Wie sich distanzieren?

Hallo!

Um mal kurz zu erzählen…

Ich hab den Winter über nun immer wieder mal rumgekränkelt, von Grippe bis zu fetten Infekten- musste insgesamt öfter Antibiotikum nehmen-- und das hat mich insgesamt dann psychisch auf Dauer einfach mitgenommen!
War auch nur ein gewisser Trost, daß diesen Winter sehr viele mit hartnäckigen Infekten zu tun hatten :wink:

Nun- in den letzten Wochen nun wurde alles besser-- und ich war dann insgesamt auch wieder viel besser „drauf“.

Jedenfalls bekam ich nun so einige Dramen von anderen Menschen am Rande mit!
Ein sehr schnelles, wirklich schlimmes Versterben eines Ehemannes einer Bekannten- ein ganz schwerer Unfall hier in der direkten Nachbarschaft eines Jugendlichen-- dann las ich in einem Forum- in dem ich häufig bin, von dem plötzlichen Versterben einer jungen Frau…und mich hat das dermassen runtergezogen, daß es mir danach total schlecht ging!

Ich hab bei dieser Anteilnahme wirklich weinen müssen- denn es sind wahrhaftig schlimme Schicksale!

Zu alledem kam dann noch ein Unfall, bei dem mir selber nix passiert ist- aber bei dem ich beteiligt war-und mich hat das wahnsinnig mitgenommen- noch!..kurz- mir kommts gerade so vor, als ob das Leben nur noch aus Drama besteht!!

Ein Freund meinte nun- daß man Fremdes einfach nicth so nah an sich ranlassen muss- und da gebe ich ihm recht-- mir ja klar, daß bei so vielen Menschen immer und ständig schlimme Sachen geschehen-- nur bekommt man die ja normal nicht so mit!

Ich frage mich nun halt - wie kann man sich von solchen SAchen denn so distanzieren, daß man das wohl hören kann-- aber einen nicht selber total runterzieht??

Forumsseiten, die solche Inhalte haben- vermeide ich nun total-- das tut mir nicht gut und man muss ja nicth lesen, wenn man nicht will!

Gebe zu- mir kommts grad so vor, als ob man- je älter man wird- immer mehr Schlimmes sieht…und jegliche Unbelastetheit verloren geht…

Sicher liegt die Kunst darin, daß man trotz allem, den Blick für das Positive behält…nur wird das schwer, wenn soviel negativ aussieht- auch, wenn es da ist…

Vielleicht könnt Ihr mir dazu mal was schreiben…vielleicht gibt es ja Methoden, mit denen man Anteil nehmen kann…ohne sich davon so sehr einnehmen zu lassen!!

fragende Grüsse
Kitty

Hallo Kitty!
Tut mir sehr leid, dass es dir zur Zeit nicht gut geht. Es scheint eine Art ungeschriebenes Gesetz zu sein, dass sich negative Ereignisse gerne häufen (eigentlich ist es gar nicht ungeschrieben, das heißt Murphy’s Law, wenn ich mich nicht täusche). Auf der anderen Seite glaube ich auch, dass wenn man ohnehin schon mies drauf ist, unbewusst auch noch gezielt nach Informationen sucht, die die eigene „Alles Scheiße Mentalität“ noch stärken.
Wie dem auch sei, dass dir die Schicksale anderer so nahe gehen, spricht im Grunde ja sehr für dich. Das bedeutet ja, dass du ein mitfühlender, sensibler Mensch bist. Das ist ja erstmals schön. Dass das nicht immer leicht ist, ist auch klar.
Wie man sich nun aber distanzieren kann, kann ich dir leider auch nicht beantworten. Das muss wahrscheinlich jeder für sich selbst herausfinden, so schlimm das auch klingen mag. Therapeuten kämpfen auch häufig damit, dass sie sich von den Schicksalen ihrer Klienten sehr mitrunter ziehen lassen. Nur so sind sie selbst auch keine Hilfe mehr. Auch sie müssen lernen, sich zu distanzieren. Wenn man nicht komplett gegenüber seiner Umwelt abstumpfen will, ist das natürlich schwer. Eine Methode ist natürlich, die Sachen mit jemandem zu besprechen, sie sich einfach von der Seele zu reden. Ein Gesrpäch unter Freunden kann da schon Wunder wirken. Wenn es einem akut schlecht geht, hilft Ablenkung. Eine Weile mal eben nur kitschige Komödien und Liebesfilme mit Happy End ansehen, sich bewusst auf das schöne Wetter und die blühenden Wiesen und Bäume konzentrieren, Witze lesen… Das ist auch nicht respektlos, das dient dem Selbstschutz.
Man sieht oft Leute auf Begräbnissen, die sich über Urlaube unterhalten oder sich makabere Witze erzählen. Das wirkt sehr kalt, hilft in Wahrheit aber die beinahe unerträglich traurige Situation hinter sich zu bringen.

