Wie sicher darf man in S- und U-Bahnen fühlen?

Hallo,

das fragt sich wahrscheinlich jede®, der, und sei es auch nur selten, oben erwähnte öffentliche Verkehrsmittel benutzt. Zu entsprechender Nachtzeit und nicht nur dann kann man in den geschlossenen Räumen, aus denen es während der Fahrt kein Entrinnen gibt, so manche überaus gruselige Erlebnisse machen. Was tut der Staat gegen die Bedrohung, die mich vor Angst erschaudern und mich ernsthaft an Beschaffung einer Schußwaffe denken läßt? Oder ist der Schutz der eigenen Bürger schlicht kein lohnendes Geschäft, weshalb er meistens einfach unterbleibt???

Gruß
Uwe

Hallo Uwe,

man kann sicher lange darüber diskutieren, ob und wie es möglich ist, den Benutzern öffentlicher Verkehrsmittel (gilt natürlich auch für alle anderen öffentlich zugänglichen Örtlichkeiten)ein Gefühl der Sicherheit zu geben. Dabei muß klar sein, daß es die objektive „Rundumabsicherung“ nicht geben kann.
Für Deine Sicherheit kannst Du selbst auch etwas tun. Angst wird durch Körpersprache äußerlich sichtbar und Du signalisierst „sehst her, ich bin das wehrlose Opfer“. Die kleinen Alltagskriminellen suchen sich schwächere Opfer. An selbstbewußt auftretende Menschen trauen sie sich meist nicht heran. Die Situation entsteht so gar nicht erst.
Bewaffnung ist der falsche Weg. Er führt in die Eskalation der Gewalt. Wenn Du aus einer vermeintlichen Bedrohungssituation heraus eine Waffe auf einen Menschen richtest, wird und darf er sich mit jedem Mittel seiner Haut wehren. Er darf Dich sogar töten, um die Bedrohung abzuwehren. Wenn Du Glück hast, sucht er aber lieber das Weite und sorgt dafür, daß Du an der nächsten Haltestelle von freundlichen Herren in Empfang genommen wirst, die ihre Schußwaffen legal tragen, denn Du bekommst dafür keine Genehmigung.

Gruß
Wolfgang

Hallo Wolfgang,

mit dem was Du schreibst hast Du sicherlich Recht, wenn ich auch meine, daß das keine Lösung ist. Ich befürchte weniger, auf Kleinkriminelle zu treffen und mein persönliches Auftreten ist auch nicht gerade „duckmäuserisch“ zu nennen. Was Du mir rätst, weiß ich längst, verhalte mich „instinktiv“ schon so. Es geht mir um was anderes, nämlich um die Bedrohung durch Vollidioten, wie z. B. „Skinheads“. Warum fährt nicht z. B. in JEDEM WAGEN der Bahn ab 19 Uhr abends bis 7 Uhr morgens mindestens ein Polizist oder „schwarzer Sheriff“ mit? Ich denke DAS wäre eine Lösung. Meine Meinung: wir brauchen mehr Sicherheitskräfte. Wesentlich mehr. Der Staat muß die Sicherheit seiner Bewohner garantieren können. Das Fehlen von Sicherheitskräften und die überaus milden Strafen hierzulande läßt bei vielen potentiellen Tätern den Eindruck entstehen, sich im „rechtsfreien Raum“ bewegen zu können.

Wir brauchen mehr Polizeikräfte und wesentlich härtere Strafen für Gewaltverbrechen an Menschen. Die Knastbedingungen müssen so hart werden, daß es auch den Einwanderern aus Rußland etc. nicht mehr gleichgültig wird, ob sie in den Knast gehen oder nicht. Und die Strafen für derartige Verbrechen müssen viel länger werden (ich fordere 10-20 Jahre!), die Prozesse kürzer.

Meine Meinung.
Uwe

Warum fährt nicht z. B. in

JEDEM WAGEN der Bahn ab 19 Uhr abends bis
7 Uhr morgens mindestens ein Polizist
oder „schwarzer Sheriff“ mit? Ich denke
DAS wäre eine Lösung. Meine Meinung: wir
brauchen mehr Sicherheitskräfte.
Wesentlich mehr. Der Staat muß die
Sicherheit seiner Bewohner garantieren
können. Das Fehlen von Sicherheitskräften
und die überaus milden Strafen
hierzulande läßt bei vielen potentiellen
Tätern den Eindruck entstehen, sich im
„rechtsfreien Raum“ bewegen zu können.

Hallo Uwe

Da ist was dran. Nur: Wer soll die ganzen Sicherheitskräfte bezahlen?
Das geht dohc nur wieder zu lasten der zahlenden fahrgäste.

