universitäten werden die alten Sprachen in den
theologischen und archäologischen Fakultäten gelehrt.

oder im Fall von Hebräisch im Bereich von
Judaistik / jüdische Studien / Semitistik

Viele Grüße

Iris

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Hallo,

Ich habe im anderen Brett schon für Hebräisch geantwortet, aber falls du auch an neutestamentlichem Griechisch interessiert bist, hier noch schnell ein Tip: Zum Selbststudium angelegt und didaktisch sehr gut ist „Bibelgriechisch leichtgemacht“ von Werner Stoy/Klaus Haag.

Entsprechende Kurse gibt es auch hier auf Unis. Manchmal sind sie speziell für Bibelgriechisch („kleines Graecum“) und leichter als das klassische „große“, weil das NT ein vereinfachtes Griechisch benutzt.

Viel Spaß beim Lernen

Kim

Manche

Studenten, die weder eine katholische noch eine
protestantische Interpretation wünschen, bevorzugen die
archäologischen Institute den theologischen.

ich weiß zwar nicht, wie es an katholischen Faks. zugeht, aber für eine spez. konfessionelle Interpretation ist bei der Fülle des Stoffs eigentlich kaum Platz :wink:

Übrigens: Griechisch LOHNT SICH! Man entdeckt erst in dieser Sprache die Eigenarten und die Faszination des NT! (Hebr. bin ich leider nicht bis zu diesem Punkt gekommen) Und: Statt Selbststudium ist ein Kurs an der Uni wesentlich ertragreicher

Torsten