Wenn dir Ablenkung nicht helfen sollte, zögere nicht dir Hilfe zu besorgen. Die Gradwanderung zwischen leichter depressiver Verstimmung und handfester Depression ist gefährlicher als man denken würde.

Versuch mit den miesen Gedanken abzuschließen. Umso älter man wird umso mehr negatives erlebt man, das mag stimmen. Aber man erlebt auch sehr sehr sehr viel Positives. Oft kann man es nur nicht sehen. Übe doch mal einen Tag lang an allen Dingen, die dir begegnen etwas positives zu finden (Ich hab mir bei einem Unfall die Stoßstange beim Auto komplett ruiniert - aber jetzt wird wenigstens der uralte Kratzer auf der anderen Seite auch verschwinden, wenn ich eine neue Stoßstange montieren lasse). Die Welt wie ein Babypopo: Im Grunde schön, auch wenn’s manchmal beschissen ist :wink:

Ich wünsch dir viel Kraft und Glück!
Alles Liebe
infi

Hi infinity

Therapeuten kämpfen auch häufig damit, dass sie sich von den
Schicksalen ihrer Klienten sehr mitrunter ziehen lassen. Nur
so sind sie selbst auch keine Hilfe mehr. Auch sie müssen
lernen, sich zu distanzieren.

Als Therapeut oder auch Arzt anderer Fachrichtung muss man grundsätzlich diese Gratwanderung bewältigen. Ich glaube, man kann es gar nicht so richtig lernen, sondern muss es quasi schon mitbringen. Die Persönlichkeit ist ja relativ früh festgelegt und jemand, der sich zu sehr irritieren lässt von der Befindlichkeit seiner Mitmenschen, ist gut beraten, keinen solchen medizinischen oder therapeutischen Beruf zu ergreifen.
Die durchaus ineressante Frage bleibt zunächst, ob man als Normalmensch (der nicht so einen Beruf hat), wie die Fragestellerin, sich ehe durch viele Konfronation, also das „pralle Leben“, abhärtet oder ob man sich weitgehend zurückzieht vor den Schecken der Welt.
Ein bißchen wurde das Thema ja auch von Hermann Hesse in seinem Roman „Narziss und Goldmund“ behandelt. Es gibt eben beide Wege und jeder muss wohl für sich erausspüren, ob er besser mit dem Weg mitten durch das Schlachtfeld klarkommt oder mit dem Rückzug in die innere Mongolei.
Ein Verhaltenstheapeut würde wohl eer für Konfrontationstherapie plädieren, ein Jungianer würde vielleicht sagen: Es gibt Extravertierte und Introvertierte.
Gruß,
Branden

Es gibt Extravertierte und Introvertierte.

Also- ich würde mich schon als Extrovertierten bezeichnen!

Bedeutet dann also- es gäbe zwei Wege…mehr davon- oder Rückzug!??

Wenn Du mich fragen würdest- was ICH wollte…hhmm…
Schwer zu sagen!
Ich gebe zu, daß ich momentan zum Rückzug tendiere…weil es mir einfach zuviel ist!

