Hallo,
hier stellt sich die Frage warum du und deine Kammeraden bei der Feuerwehr sind. Das Wort Kammeraden sagt es eigentlich schon eine Gruppe die zusammen helfen und auch vieles unternehmen. Du bist der einzige Jüngere? Hast du keine Freunde die vielleicht auch Interesse haben.
Auch die kleinen Ortsfeuerwehren haben ihre Berechtigung und da sind auch alle gefragt das Aktiv zu gestalten.
Stützpunktfeuerwehr? Über 400 Einsätze pro Jahr? Super teilweise zwei Einsätze pro Tag
ist es das?
Na wie viele Minuten brauchst du denn zur Stützpunktwehr - 12 min? Ist denn da noch ein Fahrzeug in der Halle? Bei uns ist nach 3 - 5 min alles raus!!!
Willst du umziehen?
Bei uns ist das so, auch kleine Ortsfeuerwehren erhalten eine gute Ausbildung, jede Feuerwehr ist dafür selbst verantwortlich.
Wir sind eine Feuerwehr mit 2 Löschgruppenfahrzeugen, 45 Aktive und 9 Jugendliche.
Dabei haben wir 2 Zugführer, 4 Gruppenführer, 10 Maschinisten, 1 Atemschutzgerätewart (12 PA), 1 Gerätewart, 1 Jugendwart, 27 Atemschutzgeräteträger, 1 Truppmann und Truppführerausbilder, 10 Funkausbildung, 15 Truppmann und 10 Truppführer. Alle Ausbildungen sind mit Zeugnis der Inspektion oder Feuerwehrschule belegt. Dabei sind das noch lange nicht alle Ausbildungen. Da wir einige Aktive haben, die auch bei anderen Organisationen tätig sind oder waren, kommen noch ABC-Gruppenführer, Pyrotechniker, Sprenghelfer, Rettungsassistent, Rettungssanitäter, Sanitätshelfer, Erste-Hilfe-Ausbilder, AED-Ausbilder, Peerhelfer, Atemschutzgeräteträger-Ausbilder, Krieseninterventionshelfer dazu. Was steckt da dahinter - eine konsequente Ausbildung. 16 Jahre lang habe ich das als Jugendwart und Truppmann/Truppführerausbilder intensiv umgesetzt. Jeder Jugendlicher hatte bevor er in die Aktive-Mannschaft wechselt seine Truppmannprüfung abgelegt. Als Wehrleiter trage ich seit 6 Jahren die Verantwortung und die nehme ich ernst. Nächsten Monat habe ich es sogar geschafft 1 ZF, 2 GF und 1 Jugendwartlehrgang an der Feuerwehrschule bekommen. Jedoch je mehr Ausbildung und je mehr Geräte um so mehr ist der Aufwand an Zeit. So stellt sich die Frage, wann wird die Belastung zu groß, die Lust weicht dem Frust und danach das Ende des Feuerwehrdienstes.
Also überlege es dir gut, vielleicht lässt sich ja die Motivation in deiner kleinen Ortsfeuerwehr wieder steigern und du findest dort den Spaß und Zusammenhalt den du suchst.
Gruß
Tom
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