Hallo,
ich hab mal den Motor einer defekten Waschmaschine zerlegt
und folgendes gefunden:
(Bilder-Links unten;je 90KB)
Stator:
Zwei gegenüberliegende Spulen um Trafo-Blech gewickelt.
Im rechten Winkel zur Spulenachse zwei gegenüberliegende gefederte Kohlestifte.
Rotor:
hat 36 Rippen.
Seltsam ist, dass von jeder Rippe zwei Drähte wegführen,
in entgegengesetzte Richtungen.
Abgesehen davon (und anderem, weiter unten)
würde ich auf einen Universalmotor schließen und folgendes annehmen:
Rotor besteht aus 18 Spulen mit je 2 gegenüberliegenden Rippen:
Solange die beiden Rippen mit den Kohlestiften Kontakt haben,
fließt durch die entsprechende RotorSpule
ein Strom und ein Drehmoment ergibt sich.
Sobald die beiden Rippen den Kontakt verlieren,
ist die Spule für den Rest der Halbdrehung unverbunden/tot.
Jetzt messe ich aber zwischen BELIEBIGEN Rippen
einen sehr geringen Widerstand von 1-3 Ohm.
(Wenn ich natürlich auch nicht alle Möglichkeiten durchprobiert habe)
Erst dachte ich an Kurzschlüsse durch Kohlestaub,
doch gründliches Auskratzen brachte nichts.
Um Kohlestaub ganz ausschließen zu können,
hab ich mit einer Mini-Trennscheibe jegliche denkbaren Staubreste
inkl. einiges an Substrat bei drei Paaren rausgeschleift. Nichts.
Angesichts des geringen Abstands der Rippen scheint Kohlestaub
den Entwicklern zudem keine Sorgen gemacht zu haben.
Dann hab ich bei einer Rippe des mittleren Paares
die beiden Drähte durchtrennt: wie erwartet hatte sie danach
keine Verbindung mehr zu den anderen (auch nicht zur gegenüberliegenden).
Das schließt aus dass es weitere Verbindungen unterhalb der Rippe gibt
oder dass das Substrakt irgendwarum leitend geworden ist.
Interessant: zwischen den beiden benachbarten Rippen
herrscht nun ein Widerstand von 9 Ohm,
während benachbarte Rippen ohne isolierte Rippe dazwischen
weiterhin bei 1 Ohm liegen.
Ein klarer Hinweis auf eine absichtliche ringförmige Verbindung,
nicht irgendeinen Defekt.
Doch wie zum Kuckuck soll das funktionieren?
Ich kann mir kein Feld und keine Beschaltung denken,
bei denen dieser Rotor laufen könnte.
Ich hab sogar auf Dioden/Transistoren getestet,
die es zum Laufen bringen KÖNNTEN (mit nem miesen Wirkungsgrad),
aber auch da nichts (3mV Durchbruchspannung).
Rotor-Bilder-Links (je 90KB)
http://my.opera.com/vume5/albums/showpic.dml?album=4…
und
http://my.opera.com/vume5/albums/showpic.dml?album=4…
Ist mir hier irgendein übliches Motor-Funktionsprinzip unbekannt,
oder muss der Rotor doch irgendwie defekt sein?
(Wieso dann die 2 Drähte pro Rippe?)
mfg
vume5