Da aber solche Schicksale zum Leben dazugehören- kann man sich ja nie ganz zurückziehen!

Tja… und genau da liegt ja dann eigentlich meine Frage-- wenn man manchem nicht aus dem Weg gehen kann-- wie dann damit umgehen…??

Kitty

Hi Kitty

Tja… und genau da liegt ja dann eigentlich meine Frage–
wenn man manchem nicht aus dem Weg gehen kann-- wie dann damit
umgehen…??

Nun, man könnte es wie ein Samurai oder ein(e) Krieger(in) a la Castaneda angehen: Man geht guten Mutes und mit sportiver Gesinnung in jeden Kampf, der sich einem bietet (ausgenommen militärische Kämpfe, denn die sind fremdgesteuert - sehe mein Posting im Plauderbrett *g*).
Gruß,
Branden

Lieber Brandon!
Halt mich für doof- aber wie soll sowas gehen??- wie geht man dann in sowas rein- bzw ist ja das Besondere, daß man nur plötzlich mitten drin steht!

Vielleicht kannst Du ja mal ne Erklärung noch dazu geben-- die mir eher klar macht, wie das umgesetzt aussehen sollte!??

danke kitty

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Ich hab den Winter über nun immer wieder mal rumgekränkelt,
von Grippe bis zu fetten Infekten- musste insgesamt öfter
Antibiotikum nehmen-- und das hat mich insgesamt dann
psychisch auf Dauer einfach mitgenommen!
War auch nur ein gewisser Trost, daß diesen Winter sehr viele
mit hartnäckigen Infekten zu tun hatten :wink:

Was spielt das für eine Rolle?

Nun- in den letzten Wochen nun wurde alles besser-- und ich
war dann insgesamt auch wieder viel besser „drauf“.

Liest sich doch gut, oder?

Jedenfalls bekam ich nun so einige Dramen von anderen Menschen
am Rande mit!

Kann geschehen.

Ein sehr schnelles, wirklich schlimmes Versterben eines
Ehemannes einer Bekannten- ein ganz schwerer Unfall hier in
der direkten Nachbarschaft eines Jugendlichen-- dann las ich
in einem Forum- in dem ich häufig bin, von dem plötzlichen
Versterben einer jungen Frau…und mich hat das dermassen
runtergezogen, daß es mir danach total schlecht ging!

Das sollte es nicht, Du bist nicht dafür verantwortlich! Du kannst mitfühlen, ok, aber nicht mitLEIDEN!

Zu alledem kam dann noch ein Unfall, bei dem mir selber nix
passiert ist- aber bei dem ich beteiligt war-und mich hat das
wahnsinnig mitgenommen- noch!..kurz- mir kommts gerade
so vor, als ob das Leben nur noch aus Drama besteht!!

Nun, so etwas kann geschehen…

Ein Freund meinte nun- daß man Fremdes einfach nicth so nah an
sich ranlassen muss- und da gebe ich ihm recht-- mir ja klar,
daß bei so vielen Menschen immer und ständig schlimme Sachen
geschehen-- nur bekommt man die ja normal nicht so mit!

Ich frage mich nun halt - wie kann man sich von solchen SAchen
denn so distanzieren, daß man das wohl hören kann-- aber einen
nicht selber total runterzieht??

Ok, Du empfindest für Andere mit. Das ist ok, Respekt! Aber man kann die Welt nicht „retten“ als Einzige/r! Also: Annehmen, was geschehen, akzeptieren, was passiert ist.

Forumsseiten, die solche Inhalte haben- vermeide ich nun
total-- das tut mir nicht gut und man muss ja nicth lesen,
wenn man nicht will!

Ok, man kann die Augen verschließen, man kann die Kenntnisnahme verweigern. Ist legitim!!!

Gebe zu- mir kommts grad so vor, als ob man- je älter man
wird- immer mehr Schlimmes sieht…und jegliche
Unbelastetheit verloren geht…

Nein, man wird im Alter halt nur empfindsamer. So sehe ich dies.