Wir brauchen mehr Polizeikräfte und
wesentlich härtere Strafen für
Gewaltverbrechen an Menschen. Die
Knastbedingungen müssen so hart werden,
daß es auch den Einwanderern aus Rußland
etc. nicht mehr gleichgültig wird, ob sie
in den Knast gehen oder nicht. Und die
Strafen für derartige Verbrechen müssen
viel länger werden (ich fordere 10-20
Jahre!), die Prozesse kürzer.

naja, dass mit den knastbedingungen seh ich nicht so, schliesslich soll (SOLL!) das gefängnis ja dem verbrecher eine zweite chance eröffnen.
Die Amis fahren mit ihren „Folter-Camps“ auch nicht gut, die Rückfallqote ist genauso hoch wie in normalen Gefängnissen, das ist der Gewaltpräventation wohl nicht dienlich.
Diese muss ohnehin bei Kindern und Jugendlichen angesetzt werden, bei einem 30jährigen Prügel-Skinhead ist wohl nicht mehr viel zu ändern.
Was die Härte der Strafen angeht:
Volle Zustimmung.
Es ist ein untragbarer Zustand, dass ein Kreditkartenbetrüger den SChaden ersetzen muß und bis zu 10 Jahren Haft erhält, während ein SKinhead, der einem anderen Menschen den Schädel mit ner Eisenstange einschlägt mit nem halben Jahr auf Bewährung und 2000DM SChmerzensgeld davonkommt.

Hallo

Warum fährt nicht z. B. in
JEDEM WAGEN der Bahn ab 19 Uhr abends bis
7 Uhr morgens mindestens ein Polizist
oder „schwarzer Sheriff“ mit? Ich denke
DAS wäre eine Lösung. Meine Meinung: wir
brauchen mehr Sicherheitskräfte.
Wesentlich mehr. Der Staat muß die
Sicherheit seiner Bewohner garantieren
können. Das Fehlen von Sicherheitskräften
und die überaus milden Strafen
hierzulande läßt bei vielen potentiellen
Tätern den Eindruck entstehen, sich im
„rechtsfreien Raum“ bewegen zu können.

Ich weiss ja nicht, in was für einer Stadt Du lebst, wir haben die Schwarzen Sherrifs gottseidank aus den öffentlichen Verkehrsmitteln weg, weil die meistens die Ursache für unkontrollierte Gewalt waren…
Was wir meiner Meinung nach viel eher bräuchten, wäre ein bischen mehr Zivilcourage. Wird in der S- und U-Bahn Randale gemacht, schauen doch alle unsere Mitbürger ganz schnell in die andere Richtung. Und - ganz ehrlich - wie oft wirst Du in öffentlichen Verkehrsmitteln angegriffen? Ich fahre zu den unterschiedlichsten Zeiten mit S- und U-Bahnen und bin bislang immer in Ruhe gelassen worden. Unsere Polizei sollte lieber da eingesetzt werden, wo sie wirklich gebraucht wird.

Wir brauchen mehr Polizeikräfte und
wesentlich härtere Strafen für
Gewaltverbrechen an Menschen. Die
Knastbedingungen müssen so hart werden,
daß es auch den Einwanderern aus Rußland
etc. nicht mehr gleichgültig wird, ob sie
in den Knast gehen oder nicht. Und die
Strafen für derartige Verbrechen müssen
viel länger werden (ich fordere 10-20
Jahre!), die Prozesse kürzer.

Ich glaube nicht, dass wir härtere Strafen brauchen, sondern nur eine konsequentere Durchsetzung unserer vorhandenen. Die Geschichte und die Erfahrung lehrt leider auch, dass Strafen nicht abschrecken. Selbst im 3. Reich, als das Strafgesetz wirklich drakonisch war, wurden Verbrechen verübt.

Gruss
Peter

Ich weiss ja nicht, in was für einer
Stadt Du lebst, wir haben die Schwarzen
Sherrifs gottseidank aus den öffentlichen
Verkehrsmitteln weg, weil die meistens
die Ursache für unkontrollierte Gewalt
waren…

kannst du das bitte näher erläutern? Beispiele? Ich kann’s mir nicht vorstellen.

Was wir meiner Meinung nach viel eher
bräuchten, wäre ein bischen mehr
Zivilcourage.

das sehe ich auch so. Das eine schließt das Andere allerdings nicht aus. Denn solange die Zivilcourage fehlt nützt ihr Herbeisehnen leider auch nichts.

Wird in der S- und U-Bahn

Randale gemacht, schauen doch alle unsere
Mitbürger ganz schnell in die andere
Richtung.

eben drum!

