Hallo!
Ich befinde mich kurz vor dem Ende meines Studiums und habe da hin und wieder eine kleine Panikattacke. Ich studiere Lehramt, bin also relativ festgelegt mit dem, was da in näherer Zukunft kommen mag. Nun habe ich aber Untersuchungen gelesen, dass nur x% (weiß nicht mehr wie viele, waren nicht so überwältigend viele) bis zum Renteneintritt in ihrem Lehrberuf arbeiten. Auch in meinem Bekanntenkreis beobachte ich das.
Er, gelernter Werkzeugmacher, heute Lehrer an Umschulungseinrichtung.
Sie, gelernte Schneiderin, heute Sachbearbeiterin in einer Behörde.
Er, gelernter „Telekomist“ (irgendwas in Richtung Kaufmann), heute Altenpfleger.
Sie, gelernte Bürokauffrau, heute Fluglotsin.
Das sind alles Beispiele aus dem Osten, also von Leuten, die sich oft neuorientieren mussten. Aber mir fällt das auch oft in den alten Bundesländern auf, dass hier Leute Versicherungen verkaufen, die eigentlich Lackierer waren, oder einen Buchladen eröffnet haben, die eigentlich Informatiker sind. Das sind nur willkürliche Beispiele, man könnte es beliebig erweitern.
Meine „Angst“ ist nun, 40 Jahre lang vor einer Klasse zu stehen und am Ende rauszugehen und zu sagen: „Aha, das war es also, was du so gemacht hast in deinem Leben.“ Ich bin mir nicht ganz sicher, ob es das ist, was ich mir erwarte. Um es anders zu sagen: Ich erwarte mehr.
Wie gerät man also von einem Job in einen vollkommen anderen? Hat das oft was mit Glück zu tun oder mit Beziehungen oder ist man da des eigenen Glückes Schmied?
Mich würde mal euer persönlicher Werdegang interessieren.
(Ich brauche keine Hinweise, jetzt will ich das erstmal ein Stück machen mit dem Lehrersein, aber vielleicht nicht für immer.)
Erzählt doch mal.
(Und wenn es hier falsch aufgehoben ist, dann möge es doch bitte verschoben werden.)
LG
die Lidscha
. und mit der job-description „berater“ sagt man ähnlich wenig wie mit physiker, da geht echt viel…und das habe ich dann auch gemacht. eher zufällig kam ich da in eine schiene (informationslogistik / expertensysteme) die total interessant ist.