Sicher liegt die Kunst darin, daß man trotz allem, den Blick
für das Positive behält…nur wird das schwer, wenn soviel
negativ aussieht- auch, wenn es da ist…

Das Positive heißt doch nicht, dass man sich den Blick „positiv“ verkleistert. Es heißt doch nur, dass man das, was geschehen kann, akzeptiert als GESCHEHEN.

Ich wünsche Dir, dass Du die Dinge auch weiterhin siehst, aber erkennst, was für Dich dabei von Bedeutung ist.
Ich segne Dich!
Ich freue mich, dass Du Anteil an dieser Welt nimmst.
Dieter

Hallo Dieter!

Ok, Du empfindest für Andere mit. Das ist ok, Respekt! Aber
man kann die Welt nicht „retten“ als Einzige/r! Also:
Annehmen, was geschehen, akzeptieren, was passiert ist.

Ich wünsche Dir, dass Du die Dinge auch weiterhin siehst, aber
erkennst, was für Dich dabei von Bedeutung ist.

Ich danke Dir für die Worte!
„welche Bedeutung es für mich hat“ ist für mich nun ein guter Ansatz!

Denn die Bedeutung kann nicht im Mit-Leiden liegen- da gebe ich Dir recht-- die Bedeutung für MICH liegt dann darin, zu sehen, was ich HABE- was ich KANN…und damit das Positive sehen!!

Ein schöner Ansatz, der mir nun wirklich gut tut- und an dem ich sicherlich festhalten werde!!

Danke Dir :smile:)
Kitty

Schwer zu erklären, Kitty.
Ich nehme manche Situationen sportiv. Will sagen: Ich stelle mich manchen Herausforderungen. Ich sehe mich seltener als Opfer von irgendwelchen Kräften, die von außen auf mich einstürzen. Wenn wirklich etwas oder jeamnd auf mich einstürzt dann gehe ich zuweilen in die Haltung eines Kämpfers, eines Wilden auf dem Kriegspfad.
Das geht natürlich nicht immer, aber es kann manchmal helfen, sich diese Einstellung zu verinnerlichen.
Castanedas Don Juan Matos sagte, dass ein Krieger guten Mutes in den Kampf geht und das Beste gibt. Ob er ihn dann gewinnt oder verliert, ist sekundär, denn er hat das Beste gegeben, was er eben konnte und muss sich nichts vorwerfen, auch wenn er einen Kampf verliert.
Gruß,
Branden

Hallo,

natürlich sind Menschen keine Maschinen und du kannst nicht allein aufgrund eines entsprechenden Entschlusses zum Steinblock werden, der emotional durch nichts mehr bewegt wird.

Wie ein Vorposter schon schrieb ist das aber doch auch der wesentliche Vorteil des Mensch-seins und eine deiner besten Eigenschaften! Empathie, also Einfühlungsvermögen zu haben, ist keine Schwäche - sondern eine Stärke!

Mitfühlen ist also völlig okay und klar ist auch dass es anders ist wenn es in naher Umgebung passiert als wenn man Katatstrophen im Fernsehen sieht.

In 13 Jahren Rettungsdienst habe ich Folgendes gelernt: Du mußt dir klar machen dass das Schicksal anderer nicht dein privates Problem ist. Ein Kollege hat mal den - inzwischen wegen seiner Zweideutigkeit geflügelten - Satz gesagt: „Mir geht’s gut, den Patienten geht es schlecht. Und so soll es auch bleiben!“

Ansonsten kannst du dichzwar mit den schlimmen Dingen auseinander setzen - aber du könntest auch die guten Sachen betonen: dir ist bei deinem Unfall nichts Schlimmes passiert, draussen ist es schön warm, die Sonne scheint, es gibt ein paar freie Tage usw.