Und - ganz ehrlich - wie oft

wirst Du in öffentlichen Verkehrsmitteln
angegriffen? Ich fahre zu den
unterschiedlichsten Zeiten mit S- und
U-Bahnen und bin bislang immer in Ruhe
gelassen worden.

Das kommt sicher auch drauf an, wie groß und kräftig man ist. Ist halt ein bißchen wie auf dem Schulhof!

Unsere Polizei sollte

lieber da eingesetzt werden, wo sie
wirklich gebraucht wird.

ja, vor Ort, z. B. zum Schutz auch von alten und gebrechlichen Menschen, die sich nicht wehren können!

Wir brauchen mehr Polizeikräfte und
wesentlich härtere Strafen für
Gewaltverbrechen an Menschen. Die
Knastbedingungen müssen so hart werden,
daß es auch den Einwanderern aus Rußland
etc. nicht mehr gleichgültig wird, ob sie
in den Knast gehen oder nicht. Und die
Strafen für derartige Verbrechen müssen
viel länger werden (ich fordere 10-20
Jahre!), die Prozesse kürzer.

Ich glaube nicht, dass wir härtere
Strafen brauchen, sondern nur eine
konsequentere Durchsetzung unserer
vorhandenen. Die Geschichte und die
Erfahrung lehrt leider auch, dass Strafen
nicht abschrecken. Selbst im 3. Reich,
als das Strafgesetz wirklich drakonisch
war, wurden Verbrechen verübt.

Das 3. Reich hier anzuführen ist natürlich völlig daneben, da der ganze Staatsapparat aus Verbrechern bestand und das ganze Regime ein verbrecherisches war. Cuba mit seinen drakonischen Strafen ist ein viel besseres Beispiel, auch weil es da wirklich ziemlich viele Polizisten gibt und wesentlich weniger Delinquenz als in anderen Mittel- und lateinamerikanischen Staaten. Ich finde, Verbrecherpack gehört weggeschlossen. Möglichst schnell, effektiv und möglichst billig für den Steuerzahler (d. h. null Luxus im Knast, möglichst karges Leben etc., Betonung der bestrafenden und sicherheitstechnischen Aspekte, nicht des „erzieherischen“). Wegschließen, so, daß sie für die übrigen friedlichen Menschen keine Gefahr mehr darstellen. Sowohl das braune Vollidioten-, als auch das sonstige Raub- und Mordgesindel. Und bitte schön lange. Damit sie lang genug Zeit haben, nachzudenken (falls sie überhaupt dazu in der Lager sind) bzw. das Nachdenken zu erlernen.

Gruß
Uwe

Hallo

kannst du das bitte näher erläutern?
Beispiele? Ich kann’s mir nicht
vorstellen.

Leider nicht mit Zahlen o.ä., da die Sache bei uns schon recht lange zurückliegt. Tatsache ist aber, dass die Schwarzen Sherrifs gerne ihre Macht ausgespielt haben, wahllos Fahrgäste auf rüde Art und Weise „kontrolliert“ und angepöbelt haben und leider recht häufig (vor Allem gegen Ausländer und „Randgruppen“) beim Verdacht auf Schwarzfahren von ihren Schlagstöcken und Kampfsportkünsten gebrauch gemacht (habe ich mehr als einmal persönlich miterlebt).

das sehe ich auch so. Das eine schließt
das Andere allerdings nicht aus. Denn
solange die Zivilcourage fehlt nützt ihr
Herbeisehnen leider auch nichts.

Stimmt, hier nützt nur das gute Beispiuel. Wieder aus eigener Erfahrung: Wenn einer anfängt, ziehen ein paar andere meist nach.

Das kommt sicher auch drauf an, wie groß
und kräftig man ist. Ist halt ein bißchen
wie auf dem Schulhof!

Gut, hier bin ich eindeutig im Vorteil (205cm, gute 110 kg „Kampfgewicht“)

ja, vor Ort, z. B. zum Schutz auch von
alten und gebrechlichen Menschen, die
sich nicht wehren können!

siehe oben…

Das 3. Reich hier anzuführen ist
natürlich völlig daneben, da der ganze
Staatsapparat aus Verbrechern bestand und
das ganze Regime ein verbrecherisches
war.

Das ist, was den Staatsapparat anbelangt, sicher richtig. Aber doch wohl nicht für den grössten Teil der Bevölkerung? Ich meine ja auch nicht solche sog. „Verbrechen“ wie die „Rassenschande“ und was sich das Maziregime noch so alles ausgedacht hat. Nachweisbar gab es im 3. Reich trotz massiver Strafandrohung noch genügend Diebe, Einbrecher, Randalierer, Mörder, Vergewaltiger usw. Die niederen Beweggründe der Einzelnen lassen sich doch nicht durch ein verbrecherisches Regime wegdiskutieren?!

