Wie soll das funktionieren?

alle gutverdienenden gehen in die private. der pool, der übrig bleibt wird immer problematischer. das ist doch ein teufelskreis.

so steigen weiter die beiträge, mehr wechseln deswegen usw.

letztendlich zahlt der staat den bedürftigen ihre behandlung, der mittelstand zahlt als einziger noch steuern. gewinner sind die bestverdienenden und aktionäre von großkonzernen. na toll!

Lieber M-G,

dazu haben meine Arbeitskollegen und ich am Frühstückstisch auch ein paar Gedanken entwickelt:

(1)
Einheitsrente einführen: Jeder bekommt ab 70 sagen wir: 1000 Euro. Wer, aufgrund seines beruflichen Werdegangs, Anspruch auf eine höhere Rente hätte, der muß diesen Betrag abführen. Sonst wäre es ja keine Einheitsrente mehr.

(2)
Das Geld, das am Monatsende noch auf dem Konto ist, das wird ja offenbar nicht benötigt. Es wird automatisch dem Finanzamt überwiesen. Das gilt selbstverständlich auch für Sparguthaben und sonstige Geldanlagen.

(3)
Die firmeneigenen Pensionskassen werden verstaatlicht.

(4)
Hausbesitzer zahlen ja momentan keine Miete. Dieser geldwerte Vorteil wird dem Einkommen zugeschlagen und mit versteuert.

(6)
Da ich für meine Kinder sorgen muß - und meine Eltern für mich, kann man die Aufwendungen für ärztliche Leistungen, Zahnersatz und Krankenhaus in der Familie gleichmäßig verteilen. Das schafft zusätzliche menschliche Nähe und stützt den Familienfrieden.

(6)
Was ist eigentlich so schlimm am Steuernzahlen? Der Staat macht doch viele gute Sachen damit: er macht nachts das Licht an, schafft Frieden, baut Strassen, Schulen und Krankenhäuser - ist das nix?
(Das ist übrigens nicht von mir, das ist frei übertragen von Franz Müntefering *g*)

Das wars so auf die Schnelle vom

wölfchen

Fazit:
Klar ist, daß sich gravierend was ändern muß. Dazu bin ich auch bereit. Ich sehe nur nicht, daß die „Reformen“ in die richtige Richtung gehen. Was ich feststelle ist, daß mit dem Geld, das den Bürgern abgenommen wird, das bestehende System gestützt und nicht geändert wird.

Ansonsten empfehle ich zu diesem Thema den Kabarettisten Volker Pispers !

hallo,
sind 7% „immer mehr“?
Glaubst Du allen Ernstes, dass diese 7% die Kassen unter die Erde bringen?
Nein, das ist schon eigenes Unvermögen. Was soll´s, wenn eine Kasse pleite ist, die anderen müssen ja dafür gerade stehen, sie unterstützen.
Stell dir das mal in der Industrie vor: Siemens wäre es vollkommen gleichgültig, ob sie Gewinn oder Verliust machen: BBC, AEG, General Electic zahlen deren Verluste ja.
Grüße
Raimund

dass die ausgaben besser kontrolliert werden müssen, das steht außer frage. daran ändern aber auch privatkassen nichts. die sollten mal lieber aufpassen, nicht immer neue tarife zu schmeißen und damit lockangebote zu machen. DAS sollte bei privaten besser kontrolliert werden. aber meiner meinung nach wird das solidarprinzip ausgehebelt.

warum muss ein arzt für die behandlung eines privatpatienten für teilweise die gleiche leistung, das doppelte an geld bekommen können?

das ist rosinenpickerei. entweder wir schmeißen das solidarprinzip über bord. konsequent. oder wir machens richtig und alle zahlen in den gleichen topf.

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hallo,

dass die ausgaben besser kontrolliert werden müssen, das steht
außer frage. daran ändern aber auch privatkassen nichts. die
sollten mal lieber aufpassen, nicht immer neue tarife zu
schmeißen und damit lockangebote zu machen.

Du lebst noch in der Zeit vor 1995! dieses spiel mit den bewusst zu niedrig kalkulierten Tarifen gibt es nicht mehr.
DAS sollte bei

privaten besser kontrolliert werden. aber meiner meinung nach
wird das solidarprinzip ausgehebelt.

Absolut nicht. Sieh dich mal bei den heutigen Privaten um!

warum muss ein arzt für die behandlung eines privatpatienten
für teilweise die gleiche leistung, das doppelte an geld
bekommen können?

Weil er sich mehr Zeit lässt! Hier wird nach Leistung gezahlt und nicht nach Kopf! Das ist der ganz große Fehler der Kassen: nicht die Leistung zählt, sondern die Versichertenkarte! Dafür gibt es dann Kopfprämie: alle 1/4 Jahre! Ob er was gemacht hat oder nicht. Deswegen sind doch die Ärzte so hinter den V-Karten her!

das ist rosinenpickerei. entweder wir schmeißen das
solidarprinzip über bord. konsequent. oder wir machens richtig
und alle zahlen in den gleichen topf.

Das wäre absolut das Falsche. Klar, einigen wirrköpfen wäre eine neue DDR passend. Doch die Gleichmacherei funktioniert nicht. Hat noch nie funktioniert. Das ist höchstens für philosophische Überlegungen geeignet.
Grüße
Raimund

alle gutverdienenden gehen in die private. der pool, der übrig
bleibt wird immer problematischer. das ist doch ein
teufelskreis.

Selbstständige und Angestellte über dem JAEG sind nicht die Masse an Versicherten.

so steigen weiter die beiträge, mehr wechseln deswegen usw.

Warum sollte auch ein Versicherter mehr bezahlen, wenn er die gleiche Leistung woanders beziehen kann? Ist es nicht Aufgabe eines Unternehmens, dann alles zu versuchen, um die Kosten zu senken? Stickwort->Konkurenzfähig

letztendlich zahlt der staat den bedürftigen ihre behandlung,
der mittelstand zahlt als einziger noch steuern. gewinner sind
die bestverdienenden und aktionäre von großkonzernen. na toll!

Ja, das ist toll. Denn soweit sind wir dank unseres „Sozialstaatsdenken“ schon gekommen. Ich frage mich immer:„Woher kommen eigentlich die Kosten die dort aufgelistet sind?“ Das eigentliche Problem ist doch, das wir zuvuiele Arbeitslose und auch zu hohe Kosten haben. Keiner hat damit gerechnet (aber alle wußten es)! Trotzdem wird an einem System festgehalten, was nicht mehr funktionieren kann. Warum wird denn nichts geändert?? Hat man solche Angst vor der Mißgunst der Wähler?

Vor mind. 20 Jahren hätte man Fragen sollen:„Frage nicht was dein Land für dich tun kann, sondern frage dich, was kannst du für dein Land tun!“

Gruß
Martin
demfalschesanspruchsdenkenzuwiederist