Letztlich hängt viel von deiner Einstellung ab, davon, wie du an Dinge denkst und welche Aspekte du dabei wichtig nimmst.
Sich zu distanzieren ist etwas, das du selber tust oder läßt indem du dein Denken hauptsächlich in die eine oder eher die andere Richtung steuerst. Mach’ dir doch mal klar wie gut es dir geht, dass du nicht derartige Katastrophen erlebt hast wie andere - anstatt darüber zu sinnieren dass schlimme Dinge in deiner Umgebung passiert sind. Öffne deinen Geist für die schönen Dinge und ziehen Grenzen zwischen Dingen, die wirklich DICH betreffen und denen, die anderen passieren und nicht wirklich dein Problem sind.

Herlichst,

MecFleih

So, und jetzt bitte die praktische Umsetzung im Falle:
Meine Mutter erkrankt an Krebs und stirbt ein Jahr darauf qualvoll.

Gegen was soll man da noch kämpfen?
Wo ist da der sportliche Ehrgeiz?

Deine Einstellung in Ehren, aber was ich damit sagen will ist, dass es Situationen gibt, die einfach nur (sinnlos) traurig sind. Da fällt die „Kopf hoch, Augen zu und durch, und jetzt erst recht - Einstellung“ eher schwer.
Und wenn ich Kitty richtig verstanden hab, geht es ihr genau um solche Fälle. Wenn man einfach so viel Leid in der Welt vorfindet, dem gegenüber man absolut machtlos ist, oder sich zumindest so fühlt, wie geht man dann damit um?

Den einzigen Tipp den ich geben kann: Die Last niemals alleine tragen. Darüber sprechen, was einen belastet. Geteiltes Leid ist halbes Leid. Und dann, wenns irgendwann erträglicher wird, dann kann man über „Und jetzt erst recht“ nachdenken.

Aber nur weil es mich traurig macht, dass Menschen an Krebs sterben, kann ich nicht Medizin studieren und nach Wundermittel forschen. Dann müsste ich ja auch nach Griechenland ziehen um den Straßenkatzen zu helfen, in Afrika Waisenkinder großziehen, in die Forschung gehen um Erdöl überflüssig zu machen, in die Politik um die Gesetze zu ändern…

lg infi

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Gegen was soll man da noch kämpfen?

Gegen nichts. Der Kampf ist doch gelaufen.

Wo ist da der sportliche Ehrgeiz?

Der ist bei schweren Krankheiten natürlich wenig sinnvoll. Ich schrieb ja auch „meistens“. Gegenargumente findet man immer und für alles, wenn man sucht. Es geht aber um die Grund-Tendenz.

Deine Einstellung in Ehren, aber was ich damit sagen will ist,
dass es Situationen gibt, die einfach nur (sinnlos) traurig
sind. Da fällt die „Kopf hoch, Augen zu und durch, und jetzt
erst recht - Einstellung“ eher schwer.

Das ist auch nicht meine Einstellung. Das wär ja eher ne VOgel-Strauß-Politik. Da würde ich mich gründlich missverstanden fühlen.
Sinnlose Kämpfe sollte man gar nicht erst beginnen. Die Leute fühlen sich z.B. zurecht verarscht durch die ständige Betonung der „Zivilcourage“. Wenn mir fünf Skinheads mit Baseballschlägern entgegen treten, werde ich mich hüten, mit denen einen Kampf anzufangen, insbesondere wenn ich keine scharfe Waffe dabei haben sollte. :wink:

Und wenn ich Kitty richtig verstanden hab, geht es ihr genau
um solche Fälle. Wenn man einfach so viel Leid in der Welt
vorfindet, dem gegenüber man absolut machtlos ist, oder sich
zumindest so fühlt, wie geht man dann damit um?

Jed depressiver man ist, desto mehr Leid sieht man in der Welt.

Den einzigen Tipp den ich geben kann: Die Last niemals alleine
tragen. Darüber sprechen, was einen belastet. Geteiltes Leid
ist halbes Leid. Und dann, wenns irgendwann erträglicher wird,
dann kann man über „Und jetzt erst recht“ nachdenken.

Ich gebe ja keine Tipps, aber wenn du das machen möchtest… :wink:
Gruß,
Branden