Cuba mit seinen drakonischen Strafen

ist ein viel besseres Beispiel, auch weil
es da wirklich ziemlich viele Polizisten
gibt und wesentlich weniger Delinquenz
als in anderen Mittel- und
lateinamerikanischen Staaten.

Kuba ist ja auch nicht gerade ein Muster an Demokratie, oder? Schliesslich ist Castro eben auch ein Diktator…

Aber nehmen wir als Beispiel halt die vielzitierten USA: eine massive Polizeipräsenz, massive Strafandrohungen (Todesstrafe, Zwangsarbeit, Drill-Camps, Haftstrafen bis zu 400 Jahre). Ein wahrhaft friedliches und verbrechensarmes Land, nicht wahr? Oder nimm das mittelalterliche Strafrecht, noch brutaler geht es wohl kaum. Erstaunlicherweise scheinen selbst öffentliche Hinrichtungen, Verstümmelungen und was der Scheuslichkeisten noch so wären nicht vor Straftaten geschützt zu haben.

Ich finde,

Verbrecherpack gehört weggeschlossen.
Möglichst schnell, effektiv und möglichst
billig für den Steuerzahler (d. h. null
Luxus im Knast, möglichst karges Leben
etc., Betonung der bestrafenden und
sicherheitstechnischen Aspekte, nicht des
„erzieherischen“). Wegschließen, so, daß
sie für die übrigen friedlichen Menschen
keine Gefahr mehr darstellen. Sowohl das
braune Vollidioten-, als auch das
sonstige Raub- und Mordgesindel. Und
bitte schön lange. Damit sie lang genug
Zeit haben, nachzudenken (falls sie
überhaupt dazu in der Lager sind) bzw.
das Nachdenken zu erlernen.

Auf den ersten Blick hin möchte ich Dir gerne recht geben - weg damit, so dass für die Bevölkerung keine Gefahr mehr besteht.
Besonders bei Kinderschändern.
Aber:

schnell: Klar, 10 Jahre Gerichtsverhandlungen sind ein bischen zu viel. Trotzdem bin ich der Meinung, dass eine Bestrafung erst dann erfolgen darf, wenn die Schul einwandfrei nachgewiesen ist.
So weit ich weis, wurden in den USA in den letzten Jahren immerhin 75 Menschen unschuldig zum Tod verurteilt…

effektiv: Was ist effektiver Strafvollzug? Wegsperren und vergessen?

billig: Knast ist niemals billig, allein Unterhalt und Bewachungskosten sind enorm. Und was für ein luxuriöses Leben hat denn ein Strafgefangener? Er darf Bücher lesen, er darf Fernsehn schaun. Echter Luxus. Wahrscheinlich kommt zweimal die Woche der Fusspfleger und der Masseur…

Ich fürchte, mit einer reinen Wegsperr-Taktik verschlimmert man die Situation nur noch. Schliesslich kann man nicht jeden bzw. wegen jeder Tat lebenslang einsperren (ich meine, bis man die betreffende Person aus der Zelle tragen muss). In einer solchen Atmosphäre wird das Gewaltpotential doch eher noch gesteigert. Es gab da vor längerer Zeit einen recht interessanten Fernsehbericht über privatisierte Gefängnisse in Grossbritannien, in denen eine Wegsperr-Taktik angewendet wird. Die Rückfallquote soll gigantisch sein. Und sollte es tatsächlich so sein, dass ein Strafgefangener durch die Haftbedingungen körperlich und geistig zerbrochen wird, liegt er dem Steuerzahler nach seiner Haft als Sozialfall doch erst recht auf der Tasche.

Ich glaube nicht, dass in Deutschland tatsächlich über eine Verschärfung des Strafrechts nachgedacht werden müsste. Vielmehr sollten unsere Gerichte von den blödsinnigen Nachbarschafts-Streitigkeiten und anderer lächerlicher Bagatellfälle freigemacht werden, damit man da Zeit hat, sich um die wirklichen Verbrechen zu kümmern.

Ansonsten - wie bereits gesagt - halte ich ein gewisses Mass an „Selbstjustiz“ für legitim. Bei einem Bewaffneten hast Du keine Chance, lass es sein. Ansonsten, steh auf, geh dazwischen, wehr dich. Wenn einer anfängt, machen meistens ein paar andere mit.

Gruss
Peter